März 04, 2012

Ralph McQuarrie

  †82

Zuletzt gesehen: YOUNG ADULT

Aus irgendeinem Grund hält sich Diablo Cody offenbar für die interessanteste Person der Welt. Triefte ihr Drehbuch zu "Juno" vor unerträglich schwachsinnigen Mädchenweisheiten, die sie darin ausnahmslos jeder Figur auf die Lippen drücken musste, versucht einen die zu Papier gebrachte Dümmlichkeit namens "Young Adult" nun mit genau dieser weltfremden Hipsterideologie einer an sich selbst scheiternden Schrift- stellerin zu versöhnen. Wahrscheinlich ist es deren allzu spürbar autobiographischen Zügen geschuldet, dass die wie immer im Cody-Universum hemmungslos herumplappernde Irre am Ende nicht den verdienten Weg zum Psychotherapeuten, sondern der Selbstbestätigung geht. Abseits der verlogenen Blödsinnigkeit dieses bereits zweiten Films, den der eigentlich nicht unfähige Jason Reitman nach Anleitung eines Drehbuchs dieser nervigen Trulla runterdreht, amüsieren das remarkable fancy Spiel Charlize Therons und manch kauzige Situatiönchen, die Cody vermutlich beim täglichen Schlürfen ihres Latte macchiatos eingefallen respektive schlicht ihrer kuriosen persönlichen Wahrnehmung entsprungen sind, aber natürlich mit Blick auf die Schlussszene nicht einmal infrage gestellt werden. Und liebe, liebe Diablo: Du bist nicht der einzige Mensch, der seine Pubertät in den 90ern erlebte. Also schnapp Dir Deine blöden Mixtapes und fahr nach Seattle. Tschüsschen mit Küsschen. 


30%

März 01, 2012

Zuletzt gesehen: FILME IM FEBRUAR 2012


(USA 1999, M. Night Shyamalan) (4/10)

(USA 2000, M. Night Shyamalan) (5/10)

(USA 2002, M. Night Shyamalan) (3/10)

(USA 2004, M. Night Shyamalan) (5/10)

(USA 2006, M. Night Shyamalan) (2/10)

(USA/IND 2008, M. Night Shyamalan) (4/10)

(USA 2010, M. Night Shyamalan) (7/10)

(RO 2009, Corneliu Porumboiu) (8/10)

(USA 2011, Alexander Payne) (6/10)

(F/E 2010, Cosima Dannoritzer) (6/10)

(GB 2011, Phyllida Lloyd) (1/10)

(VN 2011, Vu Ngoc Dang) (3/10)

(USA 2011, Stephen Daldry) (5/10)

(PH 2011, Marlon Rivera) (5/10)

(PH/F/D/GB 2012, Brillante Mendoza) (8/10)

(KH 1968, Ly Bun Yim) (2/10)

(USA 2011, Angelina Jolie) (1/10)

(CZ/SLO 2012, Olmo Omerzu) (7/10)

(D 2012, Heinz Emigholz) (5/10)

(CN 2011, Zhang Yimou) (5/10)

(D 2012, Rosa von Praunheim) (6/10)

(HK/CN 2011, Tsui Hark) (6/10)

(E/USA 1987, Bigas Luna) (2/10)

(USA/AUS/NZ 1981, Michael Laughlin) (4/10)

(USA 1980, Kevin Connor) (5/10)

(USA 1976, Alfred Sole) (5/10)

(USA 1981, Tom DeSimone) (2/10)

(D/E 1981, Jess Franco) (7/10)

(USA 1973, Richard Blackburn) (2/10)

(GB/I 1973, Nicolas Roeg) (9/10)

(GB 1975, Pete Walker) (5/10)

(USA 1982, Philippe Mora) (2/10)

(USA 1982, Boaz Davidson) (3/10)

(USA 1977, Michael Winner) (4/10)

(USA 1990, Clive Barker) (7/10)

(S/D/N 2011, Pål Sletaune) (2/10)
(GB/USA 2012, Peter Lord & Jeff Newitt) (6/10)

(D 2012, Jan Soldat) (6/10)
(D 2011, Jan Soldat) (7/10)

.

