August 29, 2011

Zuletzt gesehen: RISE OF THE PLANET OF THE APES

Seltsam befremdliche und freilich ohnehin unnötige Vorgeschichte als narrative Vereinfachung einer bereits zuvor großzügig breitgetretenen Metapher, die nun ausgerechnet in ihrem Prequel- und damit Ergründungsgestus der ursprünglichen Idee dem sich ins eigene Verderben forschenden Menschen kaum Platz, geschweige denn Differenzierung einräumt - und die eigentliche "Erklärung" sogar noch in den Abspann verbannt. Stattdessen präsentiert sich "Rise of the Planet of the Apes" mit Fokus auf zur Schau gestellter Rechnerarbeit, über die sich der Film folgerichtig auch gleich vermarktet ("Von WETA Digital"). Zwischen digitalem Tiergetöse mit computeranimierten Plansequenzen und überraschend altmodischer Inszenierung (sorgfältiger Schnitt von Mark Goldblatt) entsteht eine mehr als irritierende Kluft. Überflüssig.


40%

Kommentare:

  1. Mich hat vor allem gewurmt, wie höhepunktsarm der war. Die ganze Zeit brummte der so auf semiblockbusterndem Autopilot vor sich hin, und wer sich nach den Trailern erhofft hat, dass da die Affen mal mit Krawumm die menschliche Zivilisation überrennen (siehe bereits von dir erwähntes Abspannproblem, da sollte es eigentlich erst losgehen!), den muss ich enttäuschen: Nein, da wollen nur ein paar Affen über eine Brücke.

    Äh, Spoileralarm, natürlich.

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  2. Mir hat das Finale ehrlich gesagt ziemlich gefallen, das ging schon gut zur Sache. Ändert nur gar nichts an dem konzeptionellen Missverständnis des Films und seiner sonstigen Sinnlosigkeit.

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  3. Die Brückenszene für sich war auf jeden Fall cool, und die Effekte natürlich sehr überzeugend, nur dachte ich, dass der Maßstab des Films insgesamt etwas größer werden würde. Aber wenn die wahrscheinlich schon die nächsten Teile planen, muss ja was in der Hinterhand bleiben.

    Gesellschaftlich-bissige Kommentare, die Essenz der ganzen Affengeschichte, fehlten wirklich über weite Strecken; Franco werkelt da halt vor sich hin, als wäre er der einzige Mitarbeiter in diesem Bereich (seine Erwähnung, er arbeite schon vier Jahre an dieser Sache, ist auch ein Witz), und wenn Profit für die Firma in der Luft liegt, darf er weitermachen, sonst halt nicht. Das war es auch schon, glaube ich. Keine Reibereien einer großen Gruppe Wissenschaftler anlässlich der Versuche, keine Blicke über den Tellerrand in Richtung Gesellschaft (der Film soll ja wohl leicht zeitversetzt in der Zukunft spielen). Der Niedergang der Menschheit wirkt jetzt eher wie ein trauriger Zufall, da Einzelpersonen in Forschung und Chefetage sich nicht im Griff hatten.

    Und dass Pinto zwischendurch Schablonensätze á la "daran darf man nicht rühren" stanzt, zählt ja wohl nicht, um dem Film Tiefe zu verleihen.

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  4. Die Figuren von Franco und Pinto waren eine absolute Vollkatastrophe in jeder Hinsicht.

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