Juli 03, 2013

Color Grading - Warum jeder Film gleich aussieht

Das Kino ist auf dem besten Weg, sich mit der Farbgebung seiner Filme in eine ästhetische Sackgasse zu bewegen. Die ewig gleichen Kontraste und Kombinationen bilden längst schon einen visuellen Einheitsbrei, der Vielfalt unmöglich macht. 

Kommentare:

  1. Guter Text. Bei der Kamera dreht sich aber nicht alles um Farben. Focus, Größe, Hell/dunkel, usw.
    Was die Farbe angeht wird meistens in "superflat picture style" gedreht. Einfach mal googlen. Das sieht ertsmal wie "grauschleier" aus. Aber die Farbkorrekur Leute haben dann besser Möglichkeiten den Kontrast zu erhöhen, usw. Andersherum geht es nicht.
    Das gleiche mit den Farben. Farben "reindrehen" geht gut, wenn man es "grau" filmt. Wenn aber schon hoher Farbkonrast drin ist... das Bild zu entsättigen wird schwirig.

    ABER: Das ist ja noch lange kien Grund den Film dann "blau/orange" einzufärben. Das kotzt mich auch tierisch an. Es gibt echt tolle Filme wo mich allein nur die Farben stören. Wo ich mir wünsche es würde eine Special-DVD mit "normaler" Farbkorrektur auf den Markt kommen.
    Dieses "blau/orange" hat eben sofort eine Wirkung. So das auch der dümmste Zuschauer nicht abgelenkt wird. Aber ich möchte das der Hintergrund einer Szene (HäuseR, Bäume, usw) sich auch noch mal vom Nachthimmel ab heben. Tut es aber nicht mehr da alles blau ist. Es gibt nicht zu entdecken. Es ist einfach nur ein blauer Brei.

    Ich frage mich warum so viele Regisseure das mitmachen? Wahrscheinlich git es da Druck von Produzenten.... die genau wissen... oder orange/blau gehen weniger Leute ins Kino.

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  2. Mephisto6/7/13 03:11

    Schon wieder ein sehr interessanter Text. Du solltest das mal alles gesammelt als Buch veröffentlichen.

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