August 28, 2008

Zuletzt gesehen: THE FALCON AND THE SNOWMAN

John Schlesingers nüchterne Rekonstruktion eines wahren Falls aus den 70er-Jahren: Christopher Boyce (Timothy Hutton) und Andrew Daulton Lee (Sean Penn), zwei junge Kerle aus gut situiertem Hause, verkaufen geheime Staatsdokumente eines amerikanischen Waffenlieferanten an die Sowjetunion. Der konventionell und ohne nennenswerte Einfälle inszenierte Film scheint heute mehr oder weniger vergessen, vermutlich da sein Stoff an Brisanz eingebüßt hat. Dabei ist Schlesingers hochinteressante Melange aus Politthriller und Spionagedrama raffinierter als viele ihrer Genrekollegen: Der Film nimmt sich völlig zurück und vertraut ganz auf die Urteilskraft seines Publikums. Durch den Verzicht auf moralische und ideologische Interventionen fallen zwar Charaktertiefe, aber auch bereitwillige Motivations- und Identifikationsangebote weg, "The Falcon and the Snowman" ist aber vermutlich auch deshalb so authentisch, weil er mit bewussten Auslassungen arbeitet und zuletzt mehr als eine Frage offen lässt – was bei einem spannenden, eigentlich der genereüblichen Gradlinigkeit und Erklärungswut verpflichteten Film nicht selbstverständlich ist. Randnotiz: Nachdem Daulton Lee 1998 aus dem Gefängnis entlassen wurde, hat Sean Penn ihn als persönlichen Assistenten eingestellt – da hätte Schlesinger ja ohnehin kaum mithalten können…


70%

Kino: KINOSTARTS - 28.08.2008

  • Grace is Gone (Drama, USA 2007)
  • Frontalknutschen (Komödie, USA 2008)
  • Mensch, Dave! (Sci-Fi-Komödie, USA 2008)
  • Die Todesreiter von Darfur (Doku, USA 2007)
  • Tage des Zorns (Kriegsdrama, DEN 2008)
  • Couscous mit Fisch (Drama, F 2007)
  • Finnischer Tango (Tragikomödie, D 2008)
  • Five Sex Rooms und eine Küche (Doku, D 2008)
  • Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe (Komödie, D 2008)

August 27, 2008

Zuletzt gesehen: AMERICAN BEAUTY

In erster Linie ein Film, der wirklich gut funktioniert. Er hat melodramatische Qualitäten, ist sehr komisch und natürlich auch ein bisschen traurig, sieht toll aus, fühlt sich gut an, ist ziemlich auf den Punkt inszeniert. Und den stilbildenden Soundtrack nicht zu vergessen. Die Referenzvorbilder ("Sun- set Boulevard" oder "Ordinary People") werden hinreichend bedient, während Sam Mendes seine Erfahrung als Theaterregisseur vor allem im Umgang mit den Schauspielern nutzt und offenbar auch gleichzeitig ein prägnantes visuelles Konzept mit Conrad L. Hall ausgearbeitet hat. Das Problem des Films ist in gewisser Hinsicht auch seine Stärke: Wie er da so schmunzelnd die Hinrichtung des Mittelstandes beobachtet, scheint sehr genau und treffsicher, während er in seiner Poesie des Verfalls aber oft zu plattem Zynismus ausweicht, statt jene feinsinnige Ironie auszukosten, die Alan Balls brillantes Drehbuch großzügig anbietet. Die starken Schauspielerleistungen können das – ebenso wie den (womöglich ungewollten) dezent chauvinistischen Charakter des Films – auch bei erneuter Sichtung gut verbergen. Noch zumindest.


70%

August 26, 2008

Zuletzt gesehen: TARNATION

Ein Leben in Bildern. Ein Film als absolute Therapie. Eine dokumentarische Autobiographie. In "Tarnation" montiert Jonathan Caouette zwei Jahrzehnte seiner Home Videos zu einem faszinierenden, erschütternden, bewegenden, aber vor allem ungemein kraftvollen Persönlichkeitsstück. Wir sehen eine Kindheit voller Schmerzen und Missbrauch, eine schizophrene Mutter und überforderte Großeltern, wir sehen Bilder eines heranwachsenden Jungen, der zu einer schwulen Identifikation findet, während er sich doch immer wieder von sich selbst zu entfremden droht. Es ist ein purer virtuoser Film, und es ist ebenso kein Film. Es ist Versuch, Rückblick und Anordnung, beunruhigend und bewegend persönlich. Und lässt sich kaum bewerten. Aber gewiss: Dass sich Caouettes Lebensabschnitte schließlich im Kino versammeln, erzählt uns etwas sehr, sehr Schönes über das Leben – und das Kino.


90%

August 25, 2008

Zum Geburtstag viel Glück.

50 Jahre Tim Burton. Danke.
Und Guten Appetit.

August 24, 2008

Zuletzt gesehen: COMIZI D'AMORE

Gastmahl der Liebe: Die 1963 quer durchs gesamte italienische Land geführten Interviews über Liebe und Sexualität vereint Pier Paolo Pasolini zu einem wenig doku- mentarischen, aber umso amüsanteren Spielfilm. Empirisch kaum haltbar und vermutlich stark selektiv befragt Pasolini Frauen und Männer aller sozialen Schichten und Alters- grenzen, vom Feldbauern bis zum bürgerlichen Krawatten- träger, von sophisticated Studenten zu Kindern auf der Straße. Das traditionelle Nord-Süd-Gefälle in ideologischen Fragen nach Scheidung, Homosexualität oder Prostitution fällt erwartungsgemäß besonders drastisch aus, macht den trotz seiner unprofessionellen Inszenierung aber bemerkenswert unterhaltsamen Film zu einer zwischen Vermutung, Wahrheit und Vorurteil changierenden Momentaufnahme, die Pasolini abermals als aufklärerischen Menschen ausweist.


70%

August 23, 2008

TV: Fernsehtipps vom 23.08. - 29.08.2008

Samstag, 23.08.

20:15 Uhr – Asterix & Obelix – Mission Kleopatra (SAT.1)

Die Realversionen der Comics haben sich in neue Bereiche des Peinlichen vorgewagt, nicht zuletzt weil Clavier und Depardieu mindestens so unzumutbar sind wie die Schabracke Belluci talentfrei. Nur konsequent, dass sich im jüngsten Debakel auch noch Bully Herbig dazugesellte.

23:15 Uhr – Geboren am 4. Juli (NDR)

Tom Cruise acted over, als gäbe es kein Morgen mehr, und Oliver Stone bewegt sich mal wieder irgendwo zwischen hysterischer Demagogie und dümmlicher Polemik.

23:30 Uhr – Das Ritual (ARD)

Anfangs atmosphärischer, aber zunehmend verquaster Mystery-Horror von John Schlesinger.

Sonntag, 24.08.

20:15 Uhr – King Arthur (Pro7)

Fuqua überrascht mit einem historisch undichten, aber schick inszenierten Kostümepos. Die Schlacht auf dem Eis ist großartig – und wo sonst kann man mal sehen, wie Til Schweiger ein Schwert durch den Hals gebohrt wird? Nachtwiederholung ungekürzt.

20:15 Uhr – Walk the Line (RTL)

Sehr brav strukturiertes, an Widersprüchen vorbei inszeniertes Johnny Cash-Biopic. Dennoch als Schauspielerkino unbedingt sehenswert, weil Joaquin Phoenix und Reese Witherspoon herausragend sind.

