April 03, 2013

Endstation Selbstfindung – Wer rettet die Komödie?

Beim Blick auf gegenwärtige US-Komödien gleicht das Kino einem Humorbrachland. Angebliche Ehrenretter wie Judd Apatow manövrierten das Genre nur noch weiter in eine Sackgasse aus Selbstfindung, Verklemmtheit und Altherrenwitz. Wo sind die Erneuerer? 

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April 02, 2013

April 01, 2013

In eigener Sache: Keine Meisterwerke mehr

Ich werde künftig auf die Monatslisten gesehener Filme verzichten. Die "private" Filmauswahl ist, wenn ich es mir recht überlege, doch eine sehr persönliche Angelegenheit, die ich eigentlich nicht unbedingt öffentlich geteilt wissen möchte. Wenn es tatsächlich jemanden interessieren sollte, welche Filme ich zuletzt gesehen und entsprechend bewertet habe, so kann er mich nach dem Link zu meinen IMdB-Ratings fragen, ansonsten ist die Sparte hier auf dem Blog aber erst einmal dicht.

März 28, 2013

TV: "Einfach die Wahrheit", ein ARD-Film über Kindesmissbrauch

Kurz vor dem Osterwochenende strahlt die ARD einen bereits vor zwei Jahren fertig gestellten Spielfilm über Kindesmissbrauch aus. Zwischen spekulativ und banal nähert dieser sich dem Thema vor allem von Seiten der absoluten Belanglosigkeit. 

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Images: POINT DE CHUTE [aka. FALLING POINT aka. ZWEI IM VISIER] (1970, Robert Hossein)

März 27, 2013

Die perfekte Pose – Tarantino und der Personenkult

50 Jahre alt wird Quentin Tarantino heute. Ich gratuliere dem vielleicht bekanntesten Filmemacher der Welt mit Gleichgültigkeit, maßvoller (Ver-)Ehrung und losen Gedanken zum Tarantinoschen Personenkult. 

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März 22, 2013

Zuletzt gesehen: THE DEVILS [DIE TEUFEL] (1971)

Noch immer ist er gleichermaßen faszinierend wie er auch wehmütig stimmt, der enorme inszenatorische Aufwand, mit dem Ken Russell sein rüdes zeitgeschichtliches Kirchen- und Sittengemälde in die An(n)alen der Filmgeschichte stieß. Von derart gigantischer Studiovertriebssystem-Exploitation, auf einem so hohen gestalterischen Niveau, bedingungslos grob und doch nicht unklug in seiner Radikalität, geradezu getrieben künstlerisch und ausufernd bitter, kann das Kino heute nur noch träumen. Die schlicht nicht zu bändigende orgiastische Wut der Russellschen Bilder hysterischer Penetration, sich Bahn brechender sexueller Kräfte und aberwitziger ritueller Tyrannei hat nichts von ihrer subversiven Schlagkraft eingebüßt: Nach wie vor ist jede reguläre Veröffentlichung der zentralen Rape-of-Jesus-Sequenz beraubt, noch immer ist dieser größte Zelluloid gewordene Anschlag auf die ästhetischen Grundpfeiler des Christentums dem Warner Bros. Entertainment ein Stein des Anstoßes. Als Manifest der Hemmungslosigkeit, durchaus auch plump in der Wahl der Mittel, und aber gleichfalls nachhaltig eindrucksvolle Popart-Orgie, die kirchliche Insignien konsequent auf ihre funktionalen Symbolismen von Unterdrückung, Folter und Unmenschlichkeit herunter bricht, ist "The Devils" auch über 40 Jahre nach seiner Veröffentlichung ein absonderliches, fassungslos-irres Vergnügen. 


70%

März 20, 2013

Nicht alle waren Täter - und die, die es waren, wollten es natürlich nicht sein

Ausnahmweise mal ein verlinkter Fremdtext. Denn Ekkehard Knörer hat, auch als Reaktion auf die irritierend einseitige, völlig vernebelte positivistische hiesige Presse, einen ganz und gar richtigen Kommentar zur ZDF-History-Frechheit "Unsere Mütter, unsere Väter" geschrieben. Lesenswert und bitter nötig.

---> Weltmarktführer im Büßen