November 29, 2008

TV: Fernsehtipps vom 29.11. - 05.12.2008 (inklusive Weihnachtstipps von Mr. Hankey)

Samstag, 29.11.

20:15 Uhr – Good Will Hunting (VOX)

Verlogenes Gutmenschendrama, unfassbar klebrig geschrieben und mitunter absolut widerwärtig gespielt. Die ganze ideologische Zielrichtung des Films könnte falscher gar nicht sein. Neben "Psycho" Begründer meiner Van Sant-Antipathie.

22:50 Uhr – Aliens – Die Rückkehr (K1)

Camerons bildgewaltige Umdichtung des Vorgängers: Gleich mit mehreren Dutzend Aliens bekommt man es hier zu tun, und die psychosexuelle Metaphorik erscheint bestenfalls kuvriert zugunsten spektakulärer Action, die nur noch als Korsett für Insekten-Horror fungiert. Wo der erste Film intellektuell funktionierte, ist die Fortsetzung schlicht überwältigend inszeniertes, archaisches Kino mit der üblichen Chauvi-Prise Marke Cameron.

23:10 Uhr – Der Hauch des Todes (ARD)

Timothy Dalton ist der beste Bond. Ende und aus.

2:30 Uhr – König der Fischer (K1)

Jeff Bridges ist göttlich in diesem Film. Mehr ist nicht darüber zu sagen.

Sonntag, 30.11.

7:30 Uhr – Breakfast Club (RTL2)

Der Teenie-80s-Klassiker. Die pubertären Nöte der US-Kids wirken heute leicht angestaubt und auch ein wenig sehr harmlos, aber der Film hatte zu Recht einen gewaltigen Genre-Impact – und allein der Simple Minds-Titelsong ist ja auch großartig.

20:15 Uhr – Das Haus am See (RTL)

Habe ich nicht gesehen, aber auf der Bambi-Verleihung vor einigen Tagen meinte Karoline Herfurth, der Film hätte sie zutiefst bewegt. Dann überreichte sie Keanu Reeves einen Preis für den besten internationalen Schauspieler (?) und es gab Standing Ovations. Da musste ich dann wirklich an Marcel denken. Absurder geht’s nimmer.

22:00 Uhr – Kill Bill: Vol.2 (Pro7)

Der, nun ja, meditative Nachschlag oder Epilog oder die impertinent gelassene zweite Hälfte. Wie auch immer, hat mir noch mehr zugesagt als die überlange Schwertkampforgie Teil 1.

Montag, 01.12.

22:15 Uhr – Switchback (ZDF)

Habe ich irgendwann mal nachts im ZDF geschaut und fand den überraschend okay. Spannend und unterhaltsam und so. Will ja nicht viel sein. So wie der nicht unähnliche "Transsiberian", der bald startet.

Dienstag, 02.12.

20:15 Uhr – Thirteen Days (K1)

War damals ein typischer Berlinale-Film. Ein bisschen scheinkritisch, möchtegern-brisant und ungeheuer dialoglastig. Fand den wahrscheinlich deshalb auch gut.

Mittwoch, 03.12.

22:45 Uhr – Lichter der Vorstadt (Arte)

Kaurismäkis Trilogie-Abschluss. Noch nicht gesehen, verspreche mir aber viel von.

23:00 Uhr – Frenzy (SWR)

Für Hitchcock erstaunlich weird, aber der Film hat echt einige brillante Momente, die sogar richtig gehend verstörend sind. Kann mich auch kaum an einen schlüpfrigeren Film im an schlüpfrigen Themen nicht gerade armen Oeuvre des Meisters erinnern.

Donnerstag, 04.12.

22:15 Uhr – Lethal Weapon 3 (VOX)

Die Lethal Weapon-Filme haben bei mir über die Jahre besonders gelitten. Bis auf den schicken vierten Teil erscheinen mir die so stur in ihrem konventionellen Buddy-Muster und so zwingend nach Schema F gestrickt. Der Homo-Pegel mag zwar alle zwei Minuten ausschlagen, das allein verrät jedoch noch nichts über das reflexive Vermögen von so viel ausgestellter Männlichkeit.

0:50 Uhr – Moby Dick (ARD)

John Huston ist ja der beste amerikanische Regisseur aller Zeiten, stimmt’s McKenzie? ;)

Freitag, 05.12.

20:15 Uhr – xXx – Triple X (Pro7)

An einem Freitagabend kann so ein Film gar nicht einmal das Verkehrteste sein. Die Stunts dieses Wannabe-Bonds haben mich zumindest im Kino prächtig amüsiert.

20:15 Uhr – Bodyguard (RTL2)

Ganz klarer Guilty Pleasure-Kandidat von mir. Der Film ist totaler Rotz, aber ich mag ihn trotzdem.

0:20 Uhr – Chucky 2 – Die Mörderpuppe ist wieder da (RTL2)

Kennt noch jemand Jenny Agutter? Die wird hier abgemurkst. Und der Film hat außerdem ein hübsches Studio-Finale in einer Spielwarenfabrik. Gibt schlimmeres.

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Mr. Hankeys Weihnachtstipps

Samstag, 29.11.

14:25 Uhr – Schöne Bescherung (RTL2)

Hier schon die zweite Ausstrahlung des X-Mas-Komödienklassikers und dabei ist noch nicht einmal Advent! Den kann man sich aber auch wirklich zig Mal ansehen, ohne dass er langweilig wird! :-)

20:15 Uhr – Santa Clause 3: Eine frostige Beschehrung (Premiere 1)

Nachdem Teil 1 immer noch einer der besten Disney-Weihnachtsfilme überhaupt ist, ist Teil 3 nur noch ein seelenloses Abziehbild von dem, was Santa Clause einmal war. Dennoch, der Fight Tim Allen Vs. Martin Short macht hier und da Laune und der übliche US-Bombast ist auch vorhanden. Wer also nicht zu viel erwartet, der kann dennoch seinen hirnfreien Weihnachtsspaß haben.

(und kleine Hankeys erwarten für gewöhnlich ja nicht viel^^)

Sonntag, 30.11.

12:00 Uhr – Drei Haselnüsse für Aschenbrödel (KiKa)

Zwar noch ein bisschen früh für den absoluten Märchenklassiker zu Weihnachten, ist dieser wundervolle Film aber auch am ersten Advent schon ein wunderbarer Beweiß dafür, dass Weihnachten auch vor der Glotze durchaus viel Freude machen kann. Kommt aber zu den Weihnachtstagen sicher auch noch ein paar Mal auf den Dritten. Warten würde also auch nicht Schaden!

Montag, 01.12.

20:15 Uhr – Weihnachten in Handschellen (Premiere 1)

TV-Film um eine Kellnerin, die sich zu Weihnachten einen Kerl kidnappt, um vor ihrer Familie mit einem Freund angeben zu können. Könnte aufgrund des Regisseurs Ron Underwood ("Im Land der Raketenwürmer") ganz nett werden, Melissa Joan Heart ist dagegen gewöhnungsbedürftig, wenngleich ich sie als "Clarissa" damals mochte!

Mittwoch, 03.12.

