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März 10, 2008

News: SWEENEY TODD - DVD Details RC2

Nein, es kann nie genügend "Sweeney Todd"-News geben. Und da ich gerade noch von der kommenden RC1 berichtete, die keinen AK aufweist und das bessere Cover der Single-Disc verpasst wurde, ist das Fanherz wieder beruhigt. Die leider erst am 19. Mai erscheinende UK-Ausgabe (auch auf Blu- Ray) hat sowohl ein tolles Cover als auch einen AK (zumindest "expected", ich hoffe es bleibt dabei), wobei nach derzeitigen Angaben dafür andere Extras gegenüber der US fehlen. Müssen also sowieso beide her. Mehr hier.

(danke an fadenschnute für die Info)

März 03, 2008

News: SWEENEY TODD - DVD Details RC1

Am ersten April wird Paramount in den USA Tim Burtons "Sweeney Todd" sowohl als Single wie auch 2-Disc-Edition auf DVD veröffentlichen (das HD-Release wurde erwartungs- gemäß gecancelt). Details zur Ausstattung:

Single Disc:


  • Burton + Depp + Carter = Todd featurette
___________________________________

2-Disc-Special Edition:


  • Burton + Depp + Carter = Todd featurette
  • Sweeney Todd is Alive: The Real History of the Demon Barber
  • Musical Mayhem: Sondheim's Sweeney Todd
  • Sweeney's London
  • The Making of Sweeney Todd
  • Grand Guignol: A Theatrical Tradition
  • Designs for a Demon Barber
  • A Bloody Business
  • The Razor's Refrain
  • Moviefone Unscripted with Tim Burton and Johnny Depp feature
  • Sweeney Todd Press Conference
  • photo gallery
  • trailer

Quelle: DVD-Active

Ich finde das Cover der Single besser. *grummel* Schade, dass es keinen AK geben wird, die sind bei Burton zwar nie allzu ergiebig (ständiges "you know" inbegriffen), aber dennoch Pflicht. Schlimmer ist aber noch, dass es keine deleted scenes auf die DVD geschafft haben, denn das gedrehte Material mit Christopher Lee muss existieren.

Februar 26, 2008

Kurioses: Wo wir schon mal dabei sind...

Kurioses: BEHÖRDENIRRSINN

"Sweeney Todd: The Demon Barber of Fleet Street" ist 'besonders wertvoll' denn: "Wann wurden je scharfe Messer so liebevoll besungen? Wann spritzte Blut so rhythmisch zu Broadway-Melodien? Wann wurde Kannibalismus so stilvoll kultiviert?" ...

Januar 26, 2008

Kino: SWEENEY TODD...

...The Demon Barber of Fleet Street

Der Barbier ist keine neue Figur im Oeuvre von Tim Burton: Bereits in
"Edward Scissorhands" ließ der Regisseur Johnny Depp frisieren, rasieren und anderweitige Schnippelarbeit verrichten. Sweeney Todd fügt sich hier nahtlos ein in die Reihe tragischer Antihelden, missverstandener Gestalten und rastloser Einzelgänger, mit denen Burton seit jeher den traditionellen Universal-Horrorfilm beschwört. Dass der Mann fürs Morbide geradezu auserkoren ist, um Stephen Sondheims düsteres, schwarzromantisches Musical für die große Kinoleinwand zu übersetzen, schien auch dem Komponisten klar: Nach einigen Fernsehverfilmungen, die sich des Stoffes nie adäquat annahmen, war es Sondheim selbst, der seinen Bühnenhit nach fast 30 Jahren angemessen adaptiert wissen wollte und der Verpflichtung Burtons ohne Bedenken zustimmte. Dafür genügt bereits der Blick auf dessen bisheriges Werk – sowohl der stets düstere Ton, als auch der irgendwo zwischen Hammer-Films und Gotik-Ambiente, zwischen Grand-Guignol und klassischem Monster-Horror festgemachte visuelle Stil Burtons ist geradezu prädestiniert für den schmierig-kargen, tristen Straßenlook Londons im mittleren 19. Jahrhundert.

