Februar 12, 2012

Berlinale 2012: EXTREMELY LOUD & INCREDIBLY CLOSE [aka. Extrem laut und unglaublich nah]

Der 50jährige britische Theaterregisseur Stephen Daldry hat in 12 Jahren bislang nur vier Filme inszeniert. Gleich sein erster, das Coming-of-Age-Drama "Billy Elliot – I Will Dance", war schon ein weltweiter Publikums- und Kritikerliebling, an dessen Erfolg die darauf folgende Michael-Cunningham-Adaption "The Hours" nahtlos anknüpfen konnte. In diesem Mehrpersonen- stück, das Nicole Kidman und ihrer Nasenprothese 2003 alle Preise der Welt einbrachte, zeichnete sich bereits die formalästhetische Nähe zum festivalgewerblichen Award-Kino ab, mit der er zum Lieblingsengländer der Weinsteins gedieh. Obwohl dies im Entwurf noch ein sehr kluger, sogar komplexer Film war, sollte wenig später "Der Vorleser" schließlich die Befürchtungen bestätigen: Im Oscarsystem angekommen, rührte Daldry fortan die Schmalzsoße mit extra viel falschem Sentiment an. [...]

Kommentare:

  1. Buch wie Film (im Buch eigentlich schlimmer) will zu viel und scheitert kläglich daran.

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    1. Ich habe hier meinen Gefühlsjoker gezogen. Außerhalb des Programms könnt ich mit sowas bestimmt nicht.

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