Mai 01, 2011

Zuletzt gesehen: FILME IM APRIL 2011


Manufraktur

(A 1985, Peter Tscherkassky) (6/10)

Outer Space
(A 1999, Peter Tscherkassky) (8/10)

Instructions for a Light and Sound Machine
(A 2005, Peter Tscherkassky) (8/10)

Matinee
(USA 1993, Joe Dante) (7/10)

Poltergeist
(USA 1982, Tobe Hooper) (9/10)

Poltergeist II: The Other Side
(USA 1986, Brian Gibson) (3/10)

The Entity
(USA 1981, Sidney J. Furie) (7/10)

True Grit
(USA 2010, Joel & Ethan Coen) (5/10)

De Lift
(NL 1983, Dick Maas) (3/10)

El Laberinto del Fauno [Pan's Labyrinth]
(S/MEX/USA 2006, Guillermo del Toro) (7/10)

Paul
(GB/F 2011, Greg Mottola) (4/10)

Waxwork
(USA 1988, Anthony Hickox) (5/10)

Star Trek VI: The Undiscovered Country
(USA 1991, Nicholas Meyer) (4/10)

8 Uhr 28
(D 2010, Christian Alvart) (5/10)

Angela, the Fireworks Woman
(USA 1975, Wes Craven) (7/10)

Shocker
(USA 1989, Wes Craven) (6/10)

Scream
(USA 1996, Wes Craven) (10/10)

Scream 2
(USA 1997, Wes Craven) (7/10)

Scream 3
(USA 2000, Wes Craven) (9/10)

Scream 4
(USA 2010, Wes Craven) (6/10)

Hanna
(GB/D 2011, Joe Wright) (8/10)

Somos lo que hay [We Are What We Are]
(MEX 2010, Jorge Michel Grau) (6/10)

Serial Mom
(USA 1993, John Waters) (8/10)

Thor
(USA 2011, Kenneth Branagh) (6/10)

The Lord of the Rings: The Fellowship of the Ring
(NZ/USA 2001, Peter Jackson) (8/10)

The Lord of the Rings: The Two Towers
(NZ/USA 2002, Peter Jackson) (7/10)

The Lord of the Rings: The Return of the King
(NZ/USA 2003, Peter Jackson) (9/10)

The Illusionist
(USA 2006, Neil Burger) (6/10)

Il Rosso segno della follia [Hatchet for a Honeymoon]
(I/S 1969, Mario Bava) (5/10)

Psycho II
(USA 1983, Richard Franklin) (7/10)

Psycho III
(USA 1986, Anthony Perkins) (3/10)

Psycho IV: The Beginning
(USA 1990, Mick Garris) (1/10)

Incendiary
(GB 2008, Sharon Maguire) (1/10)

Kommentare:

  1. Oha, da ist der del Toro aber mächtig eingebrochen bei dir (warum?). Und dieser Grützenfilm ROTK (aka ROTZ) hat auch einen Punkt verloren - löblich!

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  2. Ich hatte PAN'S LABYRINTH zwei Mal im Kino geschaut, seither aber nicht noch einmal. Bei der jetzigen Sichtung ist der damalige Zauber doch etwas verflogen, was daran liegt, dass del Toro die Figuren doch sehr für seine Geschichte instrumentalisiert, keine Subtilitäten zulässt und angesichts der zentralen Frage nach Fantasie doch allzu gradlinig und schnörkellos erzählt. Trotzdem sehr beachtlicher Film, nur eben doch kein Meisterwerk, wie ich zunächst annahm.

    Im Gegensatz zu ROTK, den ich schon vor längerer Zeit heruntergestuft habe (aufgrund feiner Anpassungen im Bewertungssystem*), der aber trotzdem noch gigantisch ist - was Jackson hier an komplexer Adaptionsarbeit leistet, hält der Neusichtung jedes Jahr erneut stand. :)


    * (was die Bewertungen bei mir zu bedeuten haben - ich sollte das vielleicht mal sowieso in einem Extraposting ausführen)

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  3. Tscherkassky, schön. Bist du über den zu THE ENTITY gekommen oder umgekehrt? Gerade OUTER SPACE und DREAM WORK liebe ich sehr, und sein jüngster Film COMING ATTRACTIONS (für seine Verhältnisse mit ca. 30 Minuten außergewöhnlich lang) hat mich bei der letzten Viennale völlig berauscht und landete dann ja auch in meiner Jahresliste ganz weit oben. Wäre ich mir über die letzte Szene nicht immer noch etwas unschlüssig, hätte er sogar Chancen auf den Spitzenplatz gehabt. Wunderbar vibrierende, ekstatische audio-visuelle Verdichtung.

