Posts mit dem Label Kino werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Kino werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
April 16, 2020
Seuchen-Storys: Epidemien in Film und Fernsehen
Der Kreiszeitung habe ich einige Fragen zum aktuellen Interesse an Filmen wie Contagion und den Branchenauswirkungen der Corona-Krise beantwortet. Die Online-Version gibt es hier zu lesen.
Januar 09, 2020
Kino: JONATHAN AGASSI SAVED MY LIFE
Yonatan aus Tel Aviv war einst einer der bekanntesten
Pornodarsteller der Welt: Unter dem Künstlernamen Jonathan Agassi spielte er in
Dutzenden Hardcore-Filmen, trat bei Live-Sex-Shows auf und arbeitete als
Escort. Der israelische Regisseur Tomer Heymann hat Agassi über einen Zeitraum
von acht Jahren mit der Kamera begleitet, zu Pornosets, Familientreffen und zum
berüchtigten HustlaBall.
weiterlesen beim sissymag
weiterlesen beim sissymag
Dezember 30, 2019
Jahresrückblick - Die besten Filme 2019
Astronauten, Gangster und Popstars haben das Kino- bzw. Heimkinojahr vor Superhelden gerettet. Für Moviepilot schrieb ich meine 10 Lieblingsfilme 2019 auf.
weiterlesen
weiterlesen
November 30, 2019
Netflix und die Frage, was noch Kino ist
Im Krieg der Streaming-Anbieter wird auch die Zukunft unseres Medienkonsums entschieden. Dem Kino eröffnen sich dadurch Chancen zur Neuerfindung.
weiterlesen auf moviepilot
weiterlesen auf moviepilot
November 07, 2019
Kino: HEIMAT IST EIN RAUM AUS ZEIT
Eine politische Familienchronik, mit Worten aus Briefen erzählt: Gefühle im ständigen Bezug zu den Verhältnissen, intime Geständnisse als Mentalitätsgeschichte. Aufgespannt ist das zwischen der Weimarer Republik, dem Hitlerfaschismus und der deutschen Teilung, wobei der Abschnitt über die nahende Deportation so grandios und beklemmend geriet, dass der Film sich davon fast nicht mehr erholen kann. Ihm fehlt auch, stellte Georg Seeßlen richtig fest, Raum zum Atmen – nach den vergleichsweise reizlosen Einblicken ins bürgerliche DDR-Milieu soll noch der historische Spagat zur Gegenwart gelingen. Faszinierend und problematisch, wie so viele Arbeiten von Thomas Heise.
August 14, 2019
Toy Story 4 - Wie Pixar von Disney ruiniert wurde
Seit der Übernahme durch Disney steckt das ehemals souveräne Animationsstudio Pixar in einer künstlerischen Krise. Wo ist die Experimentierfreude geblieben?
weiterlesen auf moviepilot
weiterlesen auf moviepilot
Mai 30, 2019
Kino: THE ARTIST AND THE PERVERT
Der österreichische Komponist Georg Friedrich Haas, der als einer der wichtigsten Vertreter der Spektralmusik gilt, und die afroamerikanische Sexualpädagogin und Autorin Mollena Williams-Haas suchten 40 Jahre lang nach dem richtigen Partner. Nun leben sie glücklich und offen in einer BDSM-Beziehung, in der Mollena 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche Georgs "Sklavin" und Muse ist, und er ihr "Meister". Beatrice Behn und René Gebhardt haben das Paar ein Jahr lang begleitet.
weiterlesen auf sissymag
weiterlesen auf sissymag
Mai 01, 2019
Der Erfolg von Avengers: Endgame ist eine Katastrophe
Avengers: Endgame sorgt für Rekordeinnahmen, doch klingeln tun allein die Kassen von Walt Disney. Der Erfolg des Films sollte nicht vergessen lassen, welchen Preis das Kino und seine Betreiber für ihn zahlen.
