Oktober 22, 2008

Kino: THE ACCIDENTAL HUSBAND

Man sollte immer Acht geben auf das, was man im Radio so von sich gibt: Dr. Emma Lloyd (Uma Thurman), erfolgreiche Beziehungsexpertin für Freunde des gepflegten Rundfunks, wird bald mit ganz praktischen Konsequenzen für ihre sonst eher theoretischen Sex-, Ehe- und Lebenstipps konfrontiert. Denn weil sie einer Anruferin dazu rät, ihre Hochzeit kurz vor der Trauung platzen zu lassen, bekommt sie es mit deren frustriertem Ehemann Patrick (Jeffrey Dean Morgan, inoffizieller Doppelgänger von Javier Bardem) zu tun. Und der spinnt gegen die populärtherapeutische Radiomoderatorin einen nicht ganz uneigennützigen Racheplan: Über einen PC-Crack hackt er sich in New Yorks Bürgerregister und erklärt sich und Emma kurzerhand zu Mann und Frau. Das stiftet bei der sonst so pfiffigen Karrierefrau nicht nur einige Verwirrung, als sie mit ihrem Verlobten Richard (Colin Firth) ihrerseits die Hochzeitsvorbereitungen angeht, sondern verursacht auch ein ordentliches Gefühlschaos, als sie ihren "Accidental Husband" schließlich persönlich kennen lernt.

Was sich als romantische Komödie ja von vornherein in ein Isolierfeld platziert, das jede Kritik mit Verweis auf das, natürlich weibliche, Zielpublikum und eines der Natur des Genres oder, vielmehr noch, der Natur der Konvention immanenten Happy Ends wie selbstverständlich abgewiesen gehört, ist wohl nur schwerlich mit Mitteln der Logik und des gesunden Verstands anzugehen. Zu sehr scheinen die Gesetze und Vorgaben wirksam: Da wird erst geirrt, verwirrt und verbalisiert, dann gestichelt, geliebt und geheiratet. Und, so wie hier, gar noch geschwängert. Am Ende. Damit die selten dämliche und absurde Geschichte zumindest noch jene moralische Integrität zurückgewinnt, die das Rom-Com-Genre in ihrem zutiefst biederen Kern vorschreibt – so fernab jedweder Überwindung von Rollen- und Gesellschaftsklischees und contra der Tradition vergnüglich-subversiver Screwball Comedies von, ja leider, vorgestern.

Kein Problem, dass der Ausgang der Geschichte jederzeit vorhersehbar ist, schließlich ist er ja auch vorherbestimmt durch das Regelwerk des Genres, er ist das, was festgeschrieben steht, worauf hingearbeitet werden muss. Die Überraschungsmomente innerhalb einer allgemeinen Über- raschungslosigkeit müssen sich also zumeist dem Prinzip fügen, nicht das Ziel, sondern den Weg zum Ziel unterhaltsam zu gestalten. So weit, so gut. Kein Problem auch, wenn die romantische Komödie sich dabei viel Schmuck leistet, um Frau und Mann zueinander zu führen. Sei es mit exaltierter Komik und bemühten Zufällen, mit einem Überreiz an Kitsch, ausgedehnten Wendungen und nachdrücklich betonten Rollenzuweisungen, oder eben auch einfach mithilfe eines Plots, in dem eine geerdete Erfolgsjournalistin einem treudoofen Provinzfeuermann auf den Leim geht, sich Hals über Kopf in ihn verliebt und deshalb schließlich ihren Ehemann in spe verlässt.