    Und sieh an, ANGELA THE FIREWORKS WOMAN hat dir offenbar auch sehr gemundet, hätte ich nicht unbedingt damit gerechnet - ohne das Craven-Siegel hättest du ihn dir wohl auch nicht angeschaut ;) WE ARE WHAT WE ARE hatte ich beim FFF genauso bewertet, der hat schon was, auch wenn ich die arthousige Symbolik manchmal etwas forciert fand. Und Bava wird bei dir nach wie vor unter Wert verkauft! :)

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  4. So wie ich das sehe, sind 70% doch meist der Meister aller Klassen (=sehr gut), mit 80% als Ritterschlag und 90% als Vergötterung/Verbeugung, während 100% lediglich den "Lieblingsfilm"-Charakter á la SCREAM ausmachen - oder irre ich?

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  5. @Andi:

    THE ENTITY hatte ich mal als Kind im Fernsehen geschaut und mich dabei schlimm gegruselt. Seither sah ich den Film nie wieder, wollte ihn in den letzten Jahren aber eigentlich immer noch mal schauen. Tscherkassky gab dann tatsächlich den Anstoß. COMING ATTRACTIONS ist vorgemerkt. Hoffe aber mal, der ist anders als die drei obig erwähnten Filme. [um das auszuführen, fehlt mir gerade der intellektuelle Nerv]

    ANGELA THE FIREWORKS WOMAN = das Potenzial, das der Hardcore-Film einmal besaß, ehe er zum ebenso langweiligen wie fragwürdigen Gewerbe verkam. [die Buchpräsentation vom Christian Keßler fand ich auch ganz toll, btw]

    WE ARE WHAT WE ARE hat mir sehr gut gefallen. Für den Kannibalenfilm ("Subgenre") womöglich schon jetzt ein Schlüsselwerk, was sicherlich auch keine Kunst ist. Sehr eigentümliche Stimmung, in der Kombination von Sozialdrama und Horrorästhetik ein bisschen wie LET THE RIGHT ONE IN. Einzig das modische Color Grading (was soll das nur?) hat mich genervt, sowie einige bedeutungsschwangere, as you said, "Arthaussymbolik".

    @Flo:

    Oh, das stimmt sogar in etwa so. Fühle mich verstanden.

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  6. Kurz nachgehakt, ist die SCRE4M-Kritik für gamona oder FF? Da sich deine Kritiken für beide Medien (siehe die Portman-Generosität) ja doch unterscheiden ;-)

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  7. Gamona. :D

    (sprich: ohne Verschwurbelungen und allzu tiefsinnige Erkenntnisse)

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  8. Sehr schön, dass du auch Hanna magst.
    Bei Scream 4, trotz deiner 60% spricht trotzdem noch der Fanboy in dir, wenn ich so deine Kritik ansehe. Was überhaupt nicht mein Ding.

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  9. Finde ich nicht. Da spricht Enttäuschung.

    HANNA ist Jahreslistenmaterial. :)

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  10. 60% - Enttäuschung sehen anders aus :-) Klar merkt man, dass du mehr von Teil 4 erwartet hast und du etwas enttäuscht bist, aber 60% würde der Film von mir nie und nimmer bekommen. Entäuscht bin ich nicht, denn meine ERwartungshaltung war gar nicht sehr hoch. :-)

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  11. Meine schon. Unter 60% für SCREAM/Craven geht schon aus Prinzip nicht. :D

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  12. Deswegen auch Fanboy :-)

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  13. Apropos "fühle mich verstanden":

    So fühlte ich mich gerade mit Blick auf deine "Poltergeist"-Wertung.
    Seit Ewigkeiten werde ich nun schon von meiner Umwelt darauf hingewiesen, dass der Film ja ein wenig Staub angesetzt habe, heutzutage niemandem mehr vom Hocker reiße, etc. pp.

