Juni 19, 2013

TV: So wie du bist - Infantiles Wohlfühlfernsehen

Im ARD-Film "So wie du bist" baut Gisela Schneeberger als Richterin Gnadenlos einen folgenschweren Autounfall und muss sich anschließend um ein Mädchen mit Down-Syndrom kümmern. Ein heiter-infantiles Dramödchen zum Wohlfühlen. 

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Juni 18, 2013

Kino: GAMBIT [DER MASTERPLAN]

Die Vorfreude: Colin Firth und Cameron Diaz wollen Kunstliebhaber Alan Rickman mit einem listreichen Millionen-Coup übers Ohr hauen – in einem Film, dessen Drehbuch von den Coen-Brüdern geschrieben wurde. Die Ernüchterung: Gegen dieses lasche Remake der gleichnamigen Gaunerkomödie von 1966 nimmt sich das leicht ergraute Original geradezu explosiv vergnüglich aus. [...]

Juni 17, 2013

Berberian Sound Studio


Auf vimeo gibt es die tolle Film-im-Film-Titelsequenz aus Peter Stricklands "Berberian Sound Studio" zu sehen. Ich habe den Film nicht besprochen, kann ihn aber durchaus empfehlen (läuft seit vergangenem Donnerstag in den deutschen Kinos). Die Umsetzung seiner reizvollen Idee ist für meinen Geschmack mitunter etwas zu forciert mehrdeutig, was sich in den gedankensprudelnden Texten über ihn (insbesondere seitens der Peergroup) auch entsprechend niederschlägt. Letztlich ist er nichtsdestotrotz ziemlich "normal", ein Meta-Film, wie man ihn eben so macht. Aber sehenswert allemal.

Juni 14, 2013

Zuletzt gesehen: IT'S ALWAYS FAIR WEATHER [aka. VORWIEGEND HEITER] (1955)

Vielleicht nicht unbedingt vergessenes, aber doch vielfach übergangenes MGM-Musical, das immerhin die letzte (Regie-)Zusammenarbeit der beiden begnadeten Talente Stanley Donen und Gene Kelly markiert. Deren Freundschaft überlebte die chaotischen Dreharbeiten von "It's Always Fair Weather" leider nicht, und an ihre früheren Erfolge konnte die Arthur-Freed-Produktion nach der stiefmütterlichen Auswertung seitens des Studios auch nicht im Entferntesten anknüpfen. Der Frust ist dem Film deutlich eingeschrieben, Kelly jongliert sich fast unsicher, mindestens aber gehemmt durch die seltsam distanzierten Cinemascope-Bilder, in deren Breite er zu keinem rechten Bewegungsrhythmus finden mag. Dennoch gehört etwa die wunderschön choreographierte Rollschuhnummer "I Like Myself" zu den größten Leistungen seiner Karriere, während die nahezu disparat wirkende Tristesse von Kelly Spiel einen nicht uninteressanten Kontrapunkt zu seiner sonst auf Heiterkeit geeichten Musicalpräsenz bildet. Dass die Geschichte dreier aus dem Krieg heimgekehrter Soldaten, deren Freundschaft ausgerechnet in einer (berstend ironisch inszenierten) Fernsehshow erneuert werden soll, auf eine Massenschlägerei (statt finaler Gesangs- oder Tanznummer) hinausläuft, ist schon durchaus bezeichnend für dieses so gar nicht freudestrahlende, sondern weitgehend übellaunige Musical. Interessant gescheitert. 


60%

Juni 13, 2013

TV: GAME OF THRONES - SEASON 3

Aus gutem Grund wurde der wichtigste Satz der dritten Staffel "Game of Thrones" vielfach zitiert: "If you think this has a happy ending, you haven't been paying attention", fasst Ramsay Snow nicht nur kommende Ereignisse, sondern auch das dramat(urg)ische Prinzip der HBO-Erfolgsserie zusammen. Nach der mitunter ein wenig gestreckt wirkenden Season 2 kehrt die großartige Mittelalter-Soap in ihrem dritten Jahr mit einem Paukenschlag zurück.[...]

Juni 12, 2013

Riefenstahl 2.0 - Zack Snyder und sein Fascho-Kino

Seit 10 Jahren malträtiert Zack Snyder mit bestenfalls idiotischen, überwiegend faschistoiden Filmen Körper und Geist. Bevor der Regisseur jetzt mit Man of Steel das Erbe von Superman angeht, lässt Mr. Vincent Vega sein Schaffenswerk Revue passieren.