Februar 27, 2012

OSCARS 2012 - Die unverdienten Gewinner


Bester Film
The Artist

Beste Regie
Michel Hazanivicius (The Artist)

Bester Hauptdarsteller
Jean Dujardin (The Artist)

Beste Hauptdarstellerin
Meryl Streep (The Iron Lady)

Bester Nebendarsteller
Christopher Plummer (Beginners)

Beste Nebendarstellerin
Octavia Spencer (The Help)

Bester Fremdsprachiger Film
A Separation (Nader und Simin)

Bester Animationsfilm
Rango

Bestes Originaldrehbuch
Midnight in Paris (Woody Allen)

Bestes adaptiertes Drehbuch
The Descendants (Alexander Payne)

Bester Short Film (Animated)
The Fantastic Flying Books of Mr. Morris Lessmore

Beste Dokumentation
Undefeated

Beste Kurzdokumentation
Saving Face

Bester Short Film (Live Action)
The Shore

Beste Kamera
Hugo

Beste Ausstattung
Hugo

Bestes Kostümdesign
The Artist

Bestes Makeup
The Iron Lady

Bester Schnitt
The Girl With the Dragon Tattoo

Bester Tonschnitt
Hugo

Beste Tonmischung
Hugo

Beste Visual Effects
Hugo

Bester Original Score
The Artist

Bester Original Song
Man or Muppet (Bret McKenzie, The Muppets)

Bester Host
Billy Crystal


(via 5 Filmfreunde :D)

Februar 22, 2012

David Kelly

 †82

Februar 17, 2012

Berlinale 2012: PARABETON

Fortsetzung der Architekturarbeiten vom Emigholz, letzter Film der "die Ursprünge, das Schicksal, den Triumph und das Zerbrechen der architektonischen Moderne" inspizierenden Serie "Architektur als Autobiographie", die einen Teil der auf Vorarbeiten zurückgreifenden Sammlung "Photographie und jenseits" bildet, und gleichzeitig Beginn des mehrteiligen Projekts "Aufbruch der Moderne", das augenblicklich fortgesetzt wird. Im Mittelpunkt von "Parabeton - Pier Luigi Nervi und römischer Beton" steht die Kontextualisierung der noch erhaltenen Bauwerke des Titel stiftenden italienischen Ingenieurs Nervi, zufolge Emigholz "als Erfinder stilbildender Konstruktionen der Großmeister des Betonbaus und der Architect’s Architect des 20. Jahrhunderts", mittels abgebildeter Überreste antiker Architektur. In annähernd gleichmäßigen Einstellungen werden die Betonbauten bei gleichzeitiger Kontinuität filmischer Einheiten in Beziehung zu den sie umgebenden räumlichen Verhältnissen, der Landschaft sowie den Menschen gesetzt. Der Aufbruch ergäbe sich beiderseits wörtlich und sinnbildlich aus der Schicksal- haftigkeit der "grotesken Wucherungen ungestalteter, autorenloser, architektonischer Räume". Ein durch gezielte ästhetische Bruchstellen (Blitzeinschlag, eine bimmelnde Straßenbahn) in der strukturformalistischen Inszenierung und starke Rhythmisierung der Bilder weitgehend unverkrampftes Sehvergnügen von erlesener Emigholz-Güte. Gesehen habe ich eine ausreichende erste Stunde.


50%

Februar 15, 2012

Kino: WAR HORSE [aka. Gefährten]

Erst die kunterbunte Comicadaption, dann das seriöse Oscarmaterial: Getreu seiner inoffiziellen Double-Feature-Philosophie hat Steven Spielberg im vergangenen Jahr wieder einmal zwei Filme gleichzeitig fertig gestellt. Nach "Die Abenteuer von Tim und Struppi" nun das "War Horse", vom deutschen Verleih in "Gefährten" umbenannt, die epische Geschichte eines wunderhübschen Pferdes auf Reisen. Da gibt’s die ganz großen Bilder, die ganz großen Emotionen – und Spielberg lässt noch einmal das alte Hollywood aufleben. [...]

Februar 14, 2012

Berlinale 2012: THE IRON LADY

Weil wohl keine Besprechung des Thatcher-Films ohne Worte schäumenden Sprudels über Meryl Streeps ja so, so eindrückliche Verwandlung zur britischen Regierungschefin auskommen darf, sei gleich vorneweg gesagt: Fieberhafteres Acting wird man dieses Jahr sicherlich nicht mehr im Kino zu sehen bekommen. Wahrlich eisern, jaja, tut sie es Habitus und Körpersprache der Iron Lady gleich, am Rande zur Selbstparodie und in der Anmutung zeitweilig wie eine aufgetakelte Drag Queen auf Amphetamin. Folglich zelebriert dieser Film weniger den Thatcherismus der 80er Jahre, als vielmehr den Streepismus des Schauspielgewerbes: Ein Verkaufsargument namens Mimikry. [...]