Januar 01, 2012

Filmjahr 2011: Das Gute, Schlechte und the Ugly

Top 25 – Best of the Best

1. The Tree of Life
(Terrence Malick)

2. Cassandras Warnung
(Dominik Graf)

3. The Innkeepers
(Ti West)

4. My Soul to Take
(Wes Craven)

5. Hanna
(Joe Wright)

6. The Terrorists
(Thunska Pansittivorakul)

7. Meek's Cutoff
(Kelly Reichardt)

8. The Skin I Live In
(Pedro Almodóvar)
 
9. Das schlafende Mädchen
(Rainer Kirberg)

10. Weekend
(Andrew Haigh)


11. Limitless (Neil Burger)
12. Cave of Forgotten Dreams (Werner Herzog)
13. Final Destination 5 (Steven Quale)
14. Beyond (Pernilla August)
15. The Woman (Lucky McKee)
16. Unter Kontrolle (Volker Sattel)
17. Dreileben - Komm mir nicht nach (Dominik Graf)
18. Attack the Block (Joe Cornish)
19. Twilight: Breaking Dawn - Part 1 (Bill Condon)
20. Die Jungs vom Bahnhof Zoo (Rosa von Praunheim)
21. Restless (Gus Van Sant)
22. Attenberg (Athina Rachel Tsangari)
23. Madame X (Lucky Kuswandi)
24. The Way Back (Peter Weir)
25. The Torturer (Rob Zombie)


Gut bis sehr gut


We Are What We Are (Jorge Michel Grau)
Esel mit Schnee (Romuald Karmakar)
127 Hours (Danny Boyle)
Bridesmaids (Paul Feig)
Mission: Impossible - Ghost Protocol (Brad Bird)
Confessions (Tetsuya Nakashima)
Film socialisme (Jean-Luc Godard)
The Adventures of Tintin (Steven Spielberg)
The Yellow Sea (Na Hong-jin)
X-Men: First Class (Matthew Vaughn)
Stick Climbing (Daniel Zimmermann)
Man at Bath (Christophe Honoré)
TRON: Legacy (Joseph Kosinski)
Thor (Kenneth Branagh)
Familiar Ground (Stéphane Lafleur)
Perfect Sense (David Mackenzie)
Blutzbrüdaz (Özgür Yildirim)
Nader and Simin, a Separation (Asghar Farhadi)


Annehmbar


Silver Bullets (Joe Swanberg)
Auf der Suche (Jan Krüger)
Justin Bieber: Never Say Never (Jon Chu)
Julia's Eyes (Guillem Morales)
Twenty Cigarettes (James Benning)
Hatchet II (Adam Green)
True Grit (Joel & Ethan Coen)
The Princess of Montpensier (Bertrand Tavernier)
Rabbit Hole (John Cameron Mitchell)
8 Uhr 28 (Christian Alvart)
In Time (Andrew Niccol)
The Next Three Days (Paul Haggis)
Super 8 ( J.J. Abrams)
Don't Go Breaking My Heart (Johnnie To & Wai Ka-Fai)


Zwiespältig


Melancholia (Lars von Trier)
Winter's Bone (Debra Granik)
The Stool Pigeon (Dante Lam)
Die Stunde des Wolfes (Matthias Glasner)
Paul (Greg Mottola)
Burlesque (Steven Antin)
Essential Killing (Jerzy Skolimowski)
Fucking Different XXX (Bruce LaBruce, Todd Verow u.a.)
Colombiana (Olivier Megaton)
Drive Angry (Patrick Lussier)
Susya (Dani Rosenberg & Yoav Gross)
The Ward (John Carpenter)
The Puppet Player (Abdenour Zahzah)
Insidious (James Wan)
Blue Valentine (Derek Cianfrance)
Dreileben - Etwas Besseres als den Tod (Christian Petzold)
Sanctum (Alister Grierson)
Source Code (Duncan Jones)
Tuesday, After Christmas (Radu Muntean)
Rise of the Planet of the Apes (Rupert Wyatt)
Toast (S.J. Clarkson)
Oki's Movie (Hong Sang-soo)
The King's Speech (Tom Hooper)
Homevideo (Kilian Riedhof)
Scream 4 (Wes Craven)
Harry Potter & the Deathly Hallows Part 2 (David Yates)