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Juni 10, 2013

DVD/BD: THE ABCS OF DEATH [22 WAYS TO DIE]

Das üblicherweise auf circa eine Handvoll Episoden beschränkte Konzept von Anthologiefilmen erweitert "The ABCs of Death" im großen Stil. Ganze 27 Regisseure aus 15 Ländern steuerten einen Horrorbeitrag zur alphabetisch geordneten Kurzfilmsammlung rund um den Exitus und seine vielfältigen Ausprägungen bei. Blutrünstige Quickies von A bis Z sind das Ergebnis. [...]

Juni 08, 2013

Zuletzt gesehen: HERBSTROMANZE (1980)

"Ah, schon wieder ganz der Kunst gewidmet!". Ein – das waren keine falschen Versprechungen der Wiederentdecker – alle Körperzellen zersetzender Heimatfilm-Nachtritt und zugleich wohl dessen endgültiger Exitus. Baden zum Nulltarif, ein Streichelpferd aus Plastik und lüsterne Stallunerotik in einem bar jeder Vernunft auf Hirntod inszenierten Dilettantismus-Stadl. Dialoge und Schauspiel ausnahmslos jenseitig, porentief-pornös in Habitus und Gestaltung, Wertungskriterien versagen. "Für die Kunst ist keine Stunde am Tag überflüssig", vielleicht auch tatsächlich nicht einmal für die grenzdebile, bis ins Mark durchmiefte Altherrenromantik von Jürgen Enz. Man kann, selbst im Angesicht eines pervers freudigen Entsetzens über so viel konservierte filmische Phrenesie, nur froh sein, dass diese Zeit vorbei ist. In der Welt. Und aber auch im Kino.


60%

Juni 06, 2013

Esther Williams

†91

Kino: AFTER EARTH

Wenn die stagnierenden Karrieren eines Hollywood-Stars und des als Wunderkind gepriesenen Regisseurs von "The Sixth Sense" für eine Rettungsaktion zueinander finden, dann muss der entsprechende Film gleich doppelt abliefern. "After Earth" aber gleicht einer Arbeitsverweigerung: Mit verständlichem Desinteresse fungiert M. Night Shyamalan hier als Erfüllungsgehilfe eines Familien-Vehikels für Will Smith und Anhang. [...]

Medienzirkus - Douglas' Oralsex, Jolies Brüste

Hat Michael Douglas sein Krebsleiden exzessivem Oralverkehr zu verdanken? War Angelina Jolies Brustoperation wirklich nötig? Wer hat im Interview eigentlich was zu wem gesagt? Und sonst so? 

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Juni 05, 2013

Wie viele letzte Exorzismen verträgt das Kino?

Seit 1973 sind besessene Mädchen und hilflose Exorzisten aus dem Horrorfilm nicht mehr wegzudenken. Doch das Subgenre führt seine vollmundigen Versprechungen vom "letzten Exorzismus" längst selbst ad absurdum – besessen vom ewig gleichen. 

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Juni 03, 2013

Zuletzt gesehen: OH BOY (2012)

Bestimmt ganz lieb gedacht und noch besser gemeint, der entsprechende Film zum Label. Prenzlberger-Lebensphilosophie gewiss ist natürlich auch dann nicht tiefsinniger, wenn Mittzwanziger-Trott und weinerliches Latte-macchiato-Befinden im filmhochschulgerechten Schwarzweiß dargereicht werden. Wie ernst man eine Produktion nehmen kann, die ihren romantisierten Verlierer gleich zu Beginn schon mit gesenktem Haupt in eine bedeutungsvolle Duschpose zwingt, als sei dies nicht eines der zwei, drei überstrapaziertesten Bilder des Kinos überhaupt, hängt wohl vom jeweiligen Verständnis eines guten Films ab. Ob ein derart kunstgewerblicher Tagesausflug in die selbstmitleidige U30-Bohème seine forcierte Tristesse mit all den schablonenhaften Typen, hochgejazzten Berliner Standards und aufgeschrieben wirkenden Dialogen in überartikuliertem Schultheatergestus aber in irgendeiner Weise anregend sein soll – das wissen dann bestenfalls jene zugezogenen Langzeitstudenten, deren modische Befindlichkeiten "Oh Boy" immerhin auf der Bildebene in schnieke hochgezogene Kontraste pfropft. Der Rest ist so ausgesucht banal wie filmisch absolut irrelevant.


