November 22, 2008

TV: Fernsehtipps vom 22.11. - 28.11.2008 (inklusive Weihnachtstipps von Mr. Hankey)

Samstag, 22.11.

22:50 Uhr – Alien (K1)

Die erneute Sichtung kürzlich hat es noch einmal verifiziert: Was für ein unglaubliches Meisterwerk.

22:50 Uhr – Dead End (Das Vierte)

Einschläfernder Retorten-Mystik-Popanz, wie er auf dem alljährlichen FFF zuhauf läuft. Es geht um eine lange Straße, von der keiner weiß wohin sie führt. Nicht einmal der Film selbst, weshalb er immer wieder zur Seite ausschert, um 80 uninspirierte Minuten zu füllen.

23:10 – Im Angesicht des Todes (ARD)

Roger Moore schultert auch seinen letzten Einsatz als Bond mit souveräner Leichtigkeit, wirkt hier aber dann wirklich ein wenig zu alt, um noch scharfe Frauen abzustecken (obwohl die Besetzung mit Grace Jones da vielleicht das Gegenteil behauptet). Die Pre-Title-Sequenz enttäuscht, danach nimmt der Film aber enorm Fahrt auf. Von allen Bonds übrigens derjenige mit den schlechtesten Stunt-Doubles.

Sonntag, 23.11.

17:25 Uhr – Star Wars: The Clone Wars (Pro7)

Ich weiß nicht, ob ich mir die TV-Serie zum "Kino"film wirklich geben werde. Das lieblose und hässliche CGI-Gewurschtel hat mich wirklich zu traurig gemacht irgendwie. Dann lieber noch einmal die Zeichentrickversion.

1:15 Uhr – Miami Vice (RTL)

Von Michael Manns Kugel-Kadrierungen werden Filmwissenschaftler ja für gewöhnlich ganz feucht, weil ästhetisch so originell und komplex und ausgestellt. Ich hatte mich schon bei Linkin’ Park während der Exposition ausgeklinkt und fand die HD-Optik schwer anstrengend und ungenutzt. Im Vergleich zu "Heat" und "Collateral" schien mir der einfach schwach inszeniert. Und da sind wir noch nicht mal bei ideologischen Einwänden…

2:30 Uhr – Kill Bill Vol.1 (Pro7)

Mehr oder weniger beseeltes Referenzkino. Hier ein Verweis, da eine Verbeugung, jeder findet sich darin irgendwo zurecht. Tarantinos Einladung, in ein grenzenloses Zitatenuniversum miteinbezogen zu werden, war selten so attraktiv wie in "Kill Bill".

Montag, 24.11.

21:00 Uhr – Fellinis Casanova (Arte)

Vielleicht der meistunterschätzte Fellini. War Donald Sutherland jemals wieder so gut wie in dieser sinnlichen Mythenabkehr?

22:55 Uhr – Dexter (RTL2)

Es läuft momentan die erste Staffel, die nach herben Startschwierigkeiten in der Hälfte völlig unerwartet einen Gang zulegt. Bin jetzt mit der zweiten Staffel durch, die sich ihren Plot zwar ähnlich freigeistig zurecht spinnt, aber noch wesentlich spannender als die erste ist. Dafür, dass ich TV-Serien in der Regel als Zeitverschwendung begreife, finde ich "Dexter" tatsächlich überraschend unterhaltsam und komisch.

22:50 Uhr – Dunkelblaufastschwarz (MDR)

Offenbar von "Hable con ella" inspiriertes Coming-of-Age-Drama. Nix besonderes.

0:25 Uhr – Der Fuhrmann des Todes (Arte)

Sehr gut, ich habe schon lange mit dem Kauf der Tartan-DVD geliebäugelt, jetzt kann ich Victor Sjöströms Film zumindest erst einmal antesten.

Dienstag, 25.11.

0:00 Uhr – Cocktail für eine Leiche (SWR)

Hitchcocks wunderbares Ein-Raum-Stück, bei dem die wenigen Schnitte noch das Uninteressanteste sind.

Mittwoch, 26.11.

23:00 Uhr – Arachnid (HR)

Auch meine Sympathien für (Nu Image-)Tierhorrofilme kennen Grenzen, zumal man von Jack Sholder mehr erwarten darf als eine völlig trashig inszenierte Pappmaché-CGI-Kombo.

Donnerstag, 27.11.

20:15 Uhr – Der Herr der Ringe: Die Gefährten (VOX)

Nach dem Kinobesuch war ich fassungslos über Peter Jacksons Ausverkauf und habe mit meiner damaligen Band sogar ein Hass-Lied darüber verfasst. Mit Sichtung der Extendend-Version (die hier leider nicht gesendet wird) vollzog sich dann ein drastischster Rezeptionswandel. Heute gehören die drei Filme zu meinen Lieblingen. Fantastisch inszeniertes Blockbuster-Kino, nicht nur state-of-the-art, sondern auch wirklich mit Hingabe adaptiert.

21:00 Uhr – Aguirre, der Zorn Gottes (Arte)

Das wäre dann das Gegenprogramm. Auch hier Männer unter sich, nur bei Werner Herzog muss ich davon brechen!?

Freitag, 28.11.

22:45 Uhr – Killing Zoe (Das Vierte)

So ein Film, bei dem ich mich heute ernsthaft frage, was ich mit 12 daran gut fand.

1:10 Uhr – Swimmingpool (Pro7)

Nicht der mit der Schneider, sondern der völlig käsige deutsch-amerikanische Slasher. Ich konnte es eben übrigens kaum glauben, als ich gelesen habe, dass James McAvoy (!) da mitspielte. Ich kann mich nur noch daran erinnern, dass da jemand auf einer Rutsche mit einer Machete abgemurkst wurde. Das fand ich geil. ;)

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Und wie schon im letzten Jahr freue ich mich, dass Mr. Hankey, der einzig wahre Weihnachtsfetischist, zur Adventszeit seine Fernsehtipps beisteuert:

Montag, 24.11.2008

20:15 Uhr – Meine schöne Bescherung (Premiere 1)

Die deutsche Weihnachtskomödie vom letzten Jahr um eine Frau, die all ihre Ex-Männer zum Weihnachtsfest einlädt, will frech, unkonventionell und zynisch sein, ist aber nur platt, peinlich und so gut wie überhaupt nicht komisch. Zudem furchtbar gespielt! Selbst Weihnachtshasser bleiben da kalt!

Freitag, 28.11.2008

20:15 Uhr - Schöne Bescherung (RTL2)

Alle Jahre kommt das Christuskind... in Form von Clark Griswold und seiner verrückten Familie und bringt hysterisches Gelächter in die Stuben der amüsierten Zuschauer, egal ob Weihnachtshasser oder -liebhaber. Wie jedes Jahr (mindestens 3-5 Mal) bei RTL II. Schön, wenn man wenigstens einen sicheren Quotenrenner pro Jahr hat!

20:15 Uhr – Barbie in: Eine Weihnachtsgeschichte (S-RTL)

90 Minuten Werbung für das vielleicht hässlichste Kinderspielzeug aller Zeiten. Zum Kotzen, dass das Weihnachtsfest nicht einmal vor solch üblen Marketingmachenschaften großer Spielzeugfirmen verschont bleibt! Sinn von Weihnachten verkannt! Setzen 6!