Ein großes Problem aber ist es, wenn der Film die gute Uma dafür wie eine saublöde Schlampe behandelt, sie erst als selbstbewusste Selfmade-Powerfrau ein– und bald vorführt, ehe sie wie ein dusseliges Mädchen ständig mit ihrem Kopf gegen Tischkanten knallen muss, um schließlich vom einem egoistischen und schwer gestörten Macho zur unterwürfigen Braut umerzogen zu werden. Die taffe Radiomoderatorin purzelt also artig von Anfang bis Ende die Emanzipationsleiter zurück, um anderen Frauen On Air zuletzt ganz bestimmt nicht mehr raten zu können, ihre Männer zu verlassen. Wenn der schrecklich unwitzige und bemerkenswert langweilige "The Accidental Husband" dann die Hochzeit zwischen einem domestizierten blonden Dummchen und einem selbstsüchtigen Vorstadttrottel, der natürlich ganz grundlos einen Denkzettel von seiner vorherigen Frau bekommen hat, als Happy End verkaufen will, während der liebe Colin Firth sang- und klanglos abserviert wird – es wird eigentlich nur noch von der ekelhaften Misogynie überlagert, die Regisseur Griffin Dunne da so ungeniert zur Schau stellt. Nicht einmal Single-Frauen mit einer Überdosis Starbuck’s-Kaffee intus werden das unterhaltsam finden können.


5%

Kommentare:

  1. Ich werde den Film wahrscheinlich nie im Leben zu sehen bekommen, aber schön zu lesen ist Dein Review ja doch. Wird bestimmt bald als SAT1 Film verwurstet. Mit der Ferres und dem Liefers. Herrlich, nur der Gedanke daran.;)

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  2. Ich glaube selbst die würden das nicht so dämlich hinbekommen.

    Ich saß da echt zwei Stunden im Kino und wollte jede Minute einfach nur raus, aber hätte mich dann wiederum geärgert, überhaupt dafür aufgestanden zu sein. Außerdem dachte ich mir, wäre es für die Polemik ja schon von Vorteil, wenn ich den bis zum Schluss sehe.

    Ansonsten: Nie wieder. Lieber HOW TO LOSE FRIENDS angucken, das ist nämlich mal eine schöne Rom-Com zur Abwechslung. Mit Betonung auf Com.

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  3. M. Milling22/10/08 16:51

    @ Mr. Vincent "kleiner Mann" Vega

    Wirklich nette Filmkritik, obwohl ich nach so einer Steilvorlage einen weitaus bissigeren Text erwarten würde, sprich die Polemik hätte noch ein Stück schärfer ausfallen dürfen. Vor allem die z.T. langen Schachtelsätze nehmen dem Text etwas von seiner Vitalität und lassen ihn zu intellektuell wirken (und Intellekt scheint etwas zu sein, das mit diesem Film, nach deinen Worten, nicht vereinbar scheint). Bei solch einem Machwerk erwarte ich knackige kurze Sätze, wie Peitschenhiebe, die dem Zelluloid das Fleisch von den Knochen reißen. Wenn der Film schon eine Beleidigung für jeden intelligenten Zuschauer ist, sollte die Kritik eine böse Polemik entwickeln die sich gewaschen hat. Denn seien wir mal ehrlich, am amüsantesten für den Leser sind nicht die überschwänglichen Lobreden, sondern die lustvoll zelebrierten Verrisse. Von diesem Standpunkt aus ist mir deine Kritik einfach noch zu zahm.
    ;-P

    Ach ja, was mich mal interessieren würde ist, nach welchen Kriterien du die Filme aussuchst, die du dir im Kino antust. Gibt es da einen ominösen sadistischen Arbeitgeber, der dir jeden Monat eine lange Filmliste zusteckt, die du abarbeiten musst...

    Neulich in der Redaktionskonferenz...

    Sadistischer Chef: "Also entweder schauen Sie sich jetzt 300 an oder sie verfassen eine hundertseitige Uwe-Boll-Retrospektive ... und der Dienstwagen ist auch gestrichen!"

    Vincent "kleiner Mann" Vega: "Ok, ok, sie müssen ja nicht gleich gemein werden..."


    Oder ist die Filmauswahl ein bewusster Akt der Selbstaufgabe, ein masochistischer Veitstanz am Rande des Wahnsinns (oder doch gezinkte Würfel, ein hämisch lachender Zufallsgenerator)?

    @ tumulder

    Ich werde den Film wahrscheinlich nie im Leben zu sehen bekommen...

