April 11, 2011

Kino: LIMITLESS

Einhundertprozent ausgeschöpfte Hirnkapazität: Maximale Lernerfolge binnen kürzester Zeit, komplexe Sachverhalte, die wie Fingerübungen erscheinen, ungeahnte Karrierechancen. Ein Leben wie aus den Vollen geschöpft, auf der absoluten Überholspur. NZT macht es möglich, die leistungssteigernde Droge verschafft dem menschlichen Gehirn neue Möglichkeiten. Wer sie nimmt, kann es in wenigen Stunden zum Bestsellerautor bringen, hoch komplizierte Pianopartituren erlernen oder durch außergewöhnliches Geschick Millionen an der Börse umsetzen. Mit dieser faszinierenden und ebenso attraktiven wie unheilvollen Idee spielte Alan Glynns 2001 erschienener Erstlingsroman "Stoff", den Regisseur Neil Burger jetzt zu einem fiebrigen visuellen Wahrnehmungsrausch verarbeitet hat.

"Limitless" erzählt zunächst einmal die alte Geschichte vom erfolglosen Künstler. Eddie Morras (Bradley Cooper) ist Schriftsteller, er lebt in einer heruntergekommenen Bruchbude und verzweifelt an seinem noch nicht einmal begonnenen Buch. Seine Freundin hat ihn abserviert und sowohl Verleger als auch Vermieter sitzen ihm im Nacken – so weit die übliche unglückliche Autorenchose. Als Eddie zufällig auf seinen Ex-Schwager trifft, gibt dieser ihm eine neue Droge, die noch nicht auf dem Markt erhältlich sein und anders als alle bisherigen Rauschmittel wirken soll. Wenig beeindruckt und eher skeptisch nimmt Eddie die Pille in einer unüberlegten Situation ein.

Von einem Moment auf den nächsten macht der Schriftsteller eine enorme Wandlung durch. Er fühlt sich schlagartig energetisch, selbstbewusst, potent. Voller Tatendrang bringt er seine Wohnung auf Vordermann, beendet in wenigen Stunden seinen Roman und verwandelt sich vom erfolglosen Loser zum smarten Dandy. Als Eddie Nachschub benötigt, findet er seinen Freund in dessen Wohnung ermordet vor. Ungeachtet der möglichen Hintergründe lässt er eine ganze Tüte NZT mitgehen und setzt seinen Dauerrausch hemmungslos fort. Doch die Droge erzeugt Black-Outs und Erinnerungslücken: Auf seinem plötzlichen Erfolgsweg zum Wall-Street-Ass hat Eddie es mit undurchsichtigen Firmenchefs, einer gefährlichen Gangsterbande und schließlich rätselhaften Mordfällen zu tun.

Was erst einmal einen nur allzu konventionellen und moralischen Eindruck macht, schlägt im Verlauf der Handlung ein Dutzend unerwarteter Haken. Die zunächst noch gradlinige Geschichte des Films löst sich mehr und mehr in eine streng subjektive Erzählperspektive auf. So wie Eddie unvermittelt in sein vollkommen absurdes Drogenleben stürzt, so muss ihn der Zuschauer auf diesem Weg begleiten. Seine privaten und beruflichen Erfolge durchleben wir gemeinsam mit ihm, die Wahrnehmungslücken gerinnen auch für uns zu unerklärlichen Auslassungen. "Limitless" zwingt sein Publikum zur Co-Abhängigkeit: Einem Trip gleich inszeniert Burger den Film als intensiven Fiebertraum, dem man kaum vertrauen und ihm dennoch nur erliegen kann.

Dies ist einer der verrücktesten, originellsten und wagemutigsten Hollywoodfilme seit Jahren. Irgendwo zwischen "American Psycho" und "Fight Club" ist er Satire auf den Modern Way of Life, überdehnte Gesellschaftsutopie oder auch hemmungsloser Kommentar zur Wirtschaftskrise. Er karikiert den Erfolgsdruck der Managerwelt und die Klischees einer so genannten schnelllebigen Zeit, er ist der ironische Ausdruck eines geistigen Stillstands. Das alles sind Plattitüden, aber "Limitless" erklärt sie fast radikal herunter gebrochen zum unwirklichen Rauschzustand und stellt sie zugleich implizit infrage. Unbekümmert schickt er seinen Protagonisten und den Zuschauer auf einen (Ego-)Trip, der keine Grenzen kennt. Man kommt aus diesem Film getorkelt, als sei man zwei Stunden lang unbemerkt auf NZT gesetzt worden.