20:15 Uhr – Buddy, der Weihnachtself (SAT.1)

Will Ferrell in Strumpfhosen mit kindlichem Gemüt fand ich damals im Kino recht nervtötend, wenngleich ich zugeben muss, dass der Film bei jedem weiteren Mal irgendwie charmanter wird, was aber vor allem an James Caan liegt. Der kann einfach alles irgendwie retten. Und irgendwann gewöhnt man sich auch an Ferrell!

(wieso guckt man sich einen Film, den man schon beim ersten Mal nervig fand, immer wieder an?)

20:15 Uhr - Santa Clause - Eine schöne Bescherung (S-RTL)

Immer wieder gern gesehen. Tim Allen in seiner Paraderolle als Weihnachtsmann wider Willen, die ihn zu Mr. Christmasmovie machte. Herzensgut, witzig und rundum weihnachtlich, kann man sich dem Charme des Ganzen einfach nicht entziehen. Zumal es hier auch mal nicht überall unentwegt glitzert und funkelt. So müssten alle Weihnachtskomödien aus Amerika sein. Nicht so wie die Sequels!

(ich konnte mich dem ganz gut entziehen *g*)

Donnerstag 04.12.

20:15 Uhr – Die Familie Stone: Verloben verboten (VOX)

Tolle Darsteller, biederer Film. Sarah Jessica Parker und Diane Keaton mühen sich redlich ab, um dem bieder ausgeschmückten Filmchen etwas abzugewinnen. Allzu öde ist das Ganze zwar nicht, aber einmal angucken reicht aus und vergessen ist er auch ganz schnell wieder!

Freitag, 05.12.

20:15 Uhr – Der Nikolaus im Haus (ARD)

Bähh! Abgewrackte deutsche Filmstars (u.a. Christiane Neubauer) in einem Weihnachtsfilm für den Kukident-Sender ARD! Auch wenn’s auf dem Sender, in den letzten Jahren, durchaus so manchen Hingucker gab (z. Bsp. "Das Weihnachts-Ekel"), aber das hier hört sich wie die Hölle auf Erden an. Für alle unter 60 garantiert nicht zu ertragen!

(Kukident-Sender LOL)

20:15 Uhr – Die Geister, die ich rief (SAT.1)

Ebenfalls jedes Jahr ein Muss: Bill Murray in einer der besten und abgefahrendsten Adaptionen der bekannten Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens. Witzig, Actionreich und genial gespielt, macht der Streifen einfach nur enorm viel Laune. Nur das mit der guten Moral etwas zu überzogene Ende büßt ein wenig ein. Ansonsten aber, neben "Schöne Bescherung", einer der US-Komödienklassiker überhaupt!

(nur bei SAT.1 alljährlich konsequent in der gecroppten 4:3-Fassung)


November 28, 2008

Special: DAS KINO DES TIM BURTON (Teil I)

Zum Kinderzimmer geht's hier.

November 27, 2008

Kino: HOW TO LOSE FRIENDS & ALIENATE PEOPLE

Nach der britischen Comedy-Serie "Spaced" und den Kino-Exportschlagern "Shaun of the Dead" und "Hot Fuzz", allesamt unter der Regie von Edgar Wright, sowie kleineren Nebenrollen in "Mission: Impossible III" und "The Good Night" ist Simon Pegg nun auch endgültig im US-Mainstream angekommen. Selbst dort, an der Seite etablierter Stars, versprüht er noch viel von seinem liebenswerten Charme, während er in "New York für Anfänger" ansonsten aber offenbar einen Gang zurückschrauben und sich nach "Run, Fatboy, Run" vielmehr erneut als romantischer Held beweisen muss.

Der Film von "Curb Your Enthusiasm"-Regisseur Robert B. Weide produziert klassisches Rom-Com-Material mit verhaltenem satirischem Einschlag: Sehr komisch, etwas bissig und manchmal auch ein wenig obszön, erweist sich Weides Kinodebüt letztlich als zu brave und verhaltene Upper-Class-Komödie, die jedoch durch ein grandioses Casting besticht.

Der Originaltitel, "How to Lose Friends & Alienate People", umschreibt treffend die Folgen des beruflichen Imagewechsels von Sidney Young (Pegg), einem englischen erfolglosen Klatschreporter, den es nach einem überraschenden Job- angebot nach New York verschlägt. Young existiert wirklich, heißt mit Vornamen aber eigentlich Toby und hat seine großstädtischen Erfahrungen im gleichnamigen Erfolgsroman verarbeitet, auf dem "New York für Anfänger" schließlich basiert.

Bei seinem neuen Arbeitgeber, dem trendigen Sharps Magazine (eine filmische Umdichtung, Vorlage ist die Vanity Fair), bekommt Sidney zunächst allerdings nicht viel zu tun. Sein Chef Clayton Harding (Jeff Bridges) hält ihn an der kurzen Leine, der leitende Redakteur Lawrence Maddox (Danny Huston) behandelt ihn wie einen Fußabtreter, und die Sympathien seiner liebreizenden Kollegin Alison (Kirsten Dunst) hat Sidney unglücklicherweise schon am Abend vor Arbeits- beginn verspielt.

Die ersten zwei Drittel des Films schildern deshalb genüsslich das Scheitern des tollpatschigen Engländers, der von einem Fettnäpfchen ins nächste tritt, sich auf Partys blamiert oder es sich mit Celebrities verscherzt, und Pegg ist bekanntlich genau der Richtige für derlei zottelige Albernheiten und Verlierer-Attitüden. Auf dessen physische Komik und Exaltiertheit folgt schließlich immer das unschuldige Lächeln eines kleinen Jungen - selbst nachdem er einen Hund unschön beseitigt hat, kann man ihm kaum böse sein. Das Image des britischen Knuddel-Komikers, es wird auch hier ausreichend bemüht.

Die Seitenhiebe gegen High Society- und Star-Gebären sitzen, verlieren aber schon durch ihre Fiktionalität einiges an Schlagkraft. Möglicherweise ist "New York für Anfänger" aber auch von vornherein nach gängigen Rom-Com-Regeln gestrickt, und man vermisst das letzte Quäntchen Böswilligkeit deshalb zu Unrecht: Immerhin arrangiert sich der Film von Beginn an mit der Luxusphilosophie der Mode- metropole, deren Manierismen selbst bei den vielen kruden Nebenfiguren (Megan Fox und Gillian Anderson z.B.) noch irgendwie sympathisch wirken.

Interessiert ist Weide letztlich ohnehin mehr an der verlässlich vorhersehbaren Romanze seiner beiden Hauptdarsteller. Zwischen dem liebenswürdigen Loser-Typen Pegg und der immer etwas neben der Spur mit verschlafenen Äuglein zwinkernden Dunst stimmt die Chemie, vor allem weil der Film ihnen einige hübsche Momente schenkt. Wenn sie sich zu den Klängen von Nino Rota ein morgendliches Tänzlein gönnen, nachdem sich Alison die ganze Nacht übergeben hat, ist das zwar banale Rom-Com-Poesie, aber Dank Pegg wirkt sie seltsam annehmenswert.

