April 16, 2007

SUPERBLOGS 2007 - Wahlrunde eröffnet

Wie es der Banner in der Linkleiste schon seit einigen Tagen vermuten lässt, wurde ich im Rahmen des Hitflip-Blogs für den "Superblog 2007" nominiert. Das kam ehrlich gesagt etwas überraschend, ich hatte mich nämlich nicht angemeldet und habe von der Nominierung eher zufällig erfahren. Ab heute kann man bis zum 23. April für insgesamt 23 nominierte Filmblogs stimmen. An dieser Stelle folgt deshalb nun die dezente Bitte, fleißig für mich abzustimmen. Also Feinde und Freunde, versammelt Euch und votet mit! Zur Superblog- Wahl geht es
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Kino: SUNSHINE

Sie sind so nah an diesem hellsten und gleichzeitig glühenden Punkt angekommen wie niemand vor ihnen, die Astronauten und Wissenschaftler einer ebenso gewagten wie spekta- kulären Sonnenmission. Doch die Kraft assoziierende Licht- und Wärmeflut täuscht – der lebenswichtige Stern befindet sich in einem denkbar schlechten Zustand und bedroht die Erde mit dem Verlust seiner Energie. Nun soll eine überdimensionale Bombe entgegenwirken: Das Rettungsteam muss sie in die Sonne befördern und hofft, dass die Detonation einen reanimierenden Glüheffekt ausüben wird. Doch die Aktion verläuft unplanmäßig, ein zuvor entsandtes Schiff mit Namen "Icarus I" und Crew befindet sich ebenfalls in Reichweite. Und nicht nur dort hat die enervierende Wirkung der Sonne bereits Spuren hinterlassen – die Expedition entwickelt sich mehr und mehr zu einem unheilvollen Trip, bei dem es bald um Leben und Tod gehen wird.

Obwohl die Wissenschaft davon ausgeht, dass die Sonne über Brennstoff für noch mindestens fünf Milliarden Jahre verfügt, zeichnet der "28 Days Later"-Regisseur Danny Boyle in "Sunshine" ein gefahrenvolles Bild vom drohenden Ende der Menschheit. Der Griff nach der Sonne als sinnliche Grenzüberschreitung ist dabei nur eines der Motive dieser Weltraumodyssee. Den Ikarus-Mythos bemüht der Film nämlich gleich in vielfacher Hinsicht. Wenn die Sonne den Menschen in ein geistiges Labyrinth aus verzerrter Wahr- nehmung und Infragestellung des eigenen Ichs zwängt, erinnert das natürlich unweigerlich an den im Reich des Minotaurus festgehaltenen Griechen. Das gleichnamige Schiff, auf das die Crew bei ihrer Mission stößt, wirkt da wie eine reflexive Spiegelung seiner selbst: An Board befindet sich ein durch die Sonne zersetztes Mitglied, das zum Monstrum mutiert scheint und die Besatzung der Rettungsmission attackiert.

In dieser an den klassischen Melting Man alter Science Fiction-Abenteuer erinnernden Figur vereinen sich nicht nur die Angst vor dem Fremden, sondern ebenso auch die Furcht davor, seine eigene dunkle Seite zum Vorschein – oder treffender: ans Licht – zu bringen. Der mythologische Überbau des ganzen ist offensichtlich: So wie Ikarus bei seiner Flucht mit den angehefteten Flügeln an seinem Übermut scheiterte und durch die glühende Kraft der Sonne ums Leben kam, stoßen auch die Mitglieder der Rettungscrew an natürliche Grenzen, bei denen selbst ihre technischen Errungenschaften von High Tech-Raumschiffen bis zu goldenen Panzeranzügen zunächst nicht mehr viel ausrichten können.

Dass die Reise in fremde Welten vor allem auch eine Metapher für die Reise ins Ich darstellt, ist im Genre keine besonders neue Erkenntnis. "Sunshine" begibt seine All-Eroberer jedoch auf einen beklemmend klaustrophobischen wie sinnlich-erlebbaren Trip in deren innere Abgründe. Der Konflikt, geschürt aus dem äußeren Druck, die Mission nicht erfolgreich durch- und damit die Rettung der Erde herbeiführen zu können, und der inneren Notwendigkeit, sein Selbstwesen erkunden zu müssen, wird mithilfe einer betö- renden visuellen Bildgestaltung auf die Leinwand projiziert. Unter Einsatz einer pulsierenden Musik des britischen Elektro-Duos Underworld wird das Vordringen in Grenzbereiche auch für den Zuschauer zu einer audiovisuellen Erfahrung, die sich weniger einer Ausformulierung ihres veritablen conditio humana-Ansatzes, denn der möglichst unnarrativen Darstellung einer Raum und Zeit auflösenden Weltraumreise verschreibt.