Einst führten hier der junge Benjamin Barker (Johnny Depp) und seine Frau Lucy (Laura Michelle Kelly) ein friedliches Familienleben. Doch der korrupte Richter Turpin (Alan Rickman) hat ein Auge auf die schöne Frau des Barbiers geworfen und bringt Barker mithilfe seines Handlangers Bamford (Timothy Spall) unschuldig ins Gefängnis, um Lucy und deren kleine Tochter Johanna zu missbrauchen. Das geschah vor 15 Jahren. Nun kehrt Barker zurück nach London – als Sweeney Todd schwört er Rache für die einstige Ungerechtigkeit an ihm und seiner Familie. Gemeinsam mit der Bäckerin Mrs. Lovett (Helena Bonham Carter), die ihm vom Selbstmord seiner geliebten Lucy berichtet, schmiedet er einen teuflischen Plan: Jeder, der um eine Glattrasur bittet, wird fortan zu Fleischpastete verarbeitet.

Wer die Figur Sweeney Todd wirklich war, weiß niemand genau. In England ist die Geschichte eine Art Gegenstück zum Jack the Ripper-Mythos, eine urbane Legende, der mal wahre Wurzeln, mal reine Fantasie unterstellt werden. Als Film- und Theaterstoff vielmals aufbereitet und erweitert, war es schließlich Sondheim, der "Sweeney Todd" 1979 zu einem bluttriefenden, aber auch schwarzhumorigem Bühnenmusical verarbeitete, das heute zu den meistgeschätzten und komplexesten Werken der Musikgeschichte zählt. Selbst gestandenen Sängern und ausgebildeten Musikern bereitet die Partitur Probleme, die dissonante, im Tempo immer wieder unerwartet variierende Musik auf der einen; überbrausende, unglaublich verdichtete und schwer vorzutragende Texte auf der anderen Seite – Sondheims Komposition gilt als heilige Kuh, an die sich bislang zurecht noch kein Regisseur in vollem Umfang gewagt hat.

Umso erstaunlicher, dass Burton den Film (abgesehen von wenigen Ausnahmen in Nebenrollen) mit unprofessionellen Sängern besetzt hat. Weder Depp, noch Bonham Carter oder Rickman verfügen über ausreichend Erfahrung in Gesang und Musicalperformance, doch gerade dieser filmische Ansatz scheint der einzig mögliche: Dies ist eine Kinointerpretation des Stoffes, kein verfilmtes Broadway-Stück. Es ist ein Experiment, ein Versuch, nicht geschulte Schauspieler singen zu lassen. Und obwohl insbesondere Bonham Carter trotz des verlangsamten Tempos hörbar Probleme mit ihren Parts hat, funktioniert dieses Konzept: Denn "Sweeney Todd" ist gesungenes Schauspiel und kein gespielter Dauergesang, was dem zweistündigen und fast durchgängig gesungenen Film jene bühnenhafte Theatralik nimmt, die ein derart operettenhafter Stoff als Filmversion schnell annehmen kann. Dies ist kein Kompromiss, sondern eine künstlerische Entscheidung, die den Film auch einem Publikum näher bringen dürfte, das Musicals ablehnend gegenübersteht. Ein wenig schade zwar, dass das übernatürliche Element bei Burton deshalb nun gar keine Rolle mehr spielt – der Geisterchor der Vorlage, eine ans Publikum gerichtete, im filmischen Kontext hingegen nur schwer umsetzbare Instanz, fehlt gänzlich –, würde jedoch genau diesem eher gesetztem Konzept zu stark widersprechen.

Stilistisch einem Meisterwerk gleich, hat Burton dem Bild jede Farbe genommen. Die ausgewaschene, graue Optik, in der das altertümliche, viktorianische London inszeniert ist, bildet die perfekte Grundlage für ein unheimliches Sittengemälde, das nahezu alle Motive des Regisseurs aufgreift. Der despotische Richter Turpin wird bei Burton zu einer Art Max Shrek ("Batman Returns") des Mittelalters, während dessen quasi-inzestuöses Verhältnis zur vereinnahmten Barker- Tochter einem ähnlich bizarren Familienverständnis entspricht, wie es auch die rachsüchtigen und um Geschlechtergrenzen rangierenden Konflikte in "Sleepy Hollow" zum Ausdruck bringen. Dass Depps Kostümierung mehrmals an seine Rolle in "Edward Scissorhands" erinnert, ist ebenso offensichtlich wie dessen Inszenierung als innerlich zerrissener, selbst zerstörerischer Außenseiter, der Prototypfigur eines jeden Tim Burton-Films.