Rotas Musik bzw. Fellinis "La Dolce Vita", jenes Sittengemälde über Klatschpresse und Wohlstandsgesellschaft, das "New York für Anfänger" gleich mehrfach zitiert, verrät dann hinten raus vielleicht ein wenig die stille Ambition des Films, doch auch Satire und nicht nur Liebeskomödie sein zu wollen. Aber die Referenz ließe sich freilich auch als bescheidener Verweis auf eben diesen Klassiker deuten, der das ja sowieso viel besser könne. Hier, so scheint es, bei einem Promi- Schaulaufen wie diesem, würde das vielleicht auch nur einen scheinheiligen Eindruck erwecken.

Deshalb ist Weides erster Langspielfilm noch einmal ein Freifahrtsschein für Simon Peggs ulkige Albernheiten und sein Talent eben auch als Leader und Held einer Liebesgeschichte. Sogar Jeff Bridges, urkomisch als schmieriges Imitat des Ex-Chefs der Vanity Fair, Graydon Carter, hat nach eigenen Angaben nur unterschrieben, um einmal mit dem britischen Comedy-Star drehen zu dürfen. Das verrät zweifellos einiges über das Anliegen des Films - und ist auch völlig in Ordnung so.

"New York für Anfänger" ist eine garantiert nicht subversive, aber locker inszenierte Komödie über die Fashion- und Star-Kultur New Yorks und ihrer Presse, die einmal mehr ganz von ihrem Hauptdarsteller lebt. Weniger ein moderner "La Dolce Vita" als eher die Slacker-Version von "Der Teufel trägt Prada", verspricht der Film zielgenaue Situationskomik und harmlos-schöne Großstadtromantik. Nun darf sich Pegg aber auch gern wieder mit Edgar Wright zusammentun.


65% - erschienen bei: gamona

Kino: KINOSTARTS - 27.11.2008

  • It's a Free World (Drama, GB/D/IT/S 2007)
  • Pazar - Der Markt (Drama, D 2008)
  • New York für Anfänger (Komödie, USA 2008) [Kritik]
  • Death Race (Sci-Fi-Action, USA 2008)
  • East/West - Sex & Politics (Doku, D 2008)
  • Heinz und Fred (Doku, D 2007)
  • Caotica Ana (Tragikomödie, S 2007)
  • Wonderful Town (Drama, TH 2007)
  • Der Weg nach Mekka - Die Reise des Muhammad Asad (Doku, A 2008)

November 26, 2008

News: THE READER - Kinoplakat

Folgt alles ganz brav dem Konzept. As expected.

November 25, 2008

News: ALICE IN WONDERLAND - Infos zum Cast

Mal wieder ein Update zum neuen Tim Burton-Film, der 3D-Adaption von "Alice im Wunderland". Das kürzlich aufge- tauchte Photo von Johnny Depp als Mad Hatter scheint wohl doch kein Fake zu sein, denn es wurde von allen offiziellen Websites entfernt. Außerdem haben sich zum Cast nun noch Christopher Lee (yes!) und Alan Rickman (YES!) gesellt. Fehlt eigentlich nur noch die Bestätigung, dass Elfman das Scoring übernimmt und ich bin glücklich.

News: Kein MACHETE schwingender Trejo

Eben erst mitbekommen: Das Spin-Off-Projekt um Danny Trejos Figur aus "Planet Terror" bzw. dem Grindhouse-Fake- Trailer ist gestorben. Ein nervtötender postmoderner Quarkfilm weniger.

November 22, 2008

TV: Fernsehtipps vom 22.11. - 28.11.2008 (inklusive Weihnachtstipps von Mr. Hankey)

Samstag, 22.11.

22:50 Uhr – Alien (K1)

Die erneute Sichtung kürzlich hat es noch einmal verifiziert: Was für ein unglaubliches Meisterwerk.

22:50 Uhr – Dead End (Das Vierte)

Einschläfernder Retorten-Mystik-Popanz, wie er auf dem alljährlichen FFF zuhauf läuft. Es geht um eine lange Straße, von der keiner weiß wohin sie führt. Nicht einmal der Film selbst, weshalb er immer wieder zur Seite ausschert, um 80 uninspirierte Minuten zu füllen.

23:10 – Im Angesicht des Todes (ARD)

Roger Moore schultert auch seinen letzten Einsatz als Bond mit souveräner Leichtigkeit, wirkt hier aber dann wirklich ein wenig zu alt, um noch scharfe Frauen abzustecken (obwohl die Besetzung mit Grace Jones da vielleicht das Gegenteil behauptet). Die Pre-Title-Sequenz enttäuscht, danach nimmt der Film aber enorm Fahrt auf. Von allen Bonds übrigens derjenige mit den schlechtesten Stunt-Doubles.

Sonntag, 23.11.

17:25 Uhr – Star Wars: The Clone Wars (Pro7)

Ich weiß nicht, ob ich mir die TV-Serie zum "Kino"film wirklich geben werde. Das lieblose und hässliche CGI-Gewurschtel hat mich wirklich zu traurig gemacht irgendwie. Dann lieber noch einmal die Zeichentrickversion.

1:15 Uhr – Miami Vice (RTL)

Von Michael Manns Kugel-Kadrierungen werden Filmwissenschaftler ja für gewöhnlich ganz feucht, weil ästhetisch so originell und komplex und ausgestellt. Ich hatte mich schon bei Linkin’ Park während der Exposition ausgeklinkt und fand die HD-Optik schwer anstrengend und ungenutzt. Im Vergleich zu "Heat" und "Collateral" schien mir der einfach schwach inszeniert. Und da sind wir noch nicht mal bei ideologischen Einwänden…

2:30 Uhr – Kill Bill Vol.1 (Pro7)

Mehr oder weniger beseeltes Referenzkino. Hier ein Verweis, da eine Verbeugung, jeder findet sich darin irgendwo zurecht. Tarantinos Einladung, in ein grenzenloses Zitatenuniversum miteinbezogen zu werden, war selten so attraktiv wie in "Kill Bill".

Montag, 24.11.

21:00 Uhr – Fellinis Casanova (Arte)

Vielleicht der meistunterschätzte Fellini. War Donald Sutherland jemals wieder so gut wie in dieser sinnlichen Mythenabkehr?

22:55 Uhr – Dexter (RTL2)

Es läuft momentan die erste Staffel, die nach herben Startschwierigkeiten in der Hälfte völlig unerwartet einen Gang zulegt. Bin jetzt mit der zweiten Staffel durch, die sich ihren Plot zwar ähnlich freigeistig zurecht spinnt, aber noch wesentlich spannender als die erste ist. Dafür, dass ich TV-Serien in der Regel als Zeitverschwendung begreife, finde ich "Dexter" tatsächlich überraschend unterhaltsam und komisch.

22:50 Uhr – Dunkelblaufastschwarz (MDR)

Offenbar von "Hable con ella" inspiriertes Coming-of-Age-Drama. Nix besonderes.

0:25 Uhr – Der Fuhrmann des Todes (Arte)

Sehr gut, ich habe schon lange mit dem Kauf der Tartan-DVD geliebäugelt, jetzt kann ich Victor Sjöströms Film zumindest erst einmal antesten.

