Oktober 29, 2016

The Walking Dead und die Kunst des Cliffhangers

Cliffhanger gelten als billige Erzähltechnik der Zuschauerbindung. Doch dramaturgische Verzögerungsstrategien haben entscheidend mit der weit verbreiteten Lust an TV-Serien zu tun - und regen zur Auseinandersetzung mit künstlerischen Werken an.

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Kommentare:

  1. Da muss ich ehrlich gesagt gestehen, dass ich die Serie nach der zweiten Staffel nicht weiter verfolgt habe, da mich wenig an sie zu fesseln vermochte. Die meisten Charaktere haben mich mehr genervt als Interesse zu erwecken und da die Menschen schlussendlich der Fokus in dieser Art Erzählung sind (oder sein sollten), hat sie ganz schnell an Reiz für mich verloren. Vielleicht liegt es andererseits daran, dass ich die Comics größtenteils gelesen habe und der festen Überzeugung bin, dass die Adaption da keinen Meter mithalten kann.
    Ich mag mich täuschen, sie mag sich gesteigert haben (wäre das auch Deine Einschätzung?). Die jetzt von allen groß diskutierte Szene mit Negan habe ich jedenfalls noch sehr lebhaft aus dem Comic in Erinnerung, wo sie einem üblen Schlag in die Magengegend gleich kam. Möglich, dass die Kenntnis um diese Szene aus dem "Original", an die sich allen Angaben gemäß die Adaption zu halten scheint, einem größeren Schockeffekt zu widerläuft. Ich weiß es nicht. Eventuell sollte ich der dritten und folgenden Staffeln doch noch eine Chance einräumen. Ist das realistisch?

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    1. Ich gehöre da wohl einer Minderheit an, aber m.E. beginnt die Serie nach zwei unerträglichen Staffeln erst mit Season 3 überhaupt interessant zu werden. In Staffel 5 und vor allem 6 läuft sie dann zu Hochform auf. Weniger Zombies, weniger Seifenopernelemente, viele an Romero geschulte und spannend verhandelte Fragen.

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  2. Nun, die Meinung zu den ersten beiden Staffeln scheinen wir zu teilen, insofern sollte ich die Hoffnung wohl tatsächlich nicht aufgeben und mich einfach mal dran versuchen. Danke für die Einschätzung.

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