Mai 06, 2010

Zuletzt gesehen: IRON MAN 2

Direkte Fortsetzung der überraschend erfolgreichen Comicadaption von 2008, die durch ihren Pilotfilmcharakter noch viel Luft nach oben ließ. Leider nutzt das Sequel nichts vom übrig gebliebenen Potenzial des Vorgängers, sondern vertieft nur dessen Schwachstellen. Nach einem wunderbaren Einstieg, der selbstredend den überraschenden Twist des ersten Films aufgreift, verliert sich "Iron Man 2" in zahlreichen ungeordneten Handlungssträngen und Figuren, die Jon Favreau leider nie in den Griff bekommen möchte. Er versäumt es, die zuvor angedeutete und vorbereitete (Liebes-) Beziehung zwischen Tony Stark und Pepper Potts auszuarbeiten, originelle und eigenständige Bösewichter zu entwickeln und der Geschichte – entsprechend den Gesetzen des Comic-Sequels – einen epischen Atem zu verleihen. Mit zunehmender Spielzeit verliert der Film endgültig sein Zentrum und verkommt zur lahmen Wiederholungstat, ehe sich im Finale erneut Stahl und Stahl zu einem öden und teilnahmslosen Actionfest verabreden – Mickey Rourke als Bösewicht bleibt hier mindestens so unterfordert wie Jeff Bridges im Vorgänger.


45%

Kommentare:

  1. Och Mann, ich freu mich schon seit Monaten auf den Film und jetzt kommst du mit deiner 45%-Kritik. :(
    Hoffentlich wird der nicht wirklich so enttäuschend, wie du schreibst.

    Wie viel Screentime ungefähr hat eigentlich Samuel L. Jackson?

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  2. Wie viel Screentime ungefähr hat eigentlich Samuel L. Jackson?

    Zwei-drei Minuten.

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  3. Och, ich fand ihn recht unterhaltsam.

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  4. Steht bei mir morgen auf den Plan, bin schon gespannt, fand den ersten ja sehr cool (ja auch Adaptionsmäßig).

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  5. Zwei-drei Minuten.
    Ach komm - 4-5 sind es sicher; immerhin hat er zwei Szenen.

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  6. Ich seh es nicht so hart wie du, muss dir aber trotzdem größtenteils Recht geben.
    Der 1. Teil hat mir sehr gut gefallen. War halt ein typischer Erstling, der erstmal alle Charaktere und Handlungsstränge eingeführt hat und nur wenig Action besaß (dadurch wurde leider Jeff Bridges vollkommen verheizt).
    Beim 2. Teil müsste es dann eigentlich richtig zur Sache gehen, aber das war leider bei IRON MAN 2 nicht der Fall. Der Anfang war noch sehr vielversprechend, aber im Mittelteil ging ja kaum noch was. Viel zu viele menschliche Probleme von Tony Stark (mal wieder) und zu viele Charaktere/Bösewichte, die nur Däumchen gedreht haben.
    Am Ende gab es dann nochmal Gott sei Dank etwas mehr Action, die mir auch gefiel, obwohl der 30-Sekunden-Endkampf von Downey Jr./Cheadle vs. Rourke 'n Witz war.
    Insgesamt schon ein Film, der Spaß gebracht hat und alles andere als schlecht war, aber einfach nicht das vorhandene Potential nutzt, wieder viel zu sehr wie ein Pilotfilm wirkt und dadurch etwas enttäuscht.
    5,5/10

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