    Das "Wahrscheinlich" kannst du hier aber getrost streichen... ;-)

    Viele Grüße

    M. "Der Wurm" Milling

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  4. Herrlich. :D

    Ich weiß ja, dass ich zahm geworden bin. Kann es mir auch nicht erklären. Diese Entwicklung wurde einfach so in Gang gesetzt. Ich bin verweichlicht. Ich übe zu wenig Ideologiekritik. Bin nicht mehr polemisch genug, sondern teilweise sogar differenziert (sic). Vorbei wohl, die 300-Zeiten!? Vielleicht habe ich unterbewusst der ganzen Kritik nicht mehr standgehalten? ;)

    Ach ja, was mich mal interessieren würde ist, nach welchen Kriterien du die Filme aussuchst, die du dir im Kino antust.

    Grundsätzlich schaue ich alles, was man aus irgendwelchen übergeordneten Gründen (ich sage mal: vorrangig kommerziellen) so schauen muss. Die üblichen verdächtigen Blockbuster zum Beispiel immer.

    Die Schreibaufträge kommen entweder vorher - und bewegen mich dann erst ins Kino - oder ich schaue entsprechende Filme provisorisch, weil es sicher Abnehmer geben wird. Oder aber, natürlich, der Film interessiert mich ohnehin.

    In diesem Fall hat mich einfach die Besetzung und der Regisseur angesprochen, na ja, man weiß eben nie. Dass sich den Film auch niemand im Kino anschauen wird, ist mir jetzt halt auch klar.

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  5. Ich mochte den PSYCHO-Rajko mit seinen schriftlichen "Hass"-Ergüssen, die sich irgendwo zwischen Polemik, Sarkasmus und Zynismus angesiedelt haben, mehr als den verweichlichten TOLERANZ-Rajko. Scheiß Welt, das.^^

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  6. @ Vincent "der Zahme" Vega

    Ich weiß ja, dass ich zahm geworden bin. Kann es mir auch nicht erklären. Diese Entwicklung wurde einfach so in Gang gesetzt. Ich bin verweichlicht. Ich übe zu wenig Ideologiekritik. Bin nicht mehr polemisch genug, sondern teilweise sogar differenziert (sic). Vorbei wohl, die 300-Zeiten!? Vielleicht habe ich unterbewusst der ganzen Kritik nicht mehr standgehalten? ;)


    Wenn das Feuer der Jugend erlischt, beginnt die Weisheit des Alters... ;-)

    Also den Kopf nicht hängen lassen, solange du nicht in impotente "ich-mach-es-allen-recht" Askese verfällst ist Polen (ähhh... meine der Rajko-Blog) nicht verloren... :-D

    Im Übrigen, auch ein knallharter Kritiker sehnt sich nach ein wenig Liebe und Zuneigung in den kalten weiten des Netzes.
    Da ist es nur allzumenschlich, dass sich auch der berüchtigte Filminquisitor Vincent Vega, im Kampf gegen die debilen Windmühlen der Filmindustrie aufreibend, nach der wärmenden Umarmung der Fanboys verzehrt.

    Das scharfe Schwert der Polemik ist schartig geworden und von grauer Patina (und ihr Name sei "Differenzierung") überzogen wirkt der Stahl nur noch wie ein Schatten seiner selbst...

    Zeit den Wetzstein zu zücken... Es muss wieder Schwung in die Sache...

    Aufbauende Grüße ;-)

    M.Milling

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  7. Was erwartet man auch groß von einem Uma Thurman-Film?

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  8. Ich wurde von Herrn Milling analysiert, entlarvt, aufgebaut - er ist jetzt offiziell mein Lieblingskommentator.

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  9. frau rieger23/10/08 12:08

    Gott, ist das öde hier.