20:15 Uhr – Black Christmas (Premiere 1)

Das Remake zum wegweisenden Original "Black Christmas" von 1974 ist zwar inhaltlich grottendoof, dabei aber dennoch recht unterhaltsam, hübsch photografiert und ziemlich makaber geraten. Weihnachtshasser schalten ein, Slasherfans sowieso!


Kommentare:

  1. Ich kann mich nur noch daran erinnern, dass da jemand auf einer Rutsche mit einer Machete abgemurkst wurde. Das fand ich geil. ;)

    Oh ja, die beste Szene dieses Murkses. Aber jender, der da abgemurkst wird, ist nicht McAvoy, oder?

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  2. Ich könnte eine Menge zu den TV-Tipps sagen, momentan schwirrt mir aber nur eines durch den Kopf:

    Her mit den PeterJacksonHass-Lyrics! *lol*

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  3. Wenn du das nächste Mal in Berlin bist, kann ich dir auch gleich den Song in die Hand drücken. :D

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  4. Wir wollen die .mp3 ;)

    btw: Könntes Du im Blogroll meinen Link mal bitte aktualisieren, der ist leider veraltet und führt ins Leere :)

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  5. Danke :)

    Wir wollen trotzdem noch die .mp3 von dem Song :D

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  6. M. Milling23/11/08 00:24

    Alien

    Die meisten Regisseure wären froh auch nur ein stilprägendes Meisterwerk wie dieses zu schaffen.
    Ridley Scott schaffte dieses Kunststück gleich zweimal (bevor er im Sumpf Hollywoods versank).

    Kill Bill Vol.1

    Ich saß damals mit einem Dauergrinsen vor diesem orgiastischen Zitatkino, dieser kongenialen Übertragung der ästhetisierten Gewalt, der ausgefeilten Optik, der (überwiegend) asiatischen Vorbilder. Die Simplizität der Handlung, die comicreliefartige Charakterzeichnung, wird gekonnt durch die sichtlich gutgelaunte Darstellerriege aufgefangen. Insgesamt ist dies ein Musterbeispiel für „Style-Over-Substance“ (in diesem Fall ist diese Brandmarke aber durchaus positiv zu verstehen).
    Bei der erneuten Betrachtung auf DVD bemerkte ich jedoch schon deutliche Abnutzungserscheinungen, genauer, das Fehlen eines tiefgründigeren Plots verringerte deutlich das Sehvergnügen und die Motivation für weitere Sichtungen.

    Fellinis Casanova

    Ein Fellini den ich noch nicht kenne. Es wird wohl Zeit diese Lücke zu schließen.

    Der Herr der Ringe: Die Gefährten

    Im Kino war ich schon begeistert, die Extended-Fassung steigerte diese Euphorie noch einmal deutlich. Seit dem hat mich kein großer Blockbuster mehr so mitgerissen, fasst fühlte ich mich wieder wie der kleine Junge der bei „Cap und Capper“ feuchte Augen bekam. Diese (fast) uneingeschränkte Verehrung kühlte sich aber mit den nächsten beiden Teilen der Trilogie schon wieder merklich ab. So enttäuschten mich die Türme und der König zwar nicht vollkommen, konnten aber nicht mehr diese kindliche Begeisterung in mir entfachen. Das könnte aber auch an der literarischen Vorlage gelegen haben, bei der ich schon den ersten magischen Abschnitt favorisiert hatte. Irgendwie hinterlässt die Kriegsrhetorik im weiteren Verlauf der Erzählung, die mir zu simple Aufteilung von Gut und Böse, bei mir einen irritierenden Beigeschmack.

    Aguirre, der Zorn Gottes

    Ja, Herzog ist ein spezieller Fall, ist er jetzt ein Scharlatan, ein "Genie", ein durchgeknallter Irrer? Ich fand seine Urwaldfieberträume zumindest stets interessant in ihrer bizarren Bedingungslosigkeit. Und Kinski als Godfather des Overacting lässt sich ohnehin nicht mit den Maßstäben irdischer Schauspieler messen. ;-)

    Zitat von Christian Bale am Set von "Rescue Dawn": “I’m not going to fucking die for you, Werner!”

    Viele Grüße

    Marald

    PS 1.0
    Melde Plansollerfüllung:
    “Berlin Alexanderplatz” soeben erfolgreich bewältigt - welch Monstrum von einem Fernsehfilm - morbide Stimmung - Finsternis ohne Maß - Darsteller wunderbar - Epilog jedoch deutlich gealtert und zu verkopft – insgesamt aber viel besser als erwartet!

    PS 2.0
    Wir wollen die MP3-Datei!!! ;-D

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  7. TV-Serien sind meist auch Zeitverschwendung. Aber hin und wieder gibt es doch wirklich geniale Serien wie Sopranos oder Six Feet Under.
    Von Dexter habe ich nur die ersten 3 oder 4 Folgen gesehen und fands grundsätzlich interessant, aber etwas fad. Das mit den Startschwierigkeiten scheint mich doch wieder zum schauen zu überreden.

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  8. Ehrlich gesagt wundert mich deine Begeisterung für Fellinis Casanova. Imo verkörpert der Film genau jene Attribute, die du den Kubrick-Filmen so gerne vorwirfst. In meiner Review (weiß ja nicht ob du die gelesen hast) habe ich bereits versucht darzulegen, warum ich nicht warm geworden bin mit diesem Fellini-Werk. Hat bei mir trotzdem noch 07/10 bekommen, aber mir hat fast jeder andere seiner Filme wesentlich besser gefallen...

    Sutherland ist dennoch großartig, auch wenn ich lieber Mastroianni in der Rolle gesehen hätte...

    COPFKILLER (der echte)

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  9. Was sind denn Kugel-Kadrierungen? Ich kenne zwar den Begriff "Kadrierung", aber unter einer Kugel-Kadrierung kann ich mir beim besten Willen nichts vorstellen...

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  10. Ich werd den song mal irgendwo hochladen und den Link hier posten!

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  11. @Marald:

    Die meisten Regisseure wären froh auch nur ein stilprägendes Meisterwerk wie dieses zu schaffen.
    Ridley Scott schaffte dieses Kunststück gleich zweimal (bevor er im Sumpf Hollywoods versank).


    Bzw. bevor Ridley Scott eben Ridley Scott wurde – ambitioniert, effizient und very important.

    Bei der erneuten Betrachtung auf DVD bemerkte ich jedoch schon deutliche Abnutzungserscheinungen, genauer, das Fehlen eines tiefgründigeren Plots verringerte deutlich das Sehvergnügen und die Motivation für weitere Sichtungen.

    Ah, The Return of the Plot. Das scheint dir ja schon immer sehr wichtig. ;)

    (mir übrigens auch, remember my Erzählkino-Fetisch, aber McK würde jetzt sofort wieder intervenieren, warum und wieso alles plot driven und so sein muss (womit er natürlich Recht hat^^).

    Irgendwie hinterlässt die Kriegsrhetorik im weiteren Verlauf der Erzählung, die mir zu simple Aufteilung von Gut und Böse, bei mir einen irritierenden Beigeschmack.

    Kriegsrhetorik … das ist ein schönes Wort. Das würde ich sofort gelten lassen in Verbindung mit schlechten Worten über LOTR (stattdessen bemühen die Gegner ja nur meist entweder den Uralt-Rassismusvorwurf oder die nicht nachweisbare vermeintliche Seelenlosigkeit der Umsetzung)!

