Februar 24, 2013

Zuletzt gesehen: THE PAPERBOY (2012)

Das Interessiere von Lee Daniels, Genregeschichten in demonstrativen sozialen Milieus zu erzählen, setzt sich mit diesem schwülstigen Südstaaten-Pulp-Thriller eindruckslos fort. Anders als bei "Precious: Based on the Novel etc.pp." löffelt der Poverty-Exeget seine Human-Trash-Suppe dieses Mal aus einem Fass sonderbarer Peinlichkeiten und versammelt eine Riege abgehalfterter Hollywoodstars zur Fremdscham-Party. John Cusack sleazt sich unfassbar albern durch eine Rolle als notgeiler Sumpfbock, Matthew McConaughey feiert die manieristische Reprise seines "Killer Joe". Um die krampfhaften, ganz und gar merkwürdig mit vollstem Ernst auf filthy und kinky geeichten Pseudo-Schmuddeleien anrüchig und/oder heiß finden zu können, muss man "The Paperboy" schon mit großen Tomaten auf den Augen oder aber dicken Spinnweben in der Hose schauen. Was sich auf dem Papier verheißungsvoll gibt (Nicole Kidman uriniert auf Zac Efron, goil!!111), ist so vergessenswert und ausnahmslos unsexy inszeniert, dass allerhöchstens stockverklemmten Amis das Gesicht anläuft. Die fast, aber auch wirklich nur fast schon wieder interessante Planlosigkeit des Films auf allen Ebenen lässt einen zumindest nicht vorzeitig wegdösen – was bei so viel bedeutungsschwangerer Langeweile fürwahr einem Wunder gleichkommt.


20%

1 Kommentar:

  1. ups. Das Botox Monster hätte ich mir auch nicht angeschaut. Aber Sujet und Bildsprache sahen zumindest im Trailer nicht komplett scheiße aus.

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