Februar 14, 2012

Berlinale 2012: THE IRON LADY

Weil wohl keine Besprechung des Thatcher-Films ohne Worte schäumenden Sprudels über Meryl Streeps ja so, so eindrückliche Verwandlung zur britischen Regierungschefin auskommen darf, sei gleich vorneweg gesagt: Fieberhafteres Acting wird man dieses Jahr sicherlich nicht mehr im Kino zu sehen bekommen. Wahrlich eisern, jaja, tut sie es Habitus und Körpersprache der Iron Lady gleich, am Rande zur Selbstparodie und in der Anmutung zeitweilig wie eine aufgetakelte Drag Queen auf Amphetamin. Folglich zelebriert dieser Film weniger den Thatcherismus der 80er Jahre, als vielmehr den Streepismus des Schauspielgewerbes: Ein Verkaufsargument namens Mimikry. [...]

Kommentare:

  1. Lustig, dass ausgerechnet in der TAZ so ungefähr das genau Gegenteil zu diesem Review zu lesen war. Lechts und Rinks in der Filmkritik, der Feminismus in 180 Grad Perspektive. Tz. Bin noch sehr unentschlossen, ob ich mir den antun muss. Interessant allerdings die Schärfe deines Tons im Vergleich zu den weichen Worten für "Mamma Mia" ;)

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  2. Ich glaube alles, was in deinem Text steht.

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  3. Naja, "Mamma Mia" will ja auch nicht mehr als seichter Jukebox-Camp sein. Und nicht auf wichtig machen. ;)

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  4. Mr. Hankey23/2/12 21:17

    Man bedenke aber, dass der Schreiberling zu Tatchers Zeiten noch Quark im Schaufenster war. Ich habe mittlerweile auch eine sehr gute Kritik von jemandem gehört, der zu Tatchers Zeiten knapp 20 Jahre war und meint, dass der Film recht gut getroffen ist. Mal sehen wer Recht haben wird. Ich schwanke noch. ;-)

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  5. Mr. Hankey24/2/12 00:17

    Richtig! Und seine Meinung klingt nicht gerade unglaubwürdig, genauso wie seine Einschätzung zu Deiner Besprechung. Aber mal sehen. Wollt ihn eigentlich gestern als OmU-Preview noch sehen, bin aber leider nicht dazu gekommen.

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