40%

Mai 31, 2013

Zuletzt gesehen: SECRETS BEHIND THE WALL [aka. AFFAIRS WITHIN WALLS aka. GESCHICHTEN HINTER WÄNDEN aka. KABE NO NAKA NO HIMEGOTO] (1965)

Lange bevor Steven Spielberg in "Munich" eine diffuse Verbindungslinie zwischen Politik und Sex zog, indem er den Schrecken des Schwarzen Septembers selbst noch in die engste Intimität eines nicht länger sorglos ficken könnenden Mossad-Agenten hereinbrechen ließ (und damit eine der plakativsten Szenen seiner Karriere inszenierte), hat Kôji Wakamatsu in seinem "Berlinale-Skandalfilm", bei aller Unterschiedlichkeit des historischen und politischen Kontexts, ein ähnlich symbolisches, jedoch ungleich kraftvolleres Bild entworfen: Gleich zu Beginn von "Secrets Behind the Wall" zeigt er ein Liebespaar, dessen schärfeverlagerte Berührungen vor einem Stalin-Poster körperliche Nähe und Gegenwarts- trauma untrennbar zu verknüpfen scheinen. Sanft küsst die Frau das Keloid des in Hiroshima verstrahlten Mannes, nie könne sie den Krieg vergessen, so lange sie ihn liebe – "Radiation crawls throughout my body", entgegnet er. Eine Art exploitativer politischer Körperhorror-Sexakt, den Wakamatsu mit Atombombe und Demonstrationen überblendet und dann im anonymen Wohnkomplex sich selbst überlässt, hinter den Wänden. Der Rest – kollektive Entfremdung, jugendliche Frustration, die stets an dramatische Neuigkeiten aus der Zeitung gekoppelte Zärtlichkeit – ist nur noch nachgelegte, zuweilen lähmende Zustandsbeschreibung. Die Klassifizierung der Schicksalsgeschichte als Pinku eiga ist mir unerklärlich, aber vielleicht brauchte es ein solches Label, um diesen brutal-zärtlichen Film zu ermöglichen.


60%

Mai 29, 2013

Eddie Romero

†88

Mai 27, 2013

Kino: TO THE WONDER

Mit fast 70 Jahren hat Terrence Malick noch einmal jene Arbeitswut gepackt, von der Anhänger seiner unvergleichlich leidenschaftlichen Kinopoesie vier Jahrzehnte lang nur träumen konnten. Zu seinem neuen Film "To the Wonder" habe ich einen etwas längeren Text für gamona und einen knapperen für BRASH beigesteuert.

Mai 23, 2013

Kino: FAST & FURIOUS 6

"Fast & Furious 6" im Doppelpack. Ausführlich bei gamona, etwas knapper für BRASH. Grundtenor: Ähnlich vergnüglich wie der Vorgänger. Und Michelle Rodriguez ist super.

Mai 22, 2013

TV: Der Vollgasmann – ein Film aus der Hölle

Die robuste Umweltaktivistin Anica Dobra erliegt dem sexistischen Motorsportler Uwe Ochsenknecht in einer Komödie des allerschlimmsten Grauens. Der Filmmittwoch im Ersten zeigt Geschlechterkampf und reaktionärem Doof-Humor, direkt aus der Hölle. 

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Mai 20, 2013

Zuletzt gesehen: BOOM! [aka. BRANDUNG] (1968)

Wie eine aufgetranste Wochenendleiche liegt Elizabeth Taylor in ihrem Schlafgemach, das Schoßhündchen am Kopf, den gereichten Cocktail in der Hand, die Rückenmuskeln sanft vom Masseur durchknetet. Es folgen Würgereiz und Krampfanfall – "Pain! Injection!", kreischt sie durch die denkwürdige Sprechanlage zu ihrer Rechten. Schon nach dem Beginn offenkundig: "Boom!" ist tatsächlich jene legendäre Unfassbarkeit, die ihr prominenter präservierender Verteidiger John Waters einst als größten "best failed art film" aller Zeiten adelte. Ob Joseph Loseys phänomenal kaputte Adaption des Theaterstücks "The Milk Train Doesn’t Stop Here Anymore", für die Tennesse Williams auch selbst das Drehbuch schrieb, nun ihrer Rezeptionsgeschichte als heiliger Camp-Gral gerecht wird, weiß ich nicht. Ein Wunderwerk des Irrsinns aber ist "Boom!" allemal, ganz so, als habe die zur Drehzeit dauerbesoffene Crew um Losey, Taylor, Burton, Slocombe und, als uncredited Kostümdesign-Assistent, Karl Lagerfeld eine sündhaft teure Hollywood-Pomp-Version von Bergmans siebentem Siegel auf die Leinwand klatschen wollen. Die kryptische Langeweile dieser rätselhaften, gleichfalls hypnotischen Breitwand-Herrlichkeit (Finger weg von der bildbeschnittenen deutschen DVD!) ist so debil wie stimulierend, so pointless wie außerirdisch. Höhepunkt: "The Witch of Capri" Noel Coward sinniert vor der speisenden Elizabeth Taylor über mystische Menstruation und die Fähigkeit, bei Frauen "den Fisch" riechen zu können. Unfassbar.