    Ja, Herzog ist ein spezieller Fall, ist er jetzt ein Scharlatan, ein "Genie", ein durchgeknallter Irrer?

    Er ist ein Langweiler. So einer von diesen Neo-Spiritualisten, der sich in Wälder flüchten, um sich ihrer Existenz durch Grenzerfahrungen versichern zu können. Seine Kinski-Filme haben deshalb auch alle so etwas peinlich Archaisches, urtypisch-männliches und wirken einfach nur verkrampft/unfreiwllig komisch/p.. Die Filme handeln irgendwie von Dingen, die von mir gar nicht weiter entfernt sein könnten. Und ich sehe auch keinen Grund, mich ihnen zu nähern.

    @Arno-Nym:

    SIX FEET UNDER ist natürlich über jeden Zweifel erhaben. Das war schon kein Fernsehen mehr. Wie gesagt, die Startschwierigkeiten bei DEXTER lösen sich ab etwa der 6. oder 7. Folge.

    @COPFKILLER (der echte):

    Imo verkörpert der Film genau jene Attribute, die du den Kubrick-Filmen so gerne vorwirfst.

    Die da wären?

    In meiner Review (weiß ja nicht ob du die gelesen hast)

    Nope, habe ich nicht. Werde ich aber mal machen. Mich würden nur mal die Attribute interessieren, ich wüsste nämlich gerade selber nicht, welche das sein sollten.

    @Jochen:

    Blei, Kanonenfutter, Munition, Geschütz, Bumm-Bumm. Weißt du? ;)

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  12. @Basti:

    Klar, mach mal. Ich schalte den Kommentar dann frei. ;)

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  13. Och Herr Vega, immer druff auf die kleinen leckeren vor Ironie und Darstellerspaß strotzenden Filme, die niemanden etwas tun? Naja, Dead End ist nun wirklich nicht so wichtig, daß ich ihn hier großartig verteidigen würde. Reicht ja wenn ich weiß, daß Du da übers Ziel hinausgeschossen bist.;)

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  14. Der Film gilt als Geheimtipp und das wollte ich eben nur dementiert wissen. ;)

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  15. Mindfucker sind doch alle Geheimtipps, spätestens seit Lenzis Großangriff der Zombies.;)

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  16. Jetzt fängt er wieder mit den Mindfuck-Filmen an... ;)

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  17. Ich finde die halt albern. Ich will Tatsachen.:D

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  18. Ich weiß eben nur bis heute nicht so wirklich, was du damit eigentlich meinst, denn bislang würde ich da keines deiner Beispiele (aus der Vergangenheit, SIXTH SENSE etc.) zuordnen. ;)

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  19. Mr. Hankey23/11/08 15:07

    Nicht einmal der Film selbst, weshalb er immer wieder zur Seite ausschert, um 80 uninspirierte Minuten zu füllen.

    Kann ich nur bestätigen. Fand den Film zwar unterm Strich dennoch nicht sooo schlimm, aber was alle so toll daran finden ist mir trotzdem schleierhaft!

    Im Vergleich zu "Heat" und "Collateral" schien mir der einfach schwach inszeniert.

    Immer noch einer der Diskussionspole zwischen 10/10-Udo und mir. Was ein lahmer Film, der nur aufgrund seines Aussehens knapp ins Mittelfeld gerät. "Collateral" war klasse, der von Dir IMO unterschätzte "Blutmond" ebenfalls, aber das hier? Na ja!

    Tarantinos Einladung, in ein grenzenloses Zitatenuniversum miteinbezogen zu werden, war selten so attraktiv wie in "Kill Bill".

    Erst vor kurzem wieder gesehen, und nichts da von wegen Abnutzungserscheinungen Hr. Milling! Ist glaube auch beim 100 Mal super anzusehen! Die Story sollte gar nicht dicker und tiefgründiger sein, würe hier IMO nur schädlich sein!

    Dafür, dass ich TV-Serien in der Regel als Zeitverschwendung begreife, finde ich "Dexter" tatsächlich überraschend unterhaltsam und komisch.

    Ich persönlich kann die Startschwierigkeiten nicht ganz nachvollziehen, fand das Teil schon ab Folge 1 ziemlich klasse! Aber es stimmt, die Serie wird von Folge zu Folge immer besser. Und Serien kann man heutzutage nur noch selten als "Zeitverschwendung" bezeichnen. Momantan gucke ich "Terminator", "Dirty Sexy Money" (Peter Krause), "Medium", "Dexter" und täglich "In Treatment" und allesamt sind die Serien hoch angesiedelt. Finde das es in der Serienlandschaft maximal zu SFU und Sopranos-Zeiten besser war als jetzt! :-)

    Nicht der mit der Schneider, sondern der völlig käsige deutsch-amerikanische Slasher.

    Einer der schnarchigsten Slasher überhaupt. Damals im Kino saßen auser meinem Kumpel und mir nur noch ein Rentner-Ehepaar (!!!) mit im Saal. Die waren begeistert! Verkehrte Welt! ;-)

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  20. Nee, also so viele Serien würde ich niemals gucken. Allein was man stattdessen rein quantitativ an Filmen schaffen würde... Zumal das groß an Fernsehserien eben immer noch nur Fernsehen ist, sprich nach den selben Mustern funktioniert, also mir einfach zu unfilmisch erscheint. SFU bzw. HBO war da schon eine enorme Ausnahme. Selbst DEXTER, so toll ich es finde, kann bestenfalls ein besserer Zeitvertreib ZWISCHEN Filmen sein.

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  21. Nee, also so viele Serien würde ich niemals gucken. Allein was man stattdessen rein quantitativ an Filmen schaffen würde... Zumal das groß an Fernsehserien eben immer noch nur Fernsehen ist, sprich nach den selben Mustern funktioniert, also mir einfach zu unfilmisch erscheint.

    Absolute Zustimmung!

    Hätte gerne einen Kommentar zu "Werner - Beinhart!" gelesen. Scheinst den ja nicht wirklich zu mögen. ;)

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  22. Mr. Hankey23/11/08 16:07

    Na ja, ist halt Einstellungssache. Aber "Dirty Sexy Money" solltest Du dir wirklich nicht entgehen lassen, wenns im Free-TV läuft! ;)

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  23. @ Rajko (kein Vincent mehr?)

    Bzw. bevor Ridley Scott eben Ridley Scott wurde – ambitioniert, effizient und very important.

    Hollywood korrumpiert, und das umso mehr je eitler und selbstgefälliger eine Persönlichkeit ist!

    Er ist ein Langweiler. So einer von diesen Neo-Spiritualisten, der sich in Wälder flüchten, um sich ihrer Existenz durch Grenzerfahrungen versichern zu können.

    Neo-Spiritualist - schön gesagt! Hast du mal eine seiner schrecklich esoterisch aufgeblähten Dokumentationen gesehen (z.B. Das Rad der Zeit)?
    :-P

    Ich denke, dass Herzog keine Ahnung hatte, was er da eigentlich tat, sondern einfach die Kamera drauf hielt, was die Natur so vor die Linse trieb. Als Waldmensch empfinde ich die von ihm eingefangenen Urwaldimpressionen aber als durchaus meditativ, wenn die störend im Vordergrund agierenden Laienschauspieler nur nicht wären...
    Mein Urteil fällt also insgesamt nicht ganz so vernichtend aus wie deins!