    ;)

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  10. @ Frau Rieger

    "Die Mutter der Ausschweifung ist nicht die Freude, sondern die Freudlosigkeit." ;-P

    @ Mr. Vincent Vega

    Aber, aber, das war doch selbstverständlich... ;-)

    ...denn: "Keiner ist so verrückt, daß er nicht einen noch Verrückteren findet, der ihn versteht." ;-P

    Es war übrigens in der Tat die köstlich formulierte "300" Kritik, die meine Aufmerksamkeit erstmalig auf dein Wirken gelenkt hat. Gerade die unmissverständliche ironiedurchtränkte Schärfe deines Verriss (homophober Gayporno:-D) und die hitzige Diskussion bei cinefacts.de, um diese reaktionäre, testosteronumwölkte Schlachtplatte, hat mich köstlich amüsiert (als Parodie seiner selbst war 300 übrigens für mich die Komödie des Jahres 2007 - DAS IST SPARTA!!! - selten so gelacht). Kurz hatte ich sogar mit dem Gedanken gespielt mich bei cinefacts anzumelden, ließ es aber dann doch bleiben, denn irgendwie war mir dann dort, wie soll ich es sagen, das sprachliche Niveau zu großen Schwankungen unterworfen. (Ein mit blutrünstigen Fanatikern verseuchtes Gewässer ist nichts für einen kleinen Wurm wie mich).

    Viele Grüße

    M.Milling

    PS
    Die Zitate stammen übrigens wieder vom alten F.N. (so ein syphiliszerfressenes Hirn spuckt doch die herrlichsten Sprüche aus...)

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  11. Danke Frau Rieger, jetzt habe ich's verstanden. ;)

    Und welch Trost, dass die 300-Kritik zumindest einen Leser mehr gebracht hat, während 10 andere das Weite suchten. ;)

    Aber das war schon eine muntre Debatte seinerzeit (Diskurs möchte ich es mal nicht nennen). Hach, so ein 300 fehlt dieses Jahr irgendwie. Dagegen ist ein THE HAPPENING ja lau.

    Wobei die cinefacts-Pöbeleien immerhin einen würdigen Ersatz mit den filmforen-Pöbeleien der Intellektuellenelite gefunden haben. *love*

    Ach ja: Bei so viel Nietzsche werde ich noch in Verführung gebracht, einige ideologiekritische Bemerkungen zu ihm loszulassen. *gg*

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  12. "Wobei die cinefacts-Pöbeleien immerhin einen würdigen Ersatz mit den filmforen-Pöbeleien der Intellektuellenelite gefunden haben. *love*"

    Meinst du etwa filmforen.de?

    Das nenne ich aber mal vom Regen in die Traufe kommen...
    (Hier der schmuddelige Hinterhof des Lumpenproletariat und dort das elfenbeinerne Intellektuellengetto)

    Ich hatte da schon mal reingeschaut, habe mir aber schon nach ein paar gelesenen Beiträgen einen wirklich bösen Hirnknoten zugezogen (vielleicht war ich aber auch nur im falschen Unterforum?)! ;-P

    Darf ich mal richtig fies (und fahrlässig undifferenziert) ablästern? Nein? Egal!

    Polemik-Autopilot-starten
    Einen derart versnobten, im eigenen elitären Saft schmorenden Haufen von Schaumschlägern, habe ich lange nicht mehr lesen müssen.
    Ich hatte den Eindruck, dass dort mit Hilfe kunstvoll verschachtelter Satzungeheuer und hingebungsvoll getupfter Fach- und Fremdwortkolonnen der eigene Wortschatz/Intellekt abgefeiert wird. Im Wesentlichen nichts als Blendwerk, Potemkinsche Dörfer, schillernd ausformulierte Gedankenblasen, hinter denen sich, wenn man die Satzriesen von ihrem Wortmüll (ihren Arabesken) befreit, nicht viel mehr als gewöhnliche Zwerge verbergen. Ich war schon immer ein Freund einer lebendigen und vor erdigem Überschwang vibrierenden Sprache. Mit einem derart anämischen elitären Wortgeklingel kann ich daher nicht viel anfangen.
    Polemik-Autopilot-stop

    Na gut, will ich mal nicht so sein, Filmwissenschaftler unter sich, da darf dann wohl auch mal auf einem Niveau gefachsimpelt werden, dem die tumben Laien (so wie ich impertinenter Wurm;-)), die von Filmkritik ohnehin nichts verstehen, nicht mehr zu folgen bereit sind.