Schlecht


Scenes From The Suburbs (Spike Jonze)
Heartbeats (Xavier Dolan)
The Fighter (David O. Russell)
Black Swan (Darren Aronofsky)
Devil (Drew & John Erick Dowdle)
The Ides of March (George Clooney)
Hereafter (Clint Eastwood)
A Dangerous Method (David Cronenberg)
Blackmail Boys (Bernard & Richard Shumanski)
The Hole (Joe Dante)
Dreileben - Eine Minute Dunkel (Christoph Hochhäusler)
Vampire (Shunji Iwai)
The Help (Tate Taylor)
Fright Night (Craig Gillespie)
Midnight in Paris (Woody Allen)
Norwegian Wood (Tran Anh Hung)
Cowboys & Aliens (Jon Favreau)
Abduction (John Singleton)
I Saw the Devil (Kim Ji-woon)
The Thing (Matthijs van Heijningen Jr.)
Carnage (Roman Polanski)
Let Me In (Matt Reeves)


Unerträglich


Incendies (Denis Villeneuve)
Beginners (Mike Mills)
Road to Nowhere (Monte Hellman)
The Green Hornet (Michel Gondry)
Art History (Joe Swanberg)
Giallo (Dario Argento)
Brighton Rock (Rowan Joffe)
Terribly Happy (Pimpaka Towira)
Pirates of the Caribbean: On Stranger Tides (Rob Marshall)
Father (José María de Orbe)
Season of the Witch (Dominic Sena)
The Smurfs (Raja Gosnell)
Certified Copy (Abbas Kiarostami)
Kaboom (Gregg Araki)
Transformers: Dark of the Moon (Michael Bay)
Urban Explorer (Andy Fetscher)
Captain America: The First Avenger (Joe Johnston)


Mutwillige Schändung von Körper und Geist


Sucker Punch (Zack Snyder)
Hell (Tim Fehlbaum)
The Voice (Umit Unal)
Eine Serie von Gedanken (Heinz Emigholz)
The Hangover Part II (Todd Phillips)
Incendiary (Sharon Maguire)
An Afternoon Siesta (Panayotis Evangelidis)
Cold Fish (Sion Sono)
Love and Other Drugs (Edward Zwick)
Auschwitz (Uwe Boll)




Anmerkungen:

Für die Liste habe ich nur deutsche Kino-, DVD- oder Festivalstarts berücksichtigt, also nichts, das man nur in Cannes oder Venedig sehen konnte bzw. als Film- interessierter ohne besondere Privilegien gar nicht nachvollziehen kann.

Sichtung ins nächste Jahr verlegt, weil dort mit deutschem Kinostart angekündigt: The Turin Horse, Michael, The Kid with a Bike, House of Pleasures, Once Upon a Time in Anatolia

Bereits gesehen, aber wegen verspäteter offizieller Starts erst für die Jahresliste 2012 gewertet: Tinker Tailor Soldier Spy, Drive, The Artist, War Horse

Kommentare:

  1. Haha, einer meiner Lieblingsfilme ist bei Dir unter den schlechtesten. Der macht aber inhaltlich dem Kategorienamen inhaltlich die Ehre:)

    Frohes Neues!

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  2. Welcher denn? :)

    Frohes Neues ebenso allen Lesern!

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  3. Zur mir noch einmal Fanboy sagen :-), wenn ich mir deine Nummer vier ansehen, da kann nur das Fanboy-Herz von dir sprechen.

    Zu deine Nummer eins sage ich nichts.

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  4. Eine Ultraliste, wirklich schön. Da gibt es, bis auf die Nummer 1 vielleicht, nichts zu meckern. Irgendwie fast schon schade...
    Und gleich drei deutsche Filme! Und verdientermaßen tatsächlich WEEKEND, der wohl erst im letzten Moment dazu gestoßen ist?

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  5. Ja, im allerletzten. Er hat LIMITLESS verdrängt, der eigentlich eine ganz sichere Nummer in der Top Ten war, sich aber dem rosaroten Brief-Encounter-Verschnitt geschlagen geben musste.

    Drei deutsche Filme?

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  6. Ich meinte Cold Fish. Weekend mochte ich auch sehr, obwohl er dann doch etwas zu viel Dialog bemühte stellenweise, so dass er konstruiert daher kam.

    Da du aber fragst, welchen ich meine - in wie viele davon gibt es tatsächlich Schändung von Körper und Geist? Sucker Punch kenn ich, sonst vielleicht in Hangover und Auschwitz?