Dienstag, 25.11.

0:00 Uhr – Cocktail für eine Leiche (SWR)

Hitchcocks wunderbares Ein-Raum-Stück, bei dem die wenigen Schnitte noch das Uninteressanteste sind.

Mittwoch, 26.11.

23:00 Uhr – Arachnid (HR)

Auch meine Sympathien für (Nu Image-)Tierhorrofilme kennen Grenzen, zumal man von Jack Sholder mehr erwarten darf als eine völlig trashig inszenierte Pappmaché-CGI-Kombo.

Donnerstag, 27.11.

20:15 Uhr – Der Herr der Ringe: Die Gefährten (VOX)

Nach dem Kinobesuch war ich fassungslos über Peter Jacksons Ausverkauf und habe mit meiner damaligen Band sogar ein Hass-Lied darüber verfasst. Mit Sichtung der Extendend-Version (die hier leider nicht gesendet wird) vollzog sich dann ein drastischster Rezeptionswandel. Heute gehören die drei Filme zu meinen Lieblingen. Fantastisch inszeniertes Blockbuster-Kino, nicht nur state-of-the-art, sondern auch wirklich mit Hingabe adaptiert.

21:00 Uhr – Aguirre, der Zorn Gottes (Arte)

Das wäre dann das Gegenprogramm. Auch hier Männer unter sich, nur bei Werner Herzog muss ich davon brechen!?

Freitag, 28.11.

22:45 Uhr – Killing Zoe (Das Vierte)

So ein Film, bei dem ich mich heute ernsthaft frage, was ich mit 12 daran gut fand.

1:10 Uhr – Swimmingpool (Pro7)

Nicht der mit der Schneider, sondern der völlig käsige deutsch-amerikanische Slasher. Ich konnte es eben übrigens kaum glauben, als ich gelesen habe, dass James McAvoy (!) da mitspielte. Ich kann mich nur noch daran erinnern, dass da jemand auf einer Rutsche mit einer Machete abgemurkst wurde. Das fand ich geil. ;)

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Und wie schon im letzten Jahr freue ich mich, dass Mr. Hankey, der einzig wahre Weihnachtsfetischist, zur Adventszeit seine Fernsehtipps beisteuert:

Montag, 24.11.2008

20:15 Uhr – Meine schöne Bescherung (Premiere 1)

Die deutsche Weihnachtskomödie vom letzten Jahr um eine Frau, die all ihre Ex-Männer zum Weihnachtsfest einlädt, will frech, unkonventionell und zynisch sein, ist aber nur platt, peinlich und so gut wie überhaupt nicht komisch. Zudem furchtbar gespielt! Selbst Weihnachtshasser bleiben da kalt!

Freitag, 28.11.2008

20:15 Uhr - Schöne Bescherung (RTL2)

Alle Jahre kommt das Christuskind... in Form von Clark Griswold und seiner verrückten Familie und bringt hysterisches Gelächter in die Stuben der amüsierten Zuschauer, egal ob Weihnachtshasser oder -liebhaber. Wie jedes Jahr (mindestens 3-5 Mal) bei RTL II. Schön, wenn man wenigstens einen sicheren Quotenrenner pro Jahr hat!

20:15 Uhr – Barbie in: Eine Weihnachtsgeschichte (S-RTL)

90 Minuten Werbung für das vielleicht hässlichste Kinderspielzeug aller Zeiten. Zum Kotzen, dass das Weihnachtsfest nicht einmal vor solch üblen Marketingmachenschaften großer Spielzeugfirmen verschont bleibt! Sinn von Weihnachten verkannt! Setzen 6!

20:15 Uhr – Black Christmas (Premiere 1)

Das Remake zum wegweisenden Original "Black Christmas" von 1974 ist zwar inhaltlich grottendoof, dabei aber dennoch recht unterhaltsam, hübsch photografiert und ziemlich makaber geraten. Weihnachtshasser schalten ein, Slasherfans sowieso!


November 21, 2008

SOUTH PARK - EVERYONE IS SPECIAL!



Herrliche Parodie auf "High School Musical" aus der aktuellen Staffel. Trifft genau ins Schwarze.

November 20, 2008

Kino: KINOSTARTS - 20.11.2008

  • The Strangers (Horror-Thriller, USA 2008)
  • Novemberkind (Drama, D 2008)
  • Wiedersehen mit Brideshead (Drama, GB 2008)
  • Wächter der Wüste (BBC-Doku, GB 2008)
  • Der Mann, der niemals lebte (Thriller, USA 2008)
  • The Palermo Shooting (Drama, I/D 2008)
  • Buddhistische Stille (Doku, D 2008)
  • Ich gehe jetzt rein (Doku, D 2008)
  • Comeback (Drama, D 2007)
  • Baby Mama (Komödie, USA 2008)
  • Die Osmanische Republik (Komödie, TR 2008)
  • Max Payne (Game-Action, USA 2008)

November 19, 2008

Kurioses: THE GOOGLE SEARCH STRIKES BACK

Sind wieder ein paar Wochen vergangen seit der letzten Ansammlung, deshalb wird es mal wieder Zeit, die neuesten Suchanfragen zu posten.

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  • Der Anschlag auf den world train center

Auf jeden Fall lässt sich ein Muster erkennen.

November 17, 2008

News: STAR TREK - Trailer



Sehr geiler Trailer. Und der Gay-Faktor bestätigt sich.
Allein wegen Simon Pegg wird der gut. Ende, aus, fertig.

November 15, 2008

TV: Fernsehtipps vom 15.11. - 21.11.2008

Samstag, 15.11.

20:15 Uhr – Robinson jr. (MDR)

Ich weiß gar nicht, ob den Film im Westen überhaupt jemand kennt, aber in der ehemaligen DDR war dieser italienische Superulk ein Dauerbrenner. Nicht zu Unrecht, allein die Kokosnuss-Nummer ist ein echter Klassiker.

20:15 Uhr – Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia (SAT.1)

Lieb- und geistloses Fantasy-Ungestüm mit besonders familienfreundlicher Moral: Bei Walden Media ziehen auch kleine Kinder in den Krieg, beauftragt vom Weihnachtsmann höchstpersönlich. Der Special Edition-DVD liegt wahrscheinlich noch ein Kruzifix bei.

22:55 Uhr – Octopussy (ARD)

Im 13. Bond stricken John Glen und Roger Moore aus der Kultfigur nun einen sprichwörtlichen Clown – der sicherlich schlechteste Film der Serie unterbietet selbst "Moonraker" in Sachen Gags und Dialoge, nebst wirrer Geschichte, schlechten Schauspielern und schwacher Action. Der unausgegorene Ringelpietz um die vermeintliche Intrigantin und Titelheldin fällt dabei noch weitaus weniger ins Gewicht als die dreisten Indiana Jones-Bemühungen: Von Geklautem geklaut – das hätte das Bond-Original eigentlich nicht nötig.