    Ich krähe aber immer noch und mittlerweile heiser "Meisterwerk!" dagegen an. Ich liebe den Film. Die optimale Elefantenhochzeit aus Hooper-Creepyness und Spielberg-Behaglichkeit. Völlig eiskalter Horror im Mittelteil, große Amblin-Geisterbahn im Finale. Dazu tolle Kamera und Soundkulisse. Horror mit Tiefenwirkung.

    Interessiert doch keinen, wer da welchen Anteil am Film hatte - die besten Werke der Filmgeschichte entstanden durch den Zusammenschluss großartiger Talente.

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  14. Die Musik von Goldsmith ist eine der komplexesten des Genres. Die macht POLTERGEIST erst wirklich groß. Ganz, ganz toller Film voller cinephil höchst stimulierender Momente.

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  15. The Illusionist
    (USA 2006, Neil Burger) (6/10)

    True Grit
    (USA 2010, Joel & Ethan Coen) (5/10)

    Also dazu fällt mir jetzt echt nichts mehr ein!

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  16. Einen Punkt mehr für sonen Mumpitz und True Grit aus persönlicher Aversion gegen die Coens abgestraft.

    Alleine die Mono- und Dialoge der kleinen Steinfeld sind 6-7 Punkte wert.

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  17. Offensichtlich fällt dir selbst dazu auch echt nichts mehr ein.

    Danke fürs Gespräch. :D

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  18. Das Thema TRUE GRIT haben wir wirklich ausreichend durch.

    THE ILLUSIONIST ist Kamerakunst und der wesentlich bessere PRESTIGE, abgesehen von einem unnötig drehbuchlastigen Schluss. Dennoch sehr sehenswert.

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  19. Ich war mir so sicher, auch die Musik erwähnt zu haben; aber wie das so ist, das Wichtigste vergisst man. Die Musik, natürlich, aber das setze man bei mir als Goldsmith-Fanboy voraus, dass ich die bei seinen Filmen immer toll finde.

    Und wie kam es denn zu dem Star-Trek-Einschub, einfach so gesagt: "Oh ja, heute mal schön Teil 6 gucken", das passt so gar nicht zu deinem akribischen Reihen-werden-am-Stück-geguckt-Modus-operandi.

    Diesbezüglich auch die Frage: Hast du an den X-Files-Marathon gleich noch "Millennium" angehängt? Habe von dir noch nie was zu dieser Serie gelesen.

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  20. Da mich mein Freund immer mal wieder mit STAR TREK traktiert, kommt es hin und wieder zu ungewollten Einschüben diesbezüglich. :)

    MILLENNIUM finde ich boring und uninteressant. Habe nie mehr als eine Handvoll Folgen gesehen (gilt auch für THE LONE GUNMEN).

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  21. Hmmja, "Millennium" ist zwar auf Drehbuchebene noch ausgefeilter, im Produktionsniveau mindestens ebenbürtig und in der Gesamtkonzeption wesentlich künstlerischer als das Mutterschiff, aber eben auch leider (ich bemühe jetzt mal Werbesprech) null sexy.

    22 Mal pro Staffel "Das Schweigen der Lämmer", das kann einen schon umhauen. Gilt zumindest für die erste Staffel. In der zweiten haben ja Morgan und Wong das Zepter geeschwungen und so manche Fernseh-Sternstunde produziert. Das Ende ihrer Staffel ist sogar der perfekte Abschluss der Serie.

    Eine Serie, über die sich Dutzende Abhandlungen schreiben ließen, die aber eben auch nur zu einem gewissen Grad Spaß macht, und das ist natürlich im Fernsehen das Todesurteil.

    Und "Lone Gunmen" war wirklich nix. Damit aber immer noch besser als so manches, was heute läuft.

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  22. Immer wieder schön, wenn du bestimmst, wann ein Thema durch ist. :)

    Klappe zu, Affe tot.