weiterlesen auf moviepilot
weiterlesen auf moviepilot
März 26, 2019
Kino: DUMBO (2019)
Das erste Drittel ist wunderschön, der Anfang ganz besonders. Für die aus Kino solcher Größenordnung nun endgültig verbannte Titelsequenz springt, wie im 1941 veröffentlichten Original, ein fahrender Zug ein, auf den Bilder von Handlung und Figuren projiziert werden, derweil Danny Elfman den anrollenden Karneval mit einer Ausgelassenheit begleitet, die Tim Burtons nicht gerade felliniesken Filmen jüngeren Datums fehlt. Und wenn der versehrte Kriegsheimkehrer Colin Farrell dem Zug zur großen Verunsicherung seiner am Bahnhof wartenden Kinder einarmig entsteigt, ist das einer der seltsam berührenden, von noch unbekannten Figuren ausgehenden Momente, wie sie Burton früher mühelos gelangen. In Edward Scissorhands hatte uns Avonberaterin Peg schon auf ihrer Seite, bevor sie das im Autorückspiegel erblickte Schloss mit dem schüchternen Bewohner zu inspizieren gedenkt. Vielleicht brennt man für Burton-Helden sofort oder eben nie.
Einem schnell Feuer fangenden Publikum macht es seine Dumbo-Neuauflage somit leicht. Die Wiedervereinigung von Michael Keaton und Danny DeVito ist reine Bestechung, genauso wie Alan Arkins Besetzung (in Edward Scissorhands spielte er den treudoofen, geistig und räumlich immer leicht abwesenden Mittelklassevater), und bestechliche Fans der neuen Burton-Muse Eva Green gibt es wahrscheinlich ebenfalls reichlich (ich bin mir noch unsicher, ob aus der Zusammenarbeit eine Seelenverwandtschaft oder Altmännerromantik spricht). Die Figuren, vor allem DeVito als Anführer der liebenswerten Überlebenskünstler im Zirkus, bereiten großes Vergnügen, von der Meerjungfrau bis zum riesigen Gewichtheber lassen sie erahnen, dass Burton ein Herz fürs rastlose Milieu hat, wenn auch nicht unbedingt für den Zirkus an sich, sondern eine mit ihm verknüpfte Idee von Zweckgemeinschaft, die Ausgestoßenen eine Ersatzfamilie ermöglicht.
Gestört, nämlich ins erzählerische Gleichgewicht gebracht, wird das Burton-Revival dann von seiner Titelfigur. Mit Dumbo bzw. der Dumbowerdung des fliegenden Elefanten kommen Plot und Dringlichkeit, akzelerierte Handlung und ausagierte Emotionen, An- wie Aussprachen und die alles überzuckernde Disney-Sahne in den Film. Ab der zweiten, neu gesponnenen Hälfte der Geschichte (die das lediglich 60 Minuten dauernde Original um einen Schauplatzwechsel und menschliche Antagonisten erweitert) scheint Burton dem Tempo machenden Script von Ehren Kruger hinterher zu inszenieren; sein eigentlich gut begründetes Desinteresse an Gradlinigkeit gibt er für die nicht sehr spannende Frage auf, ob Dumbo dem sinistren Besitzer eines Vergnügungsparks entkommen und seine ausrangierte Mutter finden wird (die in der Gruselattraktion des Parks haust, wo Burtons schauerromantische Prägung nur noch ein ästhetisch perpetuiertes Überbleibsel ist).
Zum Disney-Konzern pflegte Burton bisher ein sympathisch ambivalentes Verhältnis. Jahrelang arbeitete er als Zeichner niedlicher Tiere in der Kunstschule CalArts, bevor das Studio die Kurzfilme Vincent und Frankenweenie produzieren und im Archiv verstauen ließ (der heute als Disney-Film beworbene Nightmare Before Christmas erschien 1993 über den Umweg von Tochtergesellschaft Touchstone). Für Alice im Wunderland, seiner Rückkehr ins Maushaus, stellte sich Burton 2010 wider besseres Wissen als Erfüllungsgehilfe zur Verfügung. Der Erfolg des Films zementierte einen wesentlichen Geschäftszweig der aktuellen Disney-Firmenpolitik, die das Studio durch Verengung seines allein mit Neuauflagen hauseigener Katalogtitel, Animationsfortsetzungen sowie Produkten der eingekauften Marken Star Wars und Marvel bestückten Programms zum einträglichsten Hollywoodunternehmen ohne ernstzunehmende Konkurrenz macht.
