Dezember 18, 2011

Zuletzt gesehen: ESSENTIAL KILLING

Solider Prätentionsmainstream von der Festivalstange, dem das betont Unkonkrete wohl mal wieder als Schutz- mechanismus vor Deutungshoheit und Positionierung dienlich sein soll. "Essential Killing", der zweite Film des polnischen Neue-Welle-Urgesteins Jerzy Skolimowski nach dessen fast jahrzehntelanger Regiepause, fährt einige besonders ulkige Momente auf, während sich Vincent Gallo als Taliban-Irgendwas auf seinem Surivialtrip respektabel abmüht. In der kitschigen Visualisierung von Rückblenden und Träumen und Wahnvorstellungen und Christentrash tendiert der Film aber ins Kopfschüttelige. Was das forcierte Einleben in eine solche Figur eigentlich soll, bleibt natürlich auch unbeantwortet. 


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Kommentare:

  1. Schön geschrieben. Ein hoch auf die Substantivierung. ;D Nebenbei hört sich der Film interessant an. Werde ich mir mal geben.

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  2. "...tendiert der Film aber ins Kopfschüttelige."
    Vor dieser Verbalaggrobatik tendiert mein Hals ins Hauptverneigliche! Lupenreine linguistische Exploitation!

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  3. Dem kann ich nur aufs Kopfnickerigste zustimmen. Rajko zeigt in den letzten eineinhalb Jahren eine erfreuliche, unbedingt zu belobigende Tendenz zum Linguangel (= linguistischen Schangel).

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