    Zu meiner Schande muss ich jetzt allerings gestehn, dass ich Prestige mit The Illusionist verwechselt habe. Liegt wohl an der Thematik, die ich noch dazu absolut uninteressant finde. Also die Einschätzung Mumpitz bezieht sich auf Prestige.

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  23. @Rajko
    Jedenfalls überraschend, Tscherkassky dort zu entdecken, fällt ja doch ziemlich aus deiner Sichtungsliste raus. Aber wie du siehst, lohnt sich der Blick über den anglophilen Erzählkino-Tellerrand immer wieder. ;)
    COMING ATTRACTIONS ist grundsätzlich schon eine ähnliche Found-Footage-Komposition, aber doch entschieden leichter, verspielter, heiterer als etwa die extrem kompakte, beunruhigende CinemaScope-Trilogie. Allein durch die Länge ist der Rhythmus auch ein anderer, nicht mehr so stark von schnellem stroboskopischen Bilderflackern dominiert.

    ANGELA ist nicht der einzige Film, der von diesem Potenzial zeugt. Christians erklärte HC-Lieblingsfilme, die "Pygmalion"-Variation THE OPENING OF MISTY BEETHOVEN und die "Dorian Gray"-Adaption TAKE OFF sind etwa unterhaltsame und souveräne Versuche der Annäherung an den "normalen" Kino-Spielfilm. Als Camp- und Waters-Fan sollte man THUNDERCRACK! gesehen haben, als PSYCHO-Verehrer MEMORIES WITHIN MISS AGGIE. Der psychedelische Fiebertraum BACCHANALE, der düstere Psychothriller THROUGH THE LOOKING GLASS und die schwule Natur/Stadt-Meditation LA PLAYS ITSELF sind ebenfalls sehr zu empfehlen. Craven war zum Glück nicht der einzige, der das Genre vor dem Fließband-Ausverkauf der Videoeinführung als faszinierendes kreatives Experimentierfeld genutzt hat :)

    WE ARE WHAT WE ARE sehen wir dann wohl sehr ähnlich, mochte den auch ziemlich gerne, aber die Tendenz, manchen Bildern noch eine Bedeutungsebene überzustülpen, anstatt sie für sich stehen zu lassen, ist ein wenig schade.

    Und TRUE GRIT ist wirklich keine Diskussion wert, zumal du mit dem noch recht gnädig warst... :)

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  24. Danke für die Tipps, das sind im Wesentlichen die Titel, die mir ohnehin besonders auffielen. Vermutlich werde ich aber nur noch THROUGH THE LOOKING GLASS schauen - das zeitaufwändige Ab- bzw. Durcharbeiten ganzer Listen/Themen/Gebiete überlasse ich euch Nerds. :D

    COMING ATTRACTIONS ist grundsätzlich schon eine ähnliche Found-Footage-Komposition, aber doch entschieden leichter, verspielter, heiterer als etwa die extrem kompakte, beunruhigende CinemaScope-Trilogie. Allein durch die Länge ist der Rhythmus auch ein anderer, nicht mehr so stark von schnellem stroboskopischen Bilderflackern dominiert.

    Ah, ok. Weil: So herausragend ich das, was Tscherkassky macht, auch finde, ist es doch letztlich wie mit vielen Experimentalfilmen: Kennt man von einem bestimmten Regisseur einen, kennt man in gewisser Weise auch die anderen, da sie doch nur immer ein und dieselbe Idee variieren (siehe zuletzt Benning) - worauf mich ein Fi-Wi-Freund zurecht in einer heißen Post-Berlinale-Diskussion hinwies, in der ich mich über Emigholz ausgekotzt habe. Insofern gefallen mir vermutlich alle Tscherkasskys, aber sehen muss ich sie deshalb nicht. :D

    PS: Schubladisiere mich nicht immer so. :P

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  25. Zbigniew Rybczyński, Norman McLaren oder Takashi Ito haben z.B. ein sehr facettenreiches Gesamtwerk. Und naja, dieselben Ideen zu variieren, das trifft ja nicht nur auf Experimentalfilmer zu. Eigentlich macht doch jeder Autorenfilmer immer wieder den gleichen Film oder?