Deshalb versteht sich "Sunshine" kaum als konventionelles Genrekino, dafür entwickeln sich seine Figuren zu dürftig, erarbeitet er keine dramaturgische Dichte und auch keinen erkennbaren Spannungsbogen. Boyles Inszenierung ist vielmehr auf eine eigene Stilistik der Science Fiction angelegt. Deshalb auch täuscht die Nähe zu Kubricks "2001: A Space Odyssey". Zwar beschäftigt sich der Film aufgrund seiner identischen philosophischen Utopie einer Welt ohne Menschen mit evolutionären Fragen nach Beschaffenheit und Wesen desselbigen, allerdings siedelt Boyle diese Ausei- nandersetzung nur auf einer sehr dünnen Ebene an und bekräftigt das auch mit einem etwas unbefriedigenden Ende, das keine weiteren Fragen aufwirft, sondern jene zuvor buchstäblich in den Raum geworfenen Thesen sogar geradezu ignoriert.

Denn wo Kubrick letztlich eine pessimistische Vision mensch- licher Unterwerfung entwirft oder Ridley Scott den Zuschauer mit "Alien", an den der Film nicht nur in Bezug auf sein Produktionsdesign, sondern auch in den Monstersequenzen erinnert, einer sublimierten Fremdheit (in Form sexueller Triebe) gegenüberstellt, verharrt Boyle zu sehr in seinen Ansätzen – das Ende erscheint konventionell und daher unpassend. Zuweilen erfüllt die wörtlich zu nehmende Blendwirkung in "Sunshine" aber dennoch ihren Zweck: Als bestechend verführerisches und im selben Moment auch rudimentäres Kinoerlebnis widersteht man der Sogwirkung dieses Films gern. Zumindest vorläufig.


60%
- erschienen bei Wicked-Vision.de

April 14, 2007

News: 28 WEEKS LATER Clip & Trailer

Zum Sequel des Danny Boyle-Hits "28 Days Later" sind ein Clip und das neue UK-Poster veröffentlicht worden. Erinnert mich bislang alles angenehm an "The Crazies".

Kino: PERFECT STRANGER

Was ist das momentan nur für ein seltsamer Trend? Vor kurzem noch beförderte Joel Schumacher den schwer unterforderten Jim Carrey auf die Suche nach der eigenen Identität in seinem Vexierspiel "The Number 23", nun geht bereits der nächste Retro-Thriller an den Start. "Perfect Stranger" - oder leger: "Verführung einer Fremden" - kommt daher wie einer dieser unangenehm lasziven Erotikkrimis anno 1990, in denen für gewöhnlich irgendeine heißkalte Frau, die meistens Sharon Stone hieß oder dieser zumindest ähnelte, einen lüsternen Ermittler in Fesseln legte. Die finale Überraschung interessierte da in der Regel schon niemanden mehr - je klarer die exquisiten Einblicke in die Intimsphären der Hauptdarsteller, desto schwammiger der Rest.

Da die Stone ihre Reproduktionsprüfung mit Ganzkörper- Update bereits letztes Jahr in "Basic Instinct 2" absolvierte, sind nun endlich auch die Männer an der Reihe. Bruce Willis nämlich hat das Genre um ein mindestens genauso schuldiges Vergnügen bereichert: "Color of Night". Dort entpuppte sich die schöne Verführerin schlussendlich als kurioser Zwitter, was der Zuschauer aber ohnehin kaum noch wahrzunehmen schien - das entblößte Gemächt des Herrn Willis bescherte da schon den wesentlich nachhaltigeren Eindruck. "Perfect Stranger" ist hingegen zweifellos der Film mit den weniger spektakulären Schauwerten (ein prätentiöser Küchen-Quickie bleibt die Ausnahme), seine Auflösung ist dafür allerdings umso hanebüchener.

