Februar 01, 2009

TV: Fernsehtipps vom 02.02. - 08.02.2009

Montag, 02.02.

Fängt schon mal gut an – mit nichts.


Dienstag, 03.02.

20:15 Uhr – Ghostbusters (K1)

Auch so ein sehr, sehr doller 80’s-Film, dessen visuelle Effekte mich beim letzten Sehen aber noch immer – oder: überhaupt erst – verblüfft haben. Und Sigourney Weaver ist großartig, Bill Murray ja sogar nahezu göttlich. Sauber.

22:50 Uhr – Mord an einem chinesischen Buchmacher (RBB)

Liegt seit Wochen ungesehen neben meinem Player. Ich verstehe das jetzt als Zeichen, ihn endlich zu schauen. Vielleicht werde ich ja doch noch warm mit Cassavetes.


Mittwoch, 04.02.

22:35 Uhr – Freitag, der 13. (K1)

Das sleazige Gegenstück zu Carpenters "Halloween". Ich liebe den Film für seinen rüden Charme und seine inszenatorische Bescheidenheit, für seinen unfreiwilligen Humor und Kevin Bacons Schlüpfer. Mal sehen, was das anstehende Remake so kann. Gekürzt.

1:20 Uhr – Ghost Dog (ARD)

Schrecklicher Film. Der Inbegriff von Neo-Prätention. Forest Whitaker macht mich aggressiv. Bäh. Nee. Ohne mich.


Donnerstag, 05.02.

19:20 Uhr – Berlinale 2009 – Eröffnung (3SAT)

Es geht wieder los, schön. Und stressig.

20:15 Uhr – Pearl Harbor (VOX)

Sehr ambitionierter Kriegsfilm von Michael Bay, dessen ganze Aufrichtigkeit sich in Actionsequenzen abbildet, bei denen die Kamera den Bombenkugeln bis zum Einschlag folgt. Zack, Bumm, Krawumm.

20:15 Uhr – Klick (SAT.1)

Adam Sandler spielt in dieser Fantasy-Komödie einen Workaholic, der erst mithilfe einer magischen Fernbedienung zum blödelnden Familiendaddy reifen und mehr für seine Familie da sein darf. Kate Beckinsale steht ihm als Hausfrau und Mutter zur Seite und darf demnach keine einzige Szene spielen, ohne zu kochen, die Kinder zu pflegen oder ihrem Adam die Nacken massieren zu müssen. Nur wenige Filme bringen den reaktionären Tiefstand der US-Komödie so beispielhaft auf den Punkt. Auch eine Leistung.


Freitag, 06.02.

20:15 Uhr – Stealth (Pro7)

Mensch, das ist ja eine richtige Premium-TV-Woche. Heute im Programm: Der teuerste Navy-Werbefilm aller Zeiten. Der aber auch vor allem ein schönes Manifest contra Menschen- und Demokratierechte ist, und Krieg zum großen Happening um freundschaftliche Werte aufbläst. Gute Unterhaltung wünscht Rob Cohen.

20:15 Uhr – Der 13te Krieger (RTL2)

Der Film ist schon ein bisschen doof und durchsichtig, aber die Musik von Jerry Goldsmith, die ist wirklich wunderbar. Und Omar Sharif spielt ja auch noch mit.

22:10 Uhr – Desperado (Das Vierte)

Rodriguez’ US-Remake seines bemerkenswerten Debütfilms. Balleraction, die mir mit 12 Spaß gemacht hat, mich heute aber wahrscheinlich ziemlich ermüden würde. Gekürzt.


Samstag, 07.02.

22:10 Uhr – Sliver (Das Vierte)

Wirkt tatsächlich wie das klinische Experiment, zwischen zwei sexy Hauptdarstellern so wenig Chemie wie nur möglich zu produzieren. Der ganze Film lebt eigentlich davon, dass nichts lebt, funktioniert oder überhaupt einen Sinn ergibt. Herrlich.

22:15 Uhr – Einsame Entscheidung (Pro7)

Tolle Goldsmith-Musik, die zweite. Der Film selbst ist guter Action-Crap, dessen Handlung ja doch leider wirklich arg an die 9/11-Anschläge erinnert.

22:20 Uhr – Octalus – Deep Rising (K1)

Einer der fünf vergnüglichsten Edel-Trash-Filme der 90er. Und das ganz im Ernst.