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  26. Das würde ich nicht sagen. Sicherlich gibt es bei Autorenfilmern mitunter einen gewissen roten Faden aus Motivkonstanten und Leitthemen etc., aber bestenfalls nutzen sie ihre Idee als Ausgangslage für immer wieder neue Abschweife, Erkenntnisse und Beobachtungen, die auf einem irgendwann einmal formulierten Gedanken aufbauen - also ein organisches Werk bilden, aus dem man Einzelteile nicht ohne Weiteres lösen kann (was ja gemäß Deiner Bemerkung möglich sein müsste). Dass man das Gesamtwerk bestimmter Autoren (z.B. Cronenberg) auf eine bestimmte Grundsumme von Ideen herunterbrechen könnte, heißt nicht, dass sie immer wieder den gleichen Film drehten.

    Ich möchte das auch nicht über alle Experimental-/Avantgardefilmer behaupten (wie könnte ich das auch), aber wenn ich z.B. einen Film von James Benning schaue, dann kenne ich seinen Ansatz auch, ohne mir diesen noch einmal mit ausgetauschten Objekten (Seen, Landschaften, Züge) in zahllosen weiteren Filmen vorstellen lassen zu müssen. Das ist doch ein und dieselbe Idee ohne grundlegende Erneuerungen endlos variiert. Dass dabei ein "evolutionäres" Gesamtwerk entstehen mag, will ich aber nicht ausschließen.

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  27. "das zeitaufwändige Ab- bzw. Durcharbeiten ganzer Listen/Themen/Gebiete überlasse ich euch Nerds. :D"

    Wenn man sich dein akribisches Ab- und Durcharbeiten diverser Filmserien/Sequels/Filmografien so ansieht, brauchst du gar nicht den harmlosen Gelegenheitsgucker raushängen lassen :o)

    LOOKING GLASS ist aber keine schlechte Wahl, ähnlich düster und abgründig wie MISS AGGIE. Als durchgeknalltes campig-exzessives Gegenstück wäre dann zumindest noch THUNDERCRACK! nicht verkehrt.

    Was die Experimentalfilmer angeht, mag das in gewisser Weise schon auf viele zutreffen, die Schlussfolgerung finde ich aber trotzdem ziemlich seltsam. Um bei Benning zu bleiben, sind die Unterschiede zwischen TEN SKIES, RR und TWENTY CIGARETTES schon recht markant (auch hinsichtlich formaler Eingriffe, Bearbeitungen der Tonspur etc.), und gerade die Ähnlichkeit der Methodik schärft das Bewusstsein für die Unterschiede, intensiviert damit eine Reflexion der Wirkungen der formalen Gestaltung/Eingriffe und ermöglicht gleichzeitig, sich offener auf das "Porträtierte" einzulassen. Insofern immer wieder lohnenswert, auch wenn man vermeintlich "den Ansatz schon kennt". Auch der "Institutionen-Dokumentarist" Frederick Wiseman arbeitet z.B. meist mit sehr ähnlicher Methodik, ermöglicht aber erst dadurch eine vorurteilsfreie Annäherung an den Gegenstand seiner Filme. Und gerade bei Emigholz gibt es ja schon innerhalb der vier kurzen Filme von EINE SERIE IN GEDANKEN starke Unterschiede, und zwischen diesem und seinen "reinen" Architekturfilmen sowieso noch mal.

    In die "anglophile Erzählkino"-Schublade hast du dich vor einigen Monaten in der POETRY-Diskussion bei Cinefacts aber sehr bereitwillig selbst begeben - was ja auch okay ist, auch wenn du ja selbst immer wieder mal am praktischen Beispiel merkst, was du dir damit entgehen lässt. Trotzdem nicht böse gemeint ;D

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  28. Das hatte ich nur gesagt, damit Du mich mit deinen cinephilen Monströsitäten in Ruhe lässt. :D

    Und gerade bei Emigholz gibt es ja schon innerhalb der vier kurzen Filme von EINE SERIE IN GEDANKEN starke Unterschiede, und zwischen diesem und seinen "reinen" Architekturfilmen sowieso noch mal.

