Als Erhebung des Genres wird momentan ein Trend gefeiert, der Horrorfilme vor ihren Affekten schützt. Die dafür aufgemachten Kategorien offenbaren ein tristes Verständnis von Kino im Allgemeinen und Horror im Besonderen.
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Juni 27, 2019
April 24, 2015
DVD/BD: THE GUEST
Klopft ein junger Mann an die Tür und lächelt. Stellt sich der Mutter eines verstorbenen Soldaten als dessen bester Freund vor und bleibt. Er habe ihrem Sohn versprochen, nach der Familie zu sehen, sagt der Mann. Charmant, hilfsbereit, uneigennützig ist er. Yes ma’am, of course ma’am – und bald bricht die Hölle los: Adam Wingard ("You’re next") hat schon wieder einen blutbesudelten Home-Invasion-Film gedreht. [...]
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November 06, 2013
You're Next - Der beste Horrorfilm des Jahres?
Nur wenige Horrorfilme wurden 2013 überhaupt im Kino ausgewertet, die meisten von ihnen waren mäßig interessant. Würde sich mit "You're Next" auf den letzten Metern nicht eine Ehrenrettung ankündigen, müsste alle Genrehoffnung im Videoregal versiegen.
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Juni 10, 2013
DVD/BD: THE ABCS OF DEATH [22 WAYS TO DIE]
Das üblicherweise auf circa eine Handvoll Episoden beschränkte Konzept von Anthologiefilmen erweitert "The ABCs of Death" im großen Stil. Ganze 27 Regisseure aus 15 Ländern steuerten einen Horrorbeitrag zur alphabetisch geordneten Kurzfilmsammlung rund um den Exitus und seine vielfältigen Ausprägungen bei. Blutrünstige Quickies von A bis Z sind das Ergebnis. [...]
Februar 13, 2011
Berlinale 2011: ART HISTORY
Das Beziehungsstück "Art History" wird im Berlinale-Forum nicht ohne Grund im Double-Feature mit "Silver Bullets" gezeigt. Hier wie dort steht Regisseur Joe Swanberg auch als Darsteller im Mittelpunkt seiner eigenen Arbeit und verhandelt die persönliche Schaffenskrise, indem er das Filmemachen selbst problematisiert und an individuelle private Befindlichkeiten knüpft. Im Mittelpunkt steht eine Mini-Filmcrew, die an einem Wochenende in einem kleinen Häuschen verschiedene Sexszenen dreht. Als der Regisseur (Swanberg) zu bemerken glaubt, dass sich zwischen seinen beiden Protagonisten mehr als nur professionelle Erotik abspielt, beginnt er auszuticken und das Projekt zu sabotieren.Das ganze erstreckt sich in laaangen statischen Einstellungen über 70 Minuten, mit konsequenter Schmucklosigkeit bei Photographie, Szenenbild und Beleuchtung, wie ein wortkarges menschliches Stillleben. Swanberg bezeichnet den Film insofern als Nachfolger von "Silver Bullets", als er dort (s)eine künstlerische Krise thematisiere, von der er sich mit "Art History" wiederum zu erholen versuche. Leider kämpft sich der dezent unangenehme Unterton des Vorgängers somit auch zum Paukenschlag hoch. Die sperrige Ich-Bezogenheit des Films lässt das Publikum vollkommen außen vor – reihenweise flüchtete es bei der Berlinale-Vorführung – und geriert sich außerdem in manierierten Sexchiffren: Den sprichwörtlichen Aufhänger des Films bildet doch tatsächlich die neue Standhaftigkeit des männlichen Protagonisten, die die Selbstzweifel des Regisseurs überhaupt erst heraufzubeschwören scheint. Da muss man sich dann schon mal fragen, ob Swanberg seine Filme eigentlich nur vom Schwanz her gedacht hat.
20% - erschienen bei den: 5 Filmfreunden
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