2:35 Uhr – Jezebel (NDR)

Ich habe zwar nie behauptet, dass das der beste William Wyler sei (nicht wahr, Bärenmutti?), aber er ist schon sehr, sehr toll und Bette Davis ist unser aller Mutter.


Sonntag, 08.02.

20:15 Uhr – Fantastic Four (Pro7)

So als bunte Actionnummer, die sich an sich selbst ergötzt, hat der ja doch ein wenig Spaß gemacht. Nur erwartet man von Comicverfilmungen mittlerweile ja zu Recht mehr.



TV-Tipps bitte auch lesem beim Tumi, Christian und beim Fincher.

Kommentare:

  1. @rajko: Und welche Filme hat du schon ins Auge genommen für die Berlinale?

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  2. Bislang nur die Retro. Die ist ja wirklich relativ einmalig.

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  3. Da hast du Recht.
    Dafür ist der Rest mehr als uninteressant.

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  4. Oder eben schon bekannt, so wie MILK.

    Aber mal gucken, ich habe das Programm noch gar nicht richtig auf dem Schirm.

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  5. Dann hast du auch nichts verpasst.
    Ich war heute schon ein wenig schockiert über das schlechte Programm der diesjährigen Berlinale.

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  6. Sagst du ja nur weil du nicht da bist. *g*

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  7. Das Programm bestätigt nur meine Entscheidung, dass ich die richtige Wahl getroffen habe und dafür zwei andere Filmfestival kennenlernen konnte, ich hatte mir immer noch die Option offen gelassen, dass ich ein Wochenende zur Berlinale hätte fahren können, aber das hat sich für mich auch erledigt. :-)

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  8. Über diese wirst du dann ja bald im Blog berichten, bin gespannt.

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  9. Ich werde nur von einem Festival berichten, dass andere boykottiere ich und erwähne es nicht.

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  10. Montag: Fängt schon mal gut an – mit nichts.

    Was sagst du denn zu "Broken Flowers"?

    a) Taugt nichts
    b) Ist toll, ist aber die x. Wiederholung

    Könnte jetzt zwar auch in deinem Archiv suchen, bin aber gerade zu faul... ;-)

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  11. Bei Sliver fand ich die hanebüchenen Versuche die - wie heißt se jetzt noch mal? Ach ist ja auch egal - in schlüpfrige Szenen zu verwickeln. Den Mumublitzer konnte man ja nicht noch mal verwenden und wie gut die ficken kann haben se ja auch schon im gleichen Film gezeigt. Ich weiß bis heute nicht warum die wie heißt se jetzt noch mal noch nicht im Dschungelcamp mitgemacht hat. Oder dürfen da nur nationale One Hit Wonder rein?

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  12. @C.H.:

    Ich wäre für

    c) vielleicht der erträglichste Jarmusch, Dank Bill Murray, aber ansonsten boring as hell, trotz (oder wegen?) seiner Fragestellungen zum Road-Movie-Genre/Begriff

    @tumulder:

    Nichts gegen Sharon Stone.

    Oder... ach doch, mir egal, immer druff. ;)

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  13. 1:20 Uhr – Ghost Dog (ARD)


    Schrecklicher Film. Der Inbegriff von Neo-Prätention. Forest Whitaker macht mich aggressiv. Bäh. Nee. Ohne mich.

    -> Beide Daumen hoch!!! :-) Furchtbarer Hirnschiss.

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  14. Zu GHOST DOG:

    Beide Daumen runter, du hast doch keine Ahnung von Jarmusch - und der Inbegriff von Neo-Prätention ist genau dieses hilflose herumhacken auf ambitionierten, echtem Independent-Kino (nicht möchtegern-independent wie LITTLE MISS SUNSHINE oder JUNO, die du sehr schön zerrupft hast), das dir scheinbar unzugänglich ist...

    COPFKILLER

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  15. McKenzie2/2/09 19:36

    GHOST DOG ist zwar schon sehr penetrant in seiner NEOPRÄTENTIÖSEN Überladenheit und seinem wichtigtuerischen inszenatorischen Chic, man kann ihm einen gewissen Reiz, atmosphärische Dichte und einige bemerkenswerte Einfälle und filmreflexive Gedanken aber nicht absprechen. Jarmusch ist dennoch unter den amerikanischen Autorenfilmern unserer Tage einer weichgespültesten und uninteressantesten, nicht zu vergleichen mit dem subversiven Entschleunigungs-Kino von Gus Van Sant^^