20:40 Uhr – Über den Dächern von Nizza(Arte)

Pointierte, raffinierte Thrillerkomödie mit einer bezaubernden Grace Kelly. Nicht besonders doppelbödige, aber gewohnt niveauvolle Hitchcock-Kost mit Urlaubsflair.

23:30 Uhr – GoodFellas (ARD)

A History of Violence: Einige meisterlich inszenierte Momente stehen isoliert für sich, ansonsten hat der Film arg mit seiner vehementen Verharmlosung des Sujets zu kämpfen.

0:00 Uhr – Fahrenheit 451 (Tele5)

Faszinierende Dystopie. Die Message ist alles, ansonsten nicht immer so subtil und durchdacht, wie es der Stoff verdient hätte. Formal scheint Truffaut am Hitchcock-Fieber zu leiden.

Montag, 25.08.

20:15 Uhr – Dirty Dancing (SAT.1)

Mein Baby gehört zu mir: Der Film zur Seifenblase, so formelhaft und kitschig wie amüsant und liebenswert. Und keiner trägt Wassermelonen so schön wie Jennifer Grey.

22:15 Uhr – Hollow Man (ZDF)

Verhoevens Schärfe muss man hier schon mit der Lupe suchen, der Film wirkt wie Altherren-Exploitation im Big-Budget-Gewand. Gute Effekte und tolle Musik, aber voll von unnötigem Zynismus.

Dienstag, 26.08.

Nischt, außer die xte Wiederholung von "Raging Bull" und "The Deer Hunter".

Mittwoch, 27.08.

22:30 Uhr – Slither (RTL2)

Sehr hübsche, amüsante Hommage an zeitgenössische Kleinstadthorrorfilme, der insgesamt aber der nötige Schwung fehlt.

Donnerstag, 28.08.

20:15 Uhr – Mrs. Doubtfire (VOX)

Momentweise liebenswürdig, im Großen und Ganzen aber mit einer unsäglichen Familienideologie durchsetzt. Mag harmlos gemeint sein, schlägt aber zuletzt bedenkliche Töne an.

22:45 Uhr – Die schwarze Dahlie (ARD)

Herrlich konfuses, aufgeblasenes De Palma-Spektakel, das durch hoffnungslos fehlbesetzte Darsteller und eine merklich oberflächliche Inszenierung besticht. Ein wahrlich redseliges Erbe, das der Film-Noir da verteidigen muss.

Freitag, 29.08.

20:15 Uhr – Was Frauen wollen (Tele5)

Mel Gibson kann die Gedanken von Frauen lesen – und die sind natürlich total lüstern. Was für eine niedliche Fantasie, die Nancy Meyers da in einem erneuten Anfall von Misogynie zurechtspinnt. Reaktionär wäre noch untertrieben.

0:10 Uhr – Infernal Affairs 2 (ZDF)

Obwohl ich den ersten Film brillant fand, habe ich das Sequel aus einer inneren Stimme heraus bislang nicht gesehen. Ist das gut?

3:20 Uhr – Stephen Kings Stark (Pro7)

Aus einem weiteren trivialen Stephen King-Geschichtchen um die Psychologie des Schriftstellers bastelt George Romero eine ungemein interessante, komplexe und mit Timothy Hutton grandios besetzte "Dead Ringers"-Variation. Völlig unterschätzter, grandioser Film. Leider gekürzt.


August 21, 2008

Kino: KINOSTARTS - 21.08.2008

  • Der Sohn von Rambow (Komödie, UK 2007)
  • Räuber Kneißl (Drama, D 2008)
  • Nicht dran denken (Komödie, I 2007)
  • The Dark Knight (Action-Thriller, USA 2008) [Kritik]
  • Chanson der Liebe (Musical, FR 2007)
  • Mozart in China (Komödie, A 2007)
  • Ich habe den englischen Köngi bedient (Drama, CZ 2007)

August 20, 2008

Zuletzt gesehen: FACES

Eine Ehe ist eine Ehe: Schweig- und Genügsamkeit, ein Wechselrhythmus aus vertrautem Lachen und vertrauter Stille. Eben noch scherzen, lästern und lieben sie, dann schon kommt wieder der Rückzug in die Einsamkeit der Zweisamkeit. "Faces", ein Film über eine gescheiterte bürgerliche Ehe: Über eine Nacht des Ausbruchs, die doch wieder zurück führt in die Leere. Wenig, erstaunlich Handfestes hat John Cassavetes zu berichten, anstrengend sind seine Beobachtungen, aber kaum zermürbend. Ständige Großaufnahmen von Gesichtern als filmisches Konzept, hysterische Improvisationen als Schau- spielführung: Was Georg Seeßlen zum unwiederholbaren Filmerlebnis "zwischen der Tragödie und der Groteske, zwischen der Grausamkeit und dem Mitleid, zwischen Gewalt und Zärtlichkeit" erklärt, ist auch ein substanzloses Verharren im Moment.


40%

August 18, 2008

Zuletzt gaysehen: BATMAN & ROBIN

Wie schon bei "Batman Forever" will ich auch hier nicht leugnen, dem bunt-frivolen Studiotreiben einen gewissen Unterhaltungswert abgewinnen zu können. Die Actionszenen sind eigentlich noch schlechter inszeniert als im Vorgänger, während Schumacher dafür umso genauer diverse Anzüglichkeiten ins rechte Licht setzt. Streng genommen wird der enorm schwule Ton des Films schon mit den Anfangstiteln serviert, wenn sich Batmans und Robins Logos verschmelzen, ehe dann deren Gummiärsche im Close-Up wackeln. Batgirl funktioniert natürlich kaum bis gar nicht, während Schwarzenegger bemüht ist, das Over-Acting von Tommy Lee Jones noch zu überbieten. Uma Thurman hingegen hat ihre Momente, im Großen und Ganzen gibt sie allerdings auch nur eine Michelle Pfeiffer-Imitation, die keiner gebraucht hat. Und erstaunlicherweise lässt sich George Clooneys smarte Selbstironie nicht mit seiner Figur vereinbaren: Wo der Film streckenweise nachdenklich stimmen möchte (Alfreds Krankheit), steht Clooney nur permanent ein "Was tue ich hier in diesem albernen Kostüm?"-Ausdruck ins Gesicht geschrie- ben. Allerdings: Das Kostüm ist noch das unalbernste an "Batman & Robin".

50%

News: HIGH SCHOOL MUSICAL 3 - Teaser

Ganz vergessen zu posten: Der Teaser zu "High School Musical 3: Senior Year", dem dritten Film der Disney- Erfolgsserie, ist vor kurzem erschienen. Da dies der erste Teil um die singenden und tanzenden Grinsebacken ist, der auch ins Kino kommt, sieht das alles wesentlich filmischer und schöner aus als in den TV-Vorgängern. Nach dem hübsch-doofen ersten und einem weniger hübsch-doofen zweiten Teil hoffe ich mindestens auf "Grease 2"-Niveau. ;)

---> klick <---


PS: Ein vierter Film ist auch schon angekündigt. Regie wieder Kenny Ortega, allerdings geht es zurück ins Fernsehen - mit neuer Besetzung.

