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November 29, 2013

The Counselor, das Kritikerecho & rollende Köpfe

Nicht nur zu viele Köche, auch höchstverehrte Pulitzerpreisträger, High-Profile-Filmemacher und Schauspieler können den Brei gehörig verderben. "The Counselor" ist das anschauliche Versagen all seiner beteiligten Talente – und der Erwartungen an sie. 

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November 26, 2013

Kino: THE COUNSELOR

Köpfe würden rollen, wenn sich der Staub erst einmal gelegt habe, schrieb Peter Debruge, einer der Chefkritiker des altehrwürdigen Branchenblatts Variety, im Fazit seines Komplettverrisses zu Ridley Scotts "The Counselor". Und es werde kein schöner Anblick sein, das (Sinn-)Bild all der enthaupteten Talente, die diesem Film ihr Vertrauen schenkten, so Debruge. Eine bitterböse Besprechung, deren Urteil jedoch von der US-Kritik fast einhellig geteilt wurde. [...]

Mai 19, 2011

Kino: PIRATES OF THE CARIBBEAN 4

Aus der vielleicht irgendwann einmal halbwegs reizvollen Idee, eine Disneyland-Attraktion zum digitalen Piratenfilm mit milden Fantasy- und Horroreinlagen aufzublasen, ist längst ein süffiger Familien-Franchise mutiert. Alle Versuche, aberwitzige Abenteuer auf See als epische Bombasttrilogie mit losem "Star Wars"-Mittelteil aufzuziehen, verlaufen sich in "Pirates of the Caribbean: On Stranger Tides" nunmehr im verkrampften Vorhaben, Jack Sparrow nach Entledigung bisheriger Nebenfiguren endgültig die One-Man-Show überlassen und ihn als tapsigen Seemann zur Piratenversion eines Indiana Jones hochstilisieren zu können.

Ein grotesk überbezahlter Johnny Depp schultert den Film in gewohnt exaltiert tuntigen Posen und ungekonnter Komik im Over-Acting-Überbietungsduell mit Geoffrey Rush, der als Captain Barbossa noch einmal mehr aufdreht als in den Vorgängern. Neuzugang Penélope Cruz wiederum gibt ganz die geheimnisvolle Exotin – in der Tradition eines der langbärtigsten (vormals rassistischsten) Hollywoodklischees sind ihr größter Vorzug fremdartige Unnahbarkeit und eine große Klappe. Der Rest ist Schweigen.

Dem dramaturgischen Kauderwelsch der bisherigen "Pirates"- Episoden hält dieser vierte Film eine verhältnismäßig gradlinige Geschichte vor, die um die Suche verschiedener Parteien nach einem magischen Jungbrunnen kreist. Der Regiewechsel verleiht der Serie allerdings keine neuen Impulse. Ob sich nun ein facettenloser Gore Verbinski oder ein mit leicht missglückten Musicals erprobter Rob Marshall an den strikten Auflagen Jerry Bruckheimers orientiert, ist letztlich unentscheidend – "Pirates of the Caribbean" ist zielstrebiges Produzentenkino in Reinkultur, Knöpfe drücken kann jeder.

Trotz einer etwas überschaubareren Handlungskonstruktion bleiben die teils parallel gezogenen Plotstränge episodisch und zerfahren wie eh und je. Von Schauplatz A wird munter zu Situation B gehopst (Schauplätzchensituatiönchen), und am Ende wird sowieso alles wieder auf Null, also Neutrilogie, gesetzt. Umso unverständlicher, dass auch der vierte Teil erneut nahezu zweieinhalb Stunden veranschlagt, um seine popelige Schrumpfmodellausgabe eines großen Abenteuerfilms zu basteln.

