März 29, 2009

Zuletzt gesehen: MY GIRL

Die Geschichte eines 11jährigen Mädchens, das in den 60er Jahren zu einer sexuellen Identität, Selbstbestimmung und Beziehung zum Tod findet – als Tochter eines verwitweten Bestattungsunternehmers. Mit ihrem gleichaltrigen Freund fährt sie auf klapprigen Rädern durch die Vorstadt, hüpft auf Bäumen herum oder begießt mit ihm die Blutsbrüderschaft. "My Girl" ist dabei wohl so etwas wie der perfekte Thanksgiving-Film: Er täuscht mit sommerlichen Schön-Bildern und passenden Stimmungsliedern eine warmherzige Nostalgie vor, die er mit dramaturgischen Hauruckmethoden beständig unterbricht, um rührige Emotionen beim Zuschauer hervorzukitzeln. So durchschaubar der Film geschrieben und inszeniert sein mag, so großartig ist er hingehen auch besetzt. Anna Chlumsky schultert Howard Zieffs Film eindrucksvoll, sie lässt fast vergessen wie schade es eigentlich ist, dass diese an allen Ecken und Kanten abgeschliffene Familienunterhaltung ihr Potential nicht nutzt – "My Girl" hätte schließlich, würde er nicht einige seiner Figuren gegen typische Drehbucheffekte ausspielen, eines der wenigen Melodramen mit Kindern als Protagonisten sein können.


70%

Kommentare:

  1. Den Film habe ich '92 aus der Videothek geholt, weil ich nach dem Tod meines Vaters eine lockere Komödie sehen wollte - da hat er mich dann doch ziemlich weggeblasen...

    Anna Chlumsky habe ich übrigens neulich in "Blood Car" wiederentdeckt - neben ODS die beste Amateurkomödie, die mir je untergekommen ist.

    AntwortenLöschen
  2. Als Kind habe ich den auch geliebt. So um '92 aus der Videothek geliehen, das kommt hin. Oder vielleicht auch gleich das UV-Billiglabel-Video gekauft...

    AntwortenLöschen
  3. Werden wir jetzt nostalgisch?! :-))) *ggggg* *lol*

    AntwortenLöschen
  4. Wo bleiben die TV-Tips?

    AntwortenLöschen