80%

Mai 17, 2013

Kino: THE GREAT GATSBY (2013)

Glitter, Glanz und Herzschmerz: "Moulin Rouge"-Regisseur Baz Luhrmann hat F. Scott Fitzgeralds Klassiker "Der große Gatsby" mit Leonardo DiCaprio neu verfilmt. In sensationellem 3D und mit ganz großen Gefühlen. [...]

Cannes 2013: Spielberg, Weltkino und Cine-Hipster

Die Filmfestspiele von Cannes vereinen einmal mehr Autorenfilmer und Kritikerlieblinge, viele neue Namen gibt es aber weder im Wettbewerb noch den Nebensektionen zu entdecken. Und die Cine-Hipster fiebern ohnehin den üblichen Verdächtigen entgegen.

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Mai 16, 2013

Kino: EVIL DEAD (2013)

Zum Remake von Sam Raimis "Tanz der Teufel" gibt's von mir einen längeren Text auf gamona und einen kürzeren bei BRASH zu lesen. Bottom Line: Gar nicht mal übel, der Film.

Mai 15, 2013

TV: Mobbing mit Tobias Moretti

Im Fernsehfilm "Mobbing" verliert Tobias Moretti erst den Job und dann das Vertrauen seiner Familie. Den Psychoterror am Arbeitsplatz zeigt das Ehedrama allerdings nicht, sondern konzentriert sich auf die privaten Auswirkungen beruflicher Schikane.

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Mai 11, 2013

TV: DSDS Staffel 10 – frischer Wind mit Quotentief

Trotz Frischzellentherapie dümpelte Deutschland sucht den Superstar zum 10jährigen Jubiläum im historischen Quotentief. Mit Notfall-PR von Olivia Jones bis hin zu Andrea Berg bemühten sich RTL und Dieter Bohlen vergeblich um Schadensbegrenzung. 

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Mai 09, 2013

Taylor Mead

†88

Bryan Forbes

†86

Mai 08, 2013

Zach Braff & Co. – Stopp dem Crowdfunding-Unsinn

Für unabhängige Filmemacher ergeben sich durch Kickstarter und vergleichbare Plattformen unterstützenswerte Möglichkeiten. Dank jüngster Projekte von Studiogiganten oder Multimillionären verliert die Idee hinter Crowdfunding allerdings ihren Sinn. 

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Mai 07, 2013

Ray Harryhausen

†92

DVD/BD: TEXAS CHAINSAW 3D

Das neueste Blutgericht in Texas hat es nach seinem mageren US-Einspiel nicht in die deutschen Kinos geschafft. "Texas Chainsaw 3D", der seltsamerweise ohne Massacre im Titel auskommen muss, erscheint nun direkt auf DVD und Blu-ray. Constantin Film konnte für die ungeschnittene Kinofassung zwar immerhin eine FSK-Freigabe erwirken, die blutigere Unrated-Fassung wird aber vorerst nur in den USA via Video-on-Demand veröffentlicht. [...]

Mai 05, 2013

Zuletzt gesehen: AKAMORU - THE DARK, WILD YEARNING [aka. AKAMORU - DAS DUNKLE, WILDE BEGEHREN aka. CHI WA TAIYO YORI AKAI] (1967)

Studentenfilmartig inszenierte Coming-of-Age-Geschichte um gleichermaßen sexuelles wie machtorientiertes Verlangen, pubertäre Wunschträume, adoleszenten Größenwahn und arbeitspolitische Korruption. Von Koji Wakamatsu ist das, nach dem großen Berlinale-Eklat, sprich, nach "Secrets Behind the Wall", weitgehend uneinheitlich mittels eines zuvorderst recht zornigen Lausbuben erzählt, der dem Titel durchaus gerecht wird. Dessen sinnfälliger Zusatz beschreibt sowohl die hormonellen erotischen Sehnsüchte des Jungen als auch das (Auf-)Begehren, sich erwachsener Vormundschaft mit drastischen Mitteln entgegen zu stellen. Die Mischung aus Pink- und Agitationsfilm, inklusive einer farbigen hypnotischen Traumsequenz und zahlreichen Impressionen juveniler Delinquenten, ist so super wie irgendwie auch super langweilig. Weltweit weder auf VHS noch DVD und auch nicht über cinephile Sonderwege erhältlich, kann "Akamoru" hierzulande Dank einer kürzlich wieder entdeckten deutschsprachigen 35mm-Kopie zumindest vereinzelt im Kino bestaunt werden. Die Hürde der Synchronisation, diesem großen kulturellen Übel, ließ sich aber zumindest von mir nicht problemlos nehmen: Symptomatische deutsche Schmier- lappendialoge ("Saufen und ein bisschen Liebe, das ist immer noch das beste Rezept!") und Wakamatsus einprägsame Bildsprache ergeben einen disparaten, dem Film eher abträglichen Effekt.


50%