Barbier Sweeney Todd erweitert die Konstanz an Charakteren im Burton-Werk jedoch um einige Noten. Er ist wesentlich ambivalenter gestaltet als die bisherigen Abtrünnigen in Burtons Filmen und entspricht weniger der Verkörperung eines Identifikationsangebotes, als vielmehr einem maniac on the loose, der seines fragwürdigen Rachefeldzuges wegen auch keine sentimentale, melancholisch verklärte Darstellung erfährt (für ein wunderbares "La Strada"-Zitat ist sich Fellini-Freund Burton aber dennoch nicht zu schade). Todd ist so sehr von seinem blinden Racheplan erfüllt, dass er darüber sogar den Grund für die Vergeltung zu vergessen scheint: An seiner befreiten Tochter scheint er schließlich gar kein Interesse mehr zu haben. Dem Film fehlt deshalb auch ein wenig die emotionale Hingabe, seinem Antihelden gehört nicht uneingeschränkt jede Sympathie, wie er zumindest keine eindeutige Ode an die Außenseiter stimmt. Das wiederum ist ebenfalls angesichts der tragischen, aber auch unaufhaltsam dem bitteren Ende entgegenblickenden Geschichte die richtige Entscheidung.

In "Sweeney Todd" geht es doch schließlich vor allem um unerfüllte Liebe. Um die Liebe zwischen Todd und seiner Frau ("And my Lucy lies in ashes, and I'll never see my girl again"), zwischen dem jungen Anthony (Jamie Campbell Bower) und der von Turpin aufgezogenen und eingesperrten Barker-Tochter Johanna (Jayne Wisener), und auch um die seltsame Liebe der Mrs. Lovett zum wahnsinnigen Todd. Burton kontrastiert jede Romantik mit expressionistischen Settings, frei in alle Richtungen spritzendem Kunstblut und ebenso zynischen (die Erarbeitung eines Speiseplans im großartigen Song "Little Priest") wie sarkastischen Regieeinfällen (die Nummer "By the Sea", in der es um ein Leben jenseits des tristen Molochs geht, wird als kunterbunte Farce inszeniert). Welch Gespür der Mann grundsätzlich für Musicals besitzt, war bislang zwar mehrfach zu erahnen – man denke an die Busby Berkeley-Anleihen in "Charlie and the Chocolate Factory" –, doch handwerklich ist "Sweeney Todd" nicht nur eine Weiterentwicklung Burtons, sondern auch eine nahezu perfekte Übertragung des Stoffes ins filmische Medium. Bei den rhythmischen, wohl bedacht und überaus ideenreich mit Bewegungen, Soundeffekten und vor allem einem ungemein raffinierten Schnitt in Szene gesetzten Gesangseinlagen sind Bild und Ton wirklich einmal eins, eine funktionale Einheit, bei der beinahe jede Nuance stimmt. Das ist in letzter Konsequenz nicht weniger als reinstes, purstes Kino – oder womöglich sogar die absolute Form von Kino überhaupt.


95% - gekürzte Fassung erschienen in: Deadline #08/08

Dezember 06, 2007

News: SWEENEY TODD - Update

Es hat sich einiges getan. Die Website wurde geupdated und ist auf jeden Fall einen Blick wert. Weiterhin gab es nun bereits Pressevorführungen in den USA, wo der Film am 21.12.2007 starten wird. Die Kritiken sind durchweg hervor- ragend, vor allem das Referenzblatt Variety findet nur lobende Worte für Tim Burtons neuesten Film.

Der Regisseur hat mittlerweile sogar schon den ersten wichtigen Preis gewonnen, nämlich vom National Board of Review für die beste Regie 2007. Damit steuert das Steven Sondheim-Musical direkt auf die Academy Awards zu.

November 28, 2007

News: SWEENEY TODD - 9 Clips & mehr!

Insgesamt neun neue Film-Clips, drei Featurettes und zwei Behind-the-scenes-Videos gibt es exklusiv bei IESB.net zu bestaunen. Die Ausschnitte (brauchen etwas zum laden) geben einen recht genauen Eindruck vom Film wieder. Und Sacha Baron Cohen kann wirklich singen!


mehr gibt's
hier!

November 24, 2007

News: SWEENEY TODD - Poster, Poster, Poster

Und noch mehr Poster. Dafür muss die knappe Zeit reichen. Blog-Updates in Kürze wieder.

November 21, 2007

News: SWEENEY TODD - Noch mehr neue Poster




Es hört nicht auf - und eines besser als das andere.