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  7. Das ist eher bildlich gesprochen gemeint. :)

    (obwohl mir gerade auffällt, dass in all diesen Filmen tatsächlich durchaus geschunden wird)

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  8. Das meine ich auch:) Hast ein sehr ausgeprägtes Gespür für die passende Bildsprache:)

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  9. Platz #1 für TREE OF LIFE ist also deine Interpretation von "ziemlich weit vorne". Interessant! :P

    Ansonsten große Zustimmung zur Liste, zumindest hinsichtlich der Sachen, die ich bislang gesehen habe. Außerdem fühle ich mich jetzt daran erinnert, dass ich BURLESQUE endlich einmal schauen sollte (wobei ich auch -ähnlich deinem Fazit- nicht viel mehr als ziemlich belanglos-bunten, aber spaßigen Quatsch von dem Film erwarte...)

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  10. Von allen aufgelisteten Filmen habe ich 6 gesehen. Daher würde ich vorschlagen, Deinen Beitrag von noName löschen zu lassen, da er nicht sehr von Relevanz ist.

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  11. "25. The Torturer (Rob Zombie)"

    Was'n das?

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  12. Ein 30sekündiger Werbespot für Waschmittel, der mich entzückt hat.

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  13. Ah, den hab ich auch gesehen. Aber einen 30-Sekünder bei den Filmen einzureihen, ist schon ein bisschen komisch, oder?

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  14. Ich mache keine Unterschiede zwischen Kurz- und Langfilmen. Aber klar, die Nennung ist mit einem kleinen Augenzwinkern zu verstehen (so wie der Spot auch). :)

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  15. Uii, interessante Liste... hab aber 6 Filme aus deiner Top 10 gar nicht gesehen. "Cold Fish" ist natürlich verdient unter den Drecksfilmen. ;)

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  16. Oh wie toll, Danke Rajko! Ich wusste gar nicht das Kelly Reichhardt einen neuen Film hat. Ich liebe ja WENDY AND LUCY.

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  17. Mephisto4/1/12 19:52

    Du entfernst dich immer weiter von meinem Filmgeschmack. Bin gespannt, wie du das am Donnerstag im Jahresrückblicksfilmbluemoon rechtfertigst.

    Aber dieses Jahr kommen 2 Burton Filme raus, also könnte es ja wieder besser werden :)

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  18. Deine Liste in ihrer Gesamtheit kann ich leider nicht würdigen, da fehlen mir einfach zu viele Filme (die Mehrheit). Daher hangele ich mich also gewissermaßen von Baum zu Baum, wo ich überhaupt mal einen der Filme gesehen habe.

    Vergleichen mit anderen Listen die ich so lesen konnte, scheint sie mir aber sehr mutig auf eine bestimmte Qualität von Filmen zu achten. Ist schwer auf den Punkt zu bringen, aber ich nenne es mal Grenzüberschreitung der Weltaneignung, bei gleichzeitiger Wahrung der Genreform. Da könnte man HANNA, CASSANDRAS WARNUNG und MY SOUL TO TAKE wenigstens halbwegs drunter subsumieren.

    Der Genreplot wird in allen Fällen sehr traditionell abgespult, auch die Symbolik greift auf Bekanntes zurück. Das Außergewöhnliche dieser Filme liegt in der Weise, wie sie ihren Figuren (und damit den Zuschauern) erlauben, die Welt wahrzunehmen. Sie weiten den seelischen Gesichtskreis der Genrefiguren über die bekannten Ränder, die das Genre erlaubt, bleiben sich aber des Genres und seiner Geschichte immer bewusst. HANNA ist (wie du zurecht schreibst) weit mehr eine Entdeckungsfahrt, die Heldin erlebt Marokko, Spanien und Deutschland eben nicht aus normierender amerikanischer oder sonstiger nationaler Perspektive und orientiert sich auch sexuell ohne normierende Genrevorgaben.

    Ebenso schafft ja Graf durch Toncollage, Schnitt und sexuellem Figurenverständnis eine Krimiwelt jenseits des mumifizierten Tatort-Einerleis. Und Cravens Umgang mit der eigenen Geschichte hatten wir ja ausführlich diskutiert.
    Finde ich alles sehr, sehr interessant, aber vermutlich muss man schon selbst einen langen Weg durch Genrewüsten zurückgelegt haben, um dahin zu kommen.