Allenfalls oberflächlich hält Dumbo, der sich wie Alice im Wunderland als Realfilmversion eines Disney-Zeichentrickklassikers begreift, jener vorteilhaft-biographischen Lesart stand, die seine Erzählung vom kommerziell ausgebeuteten Elefanten mit Burtons eigenen Studioerfahrungen zusammenbringt. Tatsächlich reflektieren in der zweiten Hälfte des Films nicht die rigorose Vermarktung und der über Leichen gehende Erfolgsdruck eine dem Unternehmen ähnliche Kompromisslosigkeit, sondern verkörpert der Schlappohrenprotagonist selbst die zweifelsfrei affirmative Idee vom Disney-Branding. Als vermeintlicher Sonderling, der einen Nach- zum Vorteil wendet, bewegt sich Dumbo nur so lange auf Burton-Linie, wie er im Disney-Sinne anpassungs- und also marktfähig bleibt. Beschwippst von Rosaelefanten träumen darf der kleine Held 2019 deshalb nicht mehr. Burton musste die tollste Sequenz des Originalfilms gegen schnell verpuffende Seifenblasen eintauschen.
Einem schnell Feuer fangenden Publikum macht es seine Dumbo-Neuauflage somit leicht. Die Wiedervereinigung von Michael Keaton und Danny DeVito ist reine Bestechung, genauso wie Alan Arkins Besetzung (in Edward Scissorhands spielte er den treudoofen, geistig und räumlich immer leicht abwesenden Mittelklassevater), und bestechliche Fans der neuen Burton-Muse Eva Green gibt es wahrscheinlich ebenfalls reichlich (ich bin mir noch unsicher, ob aus der Zusammenarbeit eine Seelenverwandtschaft oder Altmännerromantik spricht). Die Figuren, vor allem DeVito als Anführer der liebenswerten Überlebenskünstler im Zirkus, bereiten großes Vergnügen, von der Meerjungfrau bis zum riesigen Gewichtheber lassen sie erahnen, dass Burton ein Herz fürs rastlose Milieu hat, wenn auch nicht unbedingt für den Zirkus an sich, sondern eine mit ihm verknüpfte Idee von Zweckgemeinschaft, die Ausgestoßenen eine Ersatzfamilie ermöglicht.
Gestört, nämlich ins erzählerische Gleichgewicht gebracht, wird das Burton-Revival dann von seiner Titelfigur. Mit Dumbo bzw. der Dumbowerdung des fliegenden Elefanten kommen Plot und Dringlichkeit, akzelerierte Handlung und ausagierte Emotionen, An- wie Aussprachen und die alles überzuckernde Disney-Sahne in den Film. Ab der zweiten, neu gesponnenen Hälfte der Geschichte (die das lediglich 60 Minuten dauernde Original um einen Schauplatzwechsel und menschliche Antagonisten erweitert) scheint Burton dem Tempo machenden Script von Ehren Kruger hinterher zu inszenieren; sein eigentlich gut begründetes Desinteresse an Gradlinigkeit gibt er für die nicht sehr spannende Frage auf, ob Dumbo dem sinistren Besitzer eines Vergnügungsparks entkommen und seine ausrangierte Mutter finden wird (die in der Gruselattraktion des Parks haust, wo Burtons schauerromantische Prägung nur noch ein ästhetisch perpetuiertes Überbleibsel ist).