Halle Berry spielt Rowena Price, eine rasende Reporterin. Die ist derzeit aber gar nicht gut zu sprechen, hat ihr Chef doch gerade erst eine große Titelstory abgeblasen. Frustriert trifft sie zufällig ihre alte Freundin Grace (Nicki Aycox), die ihr von der Bekanntschaft mit dem Werbechef Harrison Hill (Bruce Willis) berichtet. Am nächsten Morgen allerdings liegt diese plötzlich auf dem Pathologietisch - Diagnose: Mord! Price und ihr verdächtig charmanter Kollege Miles (beständig zwischen liebenswert und nervtötend: Giovanni Ribisi) untersuchen den Fall auf eigene Faust. Per Internetchat treten beide in Kontakt zu Hill, den sie als verführerischen Übeltäter vermuten. Schließlich gelingt es Price sogar unter falschem Namen in dessen Agentur eingestellt zu werden. Doch man ahnt es schon - da hat die gerissene Schönheit ihre Rechnung ohne die raffinierten Kniffe des wohl längsten Drehbuchs des Jahres gemacht.

"Perfect Stranger" ist das Ergebnis folgenden Rezepts: Man nehme zunächst einen smart dreinschauenden Bruce Willis, auf den die Kamera immer dann besonders elegant schwenkt, wenn er gerade lässig den Raum betreten oder einen abgehalfterten Witz über die Lippen gebracht hat, stelle ihm eine sexy ins Licht gerückte Halle Berry als modische Profilerin zur Seite und packe dann noch zwei große Hände voller illustrer Filmklischees der 90er dazu. Am Ende schwimmen da freilich allerlei unappetitliche Zutaten nebeneinander - und der Geschmack reicht gerade so von fad bis nüchtern. Nein, James Foley ("The Corruptor") ist wahrlich kein Meisterkoch, da hätte es bei der Zubereitung einfach manch eigener Würze bedurft.

Doch trotz der grausigen Dialoge und ihrer noch viel, viel grausigeren Darsteller reicht es selbst für ein verwegenes, unfreiwilliges Schmunzeln kaum mehr aus. Und so quält man sich durch diese 110 Minuten uninspirierten Zelluloids, wartend auf den einen obligatorischen Moment, der das bis dato gesehene mit hektischer Erklärungswut ad absurdum führen wird, bis dann endlich auch das letzte Klischee über die Leinwand flimmern darf: Es ist - Überraschung! - ein Schlusstwist wie aus den alten guten Erotikthriller-Tagen…


10%
- erschienen bei: DAS MANIFEST

TV: Fernsehtipps 14.04. - 20.04.07

Samstag, 14.04.

20:15 Uhr – „Ghostbusters“ (K1)

Zeitlose Horrorkomödie mit unnachahmlicher Eigendynamik.

22:15 Uhr – „Teufelskreis Alpha“ (Das Vierte)

Solide inszeniert, mäßig spannend. „Scanners“ ist mir lieber.

Sonntag, 15.04.

20:40 Uhr – „Unter Piratenflagge“ (Arte)

Bombastisch ausgestatteter Michael Curtiz-Klassiker. Nicht ganz so gut wie „The Sea Hawk“.

1:50 Uhr – „Dämonisch - Frailty“ (Pro7)

Simpel konstruierter, aber effektiver Thriller mit einigen grandiosen Spannungsmomenten. Überdies sehr blasphe- misch, was schon einmal grundsätzlich Pluspunkte bringt.

Montag, 16.04.

22:15 Uhr – „Explosiv – Blown Away“ (ZDF)

Allein Jeff Bridges lohnt das Einschalten – spannender Action- Thriller, der sich auf das wesentliche konzentriert.

1:25 Uhr – „La Boum“ (ARD)

Dreams are my reality – wenn sich idealisierte Nostalgie mit schwärmerischer Altherrenromantik verbindet.

Dienstag, 17.04.

20:15 Uhr – „Stop! Oder meine Mami schießt“ (K1)

Der Titel kommentiert sich eigentlich von selbst.

Mittwoch, 18.04.

20:15 Uhr – „Fat Actress“ (Das Vierte)

Kirstie Alley gefällt. Aber da hätte man einfach mehr draus machen können.

20:15 Uhr – „Teaching Mrs. Tingle“ (K1)

Kevin Williamsons herrlich schräge Abrechnung mit den Schulnöten, wunderbar besetzt mit Helen Mirren und Katie Holmes. Und Marisa Coughlans „Exorcist“-Einlage auf dem Ehebett ist zum Brüllen.

23:00 Uhr – „Amityville Horror“ (Tele5)

Schlecht gealterter Pseudo-Klassiker, heute eher albern als gruselig.

