Mai 02, 2010

Zuletzt gesehen: FILME IM APRIL 2010


I Love You Phillip Morris

(USA/F 2009, Glenn Ficarra & John Requa) (7/10)

Dear John
(USA 2010, Lasse Hallström) (2/10)

Kick-Ass
(USA/GB 2010, Matthew Vaughn) (8/10)

Bis nichts mehr bleibt
(D 2010, Nikolaus Stein von Kamienski) (3/10)

The Hurt Locker
(USA 2008, Kathryn Bigelow) (8/10)

Hellbound: Hellraiser II
(GB 1988, Tony Randel) (7/10)

Total Recall
(USA 1990, Paul Verhoeven) (7/10)

Alien
(USA/GB 1979, Ridley Scott) (10/10)

Aliens
(USA/GB 1986, James Cameron) (9/10)

Alien³
(USA 1992, David Fincher) (5/10)

Alien: Resurrection
(USA 1997, Jean-Pierre Jeunet) (6/10)

Tote Schwule - lebende Lesben
(D 2008, Rosa von Praunheim) (6/10)

Dawn of the Dead
(USA/I 1978, George A. Romero) (9/10)

Day of the Dead
(USA 1985, George A. Romero) (6/10)

Survival of the Dead
(USA 2009, George A. Romero) (7/10)

Night of the Living Dead
(USA 1990, Tom Savini) (6/10)

The Dead Will Walk
(USA 2004, Perry Martin) (7/10)

The Devil's Rejects
(USA 2005, Rob Zombie) (7/10)

Nattevagten
(DEN 1994, Ole Bornedal) (6/10)

The Fourth Kind
(USA 2009, Olatunde Osunsanmi) (2/10)

Splice
(CAN/F/USA 2009, Vincenzo Natali) (3/10)

Clue
(USA 1985, Jonathan Lynn) (5/10)

Love Story
(USA 1970, Arthur Hiller) (7/10)

Tenacious D in 'The Pick of Destiny'
(USA 2006, Liam Lynch) (7/10)

Taking Woodstock
(USA 2009, Ang Lee) (7/10)

Revolutionary Road
(USA 2008, Sam Mendes) (6/10)

Phantasm
(USA 1979, Don Coscarelli) (7/10)

Phantasm II
(USA 1988, Don Coscarelli) (6/10)

Phantasmagoria
(GB 2005, Jake West) (5/10)

Kommentare:

  1. Hatte Revolutionary Road bei dir nicht ursprünglich 8/10 bekommen?

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  2. Ja, fiel bei Zweitsichtung merklich ab. War durch das elaborierte Schauspiel wohl etwas blind gegenüber der teils extrem zwiespältigen Inszenierung.

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  3. Vielleicht sollte ich es da bei der Erstsichtung belassen. Aber inwiefern war die Inszenierung denn zwiespältig?

    Und wie zum Geier konnte Hallström einen schlechten Film drehen?

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  4. Survival of the Dead kommt bei dir besser weg als Day of the Dead??? Nu bin ich neugierig - ich hab Survival noch nicht gesehen & bisher wird der Film ja überall verrissen, den alten Day fand ich eigentlich immer toll! :)

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  5. Alien 4 besser als Alien 3? WTF?:-)

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  6. DAY OF THE DEAD schlechter als SURVIVAL ...!? Langsam machst Du mir echt Sorgen, Rajko ... :-(

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  7. Sehr viel Zustimmung meinerseits.
    DAY OF THE DEAD seh ich genauso, bin aber überrascht, dass du dem "nur" noch 6/10 gibst. Paar Sätze dazu wären nett.
    Bei TOTAL RECALL und ALIEN 3 kann man jeweils 2 Punkte mehr geben. Bei ersterem würde mich auch mal interessieren, was zu der Abwertung geführt hat (den hattest du doch auch mal bei 9/10, oder?).

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  8. @Chili:

    Da stimmt leider ganz viel nicht, angefangen bei viel zu modernen Darstellung des Ehepaares bis zur völligen Abwesenheit der Kinder, die in dem Konflikt eine zentrale Rolle hätten spielen müssen, von der Inszenierung aber permanent übersehen werden. Finde auch, dass der Film ein großes Glaubwürdigkeitsproblem bei der Entwicklung und Vermittlung der Probleme hat. Mendes' übliche Frauenfeindlichkeit stieß mir diesmal auch mehr auf und der "Schlussgag" ist leider absolut bekloppt.

