Oktober 26, 2010

Zuletzt gesehen: THE OTHER GUYS

Reißbrettkomödie mit einigen sympathischen Witzchen und sanften Anflügen von Originalität, die sich aber nach der viel versprechenden Exposition nicht als Genreklischees veralbernde Actionparodie, sondern stinknormale Buddy-Blödelei erweist. Die nun schon langjährigen Versuche der intellektuellen Filmkritik, Regisseur Adam McKay ebenso wie seine Kollegen Todd Phillips oder Judd Apatow zur neuen Generation von Comedy-Autorenfilmern hochzujazzen, bleiben mir weiterhin ein Rätsel. Dekonstruktion im Genrekontext bedeutet nicht, gängige Formeln auseinander zu nehmen, nur um diese letztlich doch wieder exakt zusammen zu setzen – langer Bart, ick hör dir rascheln. McKays Planlosigkeit und Mangel an Feinsinn treten besonders deutlich zutage, wenn er zwischen den herkömmlichen und eben "etwas anderen Cops" keine Unterschiede herausarbeitet. Wie schon "Ricky Bobby" ist auch "The Other Guys" viel zu kurz gedachte, selbstclevere und versteifte Comedy, die nie über Ansätze hinaus geht und sich letztlich kaum unterscheidet von den flachen Actionkomödien der 80er und 90er, die sie mit ihrem typisch ausgestelltem Ferrell-Klemmi-Ulk eigentlich zu veralbern glaubt. Wäre wohl gern: "Hot Fuzz". Ist aber doch eher: "Real Men" und Co.


40%

Kommentare:

  1. heute auch gesehen, kann mich dem anschließen, wenn ich den auch ein wenig positiver sehe. Als Ferrell-Hasser war ich erstmal positiv überrascht, dass soviel Gags überhaupt zündeten. Story (natürlich) Fehlanzeige, dazu gut 15 Minuten zu lang, ansonsten halt eine Aneinaderreihung von mehr oder minder gelungenen Gags. Wenigsten nahmen sich Jackson und Johnson ein wenig selbst auf die Schippe und ich freute mich mal wieder Michael Keaton gesehen zu haben

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  2. Ja, Michael Keaton ist natürlich super!

    Schade nur, dass er nichts weiter tun darf als permanent TLC-Zitate aufzusagen - ein "Witz", der keine ganze Figur trägt und der in der deutschen Fassung natürlich sowieso völlig verloren geht.

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  3. Michael Keaton zu sehen, war schön, ja. Aber nicht in so einer nutz- und witzlosen Figur. Whatever happened to him and Burton? Ist da mal was vorgefallen? Ich wünsch mir jedenfalls "Batman 3" von Burton mit Keaton und dazu noch Depp als Riddler und Pfeiffer als Catwoman zurück. Das wär doch mal ein Film.

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  4. Nee, warum sollte da was vorgefallen sein?

    An genau sowas, also einen dritten BATMAN von Burton, musste ich bei Sichtung von THE OTHER GUYS auch mal denken. Das wäre so super.

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  5. Dachte nur, weil sie zwischen ´88 und ´92 drei Filme fast am Stück gedreht haben und dann wars das und Depp wurde Burtons fester Filmpartner (nachdem sie bereits SCISSORHANDS gedreht hatten). Dachte vielleicht gab es irgendwelche Differenzen (wie z.B. bei Almodóvar und Maura), jedenfalls schade, dass sie seit 18 Jahren nicht mehr zusammen gearbeitet haben.

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  6. Also ich meine, das Keaton und Burton tatsächlich ein Zerwürfnis hatten. Vega ist aber der Burton-Spezi und müsste das eigentlich besser wissen. Dem Text kann ich mich nocht ganz anschließen, auch wenn ich das ähnlich empfunden hab. War im Endeffekt doch ganz gut, ist aber glaub ich auch so ein typischer Film, den ich mir besser nicht nochmal anschaue. Da könnten dann aus 65 deine 40 werden...

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  7. Wie gesagt, davon habe ich nie was gehört oder gelesen. Wäre mir neu.

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  8. Hast den Film mal wieder sehr gut beschrieben. Dennoch hab ich an 2-3 Stellen Tränen gelacht. :D

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  9. Ich musste über Eva Mendes als Oma schmunzeln.

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  10. Ach komm, wirklich - janz ohne Ironie? :) Ich mochte seine Zuhältervergangenheit und so Szenen im Auto mit der Kaffeetasse z.B. :D

    V O R S I C H T - S P O I L E R

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  11. So halb ganz.

    Spoiler bei so 'nem Film gibt's eigentlich nicht.

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  12. Dacht ichs mir... ick fand den streckenweise zum Brüllen. Aber ich mags ja auch platt.

    P.S. Dat mit dem Spoilern: so halb ganz. ;-)

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  13. Ich auch. Plump und billig, da werd ich willig.

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  14. Ick fühl mich grad nicht ernst genommen. pöh

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  15. Guck' mal lieber JACKASS, das werden Plattheiten noch mit Niveau serviert. Aber Achtung: Schwuler geht's nicht.

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  16. Film (The Other Guys) lohnt sich schon wegen den ersten fünfzehn Minuten. Bissl' steif und unwitzig wird's dannach leider schon. Von all den momentanen Mainstream-Comedians gefallen mir diese Ferrel-McKay Combos aber echt noch am Besten.

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  17. Regisseur Adam McKay ebenso wie seine Kollegen Todd Phillips oder Judd Apatow zur neuen Generation von Comedy-Autorenfilmern hochzujazzen, bleiben mir weiterhin ein Rätsel.

    Eigentlich hatte ich ja vor den mir noch anzusehen, aber nach dem Satz auszugehen haben wir in der Sache wohl die gleiche Meinung, von daher erspar ich mir das ^^

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  18. Der ist schon besser und auch nicht so elendig öde wie die anderen, aber das heißt nicht viel. :)

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  19. Super Film, mal was anderes vom Humor her :)

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