Donnerstag, 19.04.

20:40 Uhr – „Mein wunderbarer Waschsalon“ (Arte)

Wunderschöne Tragikomödie von Stephen Frears. Selten war Daniel-Day Lewis wieder so gut.

22:15 Uhr – „Lock Up – Überleben ist alles“ (VOX)

Männer mal wieder unter sich – banaler Knastfilm für große Jungs und abgehalfterte Sly-Fans.

Freitag, 20.04.

20:15 Uhr – „Signs – Zeichen“ (Pro7)

Im Spiel mit Suggestionen und der Erwartungshaltung des Zuschauers clever in Szene gesetzter Horrorfilm, der bis zum konsequenten Schluss fesselt. Den faulen Budenzauber Shyamalans entlarvt man allerdings recht einfach – hier erreicht der dezent überschätzte Regisseur nicht annähernd die Klasse seines Vorbildes Hitchcock.

20:15 Uhr – „Scooby Doo“ (RTL2)

Bunte und kurzweilige, aber leider völlig an der Vorlage vorbei geschrammte Realverfilmung, der zudem leider auch der rechte Witz fehlt.

Kino: GOODBYE BAFANA

Wenn im Kino etwas immer gut funktioniert, dann sind es Geschichten über Menschen, die sich vom Bösen zum Guten wenden. Besonders dann, wenn ein weißhäutiger Rassist die Initiation zum menschelnden Liberalisten durchlebt. "Good- bye Bafana" von Bille August ("The House of the Spirits") ist zudem nicht nur die Gutmenschengeschichte eines geläuterten Helden, sondern durch die Verquickung mit dem Schicksal Nelson Mandelas auch noch ein modisches Biopic. Mit der Garantie zum Weichspülen ist dieser – natürlich – auf wahren Begebenheiten basierende Film deshalb fein chrono- logisch erzählt, sicher auch solide inszeniert und ganz bestimmt fürchterlich ambitioniert. Aber eben auch ordentlich glatt poliert und reichlich verklärend. Vor allem aber ist die Reise zurück in das Jahr 1968 grauenvoll gespielt.

Der südafrikanische Apartheidbefürworter und Gefängnis- wärter James Gregory (Joseph Fiennes) wird nach Robben Island versetzt. Dort verspricht er sich gemeinsam mit Frau (Diane Kruger) und Kindern ein besseres Leben. Auf der Fährenüberquerung werden auch gleich die vorläufigen Sympathien verteilt: Die kindliche Frage, warum auf der Insel nur schwarze Gefangene verwahrt würden, beantwortet Mutter Gregory eindeutig – "weil sie Terroristen sind". Die Karriere von Gregory verläuft schnell und steil nach oben: Durch seine Kenntnisse in Xhosa (als Kind wuchs er auf einem Bauernhof mit einem farbigen Jungen auf und beherrscht deshalb die Stammessprache) wird er für die direkte Überwachung des prominentesten Gefangenen eingesetzt – Nelson Mandela (Dennis Haysbert). Neben alltäglicher Zensur von Briefen kann er deshalb auch dessen Besuchergespräche mit seiner Frau übersetzen.

Doch das ideologische Bild Gregorys beginnt zu bröckeln, als er die Brutalität gegen Farbige vor seinen eigenen Augen erlebt. Ihm gelingt es schließlich, die verbotene Freedom Charta zu lesen, in der entgegen seiner Annahme nicht von der Unterdrückung weißer durch schwarze Bürger die Rede ist, sondern Gleichberechtigung proklamiert wird. Zwischen Gregory und Mandela entwickelt sich eine vorsichtige Freundschaft – und bis zur Entlassung der Galionsfigur 1990 wird aus dem Rassisten alsbald ein ANC-Kämpfer für die Freiheit. Denn: "Ich möchte dabei sein, wenn Geschichte geschrieben wird!". Na das klingt doch ganz wunderbar. Und wenn Mandela zu Zeiten seiner 27jährigen Gefängnis- aufenthalte wirklich so ein knuddeliger Papabär war, wie Haysberts Interpretation den Eindruck erweckt, dann kann jene Geschichte für das Kino sogar ganz und gar gemütlich (neu)geschrieben werden. Märchenstunde in Südafrika!