    Wie auch immer, ich wünsche dir dort auf jeden Fall viel Spaß ... und lass dein Großhirn nicht verbeulen... ;-P

    Viele polemische Grüße

    M. Milling

    PS
    Ich hab eben noch mal reingeschaut, anscheinend gibt es bei filmforen.de auch ganz normal geführte Diskussionsthemen ... Sollte ich also meinen polemischen Amoklauf zurücknehmen?

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  13. Oh je, herrlich, nein, genial, diese Zusammenfassung, dieses köstliche, bittere, ja den Kern der Sache vorzüglichst treffende Pamphlet. So, nicht anders, funktioniert dieser absurd-bizarre Verein, der irgendwo zwischen Trash, Prätention und Realitätsverlust seine quasi eigene Parodie bildet - den ich aber auch einfach so wunderbar verquer und natürlich manches Mal auch nicht uninteressant finde, dass es mich dort eben doch immer wieder hinzieht.

    Aber Achtung: Überall, wo über die Intellektuellenelite gesprochen wird, taucht die Intellektuellenelite auch auf. Meist in Form der beiden vorgeschickten Himmelhunde, ihreszeichens Blogger mit ausgeprägtem Hang, jeden noch so dämlichen B-Actionfilm zu prätentieren (Copyright@McKenzie), und sich darüber einen abzuwedeln, während sie die Filme für ihr groteskes Wortgeschrubbel zweckentfremden. In Form eines gewissen Herrn Nödings übrigens mit der Lizenz zum Totlachen.

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  14. Mr. Hankey24/10/08 01:38

    Bahh, wir hatten den Scheiss heute in der Sneak: Fürchterlich! Bis auf ein paar kleinere Gags und die guten Schauspieler gibt es wirklich keinen Grund sich diesen verlogenen Scheiss anzusehen! 25% mit Ach und Krach!

    Aber dein letzter Satz

    Nicht einmal Single-Frauen mit einer Überdosis Starbuck’s-Kaffee intus werden das unterhaltsam finden können

    ist leider eine völlige Fehleinschätzung! (Kennt man ja von Dir! ;) ;) ;))

    Unser Sneak-Publikum war jedenfalls begeistert von dem Film, während Udo und ich (fast) die ganze Zeit nur kotzen wollten!

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  15. Vorsicht, Hankey: Du und Udo zeigt Anzeichen von elfenbeiniger Abspaltungselitärerei. Schnell 'ne entkoffeinierte Latte Caramel gestürzt, sonst wird's vielleicht noch schlimmer, und dann könnt ihr euch irgendwann gar nicht mehr mit dem Mob gemein machen.

    Naja, aber das hat man eben manchmal davon, wenn man sneakt. ;)

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  16. Jetzt hattet ihr mich aber doch neugierig gemacht mit den filmforen...

    ...gerade mal angeschaut, wahllos einen Thread angeklickt, der, wie zu lesen war, vom Ursprungsthread abgespaltet war.

    Gleich wieder kehrt gemacht. Also, wer nicht einmal "abgespalten" schreiben kann, ist mir zu blöde. Alle unter meinem Niveau, diese Kasper, ich bleib' hier.

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  17. Aber Achtung: Überall, wo über die Intellektuellenelite gesprochen wird, taucht die Intellektuellenelite auch auf. Meist in Form der beiden vorgeschickten Himmelhunde ...