    Im Übrigen kann ich dich in deinem Erzählkinofetisch nur unterstützen.
    Kunst darf und soll jede Konvention durchbrechen, doch jeder Ausbruch hat seine Konsequenzen. In der Literatur, im Theater, im Film bieten nichtlineare, die Substanz des Mediums zersplitternde Ausdrucksformen, interessante Kontrapunkte, letztendlich haben diese Experimente aber nur selten bestand, nutzen sich schnell in ihrer Revolte ab. Irgendwann sind alle Tabus gebrochen und jede Konvention wurde ad absurdum geführt, es bleibt dann nur noch die Rückkehr zum Anfang (um dann erneut daraus hervorzubrechen).
    Ich erinnere hier z.B. an den Dadaismus, den anarchischen Ausbruch der Literatur (Kurt Schwitters)am Anfang des 20. Jahrhundert. Schon nach wenigen Jahren viel diese zunächst so vital scheinende Revolte (genau so wie der Expressionismus) in sich zusammen (zu Recht) und konventionellere linearere Literatur führte erneut den Zeitgeist an. Ganz ähnliches gilt für das Medium des Films.

    Ein Beispiel für das was ich unter großem Erzählkino (jenseits von Spielberg) verstehe ist Luchino Visconti.
    Letztens erst bewunderte ich wieder "Tod in Venedig". Ein dialogarmer, durch die Kraft der Bilder wirkender Film. Hier wird der Plot allein durch Blicke, Gesten und die morbide Musik Mahlers vorangetrieben. Das ist ein Meisterwerk des rein filmischen Erzählens und nicht "Barry Lyndon", der dagegen regelrecht grob und unbeholfen wirkt. Visconti ist ein großer Erzähler des Kinos und das fast ganz ohne Worte!

    Viele Grüße

    M.

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  24. oh den MIAMI VICE von mann mochte ich wirklich. nicht nur seiner stylishen optik wegen.

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  25. Du müsstest doch eigentlich selbst wissen, was du den Kubrick-Filmen vorwirfst!? Aber ich versuch es mal: Eitel, aufgeblasen, kalt, starr und ohne Nähe zu den Figuren.

    Versteh mich nicht falsch: Ich mag Fellini und selbst seinen imo gescheiterten CASANOVA kann ich noch viel gutes abgewinnen. Wie man aber BARRY LYNDON nicht mögen kann und gleichzeitig diesen überaus kalten Film erschließt sich mir nicht wirklich.

    Fellini entfesselt einen pompösen Bilderrausch und auch Sutherland ist brillant, dennoch dringt die pure Verachtung des Regisseurs gegenüber Casanova deutlich durch und versperrt dem Zuschauer imo den Zugang zum Film.

    Fellini begreift Casanova nicht als ambivalenten Charakter, benutzt ihn eher zur Sezierung einer ganzen Epoche. Das hat Kubrick in BARRY LYNDON besser hinbekommen, vor allem weil die Tragik der Hauptfigur dort weitaus besser hervorgehoben wird und Barry im Gegensatz zu Casanova nicht nur als Modell funktioniert.

    Habe mir jetzt extra für deinen Blog ein Google-Konto eingerichtet.
    Bin jetzt hier The Good Old Rebel.

    Gruß, COPFKILLER

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  26. Wieso Archaik generell negativ konnotiert ist, erschliesst sich mir leider nicht. Gerade die Herzog Kinskis Fitzcaraldo, Cobra Verde und Aguirre gehen natürlich auch als astreine Abenteuerfilme durch und natürlich spielt er mit Kinskis Ego und führt das auch immer wieder ad absurdum.

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  27. @Anonym:

    Hätte gerne einen Kommentar zu "Werner - Beinhart!" gelesen. Scheinst den ja nicht wirklich zu mögen. ;)

    Ja, den finde ich einfach nur schrecklich. Ich kann da keine Spur drüber lachen und finde es nur nervtötend, absolut nervtötend.

    @Marald:

    Schöner Exkurs, sehr nachvollziehbar, insgesamt vielleicht nur deshalb strittig, als Rückschlüsse auf Sinn oder Unsinn filmischer Epochen auf Grundlage des massenkulturellen Rezeptionsverhaltens sicher, nun ja, eben strittig sind. Allerdings scheint bei deinen Ausführungen auch ein gewisses "modifiziertes" Verständnis von Erzähl(kino-)form durch, dem ich zustimmen möchte. Ein durch "Blicke, Gesten und die morbide Musik" initiiertes/evoziertes Erzählverhalten ist letztlich natürlich auch Plot-Generierung, insofern sind wir wohl Erzähl-Fetischisten, die sich eben nur nicht auf tradiertes Storytelling berufen.

    Die ganzen Dokus von Herzog habe ich mir geschenkt. Einzig der GRIZZLY reizt mich.

    @Copfi:

    Ich setze CASANOVA jetzt mal nicht in Beziehung zu BARRY LYNDON.

    Was du als kalt empfunden hast, hat mir erst den Zugang zur Kälte Casanovas ermöglicht. Fellinis Film ist ja eigentlich nur die barocke Ausgabe von LA DOLCE VITA, und Casanova eine zutiefst traurige Figur, die über eine ausgeprägte Sozialstörung verfügt und unter ihrer emotionalen Unfähigkeit leidet. Dass Fellini erstaunlicherweise nicht in Sentimentalitäten verfällt, ist gerade das Außerordentliche. Und dass der Zugang zum Zuschauer versperrt würde, kann ich nicht bestätigen. So ist der goldene Vogel ja durchaus als witziger, permanenter Hinweis in Richtung des Publikums zu verstehen. Nee, also ich fand den schon toll. Muss den aber auch mal wieder sehen.

    Schön, das mit dem Google-Account. ;)

    @jmk:

    Ich habe nicht per se etwas gegen archaische Stoffe, ich schrieb deshalb ja auch, die Kinski-Filme hätten alle etwas "peinlich Archaisches". Wobei man archaisches Material natürlich nicht unbedingt archaisch inszenieren muss… hm, das Wort erscheint mir gerade irgendwie komisch, wenn ich es so oft schreibe.

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  28. M. Milling24/11/08 11:23

    @ Rajko

    Schöner Exkurs, sehr nachvollziehbar, insgesamt vielleicht nur deshalb strittig, als Rückschlüsse auf Sinn oder Unsinn filmischer Epochen auf Grundlage des massenkulturellen Rezeptionsverhaltens sicher, nun ja, eben strittig sind.