2:15 Uhr – Manchmal kommen sie wieder 2 (RTL2)

Besser als der zahme Vorgänger, kämpfen hier eine junge Hilary Swank und ihr Papa Michael Gross (der aus den Tremors-Filmen) gegen dämonische Juvenile Delinquents. Cheesy gefilmt, aber immerhin etwas gory.

Sonntag, 16.11.

14:15 Uhr – Disneys Tinker Bell (S-RTL)

Bei Disney ist jetzt Schluss mit den DTV- und Sequel-Geschichten, deshalb wird der hier auch schnell auf DVD und zeitgleich im TV verwurstet. Sieht nicht gut aus.

20:15 Uhr – Das Vermächtnis der Tempelritter (Pro7)

Auch ich kam damals im Kino nicht über die deutsche Synchronstimme der Kruger hinweg, weshalb es mir schwer fiel, mich überhaupt auf diesen Indy-Wannabe-Mumpitz zu konzentrieren. Unfassbar, dass der immerhin leidliche unterhaltsame Quark so dermaßen erfolgreich war. Für Freunde von "The Da Vinci Code".

0:15 Uhr – Leben und sterben lassen (NDR)

Moores schwungvolles Debüt. Die brillante Musik mit dem großartigen Titelthema von Paul McCartney, die wunderbare Krokodilsnummer und bezaubernde Jane Seymour entschädigen für den rassistischen Ton des Films. Abgesehen von der aufblasbaren Yaphet Kotto-Puppe.

Montag, 17.11.

Ach, irgendwie nischt.

Dienstag, 18.11.

20:15 Uhr – Auf der Suche nach dem goldenen Kind (K1)

Den Film habe ich seit 15 Jahren nicht mehr gesehen. Aber ich erinnere mich an ein Wasserglas, das nicht ausgeschüttet werden darf, und an Charles Dance, der sich in einen Drachen verwandelt. Das fand ich gut damals.

Mittwoch, 19.11.

20:15 Uhr – Ghost – Nachricht von Sam (K1)

Ganz wunderbarer schöner Kitschfilm mit großartigem Drehbuch und noch großartigerer Whoopi Goldberg. Patrick Swayze ist eh super (ja, ist er!), Tony Goldwyn auch (kennt den überhaupt jemand?), selbst Demi Moore ist hier niedlich unschuldig. Doch, der Film ist toll.

Donnerstag, 20.11.

22:40 Uhr – Der Terminator (VOX)

Kürzlich erst wieder gesehen. Ist nicht besonders gut gealtert und mit einfallslosen Parallelmontagen weitaus weniger eindrucksvoll inszeniert als die Fortsetzung. Ist aber trotzdem immer noch ein toller 80’s-Film-Noir mit minimalphilosophischem Einschlag und geiler Synthie-Mucke. Läuft aber wie immer zerhackstückelt.

Freitag, 21.11.

22:20 Uhr – Total Recall (RTL2)

Habe ich hier ja schon oft geschrieben: Finde den ganz, ganz toll. Braucht man sich im TV aber nicht geben.

3:00 Uhr – Dead of Night (Arte)

Obskurer Horrorfilm wie es scheint. Habe den nicht gesehen, ist aber vom nicht uninteressanten Bob Clark inszeniert.


November 14, 2008

November 13, 2008

Images: ALIEN (1979, Ridley Scott)


Kino: KINOSTARTS - 13.11.2008

  • Im Winter ein Jahr (Drama, D 2008)
  • Der Brief für den König (Abenteuer, NL 2008)
  • Zufällig verheiratet (Liebeskomödie, GB 2008) [Kritik]
  • 1968 Tunnel Rats (Kriegs-Action, D/KAN 2008)
  • 88 - Pilgern auf Japanisch (Doku, D 2008)
  • Avanak Kuzenler (Komödie, TR 2008)
  • So viele Jahre liebe ich Dich (Drama, F 2008)
  • 33 Szenen aus dem Leben (Drama, D/PL 2008)
  • Egoiste - Lotti Latrous (Doku, D 2007)
  • Frohe Zukunft (Doku, D 2008)
  • Der Generalmanager oder How to sell a Tit Wonder (Doku, D 2006)

November 12, 2008

Radio: FILM-BLUE MOON 13/08

Heute ab 22Uhr laden Ronald Bluhm und Tom Ehrhardt zu einem Bond-Only-Blue Moon auf Radio Fritz (Berlin/ Brandenburg). Mitmachen ist ganz einfach: Anrufen, sich aktiv an hitzigen Diskussionen beteiligen - und dann in die Fritz-Film-Geschenkekiste greifen. Per Livestream oder direkt im Radio.

Er stellt sich nicht mehr mit "Bond, James Bond!" vor. Er trinkt keinen Wodka Martini mehr. Es gibt keinen Sex mit einem Strauß bunter Bondgirls. Was ist übrig vom Mythos 007? Nicht viel. "Ein Quantum Trost" kommt als scharf geschnittener, geradliniger Rachefeldzug eines Einzel- kämpfers daher, mehr Bourne als Bond. Könnt ihr mit dem neuen 007 noch etwas anfangen, gefällt er euch gar besser als je zuvor? Ruft an und redet mit Bond-Fan No. 1 Ronald Bluhm und Tom Ehrhardt über "Ein Quantum Trost" im Film Blue Moon.

November 10, 2008

Retro: BATMAN (1989)

"It's like with Warner Bros., because that's where my history has mainly been. I'm always amazed – movies that they fight tooth and nail and are always the weirdest, those are the ones that end up making them all the money. All they have to do is look at their fucking slate of movies!", so ein resignierter Tim Burton im Interview 1992, nachdem er für Warner bereits vier Kinofilme als Regisseur inszeniert hat. Genervt von den endlosen Diskussionen nach Testvor- führungen und Änderungswünschen, die die Post-Produktion von "Beetlejuice" begleiteten, ermüdet vom Kampf darum, den Film getreu seinen Vorstellungen in die Kinos bringen zu können, gab dem jungen Regisseur schließlich nur der Erfolg Recht: Immerhin spielte die Geisterkomödie weltweit mehr als 100 Millionen US-Dollar ein und erwies sich als Überraschungshit. Dennoch sollten seine Schwierigkeiten, in Hollywood einen Film nach eigenem künstlerischem Duktus durchbringen zu können, mit Burtons folgendem Projekt noch zunehmen: Nachdem sich bereits verschiedene Regisseure und Drehbuchautoren viele Jahre an einer Entwicklung des Stoffes versucht hatten, beauftragte Warner letztlich Burton, die aufwendige Kinoadaption von "Batman" zu inszenieren, pünktlich zum 50. Jubiläum des DC-Comichelden 1989.