Neil Burger spielt für die Erschaffung eines subjektiven Amphetaminrauschs alle handwerklichen Karten aus. Eddies Blick bestimmt den Film, sein Empfinden wird zur übergeordneten ästhetischen Perspektive. Entsprechend energiegetrieben ist Burgers Regie, geradezu entschlossen folgt er seinem Konzept. Dazu zählen sowohl durchsichtige stilistische Merkmale wie beschleunigte Zooms oder eine klare visuelle Unterscheidung zwischen nüchternem und bewusstseinserweiterten Zustand des Protagonisten, als auch subtile und diffizile Spielereien mit Schnittfolge und Sounddesign. Burger gelingt es, die zusehends bewusst unlogische Handlung zu kaschieren, indem er mehrere Ebenen überlagert und Objektivität negiert. Weil er damit letztlich eine eindringliche Drogenwahrnehmung simuliert, kommt es auch zu keiner Diskrepanz zwischen der voll gepumpten Erzählfigur und ihrer innerfilmischen Umwelt.

Neben der beeindruckenden Inszenierungsfertigkeit von "Limitless" erstaunt vor allem seine Konsequenz. Er verlangt dem Zuschauer nicht nur einiges ab, wenn er die Drogenerlebnisse sukzessive intensiviert und dadurch jede Urteilsfähigkeit trübt, sondern auch, weil er seiner Figur und dem Zuschauer keine Fallen stellt. Dies ist womöglich einer der wenigen Filme, in denen hemmungsloser Drogenkonsum auch oder vor allem in letzter Instanz folgenlos bleibt. Und mehr noch, in denen konsequenter Erfolg und chemische Bewusstseinserweiterung sich untrennbar bedingen. Es ist ein fragwürdiger, aber auch faszinierend bitterer Eintrag in einer langen Liste von Filmen, die Drogenmissbrauch rein auktorial thematisieren, um damit eine bestimmte Meinung an der Welt festzumachen. "Limitless" ist ihr böser Gegenentwurf und vielleicht auch ultimativer Schlusspunkt.


80% - erschienen bei: gamona

Kommentare:

  1. Ich hätte den Film ignoriert, dank Dir hat er jetzt einen Kinogänger mehr.

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  2. Der ist einfach so fantastisch inszeniert, dass ich beim Gedanken daran noch immer ganz geil werde.

    Muss jetzt unbedingt Burgers THE ILLUSIONIST sehen, den ich mir auch bereits besorgt habe.

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  3. Mr. Hankey11/4/11 22:37

    Na es geht doch! Stimme der Review 100% zu! :-)

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  4. Freu' dich nicht zu viel, das Review zu PAUL kommt auch in Kürze. :)

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  5. Und am besten gleich TRUE GRIT hinterher. ;)

    THE ILLUSIONIST ist übrigens gar nicht gut. Macht ja auch die Biel mit. *kotz*

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  6. TRUE GRIT ist doch längst durch. :)

    Habe ihn aber letzte Woche noch im Kino geschaut, momentweise durchaus interessant und unterm Strich solider straighter Western, aber sonst wenig berauschend und Coen-typisch angeordnet. Bridges wandelt zur Zeit auch auf einem dünnen Pfad - dieser späte Starruhm bekommt ihm offenbar nicht.

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  7. True Grit ist Co(e)ngenial!!!