News: DER BAADER MEINHOF BOYKOTT

Wenig Zeit trotz vieler News: Wie bereits flächendeckend zu lesen war, hat sich Constantin Film für ihre Presseagentur etwas besonders pfiffiges ausgedacht, nämlich Film- Journalisten zum unverschämtesten Knebelvertrag überhaupt zu verpflichten. Das alles war in der SZ zu lesen oder beim DJV. Ich werde mich dem Boykott des Films und damit der Berichterstattung natürlich anschließen, nicht zuletzt, weil der mich schon seit seiner Produktionsphase in Berlin nervt. Und ich nach "Der Untergang" und "Elementarteilchen" eigentlich auch keine Eichinger-Produktionen mehr über mich ergehen lassen möchte.


Bildquelle: SZ


August 17, 2008

Zuletzt gesehen: STAR WARS

Immer noch ein verrückter Film: Diese seltsame Einführung, das komische Gerede, die alberne Macht. Inmitten ein Orang Utang, ein goldener "Metropolis"-Blechmann, ein fiepsender Rollroboter. Ein großer schwarzer Mann mit seltsamer Maske. Und alle reden von wirren Dingen wie dem Imperium, dem Todesstern oder vom Hyperraum. Aber natürlich ist das eine reine Geschichte, ein großes Abenteuer, eine Erinnerung aus der Kindheit. Jedes Jahr muss "Star Wars" wieder geschaut werden, und mit ihm all seine Fortsetzungen. Ich habe deshalb einmal meine unsägliche Besprechung von damals etwas überarbeitet.



Die schönste Szene des Films, ein echter magic moment des Kinos.

August 16, 2008

TV: Fernsehtipps vom 16.08. - 22.08.2008

Samstag, 16.08.

20:15 Uhr – Jarhead – Willkommen im Dreck (RTL)

Beim Versuch, die Öde des Krieges in ein langes Warten auf Saddam zu karikieren, vergisst Sam Mendez trotz hübscher Ansätze, dass sein Kriegsfilm ohne Kriegsszenen bis auf allzu Offensichtliches keine neuen Erkenntnisse bringt. Krieg ist langweilig, in Ordnung. Ansonsten gibt’s immerhin einen fast nackigen Jake-Boy und (zu) schöne Kameraarbeit.

22:25 Uhr – Wolf Creek (Pro7)

Angenehm unaufgeregter Survivalhorror aus Down Under, der Backwood- mit zeitgenössischen Foltereinlagen verbindet, sich durch seine straighte Inszenierung und manch schön-fiesem Einfall aber sichtlich aus der Masse abhebt. Läuft geschnitten, die Nachtwiederholung dann sicher unversehrt.

22:30 Uhr – Bloodsport (K1)

Unglaublich alberner, aber launiger Kloppe-Film, mehr dated geht kaum. Ich würde ja vermuten wollen, dass der schon damals kaum ernst genommen worden sein kann. Gekürzt.

22:40 Uhr – Sea of Love (ARD)

Retorten-Thriller mit Noir-Einschlag, war Ende der 80er sicher total en vogue. Ende der 80er…

Sonntag, 17.08.

14:00 Uhr – Waterboy (Pro7)

Dümmliche Adam Sandler-Komödie, was an und für sich egal wäre, wenn nicht Kathy Bates sich und ihr Talent dafür prostituieren würde.

20:15 Uhr – München (Pro7)

Als tagespolitischer Kommentar viel zu kurzsichtig, funktioniert Spielbergs Rachefilm vor allem als brillant inszenierter Thriller im Stil klassischer Spionagefilme der 70er-Jahre. Dass das insgesamt ergebnislos und vereinfacht bleibt, ändert nichts daran, dass Spielbergs zweieinhalbstündiges Irrspiel um nationale Identität und Gewalt packend ist. Hier ganz sicher stark gekürzt, die Nachtwiederholung ungeschnitten.

23:50 Uhr – Deep Star Six (Tele5)

Bisserl sehr ernst gemeinter, aber als Unterwasser-Trash völlig okayer Monsterfilm von Sean Cunningham, den Tele5 alle zwei Wochen sendet.

Montag, 18.08.

20:15 Uhr – Das Netz (SAT.1)

Ein dämlicher Bullock-Film von vielen, aber die Cyber-Hetzjagd ist immerhin kurzweilig. Solche ewig gleich gestrickten Filme gucken sich schnell weg, aber ob man dafür Zeit aufbringen möchte, muss jeder selbst entscheiden.

Dienstag, 19.08.

23:00 Uhr – Der Mieter (3SAT)

Toll photographierte Melange aus Psycho-Thriller und Horrorfilm, aber nicht so gut wie "Repulsion". Und Polanskis Selbstdarstellung ist vielleicht auch nicht jedermanns Sache.

1:15 Uhr - Die Regenschirme von Cherbourg (NDR)

Herausragender, sinnlicher, artifizieller Film mit einer wunderbaren Catherine Deneuve. Eine der schönsten Liebeserklärungen ans Musical. Läuft Omu!

Mittwoch, 20.08.

22:30 Uhr – Der Blob (K1)

Liebevolles, schön ausgestattetes Remake mit ganz wundervollen Effekten und Kleinstadtflair. Leider nur heftig gekürzt.

23:05 Uhr – Solange es Menschen gibt (HR)

Wird auch ganz schön versendet, Douglas Sirks bester, anrührendster Film.

Donnerstag, 21.08.

0:05 Uhr – Casino (ARD)

Ordentlich inszeniert, aber für den Stoff nicht komplex genug. Außerdem bietet das alles so gar nichts wirklich neues, 25 Jahre nach dem Paten. Sharon Stone ist auf jeden Fall das Beste am Film.

Freitag, 22.08.

20:15 Uhr – Million Dollar Baby (Pro7)

Beklemmendes, intensives, einfühlsames Meisterwerk von Clint Eastwood. Die konventionelle Inszenierung erscheint wie eine Antithese zu den mutigen und wichtigen inhaltlichen Statements. Dass der Film von der intellektuellen Filmkritik als reaktionär empfunden wurde bleibt mir letztlich bis auf wenige Ansätze rätselhaft.

20:15 Uhr – Perfect World (Tele5)

Wunderschön inszenierte amerikanische Ballade. Eine von Eastwoods eher unterschätzten Regiearbeiten.

22:15 Uhr – Im Land der Raketenwürmer (RTL2)

Wunderbar originelle, einfallsreiche B-Film-Hommage, mindestens so unterhaltsam wie sympathisch. Mochte ich früher sehr, sehr gern, heute hat der Film etwas von seinem Charme verloren, ist aber immer noch vergnüglich.

23:55 Uhr – Infernal Affairs (ZDF)

Der beste HK-Film der letzten Jahre. Mitreißender, kluger, vielschichtiger Thriller, dem auch Martys simplifizierte Neufassung nichts anhaben kann.


August 15, 2008

News: HARRY POTTER um acht Monate verschoben!