    @Casi:

    DAY habe ich eigentlich immer geliebt und von 9/10 abgestuft. Der ist gut, aber dem Vorgänger tatsächlich in keiner Weise gewachsen. Ich fand sowohl die Figurenkonstellation, als auch einige klassische Horrormotive sehr reizvoll. Man merkt eigentlich permanent, was das für ein Film werden sollte, und das stimmt einen angesichts diverser Sackgassen hier doch sehr traurig (theatralische und etwas ziellose, viel zu klein gehaltene Inszenierung, bemühte Konflikte und wenig Atmosphäre).

    @JMK:

    ALIEN 4 ist Fun, aber nimmt sich nicht allzu viel mit dem missglückten Fincher.

    @Kwyjibo:

    Ja, hatte ich. Fand ich jetzt aber nicht mehr ganz so großartig. Verhoeven schummelt sich in der zweiten Hälfte aus der Komplexität des Stoffes. Cronenberg (der ursprüngliche Regisseur) hätte das ganz sicher nicht getan. Verhoeven konzentriert sich, nachdem er den Story-Ballast einigermaßen abgearbeitet hat, auf viel Action und nicht immer gelungene Effekteinlagen, und spinnt die eigentlich so reizvolle Identitätsidee kein Stück mehr weiter (zu merken auch an Schwarzeneggers sehr dünnem Spiel, das bezeichnenderweise nicht zwischen seinen beiden Figuren unterscheiden mag). Ist für mich aber trotzdem ein einzigartiger Sci-Fi-Film, wohl wegen seines Comic-Reliefs und der einfach übergroßen Musik.

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  9. In dem Moment, wo Quaid seine Entscheidung trifft und den Recall-Typen hinrichtet, folgt die Inszenierung halt seiner simplen Sicht der Dinge, das ist doch genau so beabsichtigt. :unddasistfakt:

    Natürlich müsste man uns am Ende einen toten Arnie zeigen, um die Problematik sichtbar wieder aufzugreifen, aber gerade das "Happy-End" macht die Sache doch so schön subtil und diskutabel.

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  10. Subtil und Verhoeven passt irgendwie so gar nicht zusammen. :)

    Die zweite Hälfte ist mir viel zu actionlastig, redundant und lässt angesichts zahlreicher Pappmaché-Kulissen auch stark erkennen, wie dated der Film (schon zur Entstehungszeit) ist.

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  11. Revolutionary Road hat mir auch nicht gefallen...zu modern trifft's. Gutes Spiel hin oder her, fand die Charaktere einfach nicht glaubwürdig. Vor allem kauft man Winslet zu keiner Sekunde die amerikanische 50s Hausfrau ab. Hype hin oder her, Mad Men kriegt das im TV-Format aktuell viel besser hin

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  12. Mal OT: Kann es sein, dass auf deinem Blog die Review zu MY BLOODY VALENTINE (Original) fehlt?

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  13. Wenn du dieses uralte Geschreibsel mit zwei Absätzen meinst, dann: ja, das fehlt hier. :)

    Ich muss echt mal eine Menge der frühen ofdb-Sachen löschen lassen.

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  14. Wenn du dieses uralte Geschreibsel mit zwei Absätzen meinst, dann: ja, das fehlt hier. :)

    Ja, der Qualitätsunterschied zu den heutigen Reviews ist schon beeindruckend. Ist aber auch interessant zu sehen, wie sich der Schreibstil immer mehr verändert hat.

    Ich muss echt mal eine Menge der frühen ofdb-Sachen löschen lassen.

    Würde ich schade finden. Gerade bei älteren Filmen (z.B. MASK) gibt es jetzt schon kaum Reviews auf ofdb. Wenn du deine dann auch noch löschen lassen würdest, wären es nur noch weniger.
    Kann dir natürlich relativ egal sein, ich würd's aber schade finden.