    Und echtes Independent-Kino ist GHOST DOG schon längst nicht mehr, die Produktion hatte ordentlich Kohle (ein kleines Hollywood-Budget) und das sieht man auch. Zusammen getragen von diversen internationalen Fernsehsendern und Investoren. Jarmusch hat eigentlich sehr schnell aufgehört, Indie zu sein, auch DEAD MAN (der allerdings schon ein Meisterwerk ist) war schon weit von dem entfernt, was ich als Independent-Kino bezeichnen würde - es sei denn, man versteht unter Independent-Kino einfach Filme, die ohne das Zutun von Fox, Warner, Universal oder Sony entstehen - dann ist Jarmusch natürlich genauso Indie wie Miramax-Woody.^^

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  16. DEADM MAN ein Meisterwerk? Weil der in schwarzweiß gedreht ist? Oder, ach nein warte, weil der so spirituell, meditativ, existenzialistisch und natürlich metaphysisch ist, was? ;)

    Der Film ist BORING, und er ist starbesetzt und kalkuliert und suuuuuper-p., das hat mit Indie nichts zu tun. Vincent Gallo ist Indie.

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  17. Neulich habe ich mich mit einem Freund unterhalten, Aronofsky- und Nolan-Fan, der fand Fellinis "Achteinhalb" auch BORING. Und der studiert Regie...

    Ist für mich halt kein Argument, weil man das einfach jedem Film unterschieben kann, wenn er einem nichts gibt. DEAD MAN ist ein völlig unprätentiöses Meisterwerk - und Jarmusch hat mit (Neo)Prätention ebenso wenig zu tun wie Woody Allen. Es gibt kaum bescheidenere Filmemacher in den USA, die Lakonie eines Jarmusch erreichen sonst nur einige wenige skandinavische Regisseure. Und der Begriff Indie war eigentlich nicht auf DEAD MAN und GHOST DOG gemünzt, da habe ich mich wohl schlecht ausgedrückt - die sind ja im Vergleich zu den anderen Werken absolut mainstreamig und leicht zugänglich.

    Anders sieht das bei den spröden Frühwerken aus, die reinrassiges Indie-Kino sind, obs einem nun gefällt oder nicht...

    Und Jarmusch als weichgespült zu bezeichnen schießt für mich auch total am Ziel vorbei da er nicht den Anspruch erhebt, subversives oder kontrovers-experimentelles Kino zu vertreten. Sein Ziel ist es mE nach eher, die Magie des trivialen Augenblicks einzufangen - eindrucksvoll gelungen beispielsweise in MYSTERY TRAIN.

    PS: Gus van Sant (auf Milk freue ich mich trotzdem total) ist wichtigtuerisch, genau wie Vincent Gallo (von dem ich aber bisher nur wenig gesehen habe)

    COPFKILLER

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  18. Natürlich ist Langeweile kein Argument. ;)

    Fand DEAD MAN halt schrecklich, das ist wieder so ein Kunst um der Kunst willen Film, der mich in keiner Weise angemacht, sondern eben nur gelangw... ähm, nicht interessiert hat.

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  19. Gut, wenn dir ein Film wie DEAD MAN nichts gibt, dann kann ich das ansatzweise noch nachvollziehen. Ich mag den Film schon seit etlichen jahren, genau wie die anderen Filme von Jarmusch. Im Prinzip hast du recht, bei ihm geht es nie wirklich um etwas greifbares - das gefällt mir aber gerade so an seinen Filmen. Und wenn man will kann man schon was rausholen aus seinen Werken, hier sei nur mal STRANGER THAN PARADISE genannt...

    "Ich würde lieber einen Film über jemanden machen, der seinen Hund ausführt, als über den Kaiser von China" - Dieser bekannte Ausspruch von Jarmusch dürfte diesen Eindruck unterstreichen. Was aber nicht generell bedeutet, das es in einem solchen Film um nichts geht - nur eben um nichts Großes. das muss einem natürlich nicht gefallen aber gerade in DEAD MAN und GHOST DOG sind doch schon wesentlich erzählerischer angelegt als so manch anderer von ihm...

    COPFKILLER, jetzt wieder mit Google-Konto unterwegs - nun als Happy Harry mit dem Harten. Hab mir gestern einen eigenen Blog angelegt, vielleicht schaust du ja mal rein. Ist zwar noch nichts neues drauf aber wenn dir meine Posts gefallen, kannste dir ja mal überlegen bei Gelegenheit einen Kommentar zu hinterlassen oder mich sogar in deiner Blogroll aufzunehmen...