News: SWEENEY TODD - Neue Poster / Clips

Also die Poster bekommen von mir alle schon einmal das Prädikat bestes Design des Jahres.
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Johnny Depp und seine Gesangskünste + Tim Burton-Interview + TV-Clip

November 12, 2007

News: SWEENEY TODD - Poster #3

Ein neues "Sweeney Todd"-Poster und erste Reviews nach dem Branchenscreening gibt's zu vermelden. Der beste Burton-Film seit "Ed Wood", so Ain't it cool news gleich im ersten Satz, und weiter werde ich gar nicht erst lesen. Das wird ein Fest.

Oktober 20, 2007

News: SWEENEY TODD - Trailer #2!

Nachdem der erste Trailer veröffentlicht wurde, gibt es nun Nachschlag. Leider trimmt der Verleih den Musical-Aspekt des Films jetzt noch mehr - wüsste man es nicht besser, könnte man annehmen, es würde gar nicht gesungen.

Oktober 04, 2007

News: SWEENEY TODD - Trailer!

Endlich!!! Der Trailer ist da! Und er ist der absolute Wahnsinn!

---> small / large <---

Der UK-Starttermin für Ende Dezember wurde gecancelt, weshalb es stark danach aussieht, dass der Film erst im Februar bei der Berlinale zu sehen sein wird.


Links: Offizielle Website

August 28, 2007

News: SWEENEY TODD - Poster #2

Und ein neues Poster, zum Film selbst habe ich mittlerweile wohl genug geschrieben. Angeblich hat Warner ein Veto gegen die vorläufige Fassung eingelegt und Burton bedrängt, am Gore herumzuschnippeln. Ob und inwiefern da nach dem PG-13 geschielt wird, ist noch unklar. Möglicherweise handelt es sich auch bereits um eine fürs R-Rating erstellte Version, die selbst dafür noch zu blutig sei. Burton soll verständlicherweise wenig begeistert davon sein, näheres ist aber noch nicht bekannt.

August 22, 2007

News: SWEENEY TODD - Setphoto

Und ein weiterer kleiner Einblick in den von mir meisterwarteten Film des Jahres. Tim Burton instruiert hier Johnny Depp. Deutscher Kinostart wohl nicht vor 2008, ich hoffe aber dennoch darauf ihn noch pünktlich zu Weihnachten sehen zu können. Mehr zum Film hier.

August 12, 2007

News: SWEENEY TODD - erstes Photo

Gerade erst ging das Poster online, nun endlich das erste Szenenphoto aus Tim Burtons "Sweeney Todd"!

Juli 29, 2007

News: SWEENEY TODD - Poster

Wie ich schon einmal berichtet hatte (hier), ist Tim Burtons "Sweeney Todd" und die damit verbundene Vorfreude derzeit einer der wenigen Gründe, warum ich mich überhaupt noch jede Woche durch den unsäglichen Käse, der die hiesigen Kinos ausfüllt, kämpfe. Das neue und erste Poster zum Film heizt diesen Zustand selbstredend zusätzlich an (draufklicken, um zu vergößern).

Mai 17, 2007

News: SWEENEY TODD - Cast und Crew bekannt

Zu "Sweeney Todd", dem neuen Film von Tim Burton (den ich kaum mehr erwarten kann!), wurden nach dem ersten Drehbild jetzt endlich auch die Stabangaben bekannt- gegeben. Neben Johnny Depp als Barber Sweeney Todd runden u.a. Sacha Baron Cohen (!), Alan Rickman (!!), Helena Bonham Carter und Christopher Lee die familiäre Besetzung ab. Für die Ausstattung zeichnet das Genie Dante Ferretti verantwortlich, die Kostüme stammen wie immer von Colleen Atwood. Das (im Original zweieinhalbstündige) Musical von Steven Sondheim (mein Tipp: zur Einstimmung auf den Film die Version mit Angela Lansbury zulegen) enthält zahlreiche extrem komplexe Gesangsnummern, bei denen sich erst noch zeigen wird, wie sie die Schauspieler umsetzen werden. Um die Puristen gleich vorzuwarnen: "Sweeney Todd" ist ein waschechtes Musical, bei dem nahezu ohne Unterbrechung gesungen wird. Premiere hat der Film auf dem Festival von Venedig im September (Burton bekommt dort endlich den Ehrenlöwen überreicht), der deutsche Kinostart dürfte allerdings erst 2008 sein. Ich weiß nicht warum, aber ich habe das Gefühl, dass dies der Film sein könnte, bei dem die Academy um Burton nicht mehr wird herumkommen können.