    Tja, das kommt dabei heraus wenn ein Autodidakt mit seinem Inselwissen übers argumentative Drahtseil balanciert. Es ist, ich gebe es zu, schon ziemlich vermessen von mir mit meinem im Selbststudium angeeigneten Halbwissen die Kunst- bzw. die Filmgeschichte analysieren zu wollen. Wenn man aber bedenkt wie viele selbsternannte Kinoexperten über die Filmkunst daherschwafeln, fällt ein prätentiöser Dummschwätzer mehr oder weniger nicht weiter auf. ;-P

    Ich bin aber durchaus der Auffassung, dass sich auch triviales Popcornkino an den Konventionen der "hohen" Kunst messen lassen muss. Insbesondere in der Art und Weise ihrer Präsentation und formalen Umsetzung (weniger über den thematische Inhalt). Die strikte Trennung von U und E in der Kunst, ein vor allem westliches (speziell europäisches/deutsches?) Konzept, halte ich ohnehin für äußerst fragwürdig. Beispiele für auf formaler Ebene hochwertige Unterhaltung sind z.B. Spielbergs Indiana Jones (die ersten drei Teile!), die Star-Wars-Saga oder die HDR-Trilogie. Künstlerische Qualität und Massenkompatibilität müssen kein Widerspruch sein. Der Hinweis vieler Kinogänger, dass der Film XY pure Unterhaltung sei und deshalb nicht die selben Qualitätsmerkmale gelten würden wie bei einem Film von Visconti, lasse ich deshalb nicht gelten! Umgekehrt gilt natürlich das Selbe, ein Film der den Anspruch erhebt ein großes Kunstwerk der Filmgeschichte zu sein, muss sein Publikum ebenfalls (wenn auch auf anderer Ebene) unterhalten. Was jeder einzelne Kinogänger als unterhaltsam empfindet, ist natürlich individuell sehr verschieden. ;-)

    Viele Grüße

    M.

    PS
    "Grizzly Man" fand ich durchaus unterhaltsam. Herzogs manipulatives Konzept der "ekstatischen Wirklichkeit" tritt hier zum Glück hinter das exzentrische Ego Treadwells zurück.
    Eine Reise in die Seele einer gescheiterten Existenz, die auf ihrer Zivilisationsflucht, dank hoffnungslos romantischem Naturverständnis, zu Grunde geht (Hungrige Bären können ziemlich unangenehme Therapeuten sein!). Die Doku ähnelt thematisch dadurch stark Sean Penns "Into the Wild".
    Kein Wunder dass Herzog diese Geschichte interessierte!

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  29. Ja, Herzog ist ein spezieller Fall, ist er jetzt ein Scharlatan, ein "Genie", ein durchgeknallter Irrer?

    Scharlatan, ganz eindeutig. Misanthropie-Wolf im Humanisten-Schafspelz. Ganz übel, geradezu impertinent. Oder doch eher pestilent.

    Und Kinski als Godfather des Overacting lässt sich ohnehin nicht mit den Maßstäben irdischer Schauspieler messen. ;-)

    Du kennst Kinski nicht wirklich, das merkt man. Meine Film-Empfehlungen: "Das Gesicht im Dunkeln" und "Nachtblende", meine Buchempfehlung: "Ich brauche Liebe", seine Biographie. Zwischen Typecasting und kostspieliger Dekadenz musste es Kinski ja so ergehen, wie es ihm letztlich ergangen ist. Der Ärmste. Over-Actor. Psychopath. Sex-Maniac. Aber nie Charakterdarsteller.
    Das glauben zumindest die Leute.

    (mir übrigens auch, remember my Erzählkino-Fetisch, aber McK würde jetzt sofort wieder intervenieren, warum und wieso alles plot driven und so sein muss (womit er natürlich Recht hat^^).

    Der interveniert auch. Ich gehe mal davon aus, dass die letzte Klammer nur eins deiner üblichen Essiggürkchen ist. Je wichtiger einem ein Plot ist, desto dominanter ist der Unterhaltungs- und desto niedriger meist auch der Rezeptions-Anspruch an Film als Kunst (aus Ermüdung werde ich nicht variieren und einen verwandten Begriff einsetzen, nur um nicht repetetiv zu wirken). Unterhaltungsansprüche resultieren eben meist in Konsum und degradieren die Kunst zur Ware. Wenn ich bei WANTED im Kino abfeiere, ist das etwas anderes, als wenn ein McClane (ach, der fand ihn ja nicht so dolle, stimmt^^) das tut - weil ich auch anders kann, der nicht. Ätsch.
    Da du das alles ja selbst auch weißt (dieser Marald scheint mir ein hoffnungslos einkandiertes Früchtchen ohne großartig ausbaufähiges Prätentionspotenzial zu sein), ist deine Ignoranz dieser harten, elitären Fakten eine sehr betrübliche Selbstrestriktion. Schade. Wo du doch schon so oft Tagesausflüge nach Bamako machst und danach aufregende Reiseberichte (mit Quellenangaben) verfasst.

    Regel Nr. 1:

    Der Plot ist scheißegal.

    Regel Nr. 2:

    Es gibt keine langweiligen Filme, nur uninteressante.

    Regel Nr. 3:

    Wer glaubt, das Unterhaltungswert und Plot in unmittelbarer Symbiose leben und das mit größtmöglicher Selbstverständlichkeit in jeder Kritik verkündet (nicht du, Rajko - aber schon auch), irrt.

    Regel Nr. 4:

    Eine 10minütige statische Einstellung von einem Mann, der an seinem Küchentisch sitzt, kann aus einer weniger sensationalistischen und aufmerksameren Perspektive heraus voll der Actioner sein.

    Regel Nr. 5:

    "All you need to make a movie is a girl and a gun" (Sam Fuller)

    Amen.

    oder die nicht nachweisbare vermeintliche Seelenlosigkeit der Umsetzung)!

    Beweis mir das Gegenteil.

    Im übrigen ist nur der Film seelenlos, sein Regisseur ist eine einzige große Seele, soweit waren wir doch schon - dachte ich zumindest. Und auch soweit, dass KING KONG sowieso viel besser und interessanter ist als die Gothic-Metal-Emopunk-Homoelfen-Royo-Mega-CGI-Grünfilter-Prätention .

    Die Filme handeln irgendwie von Dingen, die von mir gar nicht weiter entfernt sein könnten. Und ich sehe auch keinen Grund, mich ihnen zu nähern.

    Wenn ich das bei Herzog nicht so gut verstehen könnte, würde ich dich nochmals mit seiner spitzen Nase auf deine cinefaschistische Selektionsrampe stoßen und dir erklären, warum es total assig ist, einem Film / Regisseur einfach so die Auseinandersetzung zu verweigern. Glaubst du es macht mir Spaß, Godard-Filme zu gucken?
    Aber wenn ich es nicht tun würde, hätte ich nicht einmal das Recht, über ihn zu lästern. Und das will ich mir nun doch nicht nehmen lassen. Du stiehlst es dir eben als Freibeuter. Eine gute Freundin von mir, die inzwischen zum Iran konvertiert ist und mit einem Kopftuch umhertrippelt, meinte einst (vor dem Kopftuch): "Dreistigkeit erleichtert das Leben?" Nich war, Keule, so is dat!

    Letztens erst bewunderte ich wieder "Tod in Venedig". Ein dialogarmer, durch die Kraft der Bilder wirkender Film. Hier wird der Plot allein durch Blicke, Gesten und die morbide Musik Mahlers vorangetrieben. Das ist ein Meisterwerk des rein filmischen Erzählens und nicht "Barry Lyndon", der dagegen regelrecht grob und unbeholfen wirkt. Visconti ist ein großer Erzähler des Kinos und das fast ganz ohne Worte!

    Ungeachtet meiner Hochachtung vor Visconti (abgesehen von dem filmischen Portwein-Schwips LUDWIG II) und besonders vor dem Tod in Venedig muss ich nun doch zur Flasche greifen. Ausgerechnet Visconti im gleichen Atemzug preisen, in dem man erneut auf Kubrick und obendrein noch BARRY LYNDON (ein Ausbund an filmischer Komplexität, Sublimität, Subtilität, an Facettenreichtum, Spiritualität, moralischem Diskurs usw. und so fort) einschlägt? Das ist zuviel des Paradoxen und Oberflächlichen, ich überlasse Euch wieder eurer gänzlich uneitlen Selbstzufriedenheit, teurer Marald, Ihr seid mir zu steinern.