    [kreisch]MEIN GOTT, WAS HABE ICH GETAN, GERI UND FREKI JAGEN AUS WALHALL HERAN MICH ZU ZERFLEISCHEN … [/kreisch] :-O

    Keine Sorge, es gibt ein Rezept gegen streunende Dorfköter, einfach lauthals ins Gesicht lachen. Und sollte sich dennoch einer dieser kläffenden Wadenbeißer in deinem (oder meinem) Hosenbein verheddern, reicht es meist ihn solange mit gezielten Humorattacken zur Weißglut zu bringen, bis er sich schmollend in sein Hundehaus verkriecht. Bedenke, Rüden (zumindest die unkastrierten) sind stets bemüht, als ein Zeichen ihrer männlichen Dominanz, die Eckpfeiler ihres Reviers zu markieren. Was aber würde passieren, wenn du jedes Mal wenn so ein Hündchen sein Bein hebt, den Eckpfeiler versetzt, der Strahl also ins Leere geht? Richtig! Der Hund verfiele letztendlich dem Wahnsinn. Sei also wie die Weidenrute und nicht wie der Fels. Lass deine ironischen Wurzeln ins Gestein hinab, bis er ächzend zerspringt. ;-)

    Darüber hinaus, als umgeschulter Ex-Förster (nenn mich „Helljäger“), besitze ich immer noch einen Jagdschein. Verbale Blattschüsse sind also meine Spezialität, und mit ironiegeöltem Humorprojektil liegt auch der letzte intellektuelle Schaumschläger im Knall!

    Obwohl, ich kenne die beiden von dir genannten Himmelhunde überhaupt nicht, welchen Grund sollten sie also haben mir ans Leder zu wollen? Sind sie denn wirklich so humorlos? ;-P

    Viele Grüße

    M. „Helljäger“ Milling

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  18. Überzeuge dich selbst.

    Wobei sie dort noch versuchen den Eindruck zu erwecken, dass sie sich nicht ernst nehmen würden, was aber nur Teil ihres teuflischen intellektuellen Plans ist. Da empfiehlt es sich schon eher bei f-lm vorbei zu huschen, wo die besonders fleißigen Mitglieder der filmforen-Elite herrlich bizarre Stock-im-Arsch-Reviews schreiben und zudem nicht selten amüsante, nein, irrwitzige Podcasts aufnehmen.

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  19. Hmm... zwei der aktuellen Filmkritiken des von dir verlinkten Blogs und der F-LM Seite, zeigen mir überdeutlich an welchem Ende hier der Fisch stinkt (Na? Kopf oder Schwanz?). ;-)

    Irgendwie habe ich den Eindruck, die glauben wirklich was sie da schreiben. So verkopft habe ich z.B. den ohne Zweifel amüsanten Terminatorstreifen noch nie betrachtet (immerhin ein stilprägender achtziger Jahre Low-Budget-Action-Reißer, den ich, allein aus nostalgischen Gründen und Arnies verwegener Frisur wegen, immer mal wieder gerne anschaue). Ob James Cameron aber wusste welch intellektuelles Meisterwerk er dort schuf? Vielleicht sollten die Herren ihm mal seinen eigenen Film erklären, damit er das wahre Ausmaß der vielschichtigen Substrukturen begreift.

    Und wer mir allen ernstes die nur bei der ersten Sichtung leidlich spannende Geisterfarce "The sixth senth" als "Meisterwerk" der Filmgeschichte verkaufen will, hat bei mir jede Reputation verloren!
    Ich sehe hier nur einen toten Film, den ich mir kein zweites Mal anschauen brauche, um zu begreifen, dass jeder Film der seine Spannung einzig und allein aus einem leidlich originellen Twist bezieht, eine Totgeburt ist. Die nachfolgenden Filme Shyamalans erhoben ja den Twist (kommerzieller Erfolg gibt schließlich recht), zum erzählerischen Prinzip und Angelpunkt. Aber wie oft kann man eine tote Sau durchs Dorf treiben, bis sie zum Himmel stinkt? Die traurige Antwort: Ziemlich oft!

    Schön, F-LM hat sich damit ein Lesezeichen verdient. An langen grauen Novembertagen kann ich durchaus etwas von dieser bizarren (unfreiwilligen) Komik vertragen.

    Viele Grüße

    M.Milling

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  20. Mal ne andere Frage? Filmforum und Intellekt, schließt sich das nicht gegenseitig aus?

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