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  15. Was an Dawn of the dead so außergewöhnlich gut sein soll, muss mir wohl entgangen sein oder ich bin zu doof.
    Sicherlich bietet er einige starke Aspekte, und ich würde ihn auch nie als schlecht bezeichnen, aber "bester Film aller Zeiten" usw.???
    Und die träg-tumben Zombies jagen heute doch auch niemandem mehr Angst ein.

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  16. Die Zombies spielen in dem Film (besonders im - viel besseren - Romero-Cut) sowieso eine untergeordnete Rolle.

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  17. Dann bleibt ja eigentlich nur noch die soziale Komponente der menschlichen Interaktion in Krisensituationen, oder was beschert dem Streifen sonst noch eine 90% Wertung?

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  18. Das ist ein Film, der ständig in Bewegung ist, nicht nur dramaturgisch, sondern auch stilistisch. Die unfassbar dynamische Exposition ist immer noch ein wahr gewordener Alptraum, ein Strudel der Gewalt, als hätte sich wirklich das Tor zur Hölle geöffnet. Die zahlreichen Verkleidungs-, Shopping- und letztlich gar Tortenschlachtszenen gehen unter Einsatz fröhlicher Kaufhausmusik mit Bildern zerfetzter Kinderkörper und wandelnder Zombies aller Couleur eine zweifelhafte, irritierende, beeindruckende Verbindung ein: Das ist eine ebenso komische (die cheesigen Effekte funktionieren perfekt als comic relief), wie verstörende Endzeitidee, die für immer als zeitloses Zerrbild des hedonistischen Amerikas Bestand haben wird. Ein Meisterwerk eben.

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  19. Der Bruch, den du in „Total Recall“ wahrnimmst, rührt einfach daher, dass dem Drehbuch nur eine Kurzgeschichte von Philip K. Dick zugrunde lag, die grob gesagt eben den ersten Teil des Films inspiriert. Die typischen Dick-Themen, die damals im Kino noch lange nicht so ausgelutscht wie heute waren, hat Verhoeven jedenfalls recht gut umgesetzt – im Grunde sogar besser als Ridley Scott mit „Blade Runner“ (der natürlich dafür ganz andere Stärken hat).
    Übrigens geht es dem Film (wie auch Dick) nicht um ungewisse Identitäten, sondern um eine ungewisse Wirklichkeit, was ein Unterschied ist. Es ist nämlich keineswegs sicher, ob es überhaupt zwei Identitäten gibt – womit das Argument gegen Schwarzeneggers Spiel sich auflöst.

    Ob das ein wirklich ein Herzensthema für David Cronenberg (dem der achtziger Jahre wohlgemerkt) hätte sein können, möchte ich auch leise bezweifeln. Die zweite Hälfte des Films hingegen mit den ganzen Marsmutanten hätte sicher von Cronenberg eine sehr viel abgründigere Deutung erhalten.

    Verhoeven hat daraus dann einen scheinbar gradlinigen Science-Fiction Reißer gemacht, der allerdings durch seine Referenzen (z.B. auf Forbidden Planet) auch hier untergründig den vermeintlich handfesten Charakter der Filmwirklichkeit in Frage stellt und damit die Schlusswendung vorbereitet. Nicht nur deswegen solltest du dich Chilis Weisheit gegenüber öffnen :)

    „Dated“ war der Film damals im Übrigen absolut nicht, auch wenn kurz darauf mit Camerons „Terminator 2“ die CGI-Spektakel im SF-Bereich anhoben. „Dated“ waren Ende der achtziger Jahre vielleicht solche SF-Halbgurken wie Carpenters „They Live“.

    Alien I-IV hingegen: unterschrieben.

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  20. Ich verstehe nicht, warum es in dem Film nicht auch um die Identitätsfrage gehen sollte.

    Selbst dann, wenn es nur um das Infragstellen objektiver Realität ginge (oder vergleichbares), würde der Film sich immer noch um eine wirkliche Auseinandersetzung damit drücken, weil in der zweiten und entscheidenden Hälfte nur noch Action- und Spannungsmomente die Dramaturgie bestimmen, während es lediglich darum zu gehen scheint, den Bösewicht dingfest zu machen und den Mars zu retten (völlig bekloppt ohnehin überdies dieses Handlungselement um den kapitalistischen Coohagen, der allen die Luft "stiehlt"). Das - und die Konzentration auf die inflationären Masken Rob Bottins - wirkt irgendwann nur noch fahrig und hat nichts mehr mit den Motiven zu tun, die den Film einleiten.

