Juli 30, 2015

Filmemacher / Filmkritik

Filmemacher reagieren nicht öffentlich auf Filmkritik, das ist eine Art Gewohnheitsrecht: Man äußert sich weder über schmeichelhafte Ehrerbietung noch über kränkende Schmähschriften – möglicherweise auch deshalb, weil das eine automatisch zur Bestätigung des anderen führen könnte. Gegenüber der Filmkritik scheinen die Selbstverteidigungsmechanismen der Filmschaffenden ausgehebelt. Jeder Filmemacher aber hat vermutlich eine Idee von Filmkritik; an kaum einem dürfte spurlos vorübergehen, was über seinen Film gesagt und geschrieben wird. Und doch hat man sich in diesem zumindest theoretisch hochkommunikativen Spannungsfeld auf Filmkritik als Einbahnstraße geeinigt: Für gewöhnlich bleibt ihr Loben und Giften insoweit frei von Einspruch, als Filmemacher das Diskussionsangebot Filmkritik ausschlagen. Zwei unterschiedlich kreative Beschäftigungen, untrennbar verbunden und zugleich seltsam getrennt.

Zum Glück gibt es Dietrich Brüggemann...

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Kommentare:

  1. Mephisto2/8/15 19:14

    Schöner Text, schreibst du bei kino-zeit.de jetzt öfter?

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    1. Immer mal wieder. Seit etwa knapp zwei Jahren.

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