Februar 13, 2012

Berlinale 2012: CAPTIVE

Allmählich kristallisieren sich nach einigen Tagen Berlinale wieder einmal Themen heraus, die in völlig unabhängig voneinander entstandenen Filmen motivgeschichtliche Verbin- dungen eingehen. Der resultierende Dialog unterschiedlicher und auch grundverschiedener Produktionen kann im Zuge eines solchen Festivalbetriebs nicht nur ganz eigene Reize entwickeln, sondern ermöglicht auch eine vergleichende Beobachtung dessen, wie identische Themenkomplexe im Kino der jeweils vertretenen Produktionsländer aufgegriffen und bearbeitet werden. In diesem Jahr scheint, aus welchen Gründen auch immer, wieder einmal der Terror zum Topthema auserkoren zu sein. Und das in all seinen Facetten: Im Privaten ("A moi seule – Coming Home"), im Unsichtbaren ("Extrem laut und unglaublich nah") oder im wahr gewordenen Albtraum terroristischer Gefangenschaft: "Captive" heißt er, der neue Film von Brillante Mendoza. [...]

Kommentare:

  1. Das ist der einzige Film, wo ich etwas bedauere dass es dies Jahr mit der Berlinale nicht klappt, obwohl morgen wäre ich da, aber da läuft der Film nicht, aber auch nicht tragisch, da der Film zumindest irgrendwann auf DVD erscheinen.

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  2. Pedant! Hm, klingt doch eigentlich überaus wohlwollend, der Text. Ich dachte, Mendoza wäre bei dir nach KINATAY (den ich endlich sehen muss, verdammt) schon durch?
    Vielleicht hättest du dir statt Letzterem lieber LOLA ansehen sollen.

    Die Anekdote mit den beiden Bildungsbürgerinnen klingt sehr vertraut. Ich hätte mich vermutlich abwechselnd amüsiert und aufgeregt. Auf dem Filmfest München saß ein besonders penetrantes Exemplar dieser Spezies (auch noch etwas älter, zwischen 55 und 65, würde ich sagen) neben mir bei TYRANNOSAUR, das war ätzend.

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    1. Ach iwo, ich hake doch einen Filmemacher nicht nach einem einzigen Film ab?! Außerdem fand ich KINATAY nicht schlecht, sondern zwiespältig, und das aus guten Gründen wie ich finde. :D

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  3. Hi hi, Grüße zwischendurch ;) Anyway, fand den zwar anstrengend und enervierend aber auch differenziert, unsentimental, vielschichtig, konzentriert und gut, dabei weniger platt als Kinsatay - ist bei der anwesenden Kritik irgendwie durchgefallen. Wenn du Lust auf ein mega-tuntiges Musical hast, gehe in Leave it on the floor, der ist lustig. Sonst sind meine Faves bislang Les Adieux a la Reine und Aujourd'hui, wobei ich mir bei keinem sicher wäre, ob er was für dich ist. Die Vietnam-Boys mochte ich übrigens, doof und kitschig aber niedlich & lustig.

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    1. Waren wir heute zufällig gemeinsam im Friedrichstadtpalast? LEAVE IT ON THE FLOOR - muss nicht sein. :P Und die "Vietnam-Boys" (klingt pervers) waren schlimm!

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    2. Wollte dich wg. Friedrich auch fragen, dachte aber du wärest viell. in ner Pressevorführung gewesen...war auch mittags im Palast, hab dich aber nicht gesehen :(...Noch ein Tip: Wenn Du den totalen Trash willst, gehe in Cherry im Panorama rein...'ne Art Indie-Showgirls in schlecht, trieft vor Peinlichkeit und Unvermögen, ich hab mich nur beömmelt...US-indie at its worst und schier unglaublich doof. Aber ich will nicht zu viel versprechen.

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    3. Warum empfiehlst Du mir die ganze Zeit Schrott und glaubst auch noch, dass ich daran Spaß haben würde?!?

      Mit Heinz Emigholz hab ich den Schrottbedarf an Filmen doch schon hinreichend abgedeckt!

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    4. Hier mal ein unschrottiger Tip: ich fand Tabu toll - dürftest Du auch interessant finden - im Umgang mit Filmgeschichte 'ne Art Anti-Artist und auch sonst sehenswert; schau's Dir an wenn Zeit / Gelegenheit da ist, könnte was sein.

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