Ganz böse Nachricht für Fans: Der Kinostart von "Harry Potter und der Halblutprinz" wurde von November 2008 auf Juli 2009 verlegt. Auf der Film-Website wird bereits das neue Datum, der 17.07.08 angezeigt. Als offizielles Statement zitiert AICN:

"Our reasons for shifting 'Half-Blood Prince' to summer are twofold: we know the summer season is an ideal window for a family tent pole release, as proven by the success of our last Harry Potter film, which is the second-highest grossing film in the franchise, behind only the first installment. Additionally, like every other studio, we are still feeling the repercussions of the writers' strike, which impacted the readiness of scripts for other films--changing the competitive landscape for 2009 and offering new windows of opportunity that we wanted to take advantage of. We agreed the best strategy was to move 'Half-Blood Prince' to July, where it perfectly fills the gap for a major tent pole release for mid-summer."

Quelle

Und nach dem letzten Teil und tollen Teaser hatte ich mich schon drauf gefreut.

August 14, 2008

Kino: KINOSTARTS - 14.08.2008

  • Nanny Diaries (Komödie, USA 2007)
  • The Clone Wars (Animation, USA 2008) [Kritik]
  • Dr. Aléman (Drama, D 2008)
  • Elegy oder die Kunst zu lieben (Drama, USA 2008)
  • The Fighters (Action, USA 2008) [Kritik]
  • Alien Teacher (Komödie, DEN 2007)
  • Beautiful Bitch (Drama, D 2007)
  • Back to Africa (Doku, D 2008)
  • Leg dich nicht mit Zohan an (Komödie, USA 2008) [Kritik]

August 13, 2008

Kino: YOU DON'T MESS WITH THE ZOHAN

Nachdem sie in "I Now Pronounce You Chuck and Larry" ein Pärchen wider Willen abgaben, stehen Amerikas erfolgreiche Komiker Adam Sandler und Kevin James erneut gemeinsam vor der Kamera. Letzterer muss sich in "You Don't Mess with the Zohan" zwar mit einem kleinen Gastauftritt begnügen, dafür hat jedoch abermals Dennis Dugan auf dem Regiestuhl Platz genommen und lässt sein Alter Ego Sandler vom israelischen Geheimagenten zum Frisör reifen – in einer betont anarchischen Groteske, deren derbe Scherzeinlagen gegen die süßlichen Plattitüden für eine bessere Welt indes völlig machtlos sind: Hinter gewohnt vulgär ausgestelltem Ulk ist der neueste Sandler-Spaß die politisch garantiert korrekteste Kino-Komödie des Jahres.

Zohan Dvir (Sandler) ist der beste Mann beim Mossad, gegen ihn ist jeder arabische Terrorist chancenlos, jeder Angriff vergebens. Sein herber Charme lässt Frauenherzen höher schlagen, sein Gemächt sorgt gar für Ohnmachtsanfälle – und während er da so tagein tagaus Bösewichte ins Jenseits befördert, hegt er auch noch den langjährigen Traum Frisör zu werden. Wäre da nur nicht sein Erzrivale "The Phantom" (John Turturro), der dem israelischen Superagenten immer wieder nach dem Leben trachtet. Um ihn und sein Vaterland fürs heiß ersehnte Waschen, Schneiden, Legen hinter sich lassen zu können, täuscht Zohan deshalb seinen Tod vor und zieht mit neuer Identität nach New York.

Dort muss der einstige James Bond des Nahen Ostens erst einmal lernen seine Kräfte zu zügeln, ehe er bei der jungen Dalia (Emmanuelle Chriqui) im Haarsalon anheuern darf. Die schöne Palästinenserin kann sich über die eigenwilligen Methoden des Selfmade-Friseurs zwar nur wundern, doch seither läuft die Kundschaft ihr die Türen ein. Während sie und der Ex-Geheimagent sich langsam – aber freilich sicher – näher kommen, erfährt "The Phantom" von der beschaulichen Neuexistenz seines Kontrahenten und fordert Zohan erneut zum Duell heraus.

Das Team und sein Neuzugang

Für ihre nunmehr vierte Zusammenarbeit haben sich Sandler und Dugan 12 Jahre nach ihrem ersten Kassenerfolg "Happy Gilmore" den derzeit meistgefragten Mann im Komödienfach als Co-Schreiber ins Boot geholt: Judd Apatow, vielfältig beschäftigt als Regisseur, Drehbuchautor oder Produzent und verantwortlich für Komödienhits wie "Knocked Up" oder "Superbad", die allesamt sowohl bei Publikum als auch Kritik punkten konnten. Apatows Gespür für sensible Zwischentöne und trotz allen Spaßes ernstzunehmende Figuren hat sich dabei als wahre Erfolgsformel erwiesen, die nun auch aus "You Don't Mess with the Zohan" die große Gagnummer mit Herz generieren soll.

Es lassen sich diesbezüglich zwar nur Mutmaßungen anstellen, aber Apatows Einfluss auf das Drehbuch scheint sich vor allem im ersten Drittel bemerkbar zu machen. Denn für eine Adam Sandler-Komödie werden hier einige verhältnismäßig pointierte Gags aufgefahren, die zwar keineswegs originell ausfallen, sich zumindest aber als erstaunlich treffsicher in ihrer ambitionierten Derbheit und Überzeichnung erweisen. Das selbstredend kontroverse Set-Up des Nahostkonflikts wird so ausgelassen und spielerisch für cartoonhaften Situations- witz missbraucht, dass man sogar die besonders in Aussehen und (Kauderwelsch-)Dialekt signifikanten Analogien der Zohan-Figur zur Sacha Baron Cohen-Kreation Borat bereitwillig übersehen möchte.

Kulturelles Gruppenkuscheln

Nach einem leidlich amüsanten und überdrehten ersten Akt geht dem Happy Madison-Team dann allerdings rasch die Puste aus. Das dünne Geschichtchen wird unnötig bemüht, die Gags machen sich rar. Vor allem aber stimmt die Komödie zunehmend einen anderen Ton an: Denn anders als beim Kinofilm des kasachischen Reporters erlauben die zahlreichen Pups-, Penis- und Schwulenwitzchen in "You Don't Mess with the Zohan" keine Rückschlüsse auf gesellschaftskritische oder gar subversive Erkenntnisse, sondern bereiten vielmehr einen nahezu unerträglich rührseligen Showdown vor, der mit aufgesetzter Friede-Freude-Eierkuchen-Botschaft zum großen Ringelpietz mit Anfassen aufruft.

Mit seinem Anliegen, trotz aller Differenzen eine Utopie des Friedens zwischen Israel und Palästina zu beschwören, verrät der politisch nur fadenscheinig inkorrekte Film seine anfänglich erfreulich geschmacklosen Effekte für die in der US-Komödie mittlerweile scheinbar unausweichliche Etikette: Da dürfen zwar Gaga-Gags aus Kübeln geschüttet und Witze über Juden und Araber abgespult werden, schlussendlich müssen sich alle Parteien dann aber doch in den Armen liegen – das Mainstreamkino hat seine Gesetze.

Alles wie gehabt

Ein "Borat" – und dieser Film hier ist letztlich der Versuch, an dessen Erfolg anzuknüpfen – hat gezeigt, wie man genau diese ignorieren und dennoch ein Massenpublikum erreichen kann. Ein Dennis Dugan hingegen geht auch weiterhin den geringsten Weg des Widerstandes: Wo zuletzt schon "Chuck and Larry" seine Homoklischee-Parade hinten raus mit einem großen Toleranzbekenntnis zu entschärfen versuchte, da ist nun eben auch der Zohan schwer darum bemüht, es allen nur irgendwie recht zu machen. Mit diesem Konsenszwang ist der vermeintlich böse Film dann doch ganz lieb. Und vor allem ganz bieder.

