Den Unterschied zwischen Grusel und Schockeffekt scheinen viele Horrorfilmemacher nicht mehr zu kennen. Ihr inflationärer Einsatz von Jump-Scares ist eines der plastischen Beispiele für den inneren Bedeutungsverlust des Genres.
weiterlesen auf moviepilot
Oktober 26, 2018
Oktober 24, 2018
Kino: HALLOWEEN (2018)
Die Autoren des Films sagen, sie hätten Jamie Lee Curtis ein Drehbuch geschrieben, das sie nicht hätte ablehnen können. Wahrscheinlicher ist allerdings, dass eine sehr hohe Gewinnbeteiligung den ewigen Star der Serie zur nochmaligen Rückkehr bewog. Unwiderstehliches stellt der nunmehr dritte zweite "Halloween" mit Laurie Strode jedenfalls nicht an, streckenweise verschwindet die Figur sogar völlig aus der Handlung, um Platz für blöde Polizisten und noch blödere Teenager zu machen. Vom emotionalen Unterbau des wahrlich nicht makellosen, allzu ähnlich konzipierten "H20" fehlt jede Spur, es gibt keine Gänsehaut und keine Größe, nicht mal etwas Melancholie. Stimmungsvolle Bilder gelingen obendrein nicht, es wird nur permanent an der Erhaben- und Schönheit des zum direkten Vorgänger erklärten Originals gekratzt. Überhand nimmt die defizitäre Ästhetik in den ausgespielten und erstaunlich ineffektiven Spannungsmomenten, besonders der end- und grundlosen Wandschrankszene. David Gordon Green hat schlicht kein Gespür für Horror, selbst die bekannte und immer wieder gern gehörte Carpenter-Musik verpufft an den entscheidenden Stellen (mit Ausnahme der wehmütig stimmenden Eröffnungstitel). Gegen Ende bestellt ein ziemlich alberner Twist den Sargnagel. Und nur Jamie Lee Curtis spaziert erhobenen Hauptes aus diesem Film.
Labels:
Andi Matichak,
Blumhouse,
Carpenter,
David Gordon Green,
Halloween,
Judy Greer,
Kino,
Lee Curtis,
Will Patton
Oktober 07, 2018
HORROCTOBER: Wie eine Serie den Zombie-Mythos fortschreibt
Mit seinen Filmen über lebende Tote hat George A. Romero das bis heute gültige Regelwerk des modernen Zombie-Kinos vorgegeben. Ausgerechnet "The Walking Dead", die von Romero selbst verschmähte Fernsehserie, führt es vertiefend weiter.
weiterlesen auf moviepilot
weiterlesen auf moviepilot
Oktober 04, 2018
HORROCTOBER: Wie die Zombies ins Kino kamen
Im Horrorkino geben Voodoo-Rituale, Epidemien und Wiederauferstehungen meist Anlass zur Überprüfung unserer gesellschaftlichen Bruchfestigkeit. Der filmische Mythos vom lebenden Toten hat dabei sogar die eigene Zombifizierung überdauert.
weiterlesen auf moviepilot
weiterlesen auf moviepilot
September 19, 2018
Warum so viele Filmemacher zu Netflix und Co. gehen
Immer erfolgreicher werben Streaming-Anbieter wie Netflix um prominente Regisseure, die für sie abrufbereite Serien und Filme drehen sollen. Manche lockt dabei die Aussicht auf künstlerische Freiheiten. Andere haben gar keine Wahl.
weiterlesen auf moviepilot
weiterlesen auf moviepilot
August 26, 2018
Zum 60. Geburtstag von Tim Burton
Dass Tim Burton einen besonderen Stil nach Hollywood brachte, werden selbst Skeptiker anerkennen. Um lediglich prägnante Bilder ging es in seinem Kino allerdings nie. Zum 60. Geburtstag blicke ich auf einen sich schließenden Karrierekreis.
weiterlesen auf moviepilot
weiterlesen auf moviepilot
August 24, 2018
Guilty Pleasure – Über den Genuss hinter vorgehaltener Hand
Den Spaß an vermeintlich schlechten Filmen oder ungesundem Essen bezeichnen viele als Guilty Pleasure. Vergnügen mit Schuldgefühlen? Der Begriff ist problematisch, aber aufschlussreich.
weiterlesen auf kino-zeit
weiterlesen auf kino-zeit
August 22, 2018
Heimkino: RIFT
Ein Anruf reißt Gunnar aus dem Schlaf. Am Telefon ist Ex-Freund Einar und klingt verängstigt. Er habe das Gefühl, etwas oder jemand sei in der Dunkelheit bei ihm, sagt er. Besorgt fährt Gunnar zur Blockhütte von Einars Eltern, wo sie einst viel Zeit miteinander verbracht haben. Umgeben von scheinbar endloser Dürre, akzentuieren verfallene Häuser und ein gigantischer Grabenbruch die westisländische Region. Über die Lavafelder ziehen jetzt, an Weihnachten, die Winde. Diesem eigentümlichen Stimmungsbild verleihen sowohl Original- als auch internationaler Titel des Films einen mehrdeutigen Ausdruck: Unheilvoll erzählt "Rökkur" (Abenddämmerung) alias "Rift" (Spalte) von zerrissenen Verhältnissen und offenen Beziehungswunden – in Form eines queeren Melodrams, durch das sich Stück für Stück Horrorelemente graben. [...]
weiterlesen auf sissymag
weiterlesen auf sissymag
Abonnieren
Posts (Atom)