Das Projekt wurde von einer bis dato beispiellosen Medienkampagne begleitet und mithilfe eines ausgeklügelten Marketingkonzepts von Beginn der Produktion an im Bewusstsein der Öffentlichkeit installiert. Ein schon vorzeitig lanciertes Teaser-Plakat bildete lediglich das Batman-Logo ab, ohne den eigentlichen Titel oder andere Filmdetails zu präsentieren, und unzählige Merchandising-Produkte gingen vorab in den Verkauf. Der Trailer wurde auf kopierten Videokassetten umhergetauscht und gezielt vor andere Kinofilme platziert, während Fernseh- und Zeitungsberichte unaufhörlich für die kostenintensive und gewaltige Produktion warben. Nicht zuletzt die Verpflichtung von Jack Nicholson für die Rolle des Batman-Antagonisten Joker erschien als wahrer Casting-Coup, hatte dieser sich doch viele Jahre gegen die kommerzielle Ausbeutung des Kinos mit zahlreichen abgewiesenen Angeboten zur Wehr gesetzt, nun aber hingegen sogar Gewinnbeteiligungen ausgehandelt (die ihm später schätzungsweise 60 Millionen US-Dollar einbrachten). Ebenso folgerichtig wie dennoch kurios erschien in der Vermarktung Nicholsons Name noch vor dem des Batman-Darstellers Michael Keaton, sogar selbst in der Titelsequenz des Films, die den Warencharakter mit einer aufwendig gestalteten Etablierung des Titellogos noch selbstbewusst ausstellt. Der somit besonders in den USA entfachte Batman-Hype garantierte dem Film schon weit vor Kinostart die nötige Aufmerksamkeit, sodass sein Einspiel kaum noch zu überraschen vermochte. Mit Rekordeinnahmen von weltweit über 400 Millionen Dollar allein an den Kinokassen erwies sich "Batman" als einer der erfolgreichsten Filme aller Zeiten und erfüllte alle Erwartungen des Studioriesen.

"Patton" Reloaded: Der Joker und seine Scherzartikel

Der Leidtragende einer solchen Prestigeproduktion war Burton selbst: Der Regisseur drohte an der Adaption des Comic-Stoffes zu verzweifeln. Denn "Batman" erwies sich für Warner jenseits herkömmlicher Erfolgsaussichten auch deshalb als besonders ehrgeizige Angelegenheit, weil das Studio mit dem Film großzügiges Kapital für die Fusion mit dem Time-Konzern erwirtschaften wollte. Das hatte zur Folge, dass Warner die Dreharbeiten strengstens überwachte: Täglich wurde das Drehbuch noch am Set umgeschrieben, mehrfach Wechsel und Änderungen angesetzt, und galt es immer wieder neue Anweisungen aus den Chefetagen zu befolgen. Wie Burton im Audiokommentar der DVD anklingen lässt, habe er zeitweilig gar nicht mehr gewusst, was er während des Drehs eigentlich wie und warum genau getan hätte. Der Film, den er so sorgfältig mitkonzipierte und vorbereitete, entglitt ihm völlig. Im Interview mit David Breskin resümiert Burton die Folgen der Studio-Interventionen daher nüchtern: "It went from being the greatest script in the world to completely unraveling. And once it unravels, it unravels. You're there, you do it. I remember Jack Nicholson going, "Why am I going up the stairs?’. I was like: ‘I don't know, Jack, I'll tell you when you get up there.’".

Insofern spricht es wohl für die bereits ausgeprägte Handschrift des Regisseurs, dass "Batman" trotz seiner chaotischen Produktionsverhältnisse größtenteils deutlich als Tim Burton-Film zu erkennen ist. Der Dark Knight erinnert stark an die Outcast-Figurenentwürfe der vorherigen Burton-Arbeiten und erscheint mehr als einsamer schizoider Rächer, denn strahlender Superheld. Ausgehend von der Neuinterpretation des Comicmythos’ durch Frank Miller und Alan Moore Mitte der 80er Jahre, in der sich die Abkehr ehemals propagandistischer und später forcierter Camp- Elemente in Form einer Umjustierung Batmans widerspiegelte, der nunmehr als deutlich gealterter Held nicht länger Hab und Gut der Privateigentümer verteidigte, sondern innerhalb eines neuen sozialen Realismus gegen die Korruption des Establishments zu Felde zog, betont der Film – den Erwartungen des Mainstreams an einen Titelhelden zuwiderlaufend – die Dualität der Figur, das Widersprüchliche, das sich aus der Flucht hinter die Maske ergibt. Als Mitternachtsdetektiv Gotham Citys bekämpft Bruce Wayne Verbrecher und Freaks, obwohl er selbst nur eine Kreatur und sogar das Produkt seines Gegners ist: Anders als in der Comic-Vorlage erschaffen sich Batman und der Joker gegenseitig. Zwar gelingt es Burton nicht, dieses Motiv durchzuhalten, weil der Film immer wieder in narrative Nebensächlichkeiten zu zerfallen droht, die Fortsetzung "Batman Returns" jedoch wird sich fast ausschließlich mit der Frage nach der Wechselbeziehung von Gut und Böse beschäftigen und die Genreelemente ebenso hinten anstellen wie die Logik eines stringenten Plots.

Großstadt-Moloch: Tim Burtons Gotham City

Obwohl "Batman" letztlich keine homogene Adaption darstellt, weil er unentschlossen zwischen einer visuell prägnanten und vorrangig auf die Abgründe und Ambivalenzen der Comic- Figuren abzielenden künstlerischen Vision Burtons und massenkulturellem Studio-Eventfilm mit bemüht konven- tioneller Dramaturgie schwankt, besetzt er im Œuvre seines Regisseurs eine wichtige Stelle: Das markante Produktions- design ist hier stärker in die gesamte Struktur und Erscheinung des Films eingebunden als in den bisherigen Burton-Filmen, es repräsentiert in gewisser Hinsicht allein schon auf Ebene des Setdesigns die Autorenqualitäten Burtons, der seine Geschichten mit mehrschichtigen Bildern erzählt. So ist es vor allem die (oscarprämierte) Ausstattung, die noch am ehesten seinem eigentlichen Konzept entspricht, den Film in einem nicht zu verortenden zeitlichen Rahmen spielen zu lassen. Das sich aus zahlreichen architektonischen Stilen und Einflüssen speisende Gotham City Burtons ist tristes Moderne-Abbild und postmodern zusammengesetzter Design-Mix zugleich, erscheint mal als "Noir-Hexenkessel" (Rauscher) aus einer vergangenen Epoche, mal als dystopischer Futurismus-Entwurf.

Ebenso wie das Design des Films bildet hingegen auch die Musik einen eigenständigen Charakter. Die dritte gemeinsame Zusammenarbeit zwischen Burton und Danny Elfman nach "Pee-wee's Big Adventure" und "Beetlejuice" brachte dem ehemaligen Rockmusiker und Mitglied der populären Band Oingo Boingo den Durchbruch als Filmkomponist. Sein Konzept für das Scoring zu "Batman" unterstreicht ähnlich wie auch die Arbeit der Ausstatter und Kostümbildner die angestrebte Zeitlosigkeit des Films (sofern die Prince-Songs mit ihrem 80’s-Flair diesen Ansatz nicht zunichte machen würden), indem er sich stilistisch bei klassischen sinfonischen Filmmusiken von Max Steiner oder Erich Wolfgang Korngold, aber auch John Williams und seinem wohl prägnantesten Vorbild, Federico Fellinis langjährigem Stammkomponisten Nino Rota, bedient. Der konstante Bezug auf letzteren – "Pee-wee's Big Adventure" erschien bereits wie eine einzige große Rota-Hommage – erlaubt auch Rückschlüsse auf die Ähnlichkeiten der Beziehungen zwischen Elfman/Burton und Rota/Fellini, die eine intensive Arbeitsbeziehung über zahlreiche Filme hinweg pflegten und sich als eigenständige, aber identisch denkende Autoren ergänzten. Schließlich haben die Filme von Fellini, in ihrer bedingungslosen Hingabe zu Außenseiterfiguren in Verbindung mit surrealen Bilderwelten, einen offenkundigen Einfluss auf den Regisseur Burton, der diese künstlerische Verbundenheit mehrfach durch filmische Zitate bestätigt hat, etwa in "Big Fish" oder "Sweeney Todd". Es scheint deshalb nicht von ungefähr, wenn Burtons gesamte Karriere vom Einwand begleitet wird, Geschichten zu stark zu visualisieren, statt sie traditionell zu erzählen.