    Deine Abneigung gegen die Coens wird ja langsam zur Manie. Hast da ganz schön die Scheuklappen auf und nun wird auch noch am Dude (Bridges) rumgemosert. *Kopf schüttelt*

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  8. Ich habe keine Abneigung gegen die Coens. Ihren letzten Film, A SERIOUS MAN, fand ich wunderbar. TRUE GRIT mochte ich momentweise auch sehr gern, insgesamt aber ist das ein recht belangloser klassischer Western, der leb- und lustlos Standardsituationen des Genres durchspielt und erst am Ende ein wenig Herz in die Geschichte bringt (wenn sich nicht gerade die starre Mechanik der Gebrüder Coen dazwischen drängt). Bridges hat mich komplett enttäuscht, ein Freund beschrieb dessen Leistung sehr treffend als "Hoppla, hier komme ich"-Performance im Hans-Albers-Stil. Die Art, wie der Film ihn und Bridges sich selbst als großen Star inszenieren, war ziemlich peinlich und kein Vergleich zu John Wayne (den ich im Gegensatz zum guten Jeff nicht mal abkann).

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  9. I love starre Mechanik. Ich könnte einen 10h Film so genießen... diese langen Einstellungen, wie in NO COUNTRY FOR OLD MEN...herrlich. Ich genieße da jede Sekunde Zelluloid, jedes knirschen eines Schrittes, des zu beobachtenden Protagonisten. TOLL. Die Story ist doch völlig Wurst bei True Grit ebenso der Vergleich mit dem Original.

    Ich glaube du bist ein wenig (oder wir alle?) von Jeffs überragenden Leistungen verwöhnt. Ich finde ihn klasse in True Grit. Und selbst wenns locker vom Hocker gespielt wirkt / ist, ist er immer noch besser als der Rest.

    Hab ihn übrigens auch im Original gesehn. ;-)

    Ich bin großer Westernfan, aber wer ist John Wayne? ;-)

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  10. A SERIOUS MAN hat mir auch gut gefallen, da weiß man stellenweise nicht, ob man lachen oder weinen soll. Herrlich. :)

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  11. Mit starrer Mechanik meine ich nicht "lange Einstellungen" oder ähnliches. TRUE GRIT ist komplett konventionell, kurzweilig und weitgehend auf Unterhaltung gebürstet.

    Bridges spielt auf Autopilot plus großer Stargeste, die in keinem Verhältnis steht. Das Gemisch aus Dude und Duke fand ich größtenteils eher unfreiwillig komisch. Mit Hailee Steinfeld kann sich in dem Film außerdem sowieso keiner messen, die 14jährige spielt das ganze Männerensemble komplett an die Wand.

    Die Originalfassung des Films ist natürlich wie immer zu bevorzugen. Untertitel waren aber sehr hilfreich. ;)

    By the way: Über TRUE GRIT zu diskutieren langweilt mich gerade. Ist irgendwie so egal, der Film. :P

    Hier geht's außerdem um die Ultrakunst LIMITLESS!

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  12. Aha. Trotzdem: KOMPLETTER WIDERSPRUCH!!!

    Die breite Masse findet den Film stinklangweilig. Soviel zum Thema auf Unterhaltung gebürstet. ;-)

    An konventionell und kurzweilig kann ich auch nichts negatives finden.

    Steinfeld find ich auch toll, wie vor Wochen erwähnt.

    Nein ich habe ihn erst in deutscher Synchro und letzte Woche nochmal im Original OHNE Untertitel gesehn.

    Dann schreib haltn Review zu True Grit, dann gehts da weiter. :D

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  13. Mit bisher 250 Mio. US-Dollar Einspiel ist TRUE GRIT der erfolgreichste Film, den die Coens jemals inszeniert haben. Noch nie waren die Brüder bei der breiten Masse so beliebt.

    Also nix Arthaus für dich, sorry. TRUE GRIT ist massenkompatibler Mainstream in Reinkultur. ;)

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  14. Komisch, alle wirklich alle durchschnittlichen (um nicht ahnungslosen zu sagen) Kinogänger, die ich kenne, fanden den Film langweilig und waren total enttäuscht. Das große Einspielergebniss, ist wohl auch mehr der Maschinerie und Neugier als der Inzsenierung geschuldet.

