Mai 12, 2012

Zuletzt gesehen: SCREWED IN TALLINN

Ein kleiner Film über Einsamkeit. Und Tomas Alfredsons Einstand in der die wahnwitzige Absurdität des Alltäglichen zelebrierenden schwedischen Comedy-Gemeinschaft Killing- gänget. Die Mockumentary "Screwed in Tallinn" begleitet eine Gruppe lebensunfähiger Männer (wieder einmal überragend: Robert Gustafsson) zu einem obskuren Basar der Gefühle, auf dem ihnen Frauen vermittelt und sehnsüchtige Wünsche erfüllt werden sollen. Eine Kaffeefahrt der etwas anderen Art, die nach und nach ihr tragikomisches Potenzial freilegt. Wie auch im späteren Killinggänget-Kinofilm "Four Shades of Brown" gelingt es Alfredsons nuancierter Regie, jedem noch so eigenwilligen Detail eine warmherzige Ulkigkeit abzu- gewinnen, ohne dabei das schrille Figurenpersonal zum komödiantischen Abschuss freizugeben. Leider wird dem Film seine kurze Fernsehspielform dabei jedoch nicht immer gerecht. Insbesondere im so kraftvollen, aber zügig von Schlusstiteln entstellten letzten Bild machen sich Kürzungen allzu bemerkbar: Die ursprüngliche 150-Minuten-Version wurde formatgerecht auf unter eine Stunde gebracht.


60%

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