Es gibt treffsichere Satiren und bissige Anarcho-Komödien. Und es gibt "You Don't Mess with the Zohan". Trotz eines überraschend albernen Einstiegs weit unterhalb der Gürtellinie entpuppt sich der neue Adam Sandler-Film als schrecklich braves Plädoyer für Nächstenliebe und gegen fremden- feindliche Ressentiments. Die üblichen Gastauftritte von Rob Schneider und Co. fallen so erwartungsgemäß wie unmotiviert aus, während der Unterhaltungspegel nur im unteren Bereich ausschlägt. Vielleicht sollte Herr Sandler sich doch mal wieder in die Hände von P.T. Anderson begeben, es kann nur hilfreich sein.


35% - erschienen bei gamona

August 11, 2008

Kino: STAR WARS: THE CLONE WARS

Es gibt immer noch mehr zu erzählen: Nachdem die "Star Wars"-Saga mit den Prequel-Episoden I bis III nun eigentlich vollendet, die Geschichte um den jungen Anakin Skywalker und seinem Übergang zur Dunklen Seite der Macht zum Abschluss gebracht und überhaupt die große intergalaktische Science-Fiction-Metapher vom Aufstieg und Fall eines Imperiums komplettiert schien, kehrt George Lucas nun noch einmal zurück aufs Schlachtfeld: "The Clone Wars", der computeranimierte Kino- und gleichzeitig Serienpilotfilm, ist der Rückblick in den Rückblick, irgendwo zwischen "Attack of the Clones" und "The Revenge of the Sith".

Inmitten der sagenumwobenen Klonkriege – im allerersten "Star Wars"-Film, also nunmehr Episode IV, verweisen Obi-Wan Kenobi und Prinzessin Leia auf deren Bedeutung für die Galaxis – kämpfen die tapferen Jedi gegen die zerstörerischen Separatisten um den Erhalt der Republik. Der hinterlistige Count Dooku, geheimes Mitglied einer Unter- grundlegion der Sith, die den Fall der Demokratie mithilfe eines Putsches durch Kanzler Palpatine (aka. Darth Sidious) vorbereitet, hat dafür einen Handlanger in die Schlacht entsandt: Asajj Ventress soll Obi-Wan und Anakin in eine Falle locken, die den Separatisten und ihren Kampfdroiden den entscheidenden Sieg bringen könnte.

Der Plan scheint aufzugehen: Während die Jedi-Ritter und ihre Klonkrieger in der Schlacht Teilerfolge erzielen, haben Anakin und seine Padawan-Schülerin Ahsoka Tano den Auftrag erteilt bekommen, das von den Separatisten entführte Baby Jabba the Hutts unversehrt zurück nach Tatooine zurückzubringen, damit sich die Vertreter des Senats mit den Hutten verbünden können. Dort allerdings basteln Dooku und seine Handlanger an einer Verschwörung, damit Jabba die eigentlichen Retter seines Sprösslings fälschlicherweise zur Verantwortung zieht – und sich der Dunklen Seite anschließt.

Adieu, Fanfarenklang

Das erste Befremden stellt sich schon vor Filmbeginn ein: Anstelle der obligatorischen Fox-Fanfare, die bekanntlich ein grün leuchtendes Lucasfilm-Logo und damit die ersten Gänse- hautgefühle des gepflegten "Star Wars"-Nerds einläutet, erscheint auf der Leinwand das gelbe Warner-Symbol. Und dann heißt es zwar, dass wir uns irgendwo in einer weit, weit entfernten Galaxis befinden würden, aber der Schrifttext – sozusagen das letzte wirkliche Artefakt des Lucas- Universums, die einzige echte Konstanz, das absolute Verbindungsglied – wird dem geneigten Zuschauer auch noch vorenthalten. Man ist verwirrt, verärgert, verunsichert. "The Clone Wars", das kann doch schon eigentlich nichts mehr werden.

Immerhin: Der Fließtext wird durch visuelles Erzählen ersetzt, eine fixe Montage gibt Aufschluss über den zeitlichen und räumlichen Rahmen, und schnell sind auch die Lichtschwerter gezückt. Der Titel ist dabei Programm, was man sich in den Kinofilmen noch zusammenreimen musste und in Episode II und III nur eine untergeordnete Rolle spielte, das wird jetzt in aller Ausführlichkeit in Anlehnung an japanische Vorbilder zurechtanimiert: Die alles entscheidenden Klonkriege, so sollen sie sich also abgespielt haben.

Alles nur geklont

Nun waren jedoch die Realfilme schon nicht arm an Schlachten, insbesondere die letzte Episode der neuen Trilogie, die den großen Verlust der Jedi und folgenschweren Sieg der Sith dramatisch bebilderte, funktionierte eigentlich wie eine zweistündige Weltraumoper voller Kämpfe, die gerade durch ihr Aussparen der Klonkriegsdetails noch ausreichend Raum für die charakterliche Entwicklung ihrer Helden und nostalgische Zwischentöne fand – und damit zu jenem „Star Wars“-Gefühl zurückfand, das ein Großteil des Publikums in den neuerlichen Episoden bis dato vermisst hat.

Insofern waren die ausgesparten "Clone Wars" mit ihrer passiven, mythisch überhöhten Rolle bestens bedient. Denn das seelen- und lieblose CGI-Getümmel, das dieser Nachschub hier auffährt, ist ebenso unnötig wie einschläfernd: War die gleichnamige TV-Zeichentrickserie von 2003 zumindest als Appetizer auf Episode III sinnvoll, indem sie die Geschichte weitererzählte, wichtige Ereignisse vorbereitete und Fragen aufwarf, die "The Revenge of the Sith" dann beantworten sollte, so ist der zeitlich ähnlich angesetzte computer- animierte Kinofilm nun dahingehend funktionslos. Episode III ist vorüber, die Geschichte erzählt, der Deckel zu.

Eine Frage: Warum?

Somit gelingt es der 3D-Version von "The Clone Wars" anders als seinem TV-Vorgänger in 2D zumindest inhaltlich nicht, in neue Dimensionen des Mythos’ vorzudringen oder gar Leer- stellen auszufüllen. Aber schlimmer noch, ist dieser Pilotfilm für die in den USA ab Herbst dieses Jahres angekündigte Fernsehserie so uninspiriert und geistlos heruntergekurbelt, dass sich die Magie und Faszination, die "Star Wars" ja selbst in Form seiner x-ten Variation oder Neuauflage noch auszeichnet, nicht eine Sekunde lang einstellen mag.

Daran haben sowohl der scharfkantige, aggressive Stil des Films – die Figuren wirken völlig emotionslos und jeglicher Mimik enthoben animiert –, als auch die grauenvolle Musik von Kevin Kiner ihren Anteil. Das wichtigste Element von "Star Wars", die stilbildende John Williams-Komposition mit ihren zahlreichen Motiven und Verweisen, wird hier auf einen Klangteppich reduziert, der jedes Feingefühl vermissen lässt: Die Kampfszenen werden mit Heavy Metal-Riffs unterlegt (!), die wenigen bekannten Score-Themen für nichts sagende Momente verheizt – und das alles auch noch schlecht produziert und offenbar ohne Orchester eingespielt. Wenn man dann an den Blick in die Doppelsonne aus Episode IV und Williams wundervoll episches Schicksalsmotiv zurückdenkt, offenbart sich erst wirklich, was "The Clone Wars" alles verschenkt – und vor allem so richtig falsch gemacht hat.