    Von Arthaus war auch keine Rede. Auch an Mainstream muss man nicht unbedingt schlechtes finden. Was auch immer der Film ist, mir gefällt er.

    So hab mir jetztn paar Trailer zu OHNE LIMIT angesehn. Gute N8 :P

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  15. War mit vier Freunden/Bekannten im Kino, die alle begeistert waren vom Film.

    Gute Nacht. :)

    Vorsatz für Morgen: Weniger Spammen. Danke. :P

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  16. Bisher fand ich nur den kommerziellen Erfolg des Films in den USA interessant, aber nach deiner Kritik möchte ich nun auch sehen. Danke dafür!

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  17. @Rajko: Da bin ich mal gespannt wie du THE ILLUSIONIST finden wirst, bei dir könnte es schon an Edward Norton scheitern :-)

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  18. Hätte mir den jetzt vielleicht auch gespart, aber deine Kritik macht schon sehr Lust auf den Film, also nix wie rein! THE ILLUSIONIST wollte ich eigentlich auch schon längst mal nachholen, stell mir den als möglicherweise bessere Alternative zu THE PRESTIGE vor.

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  19. Mr. Hankey13/4/11 13:25

    Okay! Dude ist doch kein Ebenbild von Rajko! ;-)

    Und hey, was kann man schon an "Paul..." auszusetzen haben? Wobei, wenn frag ich das eigentlich gerade...? ;-)

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  20. Mr. Hankey13/4/11 16:00

    Okay, hab Deine Paul-Kritik bei gamona gerade gelesen. Abgesehen davon, dass man deutlich merkt, das Du Dich persönlich wohl nicht als Nerd ansiehst, will ich dem Meisten gar nicht mal so wiedersprechen. Mich hats nur weniger gestört, was wohl daran liegt, dass ich mich definitiv als Nerd ansehe und mich daher wohl auch besser in die Beiden hineinversetzen kann. ;) Aber komm, der Endgag ist doch wirklich genial: "Ja, dass Raumschiff hebt ein bisschen langsam ab..." *brüll*

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  21. Angesichts diverser Klischees (die zahlreiche Besuche auf DVD-Börsen nicht widerlegen konnten) vom Nerd als unsozialen, ungeduschten und natürlich ungefickten Tunichtgut kann ich ganz klar sagen, dass ich mich nicht als Nerd sehe, richtig.

    Den Schlussgag fand ich genauso scheiße wie überhaupt den ganzen Schluss. Allein der witzlose Abgang von S.W. hat mir schon gereicht.

    Aber das können wir ja dann noch mal bei der Kritik zu PAUL besprechen, hier geht's irgendwie um alles, nur nicht LIMITLESS. :)

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  22. Meine letzte DVD-Börse rekrutierte ihr Personal auch aus obig erwähntem Personenkreis.

    Einer von ihnen fuhr mir sogar ohne Warnung mit einem Riesenpalettenrollwagen voller Hartbox-Schund übern Fuß, so dass ich mich genötigt sehe, an "Unsozial, ungeduscht und ungefickt" noch ein "ungehobelt" beizufügen.

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  23. An "The Illusionist" solltest Du indes nicht mit großen Erwartungen gehen. Zum Einen spielt Edward Norton mit (das mit Dir und ihm scheint doch grundsätzlich problematisch zu sein). Zum anderen ist er einfach nicht so überragend, dennoch besser als Kwyjibo es befürchten lässt. Dafür sorgt schon Giamatti. ;-)

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  24. Würde ja auch gerne was zu "Limitless" beisteuern, aber den kenne ich noch nicht (bin jetzt aber schon ordentlich excited, wie die Deutschen sagen). Vorerst geht's heute abend in die Preview von "World Invasion - Battle: Los Angeles" (Himmel hilf, dass das kein Franchise wird und ich in fünf Jahren "Battle: Bottrop" und "Battle: Bad Salzuflen" sehen muss).