Zum Disney-Konzern pflegte Burton bisher ein sympathisch ambivalentes Verhältnis. Jahrelang arbeitete er als Zeichner niedlicher Tiere in der Kunstschule CalArts, bevor das Studio die Kurzfilme Vincent und Frankenweenie produzieren und im Archiv verstauen ließ (der heute als Disney-Film beworbene Nightmare Before Christmas erschien 1993 über den Umweg von Tochtergesellschaft Touchstone). Für Alice im Wunderland, seiner Rückkehr ins Maushaus, stellte sich Burton 2010 wider besseres Wissen als Erfüllungsgehilfe zur Verfügung. Der Erfolg des Films zementierte einen wesentlichen Geschäftszweig der aktuellen Disney-Firmenpolitik, die das Studio durch Verengung seines allein mit Neuauflagen hauseigener Katalogtitel, Animationsfortsetzungen sowie Produkten der eingekauften Marken Star Wars und Marvel bestückten Programms zum einträglichsten Hollywoodunternehmen ohne ernstzunehmende Konkurrenz macht.
Allenfalls oberflächlich hält Dumbo, der sich wie Alice im Wunderland als Realfilmversion eines Disney-Zeichentrickklassikers begreift, jener vorteilhaft-biographischen Lesart stand, die seine Erzählung vom kommerziell ausgebeuteten Elefanten mit Burtons eigenen Studioerfahrungen zusammenbringt. Tatsächlich reflektieren in der zweiten Hälfte des Films nicht die rigorose Vermarktung und der über Leichen gehende Erfolgsdruck eine dem Unternehmen ähnliche Kompromisslosigkeit, sondern verkörpert der Schlappohrenprotagonist selbst die zweifelsfrei affirmative Idee vom Disney-Branding. Als vermeintlicher Sonderling, der einen Nach- zum Vorteil wendet, bewegt sich Dumbo nur so lange auf Burton-Linie, wie er im Disney-Sinne anpassungs- und also marktfähig bleibt. Beschwippst von Rosaelefanten träumen darf der kleine Held 2019 deshalb nicht mehr. Burton musste die tollste Sequenz des Originalfilms gegen schnell verpuffende Seifenblasen eintauschen.
Labels:
Alan Arkin,
Burton,
Colin Farrell,
DeVito,
Disney,
Eva Green,
Keaton,
Kino,
Lars Eidinger,
Nico Parker,
Roshan Seth
Februar 25, 2019
Kino: CAN YOU EVER FORGIVE ME?
Mag sein, dass meine persönliche Abneigung gegenüber bestimmten Drehbuchmechaniken, zum Beispiel den unsäglichen Missbrauch historischer Erzählungen für gegenwartsschlaue Kommentare und Woke-Dialoge, es mir von vornherein unmöglich macht, Filme wie Can You Ever Forgive Me? nicht unerträglich zu finden. Gewundert hat mich dennoch, dass keine Kritik, jedenfalls keine, die ich las, ein Problem zu haben schien mit Richard E. Grants übertrieben effeminierter Performance einer Figur, die keine über ihr Schwulsein hinausweisenden Eigenschaften besitzt, und so etwas, im Gegenteil, sogar für preiswürdig erachtet wird. Zumal der Film auffällig flach gedreht ist (ähnlich wie Marielle Hellers Vorgänger, der seinerseits recht dümmliche Diary of a Teenage Girl) und keinerlei Gespür für Lee Israels literarische (Aneignungs-)Qualitäten sowie jene offenbar sehr überzeugend gestalteten Fälschungen vermittelt, die sie zur resignierten Heldin der Geschichte machen.
Can You Ever Forgive Me? startete in den deutschen Kinos am selben Tag wie Boy Erased und etwa einen Monat nach The Favorite, zwei ebenfalls von nicht-heteronormativem Begehren erzählenden Filmen. Misslungen sind sie auf insgesamt sehr unterschiedliche Weise, wobei sie allesamt zur figuralen Vereinfachung neigen (Queerness als plot device: der heimlich schwule Konversionstherapeut, die lesbischen Intrigen von Machtfrauen). Im Oscar-Kontext 2019, der noch Green Book und Bohemian Rhapsody mit einschließt, kommen dann Revision und Verschämtheit hinzu, besonders grotesk beim Queen-Biopic, das Homosexualität als Exzess mit anschließender AIDS-Diagnose zeigt, die Freddie Mercury in einem sakral anmutenden Krankenhaus erhält, durch dessen dunkle Gänge er schleichen muss, vorbei an sichtbar von der Krankheit ausgemergelten Patienten. LGBT-Kino, oder auf welche Formel auch immer man diese Filme bringen möchte, war schon mal deutlich weiter.
