Schwester Mary Eunice! Mehr braucht es eigentlich nicht, um "American Horror Story: Asylum" zusammenzufassen. Die Geisterparade der ersten Staffel weicht nun einem Ritt durch die Exploitation-Geschichte des Horrorfilms, samt Nonnen, Exorzisten und Kannibalen. So viel zügelloser Genre-Irrsinn ist im Fernsehen keine Selbstverständlichkeit – und glücklicherweise hat die Serie von Brad Falchuk und Ryan Murphy im zweiten Jahr auch inszenatorisch zugelegt.
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August 16, 2013
November 16, 2010
Last Seen: MY SON, MY SON, WHAT HAVE YE DONE
Nach "Bad Lieutenant" hat Werner Herzog nun wieder einen typischen Herzog-Film über Gott und die Welt gemacht. Es geht um Wahnsinn, Menschsein und die Natur, um Himmel und Erde und Wolken und einen wilden Fluss. Dazu noch Tiere, Männer, Bibelzitate, Exotik, Theater und eagles in drag. Und ein paar Fragen danach, wie denn die Welt nun so beschaffen ist. Am Ende der verbürgten, aber recht irrelevanten Geschichte von "My Son, My Son, What Have Ye Done" übergibt Herzog das Schicksal wie so oft dem Zufall und inszeniert den Werdegang eines Basketballs zum Schlüsselmoment. Solch wohltuender Eso-Trash ist aber leider etwas rarer gesät als in seinem Vorgängerfilm, stattdessen verbinden sich Herzogs heitere Einblicke in die menschliche Natur mit den stilisierten Realismusbildern eines David Lynch, der hier ausführend produzierte. Etwas schade doch, dass Herzog sich unterm Strich nur wieder an alten Obsessionen abarbeitet, statt so ungeniert frei zu drehen wie in seinem letzten, diesem hier nicht ganz unähnlichen, Film – gerade oder trotz wegen einiger besonders schöner und amüsanter Regieeinfälle.
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