April 18, 2012

Kino: CHRONICLE

Jetzt nun endlich hat auch der Superheldenfilm seinen Found-Footage-Eintrag. Obwohl es die Heldenhaftigkeit der "Chronicle"-Protagonisten erst einmal zu diskutieren gilt: Zufällig nämlich finden die drei High-School-Schüler Andrew (Dane DeHaan), Steve (Michael B. Jordan) und Matt (Alex Russell) zu übernatürlichen Kräften, nachdem sie in einer Waldgrube auf ein seltsam schimmerndes Objekt stießen. Und die spontan erlangten Fähigkeiten werden von den drei ungleichen Jungs zuallererst in Jackass-Manier unter Beweis gestellt. Da ahnt man schon: Es kann nur eine Frage der Zeit sein, bis das Spiel mit der adoleszenten Omnipotenz in ein dramatisches (Super)Kräftemessen umschlägt. [...]

Kommentare:

  1. Fast so Scheiße wie Battleship.

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  2. Mephisto6/5/12 11:56

    Du bist ungewohnt gnädig mit dem Film. Das Ende in den Bergen geht ja wohl mal gar nicht. Außerdem hat der Film nicht sehr originell herausgearbeitet, wieso die Hauptfigur so abgewrackt ist. Das ist zwar alles nachvollziehbar mit seinem Vater und so, aber eben nicht originell.
    Ich hätte mir da schon speziellere Ursachen und Auslöser gewünscht, eben weil die Folgen auch sehr speziell sind. Denn der Typ ist ja komplett hoffnungslos abgedriftet, nicht ansatzweise zu einer realistischen Betrachtungsweise seiner Taten fähig. Dadurch drückt sich der Film auch etwas vor der Auseinandersetzung mit seinen Taten, denn seine Freunde stellen ihn zwar zur Rede, haben aber von vornherein nie die geringste Chance, dass er irgendwas hinterfragt oder reflektiert.
    Viel verschenktes Potential.

    Den Film im Allgemeinen fand ich natürlich aber trotzdem gut.

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    1. Außerdem hat der Film nicht sehr originell herausgearbeitet, wieso die Hauptfigur so abgewrackt ist. Das ist zwar alles nachvollziehbar mit seinem Vater und so, aber eben nicht originell.

      Bliebe natürlich zu diskutieren, ob die soziale Isolation eines Teenagers nun zwangsläufig "originell" sein müsse oder deren Darstellung auf "gewöhnliche", nachvollziehbare Art nicht eben um einiges sinnvoller scheint in Hinblick auf die vom Film plausibilisierte Allmachtsphantasie. Insofern genau richtig imho, dass die häusliche Situation des Protagonisten eher eine gewöhnliche ist.

      Außerdem sollte man nicht vergessen, dass es sich hier um gefundenes Material handelt, welches eben herkömmliche Kriterien schlüssiger Erzählung, Figurenentwicklung usw. von selbst ausschließt. :D

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  3. Mephisto6/5/12 23:30

    Ach ich hätte mir das alles eben einen Tick weniger schwarz-weiss gewünscht. Er ist von Anfang an hoffnungslos verloren. Hätte er zwischendrin zumindest die Chance gehabt, auf einen guten Weg zu kommen und es aber aufgrund der Reaktionen seiner Freunde oder sonstigen Ereignissen doch nicht geschafft, was dann auch genau zu dem Finale geführt hätte, was wir im Film haben, hätte mir das wesentlich mehr zugesagt.

    Soll heissen, mir gefällt die extreme Richtung, in die der Film gegangen ist, der Weg dahin hätte aber mehr Schwankungen und Möglichkeiten vertragen können.

    Aber ist ja gefundenes Material, da kann man nichts machen ;)

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