Februar 27, 2012

OSCARS 2012 - Die unverdienten Gewinner


Bester Film
The Artist

Beste Regie
Michel Hazanivicius (The Artist)

Bester Hauptdarsteller
Jean Dujardin (The Artist)

Beste Hauptdarstellerin
Meryl Streep (The Iron Lady)

Bester Nebendarsteller
Christopher Plummer (Beginners)

Beste Nebendarstellerin
Octavia Spencer (The Help)

Bester Fremdsprachiger Film
A Separation (Nader und Simin)

Bester Animationsfilm
Rango

Bestes Originaldrehbuch
Midnight in Paris (Woody Allen)

Bestes adaptiertes Drehbuch
The Descendants (Alexander Payne)

Bester Short Film (Animated)
The Fantastic Flying Books of Mr. Morris Lessmore

Beste Dokumentation
Undefeated

Beste Kurzdokumentation
Saving Face

Bester Short Film (Live Action)
The Shore

Beste Kamera
Hugo

Beste Ausstattung
Hugo

Bestes Kostümdesign
The Artist

Bestes Makeup
The Iron Lady

Bester Schnitt
The Girl With the Dragon Tattoo

Bester Tonschnitt
Hugo

Beste Tonmischung
Hugo

Beste Visual Effects
Hugo

Bester Original Score
The Artist

Bester Original Song
Man or Muppet (Bret McKenzie, The Muppets)

Bester Host
Billy Crystal


(via 5 Filmfreunde :D)

Februar 22, 2012

Februar 17, 2012

Berlinale 2012: PARABETON

Fortsetzung der Architekturarbeiten vom Emigholz, letzter Film der "die Ursprünge, das Schicksal, den Triumph und das Zerbrechen der architektonischen Moderne" inspizierenden Serie "Architektur als Autobiographie", die einen Teil der auf Vorarbeiten zurückgreifenden Sammlung "Photographie und jenseits" bildet, und gleichzeitig Beginn des mehrteiligen Projekts "Aufbruch der Moderne", das augenblicklich fortgesetzt wird. Im Mittelpunkt von "Parabeton - Pier Luigi Nervi und römischer Beton" steht die Kontextualisierung der noch erhaltenen Bauwerke des Titel stiftenden italienischen Ingenieurs Nervi, zufolge Emigholz "als Erfinder stilbildender Konstruktionen der Großmeister des Betonbaus und der Architect’s Architect des 20. Jahrhunderts", mittels abgebildeter Überreste antiker Architektur. In annähernd gleichmäßigen Einstellungen werden die Betonbauten bei gleichzeitiger Kontinuität filmischer Einheiten in Beziehung zu den sie umgebenden räumlichen Verhältnissen, der Landschaft sowie den Menschen gesetzt. Der Aufbruch ergäbe sich beiderseits wörtlich und sinnbildlich aus der Schicksal- haftigkeit der "grotesken Wucherungen ungestalteter, autorenloser, architektonischer Räume". Ein durch gezielte ästhetische Bruchstellen (Blitzeinschlag, eine bimmelnde Straßenbahn) in der strukturformalistischen Inszenierung und starke Rhythmisierung der Bilder weitgehend unverkrampftes Sehvergnügen von erlesener Emigholz-Güte. Gesehen habe ich eine ausreichende erste Stunde.


50%

Februar 15, 2012

Kino: WAR HORSE [aka. Gefährten]

Erst die kunterbunte Comicadaption, dann das seriöse Oscarmaterial: Getreu seiner inoffiziellen Double-Feature-Philosophie hat Steven Spielberg im vergangenen Jahr wieder einmal zwei Filme gleichzeitig fertig gestellt. Nach "Die Abenteuer von Tim und Struppi" nun das "War Horse", vom deutschen Verleih in "Gefährten" umbenannt, die epische Geschichte eines wunderhübschen Pferdes auf Reisen. Da gibt’s die ganz großen Bilder, die ganz großen Emotionen – und Spielberg lässt noch einmal das alte Hollywood aufleben. [...]

Februar 14, 2012

Berlinale 2012: THE IRON LADY

Weil wohl keine Besprechung des Thatcher-Films ohne Worte schäumenden Sprudels über Meryl Streeps ja so, so eindrückliche Verwandlung zur britischen Regierungschefin auskommen darf, sei gleich vorneweg gesagt: Fieberhafteres Acting wird man dieses Jahr sicherlich nicht mehr im Kino zu sehen bekommen. Wahrlich eisern, jaja, tut sie es Habitus und Körpersprache der Iron Lady gleich, am Rande zur Selbstparodie und in der Anmutung zeitweilig wie eine aufgetakelte Drag Queen auf Amphetamin. Folglich zelebriert dieser Film weniger den Thatcherismus der 80er Jahre, als vielmehr den Streepismus des Schauspielgewerbes: Ein Verkaufsargument namens Mimikry. [...]