Restliche Unerträglichkeiten garantiert abermals Hans Zimmer, der die bekannten Themen seines Joint-Venture-Zöglings Klaus Badelt weiterhin unverändert über jede noch so kleine Regung donnert und mit dieser Gebrauchsmusik ein neues Kapitel im persönlichen Manifest der Vordinglichkeit aufschlägt. Die Penetranz seines "Pirates"-Getöses hat mich jedenfalls zum ersten Mal in vielen Jahren Kinogängerei dazu veranlasst, meine Ohren mit kleinen, aus Taschentuch geformten, Kügelchen zu schonen, was eigentlich einer Praxis spießiger Konzertgänger entspricht, hier aber zum Wohle meiner Sinnesorgane unablässig war. Lautstarke Soundeffekte, die beharrliche Aufdringlichkeit mit epischer Größe verwechseln, verleihen der akustisch gefährlichen Zimmer-Primitivität zusätzliche (Ir)Relevanz.

"Pirates of the Caribbean 4" ist eigentlich nichts weiter als maximale Anstrengung. Der Film ist so frei von Spaß, Innovation und Handwerk, dass man weinen möchte ob der ungenutzten Fähigkeiten, dem ja nur allzu sehr gebeutelten Piratenfilm neues Leben einzuhauchen. Selbst noch Blockbuster-Freunde werden Dank geschrumpften Budgets um jedes Spektakel gebracht, weil Action durch endlose Quasseleien und aufregende Spezialeffekte durch nichts weiter als eine Handvoll jugendfrei zugeknöpfter CGI- Meerjungfrauen ersetzt wurden.

Schauwerte gibt es auch keine, die wenigen Momente mit touristischem Karibikflair werden ausgiebig von einem Aschenbecher-3D der besonders unansehnlichen Sorte sabotiert. Unterm Strich ist dieser Film glanz- und niveaulose Sommerunterhaltung, die vor gedankenlosen Zügellosigkeiten nur so strotzt. Nervpotenzial: 10/10 mögliche Flaschen- schiffchen.


20% - erschienen bei den: 5 Filmfreunden
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Dezember 04, 2008

Kino: VICKY CRISTINA BARCELONA

Schon kurz nach der Ankunft im sonnigen Barcelona treffen die beiden Freundinnen Vicky (Rebecca Hall) und Cristina (Scarlett Johansson) auf den verführerischen Spanier Juan Antonio (Javier Bardem), der die hübschen Damen zu einem erotischen Wochenendausflug einlädt. Vicky, die kurz vor der Hochzeit steht, lässt sich von Cristina schließlich überreden, dem attraktiven Künstler zu folgen. Beide verfallen dann auch sofort dem Charme Juan Antonios: Cristina beginnt eine Beziehung mit ihm, Vicky stürzt kurz vor ihrer Hochzeit in ein Gefühlschaos. Doch auch Maria Elena (Penélope Cruz), die temperamentvolle Ex-Frau des Casanovas, hat noch Interesse an Juan Antonio.

Woody Allen ist womöglich der beständigste und zuver- lässigste aller Autorenfilmer und Altmeister und Regie- legenden. Jedes Jahr ein neuer Film, jedes Jahr eine weitere lockere Geschichte, in der viel geredet, geliebt und gezankt wird. Damit versetzt er immer wieder aufs neue Publikum und Kritik in Entzücken, ist Ehrengast auf Festivals und Liebling aller Filmstudenten, und vermittelt in seinen Arbeiten doch nie den Eindruck, etwas beweisen zu müssen. Mehr noch, waren insbesondere die letzten Filme des Regisseurs unbeschwerte, leichte, locker-flockige Angelegenheiten – bei einem Œuvre ohnehin bemerkenswert vieler luftiger Filme. Und oft geht es darin um nichts außer zwischenmenschliche Albernheiten, Altherrenromantik und Populärweisheiten.