    Trennt lieber weiterhin Konvention und Transgression, dass sich dazwischen auch ja keine Grauzonen auftun, die dem Massengeschmack als Konsumverhalten entlarven könnten und die Transgression (was auch immer Ihr darunter versteht) als verzweifelten Versuch, auch der benachteiligten Kunstform Film ihre Individualität zu erhalten.

    @ Copfkiller:

    Ausnahmsweise hat Rajko zu CASANOVA etwas ganz und gar vernünftiges geschrieben, dass ich voll und ganz unterschreiben würde. Fellini verachtet "seinen" Casanova nicht, er geißelt sich eher schon selbst durch die Figur hindurch (die nicht umsonst von Frauen umgeben ist, die man in früheren Fellinis als typische "Fellini-Traum-Überfrauen" bezeichnet hätte - hier aber im bösen). Mehr oder weniger ist das schon einer der besten Filme über die Leiden, die uns Männern unser beängstigender Sexualtrieb so bereitet.

    Das hat Kubrick in BARRY LYNDON besser hinbekommen, vor allem weil die Tragik der Hauptfigur dort weitaus besser hervorgehoben wird und Barry im Gegensatz zu Casanova nicht nur als Modell funktioniert.

    An und für sich schon richtig, nur liegen die Herangehensweisen von Kubrick und Fellini für einen solchen Vergleich viel zu weit auseinander. CASANOVA ist ein abstraktes Psychogramm mit Ausschmückungen, BARRY LYNDON ein Melodram auf drei Erzählebenen. Wenn man mit der Genre-Schusterei anfangen will.

    McKenzie,
    völlig konsterniert über den Plot-Fetischismus der selbsternannten anspruchsvollen Mainstreamgucker und amüsiert über Maralds wiederholte Selbsttaufe zum Waldmenschen, dessen er nicht der einzige in diesem Blog ist.


    @ Rajko:

    Du darfst mich durchficken wie du willst, in jede Öffnung. Aber nenne mich, den stolzen Franken, nie wieder einen Bayern, sonst droht dir der lange, statische Prätentionstod.

    Und warum bekennst du namentlich plötzlich Farbe? Willst du ehrlich werden? Das lass mal lieber sein, einmal Vega, immer Vega.

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  30. Werter Marald,

    nun mal nicht so tief stapeln. Schließlich bist du hier als „Autodidakt mit […] Inselwissen“ zwischen mir (dem partiellen SoWi-Studenten) und McKenzie (dem bayrischen Holzfäller) in guter Gesellschaft. ;)

    Was jeder einzelne Kinogänger als unterhaltsam empfindet, ist natürlich individuell sehr verschieden.

    Was letztlich nur die Strukturlosigkeit der Filmrezeption beschreibt und die starren Diskussionen um Unterhaltungskino, sogenannte No-Brainer und Popcornfilme etc., ad absurdum führt.

    Deshalb auch: Ach Gott McK,

    du legst hier aber auch gern den Herzog-Schafspelz-Gang ein – oder wie soll ich mir erklären, dass deine sonst so sanftmütig-prätentiöse Bescheidenheit plötzlich einer drastischen Pseudo-Kampfansage gewichen ist, die uralte, nein, archaische ;), Streitfragen erneut aufwirft, nur um etwas Gepolter rechtfertigen (und dem neuen Fanpulk zuwinken) zu können.

    Wir hatten diesen leidigen Komplex um narratives Kino doch längst beendet, und wenn du meine Antwort an Marald oben sorgfältig gelesen hättest, wäre dir vielleicht auch nicht die vorsichtige Erkenntnis entgangen, dass ich eine „10minütige statische Einstellung von einem Mann, der an seinem Küchentisch sitzt“ durchaus nicht als per se un-erzählerisch verstehen würde. Deine Polemik in allen Ehren, aber sie muss schon sitzen – deshalb kannst du dir die alte Chose vom Plot-Vega, der sich Billy Wilders Drehbuchsätze ans Schlafkissen getackert hat, gleich wieder in dein haariges Hinterteil einführen. ;)

    Muss ich hier wirklich erst eine Angela Schanelec-Lobhudelei hinpflanzen? Zugeben, dass mich die Cremaster-Filme kürzlich prätentionsmäßig gefährlich geflasht haben? Mich nach GERRY auch noch von den Teenie-Essay-Eskapaden Van Sants einlullen lassen? Das ist es doch, was du eigentlich willst!

    Beweis mir das Gegenteil.

    Wieso muss ich einen Beweis für die Negation der völlig unhaltbaren, weil kunstfremden Abwatschung eines Films mit dem herrlich persönlichen wie diskussionsunwürdigen Attribut „seelenlos“ liefern? Als wenn es dabei noch um Beweisführung ginge – oder wie begründest du die beachtliche Erkenntnis, Jacksons LOTR-Filme hätten keine Seele?

    Ausgerechnet KING KONG ausspielend ins Feld zu führen, ist da besonders unklug, weil gerade die „Seele“, oder vielleicht eher: das Gemisch aus sentimental favourite und nerdiger Fanboy-Nostalgie, Jackson die Sicht aufs Wesentliche verstellt und aus der Neuadaption einen BAMBI 2000 generiert hat.

    Und du bleibst ein Bayer, als würde mich der alberne Provinzdisput innerhalb eures Freistaats kümmern. ;)

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  31. @McKenzie:
    Fellini hat sich persönlich zur historischen Figur Casanova geäußert und ihn als stronzo bezeichnet - was das heißt kannst du gerne mal googeln. Außerdem verglich er ihn mit Pinocchio, mit dem Unterschied, das aus ihm nie ein Mensch geworden ist. Casanova ist für ihn eine Puppe geblieben, gefangen innerhalb der Begierde und daher innerlich ausgebrannt, seinen infantilen Trieben erlegen. Wie gesagt funktioniert das als Modell, als FELLINIS Casanova ziemlich gut. Wie Vega schon richtig sagte ist das Ganze ja nur eine weitere DOLCE VITA-Version im barocken Setting. Mit ist das einfach zu wenig, zu kurz gegriffen und zu simpel. Casanovas Leben und Memoiren interessierten den regisseur nicht und daher bleiben viele facetten der Persönlichkeit einfach ungenutzt. Ich bleibe dabei, fellini empfindet nicht viel mehr als kalte Verachtung für seine Figur.

    Deshalb mein Wunsch, Mastroianni in der Rolle zu sehen. Nicht, das ich Sutherland seine hervorragende Leistung absprechen möchte - mir gefällt dieser recht eindimensionale und wenig sinnliche Casanova einfach nicht.

    @Mr. VV:

    Fellinis pittoresker Humor rettet den Film, relativiert aber nicht die blanke Verachtung gegenüber der Hauptfigur. Trotz aller visuellen Ausdrucksstärke bleibt Fellinis Casanova für mich ein Fremder. deshalb mein Vergleich zu Barry Lyndon, der als Figur keineswegs so mechanisch und starr bleibt. Kubrick gewährt tiefen Einblick in die Seele seines Protagonisten, während Fellini außen vor bleibt und sich primär auf Gesellschaftskritik verlässt, die in Kubricks Epos von ganz alleine entsteht. Die Geschichte von Barry entsteht rein aus dessen Charakter, die von Casanova wird ausschließlich genutzt als Sittenbild.