    Etwas schade finde ich hingegen, dass Du am unteren Ende der Skala dem Cronenberg und dem Polanski nicht mal zwiespältige Qualitäten zugestehst. Da spricht mir allzu sehr enttäuschte Liebe bzw. Erwartung. So ohne alles Interesse sind diese Filme nicht und haben auch nichts neben dem übrigen Schrott verloren.

    Aber so viele interessante Filme deiner Liste kenne ich leider nicht mal. Insbesondere auf den Almodóvar hast du mich sehr neugierig gemacht. Der steht ganz oben auf meinem Sehprogramm.

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  19. Rajko, was für eine Liste! Ich fasse es kaum, aber Christoph hat wohl endgültig recht behalten. Deine Liste könnte so übrigens auch problemlos auf ET stehen (womit ich meine, z.B.auch von mir stammen ;-) ). Wo ist nur der Rajko von früher geblieben... Ich glaube, jetzt kann mich nichts mehr schocken, und wenn im nächsten Jahr weniger als 5 von 10 deiner Top 10 US-Filme sind, so werde ich wohl einfach den Tatsachen ins Auge blicken müssen. :-(

    Rajko, es war schön mit dir zu streiten - leider wird das in Zukunft wohl nicht mehr ernsthaft möglich sein.

    PS: Es scheint auch, dass du 2011 rein quantitativ tatsächlich mehr angenehme alsunangenehme Filme gesehen hast. Aber das ist dann ja auch nur noch eine Marginalie.

    Als Fazit bleibt nur immer wieder zu sagen: je mehr man sich wehrt, desto schneller holt einen das große P ein. Oder wie hieß es früher auf dem Schulhof: wer ein Problem mit schwulen hat, ist vermutlich selbst einer.

    Aber genug der Klischeeaussagen - ich verspreche ab jetzt hoch und heilig meinen Rajko-Nostalgieblick nach und nach den harten Fakten dieses Blogs anzupassen.

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  20. Also das stimmt mich ja fast traurig.

    Wahr ist es aber dennoch nicht.

    Denn die Filme aus dem Land des großen P. wurden alle verdientermaßen und akkurat in die unteren Kategorien sortiert (also da, wo etwa Emigholz, de Orbe, Kiarostami oder Iwai auch hingehören).

    Insofern besteht nicht der allergeringste Grund zur Sorge, ich könnte mein Credo in irgendeiner Form vernachlässigt haben. Wir haben es schlicht mit einer zufälligen, leicht graduellen, wohl bestenfalls vorübergehenden Akzentverschiebung zu tun, die ich nicht überbewerten würde, und die sich so auch bestimmt nicht wiederholen wird, wenn ich einen Blick auf das formidable Angebot stupider Unterhaltungsfilme für die Masse 2012 blicke, das mich schon jetzt in Entzücken versetzt.

    Gesprochen hat: der sich ewig treu bleibende Mr. Vincent Vega, Kämpfer für Qualitätsmainstream, Antielitarismus und Filme, die von mindestens fünf Menschen und mehr gesehen wurden.

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  21. Ihr seid beide bescheuert.

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  22. @Rajko

    Ich glaube dir kein Wort. ;-)

    @Christoph

    Wenn du es sagst, ist wohl was dran. :-)

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  23. Sano: "Ach Rajko, ENDLICH kommst du zu dir! Gut gemacht, Christoph! Endlich MEHR Verständnis und ausländisches Kino, endlich TOLLE Filme, total interessant, wie IHR euch gegenseitig beeinflusst!"

    Rajko: "ICH komme überhaupt nicht zu mir und DIESE Christoph-Unterstellung ist totaler Schwachsinn! Ich bin schon LÄNGST bei mir, für ALLES offen und setze aber sehr wohl IMMER NOCH meine US-Prioritäten, ich bin stolz drauf und ihr seid überhaupt alle P. UND M. und doof mit eurem Schmuddelkram!"

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  24. Bemerkenswert schockierend - oder besser vielleicht gesagt: interessant - finde ich ja, dass trotz unserer extremen (extremsten?) Gegensätzlichkeit dennoch jedes Jahr ein Film existiert (abgesehen von 2010 sogar stets derer zwei), der uns Beiden (wenn auch in unterschiedlichen Sphären der 10er Liste [und vermutlich auch, was die Rezeption/Interpretation anbelangt]) gefallen hat. Blinde Hühner finden scheinbar in der Tat manchmal Körner.

    Mal schauen, auf welchen Film wir uns für 2012 "einigen" können.

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