In den letzten Jahren hat Allen ja nun das alte Europa und damit viele schöne Postkartenmotive für sich entdeckt. Mit Umzug und Umorientierung verbunden ist demnach auch ein notgedrungener Perspektivwechsel: Nicht unbedingt auf Weitsicht eingestellt, sind Allens Neuentdeckungen in England und, wie nun hier, Spanien nichtsdestotrotz um einiges wohlfeiner. Die Abgestandenheit seiner sonstigen Filme scheint erst einmal beseitigt – oder zumindest kaschiert – und das neu gewonnene Urlaubsflair hat den altersmilden Regisseur offenbar sogar noch einmal richtig in Schwung gebracht. So ist "Vicky Cristina Barcelona" eine wirklich schöne, witzige, ja gar erotische Liebeskomödie, die all das Geplapper, Inhaltslose und Nichtssagende typischer Allen- Filme überhaupt nicht braucht.

Das dritte Mal in Folge ist auch Scarlett Johansson dabei. Und der Regisseur ist wohl richtig beflügelt von der blonden Schönheit, die nicht viel kann, aber bei Allen glücklicherweise auch nicht viel tun muss. Er setzt sie hübsch in Szene – und dann darf sie einfach drauf losmachen, die Scarlett. Das funktioniert gut. Und noch besser funktioniert das bei Penélope Cruz, die dank "Volver" nach einem Dutzend Hollywood-Flops wieder da angelangt ist, wo man sie am Liebsten sieht: Als leidenschaftliche Frau am Rande des Nervenzusammenbruchs. Ihre herrlich klischeeartige Figur macht mit all ihren Wutausbrüchen und Verzweiflungstaten große Freude. Cruz stiehlt allen die Show – das konnte man ja auch noch nicht allzu häufig von ihr behaupten.

"Vicky Cristina Barcelona" empfiehlt sich also als bester Sommerfilm, den man sich diesen Winter so anschauen kann. Und für die Möglichkeit, vor dem nasskalten Wetter in einen sonnig-schönen Film flüchten zu können, muss man dem Woody ja auch ein wenig dankbar sein.


60% - erschienen bei: den FÜNF FILMFREUNDEN

April 09, 2008

DVD: THE GOOD NIGHT

Musiker Gary (Martin Freeman) steckt in der Lebenskrise: Seine Beziehung läuft schlecht, Freundin Dora (Gwyneth Paltrow) langweilt ihn und beruflich liegen die letzten Erfolge lang zurück, während sein bester Freund Paul (Simon Pegg) Karriere zu machen scheint. Es könnte schlechter nicht laufen – bis Gary von einer mysteriösen Frau träumt. Jede Nacht erscheint ihm Anna (Penélope Cruz) im Schlaf, bei der er sich geborgen und verstanden fühlt. Um mehr über Träume zu erfahren, wendet er sich an den seltsamen Lebensberater Mel (Danny DeVito) – mehr oder weniger ergebnislos. Nur zufällig entdeckt er über eine Plakatwerbung schließlich, dass Anna tatsächlich existiert. Mithilfe von Paul gelingt es ihm, die buchstäbliche Frau seiner Träume kennen zu lernen, während Dora sich mehr und mehr von ihm entfremdet.

Eine einzige (Selbst-)Gefälligkeit von Film. Regisseur Jake Paltrow, Familie und Freunde kommen hier zusammen, um lustigen Kollektivunfug zu treiben. Das heißt im Falle von "The Good Night" eine Loser-Komödie, die in halbernsten Duselig- keiten schwelgt und sich womöglich als leichtfüßig- sympathische Großstadtgeschichte versteht. Doch dieser gähnend langweilige Fantasy-Liebesfilm ist vor allem eins: unglaublich trist. Wie man so viele nette Gesichter zu derartigem Nichtstun verdammen kann, ist wahrlich erstaunlich. Sogar der per se urkomische Simon Pegg muss eine derart doofe Arschloch-Type mimen, dass selbst er der unangenehmen Figur nur wenige Momente abgewinnen kann, ganz zu schweigen von Martin Freeman, der hier als Sympathieträger fungieren soll, aber eine widerlich aufgeblasene und selbstgerechte Figur spielt. Dieser Film besteht ausschließlich aus nichts sagendem Gelaber, schrecklich öden Heteroattitüden und unausgearbeiteten Charaktermodellen. Diese umgibt ein Hauch von nichts als Drehbuch, dem eine uninspirierte Regie hinterher jagt. "The Good Night" langweilt sich dabei so sehr, dass er während seiner eigenen Spielzeit einschläft und sich selbst versäumt. Und da hat er nix verpasst – bitte unbedingt meiden, trotz Starbesetzung.