Was als sympathischer Zeichentrick im Fernsehen noch seine Berechtigung gehabt haben mag und einst das Warten aufs letzte große "Star Wars"-Kapitel verkürzte, das gerinnt als kantiges Kino-Abenteuer aus dem PC zum verspäteten und sinnfreien Ärgernis. Die austauschbare, nur aus Kämpfen und Krawumm zusammengestückelte Handlung verrät nichts Neues über die Geschichte und ihre Mythologie, an der Lucas doch so lange gefeilt hatte. Ohne wirkliches Gespür für jene kindliche Magie und dramatische Zuspitzung, die den Weltraummärchen erst zum universellen Erfolg bei jung und alt verholfen haben, wird hier ein unsäglich niveauloser, in allen Belangen enttäuschender Einstieg vorbereitet – für eine Serie, auf die man auch gut und gerne hätte verzichten können. "The Clone Wars" ist selbst oder vermutlich gerade für eingefleischte "Star Wars"-Fans eine ziemlich bittere Angelegenheit.


30% - erschienen bei gamona

August 09, 2008

TV: Fernsehtipps vom 09.08. - 15.08.2008

Samstag, 09.08.

22:10 Uhr – The Descent (Pro7)

Der Abstieg in Höhle und Unterbewusstsein für eine Gruppe Sport-Junkies, die im Innern nicht nur mit Monstern, sondern vor allem sich selbst konfrontiert werden: Eine komplexe, unfassbar gut inszenierte Adrenalinpackung von Film, ebenso originell wie spannend, so konzentriert wie durchdacht. Der beste Horrorfilm der letzten 20 Jahre. Läuft allerdings stark gekürzt, Wiederholung am nächsten Tag dann wohl ungescholten.

22:20 Uhr – Terminator 2 (RTL)

Camerons Meisterwerk: Stilbildender, virtuoser, unerreichter Actionmeilenstein.

22:25 Uhr – Die Rocky Horror Picture Show (K1)

Der Happening-Film aller Happening-Filme, im Fernsehen verliert das subversive und orgiastische Treiben allerdings jede Wirkung, zumal in der Synchronfassung völlig unbrauchbar.

Sonntag, 10.08.

20:15 Uhr – Die Geistervilla (Pro7)

Disney verfilmt seine eigene Parkattraktion, das Ergebnis entsprechend witzlos: Dabei sein ist alles.

20:15 Uhr – Happy Gilmore (RTL2)

Erträglicher als die neueren Sandler-Vehikel, weil weniger ambitioniert und demnach nicht so unerträglich rührselig, aber lustig und gut ist dennoch was anderes.

20:45 Uhr – Cleopatra (Arte)

Mammutschinken aus Hollywoods Prunkphase. Episch und ausladend inszeniert, aber zu lang und mitunter schwülstig. Rex Harrison, der ist dennoch ganz toll.

23:45 Uhr – Plötzlich im letzten Sommer (BR)

Und noch mal die Taylor unter Mankiewisz, diesmal in einer Tennessee Williams-Adaption: Der zwanghafte Verzicht auf die Homoverweise der Vorlage ähnelt der Katze auf dem heißen Blechdach enorm, hier mündet sie jedoch in einem grotesken Finale. Ein Film, der Maßstäbe hätte setzen können, aber auf der sicheren Seite blieb.

Montag, 11.08.

20:15 Uhr – Wenn Frauen hassen (Das Vierte)

Besser bekannt als "Johnny Guitar". Einer der besten Western überhaupt, Dank der hinreißenden Joan Crawford, des wunderschönen Peggy Lee-Titelsongs und großartiger Regie von Nicholas Ray. Leider läuft nur die kürzere deutsche Fassung.

Dienstag, 12.08.

20:15 Uhr – Startup (K1)

Gähnend langweiliger Cyber-Thriller, der nur wie eine laue Quasi-Variation von "Wargames" wirkt.

23:20 Uhr – Body of Evidence (BR)

Total peinlich und total lustig. Madonna in Wachs und Dafore auf sexy – Trashgranate von Uli Edel.

23:30 Uhr – Sadistico (SWR)

Der deutsche Titel ist wirklich zu geil. Ansonsten reichlich angestaubter Thriller, der wohl eine gewisse Vorbildfunktion für diverse Genrefilme einnahm, aber heute allein schon wegen Eastwoods Frisur nicht mehr angesehen werden kann.

Mittwoch, 13.08.

Nix.

Donnerstag, 14.08.

22:25 Uhr – City of God (3SAT)

Hat starke Momente und ist fesselnd erzählt, aber der ernsthafte Background wird insgesamt zu sehr für eine actionorientierte, brasilianische Tarantino-Version missbraucht, während Meirelles Auflagen erfüllen und die sozialen Milieus und politischen Hintergründe enorm abschwächen musste. Ein Film, den ich gern mögen würde, der aber doch eher misslungen ist.

Freitag, 15.08.

9:55 Uhr – Ein Hauch von Zen (Arte)

Noch einmal die Gelegenheit, diesen berauschenden, fantasievollen, magischen Film zu sehen, der einen in eine fremde Welt entführt und nicht mehr entkommen lässt.

20:15 Uhr – Austin Powers in Goldständer (RTL2)

Dritter Teil mit zahlreichen Cameos, aber dennoch weiterhin nur eine Agentenparodie nach Formel, mäßig witzig und etwas anstrengend. Habe die Filme allerdings gesehen, bevor ich zum Bond-Liebhaber wurde, vielleicht liegt es auch daran.

22:10 Uhr – Schrei, wenn du kannst (RTL2)

Konserven-Slasher, der artig die Regeln befolgt und gerade wegen seines Verzichts auf Reflexion das bietet, was man von ihm erwarten darf: Überraschungsfreies, solides Teeniegemetzel. Jamie Blanks hat mit "Urban Legend" zuvor allerdings einen weitaus originelleren Genrebeitrag abgeliefert.

22:25 Uhr – Freeze (Das Vierte)

Das US-Remake der dänischen Nachtwache. Uneigenständig, spannungsfrei, nicht halb so schaurig wie das Original. Nick Nolte spielt so unmotiviert, dass er nach jedem Satz einzuschlafen droht, während Ewan McGregor seinen Pipimatz ausrechnet hier mal nicht zeigt, obwohl es der Vorgänger doch vorgemacht hat. Nee, ohne mich.


August 07, 2008

Kino: KINOSTARTS - 07.08.2008

  • Factory Girl (Bio-Pic/Drama, USA 2006)
  • Der Mongole (Drama, RU 2007)
  • Die Girls von St. Trinian (Komödie, UK 2007)
  • Küss mich bitte! (Liebeskomödie, F 2007)
  • Nue Propriété (Drama, F 2006)
  • Zurück im Sommer (Drama, USA 2008) [Kritik]
  • Sweet Mud (Drama, D/J 2006)
  • Sankt Pauli! (Doku, D 2008)
  • Die Eisbombe (Komödie, D 2008)
  • Die Mumie: Das Grabmal des Drachenkaisers (Abenteuer, USA 2008) [Kritik]

August 06, 2008

Radio: FILM-BLUE MOON 09/08

Heute ab 22Uhr heißt es wieder zwei Stunden mitstreiten beim Film-Blue Moon auf Radio Fritz (Berlin/Brandenburg). Anrufen und sich aktiv an hitzigen Diskussionen beteiligen kann jeder - und einen Griff in die Fritz-Film-Geschenkekiste gibt es dann auch noch. Per Livestream oder direkt im Radio.