    Stimmt, die einzelnen Episoden unterscheiden sich sehr, andererseits sind sie wiederum alle gleich scheiße, passt also. :)

    (habe mir übrigens sagen lassen, dass selbst Emigholz-Jünger seinen letzten doof, verbittert oder irritierend fanden, insofern sehe ich mich gestärkt an der Antiintellektuellenfront)

    Btw: Ich werde meine Androhung diesbezüglich übrigens wahr machen, Näheres in Kürze. Vega goes Forum!

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  29. "Das hatte ich nur gesagt" - das mit den HC-Klassikern oder mit POETRY? Vermutlich beides! o) Aber cinephile Monströsitäten ist witzig, hehe. Gut, dass in diesem Fall der Christian Keßler schon umfangreiche Vorarbeit geleistet hat. Dann ist die vorselektierte Liste nämlich gar nicht mehr so monströs, und muss ja auch nicht auf einen Schlag vorgenommen werden. Vieles davon lässt sich sowieso recht locker zwischendurch immer mal wieder gucken. Anyway.

    Bin ja nun selbst weder erklärter Emigholz-Jünger (kenne zu wenig), noch großer Fan seines jüngsten Films, den ich ohne den tollen LEONARDOS TRÄNEN wohl auch ziemlich enttäuschend gefunden hätte. Da muss im Zweifelsfall schon eher der begeisterte McKenzie ran. Aber dass auch viele Fans nicht recht überzeugt waren, spricht ja eher gegen deine vorigen Thesen bezüglich der Experimentalfilmer und auch bezüglich Emigholz. Das mit der "Androhung" klingt dagegen super, da bin ich schon wirklich sehr gespannt! :)

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  30. Das war auf die POETRY-Diskussion bezogen. Auf HC's lasse ich nix mehr kommen.

    :D

    Stimmt ja, McK ging ja so auf den ab. Ich weiß noch wie er am Eingang zum Arsenal zu mir meinte: "Viel Spaß mit dem besten Film der Berlinale." - da hätte ich's schon ahnen müssen. :) [das aber ist nichts gegen seine zarten Stöhngeräusche während der VAMPIRE-Vorführung]

    Du darfst zurecht gespannt sein. Ich möchte dann bitte elusiv-oneironautische Kommentare und schangelige 9/10-Wertungen von Euch.

    (im Gegensatz zu Emigholz aber werde ich meine Videokunst nicht abendfüllend gegen 8€, sondern frei zugänglich machen, auf dass sich jedermann, nicht nur elitäre Blumenfeld und Radiohead hörende Filmstudenten, von meinem bahnbrechenden Formalismus überzeugen können)

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  31. Wow, mit dem Schubladisieren bist ja gerade selbst wieder nicht zu knapp dabei! :D

    Meine Affinität zum Wortkomplex elusiv/oneironautisch/schangelig hält sich ebenso in Grenzen wie für Blumenfeld und Radiohead, aber bin ja auch kein Filmstudent im engeren Sinn, mag aber Emigholz trotzdem recht gern und find' VAMPIRE ziemlich super. Mit 9/10 bin ich trotzdem kaum weniger zurückhaltend als du. Sachen gibt's... :)

    Bei so großen Worten vom bahnbrechenden Formalismus endet das hoffentlich nicht bei 1/10 wegen maßloser *echter* Prätention ;) Aber mal schauen, bei mir bekommt ja sogar Marc Vorlander eine faire Chance, bleibe also gespannt...

    McK solltest du mal bei einem Godard erleben, aber da würdest du wohl in sein lautstarkes Leiden einstimmen :)

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  32. :)

    (PS: Dass Du kein Blumfeld hörst, glaube ich Dir allein schon, weil Du meinen testweise eingebauten Fehler übernommen hast. :D)

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  33. Gute Güte, ich habe hier ja anscheinend einen zärtlichen Ultra-Flirt zwischen euch beiden verpasst!o__O

    Ich werde mich zu EINE SERIE VON GEDANKEN aber nicht mehr äußern. Das Thema hat sich in Berlin vor Ort bereits erledigt. Ich kann allerdings anführen, dass ich, ebenso wie Andreas, das Segment "Leonardos Tränen" auch als besonders große, elusive Ultrakunst empfunden habe und von dem ersten Segment aufgrund des penetrierenden Kunstgeschichts-Schangels bisweilen recht genervt war. Aber ein wirklich toller Film darf schon auch mal auf die Nerven gehen.^^
    VAMPIRE war natürlich auch toll und Rajkos Argumente dagegen sind wirklich sehr knickerig ob der Großzügigkeit des Films.