25%

August 27, 2006

Kino: VOLVER

Er war ja nie wirklich weg, Regisseur Pedro Almodóvar. Aber der Titel seines neuen Films "Volver" ist in vielerlei Hinsicht Programm, bedeutet er doch die Rückkehr Penelope Cruz’ in ihre Heimat, nachdem sich der Erfolg auf dem amerikanischen Markt nicht einstellen lassen wollte, ein Wiedersehen mit der Grand Dame des spanischen Kinos Carmen Maura, nach fast 20 Jahren erneut mit Almodóvar vereint, und die Wiederkehr in die Region La Mancha, wo der Filmemacher aufwuchs. Das Werk hält dabei - in meisterlicher Vollendung – die Balance zwischen den schrillen, exzentrischen Elementen früherer Almodóvars und gesetzten, zurückhaltenden Klängen, eine neue Formel beinahe, und ein neues Ergebnis: Sein 16. Film ist nicht nur der zugänglichste, sondern auch der bislang beste.

"Volver" ist in erster Linie eine filmische Besinnung, eine Ode an die Heimat und Kindheit, eine gedankliche Rückkehr zu Orten und Geschehnissen, die nie verarbeitet wurden. Penelope Cruz spielt Raimunda, eine lebensstarke Frau, die Almodóvar durch viele Höhen und Tiefen laufen lässt, sie auf eine Reise in die Vergangenheit begibt, um sich mit ihr auseinanderzusetzen. Er erzählt die bewegte Geschichte einer Familie in einem spanischen Dorf, wo Mythen und Aberglaube mehr bedeuten als wahrheitsgetreuer Rationalismus. So kehrt die Mutter von Raimunda und ihrer Schwester Sole (Lola Dueñas) aus dem Reich der Toten zurück und klärt nicht nur die Umstände ihres vermeintlichen Todes auf, sondern was sich einst bei einem großen Brand wirklich ereignete.

Das alles ist so wunderbar echt ins Leben gerufen, es fühlt sich ebenso leicht an, wie es erzählt ist, und es ist doch so ernst, so tragisch und vor allem so melancholisch. Bei allem Witz und all der Heiterkeit ist "Volver" eine anrührende Tragikomödie über die Begegnung mit den Geistern der Vergangenheit, eine Liebeserklärung an die Frauen, die mit ihrer Zwischenmenschlichkeit die schuldigen Bilder einer Realität in der Ferne vergessen lassen. Almodóvar verwischt inhaltlich abermals eindrucksvoll surreale mit naturalistischen Elementen, doch so absurd das auch immer erscheinen mag, das Leben ist eben eigentlich nicht anders, mal schrill und wiederum bieder, mal eigenartig und doch völlig normal.

Aus dem Ensemble, fantastisch harmonisch und geschlossen, brilliert insbesondere Penelope Cruz, die hier spürbar alle Masken ihrer eingeschränkten Arbeit in der Traumfabrik ablegt. Wie die Frauen bei Visconti oder Rossellini (nicht zufällig verweist Almodóvar in einer Szene auf "Bellissima") bewegt sie sich grazil und selbstbewusst, betont die Kamera ihre weiblichen Rundungen. Schließlich singt sie sich in einer wundervoll inszenierten Restaurantszene in die Herzen des Publikums, nur einer der vielen Gänsehautmomente des Films. "Volver - Zurückkehren" ist zu schön, um wahr zu sein – und trotzdem ein Schritt vor, denn zurück.