(ich weiß, immer der selbe Text, aber so hat zumindest etwas in diesem Blog Bestand)

Kino: MUMMY: TOMB OF THE DRAGON EMPEROR

Nach langjähriger Pause macht Universal wieder Kasse mit ihrem liebsten und ältesten aller phantastischen Urgeschöpfe, der Leiche in Bandagen, der lebenden toten Konserve, der archetypischen Mumie. Nachdem Stephen Sommers den Mythos Ende der 90er Jahre nicht wiederaufleben, sondern für einen wüsten Mix aus Fantasy- und Abenteuer-Zotteligkeiten umdichten ließ, darf nun Rob Cohen den beiden Box- Office-Abräumern einen dritten Erfolg nachschieben.

Dessen Talentfreiheit ließ das Publikum ja erstaunlich lang unberührt, immerhin hatte der Regisseur von "The Fast and the Furious" – der sich selbst übrigens als New Hollywood- Veteran bezeichnet (!) – mehr Kinohits, als es reiner Menschenverstand erlauben dürfte. 2005 schließlich erhielt der Actionfilmer dann die überfällige Quittung: "Stealth" wurde zum Flop-Gigant beinahe in "Heaven’s Gate"-Dimension. Cohens Zwangsurlaub scheint allerdings erkenntnisfrei verlaufen zu sein, die dritte Mumie und ihr Drachen- kaisergrabmal enttäuscht selbst geringfügige Erwartungen, funktioniert weder als effektvoll-effektive Achterbahnfahrt wie die beiden Vorläufer, noch als vergnügliche Retro- Monsterrevue mit harmlosen Gruseleinlagen und schaurigen Settings.

Was sich in Sommers' Spektakeln bei aller verspielten Abenteuerwut schon unangenehm bemerkbar machte, nämlich der Verzicht auf ursprüngliche Horrorelemente, also das offenkundig kommerzielle Kalkül, wird bei Cohen noch stärker forciert: Die Mumie selbst ist gar nicht mal mehr eine Mumie, also ein einbalsamierter Körper in ägyptischer Tradition, sondern ein simpel per Hokuspokus erweckter chinesischer Kaiser, der wegen seiner Grausamkeit einst verflucht wurde. Der Film setzt den Trend der ersten Teile, das Monster nur als besseren Aufhänger für eine letztlich an die Indiana Jones-Filme angelehnte Schatzsuche samt actionreicher Hindernisse zu nutzen, weiter fort und funktioniert (bzw. funktioniert eben nicht) nur noch als lautstarkes Effekt- brimborium, das bemüht Situationskomik und One-Liner mit Fantasy- und Abenteuereinlagen vereinbaren möchte.

Doch der Film ist viel zu schablonenhaft, erneut viel zu sehr nach Schema F gestrickt. Wie im letzten "Indiana Jones" kämpfen sich nun Papa Brendan Fraser und Mutter Maria Bello (die zum Rachel Weisz-Ersatz degradiert wurde) mitsamt spätpubertärem Sohnemann durch allerlei rasante Gefahren, doch anders als bei Spielbergs jüngster Franchise- Wiedererweckung sind die Witze hier zu hölzern und kindisch, die Actionszenen zu überladen, erschreckend schlecht getrickst und ideenlos inszeniert (schlechter kann man Verfolgungsjagden nicht schneiden), und die Geschichte viel zu beliebig, abgestanden und uninteressant. Das lieblose und völlig unmotivierte Geschehen wird mit zusammengestückelter Musik von Randy Edelman zugekleistert, und Jet Li als digitale Mumie hat leider überhaupt nichts zu tun (wirklich: überhaupt nichts), während Michelle Yeoh sich dem uninspirierten Type-Casting unterzuordnen und demnach ebenfalls nichts zu tun hat. Zuletzt liefern sich die beiden dann übrigens auch noch einen unwürdigen Schwertkampf – wahrlich bemerkenswert, wie man zwei der größten Kung-Fu-Stars so ungeniert verheizen kann.


30% - erschienen bei: DAS MANIFEST

August 05, 2008

Zuletzt gesehen: BATMAN FOREVER

Der Franchise-Neustart gilt trotz seines enormen Einspiels heute als wüstes Camp-Debakel, das mit grellen Neonfarben und kunterbunten Sets gegen den zeitgemäß düsteren Ansatz des Mythos’ vorging, in dem es sich weniger auf die Burton-Filme bzw. die Neuerschaffung der Figur durch Frank Miller berief, sondern eher wie die Kinoversion der schrillen 60er-Jahre-TV-Serie erschien. Seltsam eigentlich, immerhin gibt Val Kilmer einen nachdenklichen Bruce Wayne, der immer noch unter der vermeidlichen Schuld des Elterntodes zu leiden hat. Das Bonbon-Flair bildet hier demnach eher einen deutlichen Kontrast, wenngleich Joel Schumacher sich darin augenscheinlich besonders gern austobt. Dass er dabei keinerlei Sensibilität oder Gespür für die Figuren aufbringt, Actionszenen so gar nicht inszenieren kann und vor allem dringend das Over-Acting von Tommy Lee Jones, der sich offenbar von Jim Carrey hochschaukeln lässt, hätte unterbinden müssen – keine Frage. Schließlich ist der ehemalige Schaufensterdekorateur Schumacher hauptsächlich an hübschen Accessoires wie Batmans Nippel am Kostüm oder Robins schmuckem Ohrring interessiert. Aber zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich "Batman Forever" nach nochmaligem Sehen nun sogar ein wenig mag...


30%

August 04, 2008

Retro: MEN IN WAR (1957)

"Tag ohne Ende" – der deutsche Verleihtitel ist Programm. Dabei ist es eigentlich kein allzu langer Marsch mehr, den Lieutenant Benson und seine verbliebenen Männer aus dem Bataillon noch durch das feindliche Gebiet der Koreaner absolvieren müssen, ehe sie den US-Stützpunkt erreichen. Doch diese letzten Meilen sind die größte Herausforderung, die schwerste Hürde: Die Landschaft ist trügerisch, sie verändert stetig ihre Form, und der Feind lauert hinter Büschen, auf Bäumen, im Gestrüpp, er schleicht herum, schießt überraschend aus der Ferne oder greift aus einem Hinterhalt an.

Viele Jahre bevor Terrence Malick in "The Thin Red Line" einen bildgewaltigen Widerspruch zwischen der Schönheit einer unberührten Natur und einem gewaltvollen Vordringen überlasteter Soldaten in eben diese aufzeigte, verfolgte bereits Genrefilmer Anthony Mann in diesem Kriegsfilm einen ähnlichen Ansatz. Er kennzeichnet die Landschaft, die seine Soldaten umgibt, als Botin einer unberechenbaren und auch unbezwingbaren Naturgewalt, die sich dem Muster der Zerstörung nicht fügen mag. Indem Mann die Natur hier als feste Größe, als eigenen Charakter etabliert, der die Funktion eines set pieces, eines Handlungshintergrundes übersteigt, markiert er eine eindrucksvolle, absurde Dissonanz zwischen kriegerischer Eroberung und eindringlicher Klaustrophobie: Wie zusammengepferchte Tiere kriechen die Soldaten über staubige Landstraßen, karge Wiesen oder trockenes Gestein, in der Angst vor einem allgegenwärtigen Feind, der sich die trügerische Natur zu Eigen gemacht hat. Der Krieg in "Men in War" ist das Gegenteil von Raumbezwingung.