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  32. Jo, werter Jacksonhass-Sänger, den Song hole ich mir dann beizeiten wirklich mal ab.

    Zum weiteren Diskussionsverlauf sage ich nix, das is' mir alles zu schwul. :)

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  33. @ Rajko:

    Ich weiß, ich weiß, Süßer.

    Eigentlich hat sich mein Posting auch eher an den lieben Marald gerichtet, dessen gewaltige Aussagen mich ganz weiß werden lassen um die Nasenspitze. Provokation hin oder her, du weißt ja, meine Schmerzgrenze ist nach wie vor zu niedrig.

    @ Copfkiller:

    stronzo = dumm, Grundwissen für einen Verehrer des italienischen Kinos^^

    Aus Fellinis Aussagen geht aber m. E. immer noch keine Verachtung für die Figur hervor - wie ich schon schrieb und wie auch allgemein als eine Art Fakt anerkannt (wofür man sich natürlich nicht unbedingt etwas kaufen kann) ist Fellinis Casanova für ihn auch eine Art Medium, durch das er die eigene Sexualität reflektiert und die ihm zum Anlass dient, ein explizit italienisches Sittengemälde zu entwerfen. Es gibt in allen Fellin-Filmen kaum eine tragischere, anrührendere Szene wie jene, in der Donald Sutherland gegen Ende langsam durch den leeren, im kühlen Dämmerlicht liegenden Ballsaal geht. Ich kann dich da beim besten Willen nicht verstehen. Natürlich, gemessen an Fellinis übrigem Werk ist CASANOVA in dieser Hinsicht ein Extrem doch ein tendenzieller Zynismus gegenüber seinen Charakteren durchzieht doch das gesamte (nicht nur, aber vor allem spätere) Fellinische Werk, besonders SATYRICON und CITTÀ DELLE DONNE sind in dieser Hinsicht sehr herausstechend und müssten theoretisch von dir mit den gleichen Contra-Argumenten belegt werden.

    Trotz aller visuellen Ausdrucksstärke bleibt Fellinis Casanova für mich ein Fremder.

    Eben. Der Mensch als unlösbares Mysterium. Das Optimum der filmischen Charakterzeichnung. Darauf stehe ich total. THE ASSASSINATION OF JESSE JAMES war nicht umsonst mein Lieblingsfilm des letzten Jahres.;-)


    Casanovas Leben und Memoiren interessierten den regisseur nicht und daher bleiben viele facetten der Persönlichkeit einfach ungenutzt.


    Natürlich! Der Film ist schließlich nicht als Biographie angelegt sondern bedient sich der mythischen Figur Casanova und ihrer Lebensgeschichte nur als Motiv und nicht als Vorgabe. Fellini interpretiert Casanova, er empfindet ihn nicht nach.

    Casanova ist für ihn eine Puppe geblieben, gefangen innerhalb der Begierde und daher innerlich ausgebrannt, seinen infantilen Trieben erlegen.

    Eben, eben. Selbstzerfleischung im ganz großen Stil. Wunderbar. Extremer ist hier nur noch Andrzej Zulawski, dessen Filme ich dir als Liebhaber des kontroversen / experimentellen Kinos wärmstens empfehlen kann.

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  34. @ Rajko

    Was letztlich nur die Strukturlosigkeit der Filmrezeption beschreibt und die starren Diskussionen um Unterhaltungskino, sogenannte No-Brainer und Popcornfilme etc., ad absurdum führt.

    Eben, weshalb ich nicht im Traum darauf käme ernsthaft Kritiker zu werden! Das ganze Genre der Filmkritik ist mir einfach zu schwammig und mir fehlt die argumentative/sprachliche Kraft es wesentlich besser zu machen.
    Locker flockig über Filme und ihre subjektive Wahrnehmung zu plaudern ist die eine Sache, die Filmkritik auf eine neue objektivere Grundlage zu stellen (wie es eigentlich notwendig wäre), um sie als eigene Kunstform zu etablieren, ist eine ganz andere.
    So bleibt die Filmkritik allzu oft ein selbstgerechter ektoparasitärer Blutegel, der sich von der Lebenskraft anderer ernährt.

    @ McK/Duce/fränkischer Bayer

    Was jetzt? Wollen sie mit mir kandierter fest einzementierter Waldfrucht ernsthaft diskutieren oder mich lediglich aus ihrem bayrischen (pardon fränkischen) Betonbunker mit ihrer rhetorischen Artillerie eindecken? Gönnen sie mir doch meine schizophrenen, ganz und gar selbstverliebten Momente, in denen ich in einem Atemzug "Barry Lyndon" (und nicht Kubrick als ganzes) optisch brillant aber langweilig und "Tod in Venedig" einfach nur großartig finde. ;-)

    Und Kinski bleibt ein selbstverliebter Pfau (ich habe seine eitle Pseudobiographie "Ich brauche Liebe" übrigens schon vor Jahren gelesen), dem ich trotzdem immer wieder gerne in seinem exaltierten Schauspiel zugesehen habe. Dass er hinter der Maske des tobenden Irren eine ziemlich einsame und verletzliche Seele verbarg, verwundert nicht. Öffentliche Pose und reale Person stimmen nur in seltensten Fällen überein.

    Viele Grüße

    M.

    PS
    So, und jetzt bade ich noch ein bisschen in meiner Zuckerlösung, rauche mein imaginäres Pfeifchen und schwelge in selbstgefälliger Altherrennostalgie! ;-)

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  35. Hier helfen nur noch Elektro-Shocks!

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  36. Wir treffen uns dann auf der Fähre nach Bamako.

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  37. Wir treffen uns dann auf der Fähre nach Bamako.

    Abgemacht.

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  38. @ M & M:

    Ihr seid ein hoffnungsloser Fall. Daher kann ich Euren Umgang mit dem Blogherrn nicht gutheißen, wo er sich doch so prächtig entwickelt.

    Ich bezog mich im übrigen eigentlich auf den Schauspieler Kinski und nicht auf den Menschen. Das verwechseln aber die meisten, deswegen nehmen ihn auch nur wenigsten ihn als Mime ernst, unter anderem auch Sie.

    Leider komme ich dennnoch nicht umhin, euch Beifall zu spenden für eure Worte über die "professionelle" Filmkritik, denen ich von Herzen zustimme und die hinsichtlich Ihrer Person Anlass zur Hoffnung geben.

    Hier helfen nur noch Elektro-Shocks!

    Das befürchte ich auch. *gg*

    Wir treffen uns dann auf der Fähre nach Bamako.

    Schau dich doch mal um, wir sind doch schon fast da!:)

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  39. Ach Du scheisse: Vega findet Dexter gut.

    Gibts also doch ne Gemeinsamkeit. Muss wohl an Weihnachten liegen, wegen Wundern und so ...

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  40. @ McKenzie

    Ihr seid ein hoffnungsloser Fall.

    Ja! :-D

    Daher kann ich Euren Umgang mit dem Blogherrn nicht gutheißen, wo er sich doch so prächtig entwickelt.