85%

Juni 27, 2006

Kino: BANDIDAS

Für ihr Kinodebüt "Bandidas" wurden die beiden norwegischen Werbeclip-Regisseure Joachim Roenning und Espen Sandberg von niemand geringerem als Autor und Produzent Luc Besson ("Subway", "Léon") engagiert, dessen Stil den Film auch relativ deutlich bestimmt – nicht unproblematisch allerdings, ist dieser Versuch einer femininen Westernkomödie doch wenig sicher und vor allem völlig unindividuell inszeniert. Nicht nur, dass stets zwischen europäischem und amerikanischen Flair gewechselt wird, der Film weiß auch nicht immer, ob er Komödie, Abenteuer, Western oder eben einfach nur eine Genreparodie all dessen sein will. In jedem Fall ist "Bandidas" leicht goutierbare Kost, harmlos, nicht wirklich ernst gemeint, aber eben auch alles andere als gut.

Kurz und bündig: Dem Streifen krankt es gewaltig an einem guten Drehbuch, das einfach völlig ideenlos und ohne den kleinsten Hauch einer feurigen Inspiration daherkommt. Die Geschichte ist abgedroschen und besteht aus nicht mehr als einer dürftigen Abfolge sattsam bekannter Westernklischees. Die Regie unternimmt auch leider herzlich wenig, den relativ öden Mix aufzupäppeln, sondern unterwirft sich vielmehr einem technischen Einmaleins, denn durch eigenständiges Handwerk zu überzeugen. Der verzweifelte Versuch einer Innovation gen Ende wirkt dabei mehr traurig als cool: Der plötzliche Bullet-Time-Einsatz als Fremdkörper par Excellence, als optischer Beweis einer spürbaren kreativen Einengung des Regiegespanns durch Besson.

Bliebe tatsächlich nichts weiter zu sagen, wären da nicht Salma Hayek (Genre erprobt mit "Desperado" und "Wild Wild West") und Penélope Cruz ("Hi-Lo Country", "Sahara") als hinreizendes Leinwandduo, das diesen so schwach ins Leben gerufenen Film erheblich aufwertet, wenn auch nicht zu retten vermag. Nicht nur stimmt zwischen ihnen die Chemie, es ist auch der unheimlich sympathischen Interaktion beider zu verdanken, dass "Bandidas" trotz seiner formelhaften Erscheinung von – fast will man sagen - wunderbarer Leichtigkeit gekennzeichnet ist. Auch hier macht Besson dem ganzen jedoch einen Strich durch die Rechnung. Neben unzähligen Drehbuchhängern (mindestens ein Banküberfall zu viel) versäumt es die Dramaturgie sträflich, dem spürbaren Knistern zwischen beiden nachzugeben und lässt sie stattdessen, freilich absolut unglaubwürdig, um den hampelnden Steve Zahn ("Out of Sight", "Joyride") streiten.

Darüber hinaus ist der sporadisch eingestreute, politische Ernst, den Besson mitunter zu verkaufen sucht, im Rahmen dieser vergnüglichen Blödelei nichts anderes als triviales, gänzlich unnötiges Beiwerk, ebenso wie Phrasen über Herkunft und Zugehörigkeit aus den Mündern von Cruz/Hayek zu deplaziertem Geplapper verkommen. Bestätigt wird dies durch die halbgare Musik aus der Feder von Eric Serra ("GoldenEye", "The Fifth Element"), die nichts anderes als bestenfalls nettes, aber absolut nicht stilechtes Geklimper darstellt. Abgerundet wird jene formale Oberflächlichkeit durch die nicht konsequente Photographie des augenscheinlich unterforderten Thierry Arbogast ("Nikita", "Ridicule").

"Bandidas" ist mitunter spritziges, aber völlig unentschlossen inszeniertes Popcornkino, das einzig und allein von seinen bestens aufgelegten Hauptdarstellerinnen lebt. Was bleibt, ist so staubtrocken wie die weite Wüste Durangos.


Wertung: 45% - Kinostart: 31.08.2006