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  21. Die Schlusswendung des Films lässt den Wirklichkeitscharakter der ganzen Marshandlung offen, d.h. es könnte sich die ganze Coohagen-Geschichte nur gebuchter Abenteuerurlaub bei Rekall Inc. erweisen. Eine klischeehafte Heldengeschichte von der Stange eben. Nach der vermeintlich „endgültigen“ Entscheidung Quaids tritt das Abenteuer in eine neue Phase über, egal ob Einbildung oder Realität. Wie Chili ausgeführt hat: es folgt Quaids simpler Sicht der Dinge.

    Die Besetzung mit Schwarzenegger war ein hintergründiger Coup, denn Quaid erweist sich auf beiden Ebenen als etwas einfacher Mensch. Ob als Arbeiter, der mehr will im Leben und vom großen Abenteuer träumt oder als Actionheld, der ein „tolles Abenteuer“ mit allem was so dazu gehört erlebt. Quaid 1, 2 und sein Alias Hauser sind sich alle ihrer simplen Identität gewiss, nur wissen sie nicht, bzw. werden darüber verunsichert, in welcher Wirklichkeit sie leben. Das Konstruierte, Klischeehafte und möglicherweise Unwirkliche der Actionhandlung wird gerade durch die Gegenwart Schwarzeneggers, der Ikone des klischeehaften achtziger Jahre Actionfilms, auf lustige Weise bestätigt.
    Möglicherweise hat also der Abenteuerurlaub bei Rekall Inc. in der ersten Hälfte sich selbst zum Thema, um dann in der zweiten Hälfte den Helden mit einer „Abenteuergeschichte“ zu beschäftigen. Hälfte 1 und 2 bedienen sich also nur zweier Strategien, um den Helden (und das Publikum) über den Wirklichkeitscharakter des Gebotenen zu täuschen.

    Die „Identitätssuche“ Quaids/Hausers ist also nicht das philosophische/künstlerische Problem des Films, sondern ein Thema von Rekall Incs. Urlaub (oder eben doch einer Verschwörung). Künstlerisch hingegen steht einzig die ungewisse Wirklichkeit im Zentrum – bis zum Ende.

    Der Film, bzw. Verhoeven macht sich so ganz nebenbei noch über den Actionfilm der Achtziger lustig, bzw. unterminiert ihn. „Total Recall“ ist geradezu eine Summe der Achtziger.

    Deswegen hast du einerseits zwar Recht, wenn du einzelne Handlungselemente monierst, aber es greift nicht, weil der Film auf einer anderen Ebene eben doch funktioniert. (Und nebenbei selbst als ganz einfach verstanden als knalliges Actionspektakel auch sonst noch ganz lustig ist.)

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  22. Einleuchtend, erhellend, aber sehr vertrackter Ansatz, den der Film irgendwie so gefühlt nicht deckt. Ich gehe mit derlei Gedankenspielen immer wieder schwanger bei der Sichtung von TOTAL RECALL, aber verliere mich irgendwann darin und folge dann der vorgebenen Linie, genau das auch zu tun. Ob das nun gut oder schlecht ist - ich weiß es nicht. Und ich mag den Film ja auch sehr, mal ganz nebenbei. Wahrscheinlich wäre es mir einfach lieber gewesen, Quaid hätte den Typen von Recall Inc. nicht ermordet.

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  23. @ DAWN OF THE DEAD (1978)

    Zum häufig von Gegnern des Films angebrachten Thema Effekte könnte man auch darauf verweisen, dass in Romeros Film die direkt am Set gestalteten Bluttaten sich wenigstens noch physikalischen Gesetzmäßigkeiten beugen müssen und damit - vor allem im Sinne des damaligen authentical cinemas - "realer" sind als wenn heutzutage schon beim Abtrennen einer Hand mehr quaddeliges (CGI-)Blut zu sehen ist als sich überhaupt im menschlichen Körper befindet.
    Bloß weil wir uns in der Zeit vorwärts bewegen, läuft die Filmgeschichte nicht geradlinig auf ihre Vollendung zu.

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