    Ich glaube ihr "Zögling" ist alt genug sich von einem hoffnungslosen Fall wie mir nicht in den Abgrund eitlen Wortgeklingels herab reißen zu lassen. ;-)

    Ich bezog mich im Übrigen eigentlich auf den Schauspieler Kinski und nicht auf den Menschen. Das verwechseln aber die meisten, deswegen nehmen ihn auch nur wenigsten ihn als Mime ernst, unter anderem auch Sie.

    Kinskis öffentliche Auftritte waren großteils durchinszenierte Spektakel, den "echten" Kinski kannte doch lediglich sein privates Umfeld. Insofern lässt sich der öffentliche Kinski eben nicht vom Schauspieler Kinski trennen. In beiden Fällen verkörperte er lediglich eine Rolle (ob nun z.B. Woyzzek/Fitzcarraldo/Prinz Otto/usw. oder den irren Schauspieler der Talkshows).

    Leider komme ich dennoch nicht umhin, euch Beifall zu spenden für eure Worte über die "professionelle" Filmkritik, denen ich von Herzen zustimme und die hinsichtlich Ihrer Person Anlass zur Hoffnung geben.

    Auch ein blindes Huhn ... ;-)


    Aber was soll ich in Mali? Da ist es mir viel zu heiß und es hat viel zu wenige Bäume (Dattelpalmen zählen nicht) dort. Also dann doch lieber mit dem Postschiff nach Sankt Petersburg zur Elektroschocktherapie.

    Viele Grüße

    M.

    PS
    Glauben Sie mir, ich bin eigentlich ein ganz harmloser Spaßvogel. Mich wunderte nur wie persönlich Sie meine Polemik genommen haben. :-)

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  41. Kinskis öffentliche Auftritte waren großteils durchinszenierte Spektakel, den "echten" Kinski kannte doch lediglich sein privates Umfeld. Insofern lässt sich der öffentliche Kinski eben nicht vom Schauspieler Kinski trennen. In beiden Fällen verkörperte er lediglich eine Rolle (ob nun z.B. Woyzzek/Fitzcarraldo/Prinz Otto/usw. oder den irren Schauspieler der Talkshows).

    Du glaubst wirklich, daß Kinski seine narzistische Persönlichkeitsstörung über all die Jahre lediglich vorgespielt hat? Nur damit Herzog später einmal eine vergnügliche Hommage an Kinski drehen kann? Ganz schön abgezockt dieser Kinski. Hut ab.;)

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  42. M. Milling27/11/08 15:02

    Du glaubst wirklich, dass Kinski seine narzisstische Persönlichkeitsstörung über all die Jahre lediglich vorgespielt hat? Nur damit Herzog später einmal eine vergnügliche Hommage an Kinski drehen kann? Ganz schön abgezockt dieser Kinski. Hut ab.

    Ich vermute durchaus, dass der Herr Kinski eine Meise hatte, da ich ihn aber nie live erlebt, geschweige denn privat kennen gelernt habe, kann ich das tatsächliche Ausmaß seiner Persönlichkeitsstörung nicht einschätzen. Wo hört der exaltierte Selbstdarsteller auf, wo beginnt der dahinter verborgene Mensch (die Grenzen waren da wohl fließend)? "Mein liebster Feind" ist hier auch nur ein bedingt geeigneter Kronzeuge, da Herzogs Konzept der ekstatischen Wirklichkeit jeden objektiven Blick auf die Ereignisse bewusst ausschließt (genauso wie Kinskis Scheinbiographie).

    Wenn du Kinski aber persönlich erlebt hast, kannst du das sicherlich besser beurteilen als der durchschnittliche Kinogänger (wie ich), der ihn nur medial stark gefiltert kennen gelernt hat. Ich muss da also ganz auf dein Urteil vertrauen! ;-)


    Viele Grüße

    M.

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  43. Herr M. Milling, ich wüßte nicht warum meine Frage nur von denen beantwortet werden kann, die Herrn Kinski persönlich kannten. Ich habe ja ihre Truther Theory über Herrn Kinskis echte, verborgene Identität noch nicht einmal negiert. Ich habe lediglich danach gefragt ob sie sich wirklich vorstellen können, ob Herr Kinski tatsächlich über all die Jahre hinweg eine Rolle gespielt hat. Ich habe schon gar nicht Herrn Herzogs Hommage als Kronzeugin bemüht, obwohl ich nicht wüßte warum man sie als solche nicht anführen dürfte. Ich frage mich lediglich was eine solche Inszenierung für einen Sinn gehabt hätte, hat seine Art und sein exzentrischer Charakter seine Karriere doch eher behindert als beflügelt und mußte er doch sein schauspielerisches Talent doch Zeit seines Lebens immer wieder in B-Produktionen verplempern, was sicherlich nicht der Fall gewesen wäre, hätte sich die Arbeit mit Herrn Kinski sich nicht immer wieder als so problematisch erwiesen. Kommando Leopard ist sicherlich nicht die Sorte von Film, die ein Schauspieler mit seinem künstlerischen Anspruch gerne in seiner Vita stehen hat. Auch wenn Kinski selbst so ein Profi war, daß er nie und nimmer einen seiner Filme durch den Dreck gezogen hätte. Reine Spekulation, natürlich, ohne ihn persönlich gekannt zu haben. Aber darüber sollte man schon einmal nachdenken bevor man einfach behauptet die öffentlichen Auftritte Herrn Kinskis seien alles Inszenierungen gewesen und ließen keine Rückschlüsse auf seine wahre Identität zu.

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  44. Sorry für die Doppelei, kleines Kästchen und so weiter...;)

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  45. Keine Ahnung was du meinst, aber ich bereite eh gerade die Elektroschocks für euch vor. ;)

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  46. M. Milling27/11/08 21:43

    ;-)

    @ tumulder

    Na, da habe ich deine Ausführungen wohl einfach missverstanden. Es ist schon ein Kreuz mit der Schriftsprache, all zu selten sagt man was man meint oder meint was man sagt (passiert uns allen immer wieder). Da nutzen auch alle bunten Emoticons dieser Welt nicht. Oder anders gesagt, das kommunikative Rauschen entstellt den Sinn einer Botschaft, bis der Empfänger nicht mehr weiß was der Sender eigentlich sagen wollte. In diesem Fall habe ich deine "Nachricht" wohl einfach ins falsche "Ohr" (Beziehungs-Ohr) bekommen.

    Dass Kinski seine Auftritte (Talkshows/Pressekonferenzen) inszenierte, mit seinem Image als Maniac kokettierte, schließt nicht aus, dass er tatsächlich durchgeknallt war.
    Sein berüchtigter jähzorniger Charakter hat ihm sicherlich viele Karrierechancen verbaut. Das habe ich auch gar nicht in Abrede gestellt. Ich kann und will nur nicht beurteilen, ob das legendäre Image Kinskis der real existierenden Person entspricht. Letztendlich trägt jeder Mensch (ob geistig gesund oder krank) eine Maske, mit der er sich in der Öffentlichkeit inszeniert.

    Der Rest ist verletzte Eitelkeit.

    Wenn du willst stelle ich dir ein Beißholz (ich schnitze gerade eins für mich) zur Verfügung, dann lassen sich die Spasmen der Elektroschocktherapie, die Rajko für uns vorbereitet, ohne zerbissene Zunge überstehen. ;-P

    Viele Grüße

    M.

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  47. Keine Ahnung was du meinst, aber ich bereite eh gerade die Elektroschocks für euch vor. ;)

    Aber mindestens 10.000 Volt.:D

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