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  20. Wird gemacht. Willkommen in der Blogger-Welt. ;)

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  21. Mr. Hankey4/2/09 13:46

    @ McKenzie

    Dir scheint schon ziemlich einer abzugehen, mit dem ständigen Gebrauch des Wortes "NEOPRÄTENTIÖS". Langsam wirds allerdings langweillig Mr. Klugscheisser! ;)

    Ansonsten hast Du aber soweit recht, was "Ghost Dog"! Der Film ist weder so gut, wie er immer gerne gemacht wird, noch so schlecht wie ihn Rajko, wie 90% aller Filme in dieser Richtung, macht. Irgendwo dazwischen liegt die Wahrheit!

    Der Film ist BORING

    Ach Rajko, vergiss es einfach... Du bist schon lange hoffnungslos verloren, was diese Art von Film angeht. ;) DEAD MAN ist ein Meisterwerk!

    Ansonsten, spät aber doch:

    Nur wenige Filme bringen den reaktionären Tiefstand der US-Komödie so beispielhaft auf den Punkt.

    ... Nur wenige Hobby-Kritiker bringen Ihre ideologischen Interpretationen bei harmlosen 08/15-Filmchen wie diesem so beispielhaft auf den Punkt. Nee, der Film ist so beliebig, dass man so was da ja nun wirklich nicht raussehen kann. Aber nun gut, es gibt anscheinend noch ein paar "Profi"-Kritiker die dir da ja beipflichten, also muss es ja stimmen! Na ja, aber das Thema hatten wir ja schon mal... ;)

    Kate Beckinsale steht ihm als Hausfrau und Mutter zur Seite und darf demnach keine einzige Szene spielen, ohne zu kochen, die Kinder zu pflegen oder ihrem Adam die Nacken massieren zu müssen.

    Tja, das Leben kann schon schön sein... ;) ;) ;)


    Rodriguez’ US-Remake seines bemerkenswerten Debütfilms. Balleraction, die mir mit 12 Spaß gemacht hat, mich heute aber wahrscheinlich ziemlich ermüden würde.

    Meinst Du das Du dich seit deinem 12 Lebensjahr so sehr zum schlechten entwickelt hast? ;-) Nee, der macht auch mit 26 noch Spaß, wenn man es nur möchte! ;)

    So als bunte Actionnummer, die sich an sich selbst ergötzt, hat der ja doch ein wenig Spaß gemacht. Nur erwartet man von Comicverfilmungen mittlerweile ja zu Recht mehr

    Kann man so stehen lassen! :-)

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  22. Auch im Harmlosen kann sich Schlimmes verbergen.

    Ansonsten: Dass du DEAD MAN als Meisterwerk bezeichnest, wundert mich nicht, du hast ja manchmal scheinbar doch eine Schwäche für Nicht-Mainstream, und dann immer für genau solche ach so spirituellen Hollywood-Arthaus-Schinken ("I'm Not There" lässt grüßen). ;)

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  23. GhostDog6/2/09 20:25

    nene, GhostDog war für mich eine Offenbarung. Wenn man einen Flair für den Geist des Samuraigedankens hat und trotzdem noch offen genug für die freie Verpflanzung dessen in eine amerikanische Großstadt ist, kann einem der Film sehr zusagen. Ich mochte und mag die Musik sehr, die Zitate aus Hagakure (welches ich gleich nach dem Film mehrere male gelesen habe), die ruhige Stimmung, das Ende, die Dialoge, die Bilder. Ein rundum guter Film der mich immer wieder packen kann.
    Ich mag nicht jeden Film Jarmuschs (z.b. Dead Man), aber "Down by Law", "Night on Earth" "Stranger than paradise" haben ja wohl wirklich nichts mit NeoPrätentiösem Getue zu tun.

    Liegt da vielleicht doch einfach nur irgendeine persönliche Abneigung gegen Jim Jarmuschs Werke vor?

    Ich z.b. fand Crash unglaublich unerträglich. Hat wohl jeder seine Vorlieben.

    MrHankey geb stimm ich in Hinblick auf Desperados vollkommen zu: wenn man sich auf den Film einlässt unterhält Desperados wunderbar (und das eben nicht auf "Klick" oder "Transformers"-Ebene). Mich unterhält erhoffentlich auch noch mit 50 Jahren.

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  24. Kommen noch die TV-Tipps für diese Woche?

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  25. Fällt aufgrund von Zeitmangel aus.

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