    Die Aussage mit dem "einen Film gesehen, alle gesehen" ist natürlich äußerst fragwürdig und tendenziös. Das mag vielleicht auf solche Prätentionsleuchten wie Theo Angelopoulos zutreffen, aber sonst würde mir kein Filmemacher einfallen, der sich so abfrühstücken ließe.

    Ansonsten brenne ich natürlich begierig auf Rajkos große filmische Offenbarung, das erste große Werk des zukünftig führenden deutschen, postmodernen Film-Essayisten und Gewinner des "Forum expanded" 2012! Noch meeeehr Ultrakunst! Allerdings befürchte ich auch eine 1/10 für echte Prätention (fall es sich tatsächlich um eine filmische Verewigung der eigenen Extremente handeln sollte), aber vielleicht wird meine Erwartungshaltung ja radikal unterlaufen - immerhin fetischisiert der Nachwuchsfilmer Rajko B. derartige Ambitionen ja relativ stark, von daher...:-)

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  34. Sexually predatory mail for you :>

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  35. Hihi, musste tatsächlich erst bei YouTube schauen, was du überhaupt meinst, und dort gab's beides, Piano-Stücke von Blumenfeld und dieses Blumfeld-Dingens ^^ Tja, mein Musikgeschmack ist vermutlich noch 'gestriger' als mein Genrefilmgeschmack, steh da eher auf Prog-Rock, Easy Listening und anderes geiles 60s/70s-Zeug oder auch mal ganz profan auf sowas mainstreamiges wie Lily Allen. Fand ich schon als Jugendlicher kurios, dass viele in Sachen Musik möglichst weit weg vom Mainstream und indie/extravagant sein wollten und sich in Sachen Film gleichzeitig völlig mit Hollywood begnügten. Bei mir ist's mit Film und Musik eher umgekehrt, zumindest tendenziell. Eine Schublade will ich auch nicht gleich draus machen ;)

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  36. http://www.youtube.com/watch?v=t90su0MoRmk

    :D

    Der Kommentar von Booh ist aber auch super! ^^

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  37. Der kam früher immer zu uns in den Laden (M) und wollte nie etwas anderes als diesen oder irgendeinen anderen Schlockfilm kaufen, in dem er mitspielte.

    Ja, der Kommentar von Booh wirkt für sich genommen leicht strange. :P

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  38. Bizarr. Fast so strange wie Booh. Aber solche Anwandlungen haben sehr von ihrem sonderbaren Werk überzeugte Leute offenbar häufiger. Zumindest TODESGÖTTIN und BRUT DES BÖSEN sind aber durchaus kein Schlock, sondern schon erlesener Trash ;)

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  39. Mephisto7/5/11 13:17

    Wie hiess denn der Film über den im Film Blue Moon geredet wurde, der über mehrere Jahrzehnte im 20. Jahrhundert spielt, bei dem es scheinbar um Leute geht, die alle was besonderes können und die kaum Kontakt zu normalen Leuten haben? Ist der gut?

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  40. Keine Ahnung, was Du meinst. :)

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  41. Mephisto8/5/11 18:09

    Ich find das auch nicht raus. Das war glaub ich der Anrufer nach dir, und mein Interesse hat die Aussage geweckt, dass es wohl ein Science Fiction Film ist, der in der Vergangenheit spielt.
    Ich meine mich auch daran erinnern zu können, dass Keira Knightley eine der Figuren im Erwachsenenalter spielt, finde aber keinen Film von ihr, der dazu passt.

    Ich hab die ganze Zeit darauf gewartet, dass die Moderatoren endlich mal den Titel des Films nennen, ist aber nicht passiert. Jetzt vermische ich wahrscheinlich mehrere Filme und da kommt nichts bei raus.

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  42. Ach so, das ist NEVER LET ME GO.

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  43. Mephisto8/5/11 20:03

    Cool, danke :) Werd ich dann wohl aber auf die DVD warten.

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