Februar 13, 2012

Berlinale 2012: CAPTIVE

Allmählich kristallisieren sich nach einigen Tagen Berlinale wieder einmal Themen heraus, die in völlig unabhängig voneinander entstandenen Filmen motivgeschichtliche Verbin- dungen eingehen. Der resultierende Dialog unterschiedlicher und auch grundverschiedener Produktionen kann im Zuge eines solchen Festivalbetriebs nicht nur ganz eigene Reize entwickeln, sondern ermöglicht auch eine vergleichende Beobachtung dessen, wie identische Themenkomplexe im Kino der jeweils vertretenen Produktionsländer aufgegriffen und bearbeitet werden. In diesem Jahr scheint, aus welchen Gründen auch immer, wieder einmal der Terror zum Topthema auserkoren zu sein. Und das in all seinen Facetten: Im Privaten ("A moi seule – Coming Home"), im Unsichtbaren ("Extrem laut und unglaublich nah") oder im wahr gewordenen Albtraum terroristischer Gefangenschaft: "Captive" heißt er, der neue Film von Brillante Mendoza. [...]

Berlinale 2012: THE WOMAN IN THE SEPTIC TANK

Er habe nicht Armut thematisieren wollen, sagt Regisseur Marlon Rivera, sondern die Art, wie Armut auf den Philippinen im Kino dargestellt werde. Und dass die meisten philippinischen Filme, die ein internationales Publikum erreichten, immer nur von Armut handelten oder sie zumindest in einer bestimmten Weise darstellten. Rivera spricht von Filmen, die man besonders im Kontext der Festivalverhältnisse mittlerweile unter dem schrammeligen Begriff des Weltkinos subsumiert. Wie Simon Rothöhler einmal anschaulich in der taz beschrieb, seien dies Filme, die eigentlich einen westlichen – im Besonderen europäischen – Festivalmarkt bedienten, und nicht mithilfe staatlicher, sondern transnationaler Förderung entstünden. [...]

Februar 12, 2012

Berlinale 2012: EXTREMELY LOUD & INCREDIBLY CLOSE [aka. Extrem laut und unglaublich nah]

Der 50jährige britische Theaterregisseur Stephen Daldry hat in 12 Jahren bislang nur vier Filme inszeniert. Gleich sein erster, das Coming-of-Age-Drama "Billy Elliot – I Will Dance", war schon ein weltweiter Publikums- und Kritikerliebling, an dessen Erfolg die darauf folgende Michael-Cunningham-Adaption "The Hours" nahtlos anknüpfen konnte. In diesem Mehrpersonen- stück, das Nicole Kidman und ihrer Nasenprothese 2003 alle Preise der Welt einbrachte, zeichnete sich bereits die formalästhetische Nähe zum festivalgewerblichen Award-Kino ab, mit der er zum Lieblingsengländer der Weinsteins gedieh. Obwohl dies im Entwurf noch ein sehr kluger, sogar komplexer Film war, sollte wenig später "Der Vorleser" schließlich die Befürchtungen bestätigen: Im Oscarsystem angekommen, rührte Daldry fortan die Schmalzsoße mit extra viel falschem Sentiment an. [...]

Berlinale 2012: LOST IN PARADISE

Die englische Übersetzung des ausgeschriebenen Originaltitels von "Lost In Paradise" fasst im Wesentlichen zusammen, worum es in diesem Film geht: "Rebellious Hot Boy and the Story of Cười, the Prostitute and the Duck" erzählt von heißen Typen, einer Prostituierten und dem geistig behinderten Cười, der ein Entenei mit sich herum trägt. Eines Tages übrigens schlüpft das Küken und dann spielen die heißen Typen und die Prostituierte erst einmal keine so große Rolle mehr, weil der Film alle Gelegenheiten nutzt, die Mensch-Tier-Freundschaft in herzzerreißende Bilder zu übersetzen. Eigentlich aber geht es schon um die heißen Typen, die Stricher auf den Straßen Saigons, die an Lebens- und Liebesfragen verzweifeln. Aber dann doch auch wieder um die Prostituierte, in die sich der obdachlose Entenmann verliebt. [...]

Whitney Houston

†48

Februar 08, 2012

Kino: STAR WARS EPISODE I - THE PHANTOM MENACE 3D [aka. Die dunkle Bedrohung]

"What if the movie sucks?", fragt sich einer der Nerds in "Fanboys", nachdem er und seine Freunde in das Haus von George Lucas einbrachen, um dort eine Kopie des sehnsüchtig erwarteten neuen Star-Wars-Films zu stehlen. Und es ist eine berechtigte Frage: Ende der 90er, als auf der Leinwand die Sternenkriege mit der Prequel-Trilogie von Neuem entfachten, war die Enttäuschung groß – das Lucas-Imperium habe die Kindheitserinnerungen ganzer Generationen geschluckt, lautete der Tenor. Nach 13 Jahren kommt "Star Wars: Episode I" nun wieder in die Kinos. Als 3D-Konvertierung. [...]

Februar 04, 2012

Februar 02, 2012

Kino: TINKER TAILOR SOLDIER SPY

Machtspiele und Intrigen im britischen Geheimdienst, komplexe und folgenschwere Verstrickungen im Leben von Agenten und Spionen: In der Welt des englischen Kanonschriftstellers John le Carré verwischen nicht nur moralische Grenzen, seine Protagonisten bleiben auch ungreifbare Figuren, geführt wie Marionetten in einer seltsamen Parallelwirklichkeit. Dutzend- fach wurden die Spionagegeschichten des Bestsellerautors bereits adaptiert, nun probiert sich Tomas Alfredson mit "Dame, König, As, Spion" an einem seiner berühmtesten Stoffe. [...]