"Nelson Mandela, My Prisoner, My Friend" lautet der Titel von Gregorys Biographie, die die Grundlage für "Goodbye Bafana" bildet. Die rosigen Memoiren ergeben zwar einen guten Filmstoff, wurden jedoch auch stark kritisiert. Freunde Mandelas beschuldigten Gregory als Tatsachenverdreher, weil er wichtige Details erspitzelt und somit den Kampf zur Demokratie behindert habe. Eine tiefgehende Männer- freundschaft, wie Buch und Film sie suggerieren, sei nie zustande gekommen. Das ist eben der alte Widerspruch, mit dem das Kino zu leben gelernt hat: In der Regel folgt die Dramaturgie der Realität nicht den Gesetzen eines Drehbuchs. Und weil Augusts Film als universelle Parabel umso dienlicher scheint, wird die Wahrheit mit ihren Ecken und Kanten einfach mal so richtig schön abgeschliffen.

Dabei hat der an Originalschauplätzen gedrehte "Goodbye Bafana" atmosphärische Momente, die sein grundsätzliches Potential erahnen lassen. Wenn Frauen und Kinder bei einer Passkontrolle mit Schlagstöcken misshandelt werden, dann droht kurzzeitig jene romantische Verklärung zu verblassen, die den Film ansonsten so bieder durchzieht. Unglaubwürdig bis ärgerlich aber bleibt der Rest: Gregory dreht auf dem Gefängnishof täglich lebhafte Plauderrunden mit Mandela, ohne die geringste Aufmerksamkeit zu erhaschen, oder spaziert ohne Genehmigung in eine Bibliothek mit Abteilung für verbotene Literatur und entwendet problem- wie folgenlos das kritischste Dokument seiner Zeit – die Freedom Charta. Sollte der Weg zur Aufklärung seinerzeit tatsächlich derart unsteinig verlaufen sein, scheint die Brisanz der politischen Lage Südafrikas wohl doch ein wenig überbewertet, oder?

40%

RÜCKBLICK #01: Grace Kelly & die 42. Straße

Film der Woche: "Spider-Man 2"

Die zweite Sichtung seit damals im Kino, bevor es dann diese Woche in den dritten Teil geht. Einfach ein sensationell inszenierter Film – romantisch, gefühlvoll, brillant gespielt und toll getrickst.

Film-Flop der Woche: "The Reaping"

Bibelhorror ist ja schon an sich ziemlich garstig, eine meine einstigen Regiehoffnungen – Stephen Hopkins – aber konkurriert hier gemeinsam mit "The Exorcist: The Beginning" und "An American Haunting" um den dummdreistesten Genrefilm der letzten Jahre. Leider nicht einmal unfreiwillig komisch das ganze – einfach nur eine reine Folter von einem Film.

Überraschung der Woche: "The 42nd Street"

Musicals haben es mir angetan. Damit erfülle ich dann zwar wohl auch das letzte Schwulenklischee, aber ich kann es einfach nicht ändern – Busby Berkeleys Choreos sind einfach der Wahnsinn, nebenbei ist dies einer der besten Filme über die große Depression.

Song der Woche: "Grace Kelly"

Kann kein Mensch mehr hören, aber ich finde ihn immer besser. Mika hampelt auf der Bühne 1000mal eleganter herum als es ein Adam Green je könnte.

Song-Flop der Woche: "Your Love alone is not enough"

Die Kollaboration der Manic Street Preachers mit Nina Persson finde ich ziemlich nervtötend.

Held der Woche: Danny Elfman

Meine (Neu)Entdeckung des "Hulk"-Scores brachte die er- frischende Erkenntnis, dass Ethno-Gesänge doch ganz reizvoll sein können, so lange sie nicht aus der Primatenfeder Hans Zimmers stammen.

Trottel der Woche:

Kann mich nicht entscheiden zwischen Mark Wahlberg und seinen verklemmten Äußerungen über das "Brokeback Mountain"-Casting und Oliver Pocher, der seine Fresse trotz schauspielerischem Unvermögen derzeit in jede Fernseh- kamera presst.

Zitat der Woche:

„In der Manifest-Kritik hab ich großteils nur etwas von General Anal gelesen.“

(ofdb-Schreiber Rain Jao bezüglich dieser Besprechung)

April 10, 2007

News: HALLOWEEN (2007) Trailer!

Vor kurzem erschienen: Der erste Trailer zu Rob Zombies "Halloween", dem Remake des John Carpenter-Klassikers von 1978. Mich haben die ersten Eindrücke gelinde gesagt negativ überrascht.