65% - erscheint bei: Wicked-Vision


Literatur:

  • Breskin, David (1992): Tim Burton. In: Inner Views. Filmmakers in Conversation, New York: Da Capo Press 1997, S. 321-364
  • Merschmann, Helmut (2000): Tim Burton, Berlin: Bertz
  • Merschmann, Helmut (2000): Von Fledermäusen und Muskelmännern. Postmoderne im amerikanischen Mainstream-Kino: Arnold Schwarzenegger und Tim Burton, Berlin: Spiess
  • Rauscher, Andreas (2000): Die dunkle Seite von Disneyland. Die Filme von Tim Burton. In: Stiglegger, Marcus (Hrsg.): Splitter im Gewebe. Filmemacher zwischen Autorenfilm und Mainstreamkino, Mainz: Bender 2000, S. 264-285

November 08, 2008

Zuletzt gesehen: MIRRORS

Absolut schwachsinniges, langweiliges und bemerkenswert einfallsfrei inszeniertes US-Remake des Geisterheulers "Into the Mirror", das mit 08/15-Spuk um die ewig gleichen Schockeffekte (bzw. lauten Tonspitzen) und einem hane- büchen konstruierten Grusel-Plot inklusive hektischer Flash- backs als Story-Surrogat noch auf der doch längst abgeflauten Welle asiatischer Horrorneuauflagen mitzu- schwimmen versucht, dabei aber schon während der Exposition sang- und klanglos untergeht. Kiefer Sutherland scheint sich leider nicht mehr von seinem Jack Bauer-Image lösen zu können und spielt die Hauptrolle mit hoher Fremdschämgarantie am Rande zur unfreiwilligen Komik. Fällt "Mirrors" bereits bis zum lang ersehnten Ende permanent in grabentiefe Logiklöcher, so übertrifft das so genannte Finale (nennen kann man es so nämlich eigentlich nicht) die bisherigen Absurditäten und Unstimmigkeiten noch einmal aufs Groteskeste. Schade letztlich nur um Regisseur Alexandre Aja, dessen Talent in diesem blödsinnigen Mainstream-Murks bestenfalls noch zu erahnen ist – bleibt deshalb nur zu hoffen, dass er es ohne nachträgliche Folgen verschwendet hat.


25%

Halt doch bitte endlich die Klappe, Trottel!

Nee, dieser "Kleinkrieg" war mir neu. Nicht, dass ich Kevin Smith und seine dümmlichen Filme nicht ohnehin unendlich nervig finden würde (was auch nur die halbe Wahrheit ist, eigentlich interessieren sie mich nicht die Bohne), aber das hier – ein Auszug aus seiner angeblich unterhaltsamen Abendkonversation vor Publikum – gibt meiner Verachtung noch die nötige Zuckerglasur.

Das Problem ist gar nicht die Polemik gegen Tim Burton selbst – ich liebe Polemik, und wenn sie gut ist, gern auch gegen meinen Lieblingsregisseur – aber Smith richtet sich nicht gegen Burtons kreativen Output (was sich vermutlich auch schwierig gestalten würde, vor allem von jemandem, der in seinen eigenen Filmen nicht einmal eine vernünftige Einstellung hinbekommt), sondern denunziert ihn, wird persönlich, beleidigend und versucht Lacher zu ernten, wenn er den "Freak" Burton auch schön freakig nachzuahmen versucht (noch erbärmlicher sind nur Smiths Seitenhiebe gegen Prince). Der Grund dafür: Angeblich habe Burton sich für sein Ende von "Planet of the Apes" bei einem Smith-Comic bedient (kann ich nicht nachprüfen, but who cares, der Film ist doch eh scheiße), eigentlicher Hintergrund der Geschichte ist aber eher, dass Smiths Divenego nachhaltig beschädigt wurde, weil Burton einst dessen "Superman"-Script ablehnte und ein neues hat verfassen lassen (vielleicht weil es mies war?...). Das Projekt wurde jedenfalls nie in dieser Konstellation realisiert, aber Smith scheint noch heute an seinem Trauma zu knabbern. Ganz schön verzweifelt und peinlich, das. Dagegen hatte selbst Uwe Bolls konstruierter Clash mit Michael Bay Stil…

TV: Fernsehtipps vom 08.11. - 14.11.2008

Samstag, 08.11.

22:00 Uhr – Das Ding aus einer anderen Welt (K1)

Orgiastisches Remake, nahezu perfekt inszeniert, aber für einen zweiten "Alien" fehlen einfach die Metalevel. ;-)

22:00 Uhr – Das Experiment (Pro7)

Ein wahrhaft teutonisches Experiment: Wer diesen weltfremden, homophoben, nur auf Eskalation hin angelegten, mit Darstellern wie frisch aus der Schauspielschule besetzten und nach Schema F inszenierten, kurzsichtigen und in seiner schlussendlichen Trivialität bemitleidenswerten Dooffilm ohne mittelschwere Brechanfälle übersteht – der darf gern auch den nächsten Oliver Hirschbiegel-Film goutieren. Prost.

23:45 Uhr – The Hidden (K1)

Themenabend auf Kabel 1. Auch das hier grundsolider Alien-Horror, inszeniert wie ein Actionfilm. Lange nicht mehr gesehen, mochte den aber zumindest früher gern. Im TV genauso verstümmelt und mit falschem Bildformat wie der Carpenter.

Sonntag, 09.11.

20:15 Uhr – Was Frauen wollen (SAT.1)

Mel Gibson kann die Gedanken von Frauen lesen – und die sind natürlich total lüstern. Was für eine niedliche Fantasie, die Nancy Meyers da in einem erneuten Misogynie-Anfall gesponnen hat. Reaktionär wäre noch geschmeichelt.

20:15 Uhr – Die Insel (Pro7)

In der ersten Hälfte mehr oder weniger clever stibitzter, immerhin aber erstaunlich ernsthafter Sci-Fi-Film, dessen pseudophilosophische Fragen zunehmend einer Bayschen Effektshow weichen müssen. Scarlett Johansson nervt wie immer, Ewan McGregor war leider auch schon besser.

Montag, 10.11.

