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August 21, 2014

Kino: THE EXPENDABLES 3

Von Beginn an hatten die immer auch als energischer Fan-Service gedachten "Expendables"-Filme nicht nur mit den Egos ihrer Exponenten, sondern vor allem einigen Widersprüchen zu kämpfen. Niemand scheint das so sehr zu wissen wie Sylvester Stallone selbst, der die (Re-)Union dieser vormaligen Actionstars mit jedem neuen Teil ein bisschen anders, ein bisschen besser organisieren will.[...]

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Dezember 13, 2011

Zuletzt gesehen: THE SKIN I LIVE IN [aka. LA PIEL QUE HABITO aka. DIE HAUT, IN DER ICH WOHNE]

Wem die melodramatische Perversion eines "Talk to Her" (Hable con ella), in der sich ja nichts anderes als die Radikalität menschlicher Begierden spiegelte, noch nicht weit genug ging, darf sich von Pedro Almodóvars neuem Film in psychologische Abgründe entführen lassen, die sonst nur noch ein David Cronenberg zu ergründen wagt. Zwischen totaler Frauen- UND Männerverstehung*, Genreaneignung und maximal trügerischer Arthauskultiviertheit setzt "The Skin I Live In" von der ersten Minute an einen disparaten Gedankenstrom in Gang, der seine exploitativen Elemente allerhöchstens bildästhetisch verschleiert, inhaltlich jedoch genüsslich auskostet und bedachtvoll <-> eruptiv in extreme Fragestellungen überführt. Voller Schön- wie gleichermaßen Hässlichkeit und entscheidendem Blick fürs Bizarre, ein wunderbares Vergnügen. Mit solchen Filmen kommt wohl nur noch ein vermeintlicher Kunstgewerbler wie Almodóvar durch.


80%

August 16, 2010

Zuletzt gesehen: FEMME FATALE (2002)

Zunächst munteres Sinnieren über die Femme Fatale des Film Noir als reine Begrifflichkeit, ohne Sinn, Leidenschaft oder eingehendes Verständnis, später Diffamierung derselbigen als Schlampe, die Männer ins Verderben stürzt. Für Brian De Palma scheint sie erwartungsgemäß ein Objekt der Begierde zu sein, das den männlichen Blick spiegeln und als Projektionsfläche herhalten muss. "Femme Fatale" ist ein als Hommage getarntes Wiederkäuen des Missverständnisses, die Frau im Film Noir nur als bloßes konstruiertes Mysterium und die Frau im Kino grundsätzlich als Abbild reiner Männerfantasien zu begreifen. Und einmal mehr müssen für den allmählich quietschend rostigen Altherrenschlock De Palmas Meisterwerke wie "Vertigo" oder "Double Indemnity" bemüht werden, um dem wie so oft schicken und gleichfalls ermüdenden Bilderreigen aus Vulgarität und Küchen- psychologie einen angemessenen Anstrich von Legitimation zu verpassen. Ein Best-of-De-Palma-Gebräu mit den üblichen filmischen Kniffen, angesoffen vom eigenen Tittencocktail, sich am als elegant vermarkteten Sleaze aufgeilend und zuletzt tiefsinnig wähnend in der eingeengten Vorstellung, Kino sei letztlich nur Mittel zum Voyeurszweck. Oder ein Traum. *applause*


20%