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Dezember 07, 2009

Zuletzt gesehen: WATCHMEN

Thematisch und visuell ebenso stark überfrachtete wie zunehmend uninteressante Adaption der tiefsinnigen Superheldenreflexion Alan Moores, bei der Zack Snyder mitunter eindrucksvoll die Bilder der Vorlage verknüpft, ohne jedoch jemals eine gedankliche, erzählerische oder einheitliche Ordnung herzustellen. Sichtlich überfordert von der Komplexität des Comics weicht der Film den mitunter kritischen und offensiven Referenzen an die Comicgeschichte aus und verfällt in protzige Popkulturverweise, die stets falsche Verbindungen knüpfen: Die Haltung der Vorlage zum Superhelden als fragwürdiges Popphänomen gerinnt bei Snyder durch schmucke Ohrwürmer und infantile Filmzitate zum Gegenteil – seine Watchmen sollen als konventionelle Identifikationsfiguren taugen. Dem fügen sich ansehnliche, den Mainstream-Gewohnheiten zuspielende Action- und Härteeinlagen, die den philosophischen Fragen des Comics nur noch einen banalen Verhandlungsraum lassen, den Snyder in Dialogen zu finden glaubt, die so redundant wie ungelenk wirken. Ein an der filmischen und konventionellen Form gescheitertes Projekt, dem es gehörig an intellektuellem Willen fehlt.


40%

Juli 07, 2009

Zuletzt gesehen: ½ PUBLIC ENEMIES

Von Hollywoods klassischen Gangsterfilmen inspirierte und offenkundig auch mächtig beeindruckte Ausstattungs- und Klischeerekonstruktion in HD-Ästhetik. Die Vorzüge des Formates haben sich mir immer noch nicht erschlossen, dem Heimvideolook konnte ich in der widersprüchlichen Kombi- nation mit klassischen Genrekino-Elementen auch kein akademisches "interessant" abgewinnen, nicht zuletzt deshalb, weil die Bilder oftmals durch eine anstrengende Bewegungsunschärfe entstellt sind. Das eigentliche Problem von "Public Enemies" ist jedoch, dass es der langweiligste Markige-Kerle-Dünnschiss der Kinosaison und die völlig ideenfreie, lustlose und mit den üblichen ausgestellten Michael-Mann-Techniksperenzien versehene Adaption eines durchaus interessanten Kriminalfalls ist. Sehr erhellend immerhin der Moment, in dem Johnny Depp und Christian Bale aufeinander treffen, da sich hier wunderbar anschaulich belegt, wer von beiden ein Schauspieler – und wer nur ein angestrengt dreinschauendes, seltsamerweise ständig flüs- terndes und nervtötend mit der Stirn runzelndes Hollywoodmysterium ist. Nach dem letzten "Terminator" ist das nun hoffentlich endgültig der Abschuss für den meistüberschätzten Schauspieler der letzten Jahre. Ach, noch was zum Film: Nach der Hälfe war der Wille noch immer nicht gebrochen. Und da sich das ermüdende, stereotype und repetitive Männerkino Michael Manns selten auch inszenatorisch so schwachbrüstig präsentierte – wobei die ruckelnden Kamerazooms und der bewusst Bildlücken generierende Schnitt mindestens bei den Regie- und Filmstudenten wieder feuchte Hosen garantieren dürfte – habe ich angesichts meiner dahinschwindenden Lebenszeit nach der Hälfte die Flucht ergriffen.

April 10, 2009

News: PUBLIC ENEMIES - Trailer #2


Der zweite Trailer. Schlägt einen anderen Ton an als der erste, gefällt mir aber immer noch gar nicht. Der DV-Look hat mich schon in "Miami Vice" abgetörnt, bei dem Mann im Spiel mit Schärferegulierung und Farbsättigung bereits weitaus uninspirierter zugange war als in "Collateral". Die Musik im Trailer nervt auch.

März 04, 2009

News: PUBLIC ENEMIES - Trailer


Der neue Michael Mann. Mit Johnny Depp, Christian Bale, Billy Crudup, Stephen Dorff, Marion Cotillard, Giovanni Ribisi und der großartigen Lili Taylor. Deutscher Kinostart: 06.08.09. But: Me don't like this. Scheiß-DV-Optik. Scheiß-Musik.