22:15 Uhr – A History of Violence (ZDF)

Von manchen seltsamerweise als verweichlicht abgestraft, fügt sich auch dieser Cronenberg ganz wunderbar in dessen spannendes Oeuvre, stellt beißende grundexistenzielle Fragen und schiebt diesen höchst kluge Überlegungen nach. Mehr hier. (läuft wohl stark gekürzt, daher lieber zur DVD greifen)

Dienstag, 11.10.

Nix für mich.

Mittwoch, 12.11.

23:00 Uhr – The Way of the Gun (K1)

Dürfte auf meiner Liste der belanglosesten und langweiligsten Filme, die ich je gesehen habe, auch eine vordere Position einnehmen. Ich wünschte, ich könnte mehr dazu sagen, aber ich kann mich an nichts mehr erinnern. Ist wohl auch besser so.

Donnerstag, 13.11.

22:50 Uhr – Operation: Broken Arrow (VOX)

Unter den US-Vehikeln des Woo-Ausverkaufs noch einer der erträglicheren, heißt aber nicht viel. Immerhin einer der wenigen Zimmer-Scores, den man sich anhören kann ohne kotzen zu müssen.

Freitag, 14.11.

22:05 Uhr – Rambo (Tele5)

Läuft irgendwie auch 1x im Monat. Wollt nur noch mal sagen, dass ich den very shice finde.

22:10 Uhr – In einer kleinen Stadt (Das Vierte)

Mal wieder Horror aus Castle Rock, natürlich nach Stephen King: Recht wirkungsvoll in seinem gut entwickelten, bedrohlichen Kleinstadtszenario und mit einem schaurig-schönen Max von Sydow in der Hauptrolle besetzt.


November 07, 2008

Kino: HIGH SCHOOL MUSICAL 3: SENIOR YEAR

Nein, man muss es nicht mögen, wenn der durchnässte Leader Zac Efron gleich zu Beginn bei seinem schweiß- treibenden Abschlussspiel der Basketballschulmannschaft inne hält, sich ans Herz greift und seiner plötzlich aus den Zuschauerreihen empor getretenen Liebsten Vanessa Hudgens entgegen schmachtet, dass er es wohl einfach nicht schaffen könne: "Right now I can hardly breath", singt er, und "Ohh, you can do it – just know that I believe", singt sie dann. "And that's all I really need" (er) – "Then come on!" (sie) – "Make me strong!" (er) – "It's time to turn it up, game on!" (alle). Und weiter geht’s auch schon. Willkommen in der zuckersüß- klebrigen Teenie-Welt von "High School Musical 3: Senior Year", wo mit großer Geste in Bühnenräumen klassischer Studio-Musicals und Busby Berkeley-Choreographien schnulzig-schöne R'n'B-Nummern getanzt und geträllert werden.

Nun, bei allem, was der Disney-Erfolg auch nach seinem Sprung vom Fernsehen, wo noch die ersten beiden Teile aufgeführt wurden, auf die große Kinoleinwand an keimfreien Jungstars, aufgeblasenen Teenienöten und Klischee- Konfliktchen auffährt – es ist noch immer ein herrlich vergnügliches Gute-Laune-Happening. Denn glücklicherweise wurden nicht nur die mittlerweile millionenschweren Teen-Idole und deren brav-niedliche Film-Images, sondern auch der gesamte queere Input der ersten beiden "High School Musical"-Filme konvertiert: Die überdramatischen Solo- Musical-Nummern, die pinkbunten Kostüme, die einfallsreichen Tanzeinlagen – sie sind fast durchweg zweideutig, mindestens aber urkomisch widersprüchlich zu den Schul-Settings von Basketballhallen und Cafeterias, zu den harmlos-unschuldigen Liebeleien der beiden Hauptdarsteller und ganz besonders zu der von Disney doch so sorgfältig entworfenen asexuellen Welt hübscher Teen-Retorten-Stars.

Anders als die beiden weiteren Disney-Franchises, die dem Konzern Milliarden in die Kassen spülen, nämlich "Hannah Montana" mit der 16jährigen Kaugummi-Rocksängerin Miley Cyrus und deren per Cross-Promotion etabliertes Äquivalent The Jonas Brothers, behält sich "High School Musical" manch versteckt schlüpfriges nicht vor. Immerhin folgt das neue Disney-Teen-Ideal, im Kern freilich zutiefst reaktionär, strengen Regeln: Miley Cyrus muss eine pädagogische und moralische Vorbildfunktion mit all ihren Serien, Kinofilmen und CDs erfüllen, die Jonas Brothers – drei sanft in ihre Gitarren hauende Pastorensöhne – gar propagieren ganz gezielt christliche Werte, tragen Enthaltsamkeitsringe, die ihre Keuschheit bis zur Ehe symbolisieren, und reagieren während ihres Deutschlandbesuchs bei TV Total auf ein "Shit" Stefan Raabs schon mal mit sichtlicher Sprachlosigkeit.

Zwar traut es sich auch "High School Musical" nicht, beispielsweise die in allen drei Filmen von Lucas Grabeel mit weibischer Hysterie gespielte Figur des zunächst intriganten und später zum Schulchoreographen gemauserten It-Boys Ryan für schwul zu erklären, aber wird zumindest nicht versucht, ihm noch eine Freundin an die Seite zu dichten, und in der Bühnenversion der Filme schließlich auch gar kein Geheimnis mehr daraus gemacht. Die fast aseptisch- normative und gleichgeschaltete Welt, in der die "High School Musical"-Teile angesiedelt scheinen, wird von Regisseur Kenny Ortega immerhin mit dezent absonderlichen, mindestens jedoch nicht gänzlich angepassten Inhalten ausgefüllt. Vielleicht nämlich werden die an und für sich merklich albernen Problemchen all der reinlichen Jugendlichen im Film und deren forcierte, simpel lösbare Konflikte auch nur durch so viel Tanz- und Sangeslust in plüschig-theatralischer Ausstattung ermöglicht. Nicht umsonst behandeln alle drei Filme die Arbeit an einem Schulmusical, das als doppelter, also inhaltlicher und filmischer Höhepunkt fungiert: Innerhalb eines unbe- schwerten, verspielten und letztlich eben sehr queer tradierten Rahmens darf Märchenideal gespielt werden.

Am Ende erscheint es deshalb konsequent und verständlich, wenn die jungen "High School Musical"-Sternchen dann aus der Filmhandlung heraustreten und sich auf einer Bühne vor ihrem (nunmehr) Kinopublikum verneigen, ehe der rote Vorhang fällt. Nein, so ganz ernst kann er sich doch eigentlich nicht nehmen, der mal unfreiwillig komische, mal verkitscht niedliche Spaß. Auch wenn Ortega, immerhin einstiger Zögling von Gene Kelly, trotz des Riesenerfolges der Serie sich selbst in dritter Folge mit einem verhältnismäßig bescheidenen Budget herumschlagen muss, der Produktionsaufwand also leider nicht ganz so gestiegen ist wie erhofft, so steckt in diesen bunten Teenie-Träumereien viel Liebe und Hingabe zum klassischen Filmmusical. Und wenn das weltweit frühpubertäre Mädchen und Jungen begeistern kann – umso besser.


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