Dabei ist das gar kein richtiger Krieg, den Mann hier zeigt. Es ist mehr der Epilog eines Krieges. Der Film beginnt unvermittelt im Geschehen. Diese Soldaten hier sind schon am Ende ihrer Kräfte, entsprechend zermürbt, dreckig und fast unmotiviert erscheinen sie, und indem Mann nur das letzte Bisschen ihrer Route zum Ausgang seiner Erzählung macht, definiert er von Anfang an einen grundpessimistischen, aussichtlosen Ton. "Men in War" funktioniert über weite Strecken wie ein Thriller mit Kriegsfilmkontext, er vereint Horrorelemente mit Westerneinflüssen und wirkt mit seinem reduzierten Spielraum, seinem auf die räumliche Unbe- rechenbarkeit des Feindes gesetzten Suspense-Fokus überhaupt ein wenig wie die frühe Version von John Boormans "Deliverance" oder Walter Hills "Southern Comfort". "Tell me the story of the foot soldier and I will tell you the story of all wars.", heißt es da zu Beginn: Das ist Manns bemerkenswert regressiver Ansatz.

Dass der Regisseur auf jegliches Heldenpathos, auf jedwede Klischees standhafter Soldaten jenseits der Heimatfront, auf jede Rechtfertigung seines sinnentleerten Settings aus Tod und Verderben verzichtet, ist dabei einerseits der erdrücken- den Schwere seines Films dienlich, sichert "Men in War" aber vor allem eine Außenseiterposition in jenem Genre, das seit jeher den gewaltigen Widerspruch zu verhandeln hat, Krieg zu zeigen und Krieg zu verurteilen – also ein Spektakel zu bedienen, das es eigentlich zu vermeiden gilt.


70% - komplettes DVD-Review bei: DAS MANIFEST

August 02, 2008

TV: Fernsehtipps vom 02.08. - 08.08.2008

Samstag, 02.08.

20:15 Uhr – Sommersturm (Pro7)

Marco Kreuzpaintners ausnahmslos gut gemeinter Film erzählt eine aufrichtige coming of age-Geschichte mit einigen brillant inszenierten Sequenzen, sorgfältigem Drehbuch und glaubwürdigen Jungdarstellern. Dass Kreuzpaintner das richtige Gespür für den intimen Stoff entwickelt, schützt ihn leider nicht vor unnötigen Klischees, Albereien und einem allzu friedfertigen Ausgang: Allen recht machen kann man es bei einem derartigen Stoff nämlich nicht. Ach so: klick

22:25 Uhr – Shaun of the Dead (RTL)

Genial geschriebene Zombie-Hommage, als Kleinstadt-Satire ebenso überzeugend wie als naiv-sympathische Slacker-Comedy, wundervoll gespielt und einfach sehr, sehr liebenswert. Synchronisiert aber nur der halbe Spaß.

23:10 Uhr – Die Unbestechlichen (K1)

Das einzige, woran ich mich noch erinnern kann, ist das Eisenstein-Zitat. Ansonsten habe ich den unter "De Palma -> aufdringlich -> uninteressant" abgespeichert.

0:15 Uhr – Land of the Dead (RTL)

Romeros unterschätzte, ungemein dicht und mindestens so clever wie ironisch inszenierte vierte Zombieepisode, bei der der Altmeister in Zeiten von Zack Snyder und Co. mal ganz nebenbei zeigt, wer hier noch immer das Zepter in der Hand hält. Auch wenn der Subtext nunmehr aus dem Fernseher kriecht.

Sonntag, 03.08.

20:15 Uhr – The Rock (Pro7)

Der einzige Bay, den ich wirklich ordentlich fand. Connery ist die halbe Miete. Und der Score zum Film ist unter anderen Titeln (z.B. "Broken Arrow", "Black Hawk Down" oder "Pirates of the Caribbean") gleich mehrfach erhältlich, also nicht von den verschiedenen Aufdrucken verwirren lassen. Ach ja: Läuft von FSK: 18 auf 12 heruntergeschnippelt. Ganz toll.

20:15 Uhr – Die Mumie kehrt zurück (RTL)

Weniger ist manchmal mehr, vor allem der Einsatz diverser wirklich gruseliger CGI-Aufnahmen. Dennoch kurzweiliges, angenehm dümmliches Vergnügen. Lohnt den Ärger nicht. Und gegen den dritten Teil ist das hier noch 1st-class-entertainment.

Montag, 04.08.

21:00 Uhr – Ein Hauch von Zen (Arte)

Diese Filmlücke kann jetzt geschlossen werden. Danke, Arte.

22:50 Uhr – Reise nach Indien (MDR)

Wunderschönes Epos, dessen starke Bilder guten Gewissens alle Aufmerksamkeit auf sich ziehen dürfen, verliert Lean den Rest auch gern mal aus den Augen.

Dienstag, 05.08.

22:45 Uhr – We Feed the World (ARD)

Ist das so eine moralische Aufarbeitung oder polemisiert und ironisch behandelte Doku über Lebensmittel? Ich werde es herausfinden müssen, hatte ohnehin vor, meine Essgewohnheiten umzustellen.

0:35 Uhr – Die durch die Hölle gehen (ARD)

Kann von mir aus noch so von vorgestern sein, die Ideologiekritik an Ciminos Vietnamfilm, aber die sorgfältige erste Stunde, die reizvollen Ansätze und tolle Regie können nicht verhindern, dass das einseitige Kriegsporträt mit seinen rassistischen Momenten leben – und scheitern – muss.

Mittwoch, 06.08.

21:45 Uhr – Bang Boom Bang (BR)

Haftet etwas zu sehr an den US-Vorbildern, aber für deutsche Verhältnisse ist diese verschrobene Gangsterkomödie sogar durchaus gelungen.

Donnerstag, 07.08.

20:15 Uhr – Hot Shots! Der 2. Versuch (VOX)

Zählt sicher zu den besseren Filmparodien und hat mehr als eine Handvoll sehr guter Einfälle, aber wie ich schon beim ersten Film schrieb, ist mir der Kultstatus auch durchaus ein Rätsel.

23:15 Uhr – L.A. Crash (ARD)

Trotz Oscar fürs Rühr- und Belehrstück von Paul Haggis – die ARD packt das demagogische Debakel direkt ins Nachtprogramm. Siehe Review, da habe ich mich bereits ausgekotzt.

Freitag, 08.08.

22:15 Uhr – Very Bad Things (Das Vierte)

Unsäglich nerviger Film, weil völlig hysterisch und penetrant auf schwarzhumorig getrimmt. Plus totales Over-Acting. Scheußlich.

22:20 Uhr – Black Mask (Tele5)

Superheldenvariation mit grandiosen Kampfszenen. Und Jet Li ist die coolste Sau von allen. Läuft hier allerdings komplett entstellt.