Can You Ever Forgive Me? startete in den deutschen Kinos am selben Tag wie Boy Erased und etwa einen Monat nach The Favorite, zwei ebenfalls von nicht-heteronormativem Begehren erzählenden Filmen. Misslungen sind sie auf insgesamt sehr unterschiedliche Weise, wobei sie allesamt zur figuralen Vereinfachung neigen (Queerness als plot device: der heimlich schwule Konversionstherapeut, die lesbischen Intrigen von Machtfrauen). Im Oscar-Kontext 2019, der noch Green Book und Bohemian Rhapsody mit einschließt, kommen dann Revision und Verschämtheit hinzu, besonders grotesk beim Queen-Biopic, das Homosexualität als Exzess mit anschließender AIDS-Diagnose zeigt, die Freddie Mercury in einem sakral anmutenden Krankenhaus erhält, durch dessen dunkle Gänge er schleichen muss, vorbei an sichtbar von der Krankheit ausgemergelten Patienten. LGBT-Kino, oder auf welche Formel auch immer man diese Filme bringen möchte, war schon mal deutlich weiter.
November 07, 2018
Kino: OVERLORD
Ein Exploitation-Film aus Hollywood zwischen Re-Animator und Wolfenstein – das ist der mancherorts als Nazi-Zombie-Spektakel beschriebene "Overlord" leider nicht. Er beginnt mit einem kompetent getricksten Flugzeugabsturz, der alles Räudige sauber vorsortiert: Wenn hierin überhaupt ein B-Movie steckt, wird es ihm schnell mit doppeltem A ausgetrieben. Danach steht der Film erstmal still, bewegt sich tatsächlich kein Stück vom Fleck (der Fleck ist ein Dachboden, auf dem sich US-Soldaten vor den Nazis verstecken), und nur die Hauptfigur schert für einen Moment aus (Labore erkunden, Menschenexperimente bestaunen), um dann schnurstracks zum Fleck zurückzukehren. Das ist einerseits sterbenslangweilig und anderseits eine große verpasste Chance. Die ohnehin spärlichen Sets bleiben weitgehend unbespielt, das hässliche digitale Gekröse lässt die Schultern zucken und an Zeiten denken, in denen es Menschen wie Rob Bottin noch erlaubt war, Mutationen richtig geil aussehen zu lassen. Übrigens gab es vor einigen Jahren einen ähnlichen Film, der hieß "Frankenstein's Army" und war ebenfalls scheiße. Man kann sicherlich positiv vermerken, dass das hier kein ironieversiffter "intendierter Trash" ist. Aber etwas höher dürfen die Ansprüche schon sein.
Oktober 24, 2018
Kino: HALLOWEEN (2018)
Die Autoren des Films sagen, sie hätten Jamie Lee Curtis ein Drehbuch geschrieben, das sie nicht hätte ablehnen können. Wahrscheinlicher ist allerdings, dass eine sehr hohe Gewinnbeteiligung den ewigen Star der Serie zur nochmaligen Rückkehr bewog. Unwiderstehliches stellt der nunmehr dritte zweite "Halloween" mit Laurie Strode jedenfalls nicht an, streckenweise verschwindet die Figur sogar völlig aus der Handlung, um Platz für blöde Polizisten und noch blödere Teenager zu machen. Vom emotionalen Unterbau des wahrlich nicht makellosen, allzu ähnlich konzipierten "H20" fehlt jede Spur, es gibt keine Gänsehaut und keine Größe, nicht mal etwas Melancholie. Stimmungsvolle Bilder gelingen obendrein nicht, es wird nur permanent an der Erhaben- und Schönheit des zum direkten Vorgänger erklärten Originals gekratzt. Überhand nimmt die defizitäre Ästhetik in den ausgespielten und erstaunlich ineffektiven Spannungsmomenten, besonders der end- und grundlosen Wandschrankszene. David Gordon Green hat schlicht kein Gespür für Horror, selbst die bekannte und immer wieder gern gehörte Carpenter-Musik verpufft an den entscheidenden Stellen (mit Ausnahme der wehmütig stimmenden Eröffnungstitel). Gegen Ende bestellt ein ziemlich alberner Twist den Sargnagel. Und nur Jamie Lee Curtis spaziert erhobenen Hauptes aus diesem Film.
