Mai 07, 2009

Kino: STAR TREK

Leider schaffe ich es nicht mehr eine ausführliche Kritik zu verfassen, deshalb nur kurz mein Eindruck vom Restart der Serie: J.J. Abrams rollt das Feld nach dem Kinoflop "Nemesis" sinnigerweise von hinten auf und zeigt nun, wie ein übermütiger Teen-Kirk zum smarten Adult Captain und Spock zu seinem tiefen Verbündeten reift, wie die U.S.S. Enterprise das erste Mal ins All schießt und wie sich die blutjungen Crew-Mitglieder schon in jungen Jahren mit heftigen Raum-Zeit-Paradoxien herumplagen müssen. Das ist dann ganz schlicht mit "Star Trek" betitelt und erinnert in der Rückbesinnung auf den kleinen Farmerjungen Kirk nach einer spektakulären Exposition nicht selten an "Star Wars", oder auch: daran, welches Schwelgen in Nostalgie "Episode I" seinerzeit manchem vorenthalten hat.

Der Film kann sich in erster Linie auf seine Besetzung verlassen, die bekrittelten Teenstars machen allesamt einen guten Job, und, ja, über weite Strecken ist dieses Trekkie-Prequel gar solides Schauspielkino. Leider fällt es dem Drehbuch ab der zweiten Hälfte indes schwer, die durchaus spannende Geschichte der jungen Helden ohne künstlichen Sci-Fi-Pomp und eine irreführende Zeitreisestory zu erzählen. Die sorgfältig entwickelten Figuren werden zunehmend gegen lautstarkes Spektakel ausgespielt – und Abrams flüchtet sich in effektüberladene Weltraumschlachten und arg ver- schnittene Actioneinlagen, bei denen er auf dieselben anstrengenden Farbsättigungen setzt, die schon bei seiner Interpretation des "Mission:Impossible"-Franchise Augen- schmerzen bereiteten. Insofern ist "Star Trek" ambitioniertes Rebooten ohne Konsequenz, aber immerhin unter dem Druck eines sensationellen Scores von Michael Giacchino.


65%

Kommentare:

  1. Ich bin eigentlich richtig begeistert vom elften Abenteuer.

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  2. Sind ja die meisten. Hab wohl etwas zu viel erwartet.

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  3. Vielleicht liegt es in der Tat daran, denn ich habe nichts erwartet und wurde mehr als positiv überrascht.

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  4. so habe ich mir das gedacht. Da guck lieber nochmal "Krieg der Eispiraten"

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  5. Mr. Hankey8/5/09 01:33

    Udo und Rene konnten sich ja heute gar nicht bremsen vor Begeisterung. Na ja, mich interessierts irgendwie trotzdem nicht! Mmmhh...

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  6. Das habe ich mir gedacht... dann gibt es von Udo bestimmt wieder die volle Punktzahl, so wie bei M:I III.^^

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  7. Ja, der Score haut so einiges raus. Aber ich bin ja auch schon dafür dankbar, daß die Opas endlich in Rente geschickt wurden. Mit Star Trek XI ist schon mal eine gute Grundlage für zukünftige Abenteuer geschaffen worden.

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  8. Sorry, der Comment ging mir irgendwie durch... Finde auch, dass das ein guter Start ist, zumindest ein solider, der eine gewisse Grundlage schafft, ja, die auch geschaffen werden musste. Jetzt kann das Sequel kommen, möge es so toll wie der Zorn des Khan werden.

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  9. Also im allgemeinen war der Film net schlecht. So als seperater SiFi Film sogar ganz gut aber.. star trek??? knutschender spok?? nee! Ich fand teilweise die inzenierungen auch dämlich. zB wo sie auf scotty getroffen sind und der alte spok erzählt im einfach so seine formel fürs beamen und er nur:"seit ihr aus der zukunft? Cool!" selten dämlich da sonst in star trek über das verändern der zeit stunden diskutiert wird und dann diese plumpen komentare und das war nicht das einzigemal.
    Und das ein Junger Kadet der als blinder passagier auf die enterprise kommt gleich zum commander befördert wird erscheint mir auch etwas übertrieben...
    Dann Vulkan explodieren und spoks mutter sterben lassen??
    Na keine ahnung das hat mich etwas verärgert ein so gefestigten epos einfach so zuverändern.
    Nix gegen frischen Wind aber da war ich etwas enttäuscht.
    Gruß Thomas

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