Labels:
Andi Matichak,
Blumhouse,
Carpenter,
David Gordon Green,
Halloween,
Judy Greer,
Kino,
Lee Curtis,
Will Patton
Juni 14, 2018
Not quite Spielberg – Jurassic Park und seine Nachahmer
Mit tricktechnisch perfektionierten Urzeittieren entfachte Steven Spielberg vor 25 Jahren einen Dino-Hype, der auch viele kuriose Trittbrettfahrer auf den Plan rief. Zum Start von "Jurassic World 2" widme ich mich alten und neuen Saurier-Ripoffs.
weiterlesen auf kino-zeit
weiterlesen auf kino-zeit
April 25, 2018
Marvel-Stars zwischen Ausverkauf und Wohltätigkeit
Haben sich MCU-Stars wie Robert Downey Jr. verkauft? Diesen angeblichen Vorwurf ihrer Kollegen weist Zoe Saldana als elitär zurück und fordert mehr Respekt für Superhelden-Darsteller - mit einem Klagelied aus dem Elfenbeinturm von Marvel.
weiterlesen
weiterlesen
April 19, 2018
Warum der Horrorfilm jetzt das profitabelste Genre ist
Die Erfolgssträhne des Horrorkinos reißt auch 2018 nicht ab – an den Kassen bringen vergleichsweise kleine Genrefilme weiterhin große Blockbuster in Bedrängnis. Was steckt hinter Überraschungserfolgen wie "A Quiet Place"?
weiterlesen
weiterlesen
April 05, 2018
Es war einmal der Filmvorspann
Im Kino gelten Titelsequenzen als nahezu ausgestorben, sogar einfache Stabangaben zu Beginn eines Films haben mittlerweile Seltenheitswert. Qualitätsserien übernahmen zwar die Rettung des Vorspanns, zumindest der Marktriese Netflix aber scheint sich davon verabschieden zu wollen.
weiterlesen
weiterlesen
Februar 07, 2018
Netflix bedeutet nicht das Ende des Kinos
"Okja", "Bright", "The Cloverfield Paradox" – diese und andere von Netflix vertriebene Filme landeten direkt auf heimischen Bildschirmen. Statt den Streaming-Dienst als Chance zu begreifen, werfen ihm manche die Zerstörung des Kinos vor.
weiterlesen
weiterlesen
Dezember 23, 2017
Jahresrückblick – Die schlechtesten Filme 2017
Franchise, Franchise, Franchise – nie zuvor wurde das Kino von einer derart öden Masse an Neuauflagen und Fortsetzungen geflutet wie 2017. Aus Prinzip habe ich die Flop 10 diesmal nur mit Blockbustern gefüllt.
weiterlesen
weiterlesen
Dezember 21, 2017
Filmjahr 2017 – Das Kino im Zeichen des Horrors
Mit Filmen wie "Es" und "Get Out" feierte das Horrorkino 2017 eines der erfolgreichsten Jahre seiner Geschichte. Keinem Genre hält das Publikum länger die Treue, kein anderes ist in Hollywood so zuverlässig profitabel. Gibt es da einen Haken?
weiterlesen
weiterlesen
Dezember 11, 2017
Was im Filmjahr 2017 (noch immer) falsch lief
Farblose Blockbuster und der marginalisierte Rest setzten 2017 die Katastrophe des letzten Jahres fort. Es wird Zeit, dass ein Ruck durchs Kino geht. Schluss mit Superhelden, Schluss mit Sternenkriegen, Schluss mit schlechten Filmen.
weiterlesen
weiterlesen
Abonnieren
Posts (Atom)