    Ist so eine von diesen furchtbar anstrengenden Männerpreviews inklusive Bier.
    Was für eine furchtbare Erfindung. Da haben die, die sich sowas ausgedacht haben (analog dazu ja die Frauenfilme mit Prosecco) bestimmt vor ihrem inneren Auge einen gut gefüllten Kinosaal voller Hugh Jackmans, die von der Schicht im Sägewerk kommen und bei zotigen Witzigen kernig lachen, herbeihalluziniert.

    Stattdessen warten da nur weitere Teilnehmer besagter 4U-Kategorie.

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  25. Mr. Hankey13/4/11 20:13

    Angesichts diverser Klischees (die zahlreiche Besuche auf DVD-Börsen nicht widerlegen konnten) vom Nerd als unsozialen, ungeduschten und natürlich ungefickten Tunichtgut kann ich ganz klar sagen, dass ich mich nicht als Nerd sehe, richtig.

    Genau, Du bist ja auch der eingebildete, schwule Filmkritikenschmierfink mit dem schlechtesten Filmgeschmack seit anno dazumal! Sowas hat die Nerdwelt gar nicht verdient.

    Aber Du hast recht, ficken und duschen könnt ich auch mal wieder. Auch wenn ich leider nur letzteres wirklich steuern kann. Hmmmh...

    ;-)

    Okay, der Rest kommt dann bei Paul... ;-)

    Stattdessen warten da nur weitere Teilnehmer besagter 4U-Kategorie.

    Inklusive Brian...

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  26. Genau, Du bist ja auch der eingebildete, schwule Filmkritikenschmierfink mit dem schlechtesten Filmgeschmack seit anno dazumal!

    So reden also Nerds, interessant. Scheint mir, als fühltest Du Dich angegriffen. Vielleicht doch mal etwas weniger nerdig sein? Dann klappt's auch mit dem Umschiffen der 4U's (Danke Brian).

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  27. Mr. Hankey13/4/11 21:09

    Scheint mir, als fühltest Du Dich angegriffen.

    Ähm,nö! Das war Ironie, ich dachte das erkennst Du. Und außerdem hast du mit dem unsozialem Verhalten angefangen. Du hast schließlich als erster was mit "ficken" gesagt und mit der Herabsetzung bestimmter Menschengruppen angefangen. ;)

    Vielleicht doch mal etwas weniger nerdig sein? Dann klappt's auch mit dem Umschiffen der 4U's

    Nein, ich stehe zudem was ich bin. Zumal es bei weitem nicht nur negative Aspekte am Nerdtum gibt. Denkst Du wirklich so oberflächlich, dass Du in einem Nerd grundsätzlich nur die 4 Us siehst?

    Ich glaube in Dir steckt letztendlich ein größerer Nerd, als Du Dir je eingestehen kannst/willst, selbst wenn keins der vier Us auf Dich zutreffen sollte... ;-)

    So, dann gehe ich jetzt mal die Spinnenweben von meinem Sack wegwaschen.

    ;)


    Noch was zum Thema: Konnte meine kinobegeisterte Kollegin leider nicht davon überzeugen sich auch "Ohne Limit" anzusehen. ;( Nerd halt...

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  28. @Rajko: Hast du das Buch eigentlich auch gelesen? Und stell' dir mal vor Shia LaBeouf hätte sich bei Transformers 2 Filmdreh nicht verletzt, dann hätte er die Hauptrolle gespielt.
    Was mich am meisten gestört hat an Film, war das er der einzige war, der in der Lage war und auf die Idee kam, die Droge selbst herzustellen, o die Droge doch so schlau macht und das kam im Buch überhaupt nicht vor, ich weiß künstlerische Freiheiten usw. aber trotzdem ein ganz fader Beigeschmack, selbst dann wenn ich das Buch jetzt nicht können würde. Das ist für mich der größte Knachpunkt am Film.

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  29. Häh? Verstehe kein Wort.

    Habe das Buch nicht gelesen.

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  30. Eddie Morra (Bradley Cooper) ist doch zu einem Chemiker/Laborant gegangen und wollte das er mehr von den Drogen herstellen soll, am Ende des Films kommt die ganze Sache dann noch einmal auf den Tisch, weil sein Labor dicht gemacht wurde usw.
    Ich habe mich da gefragt, warum die anderen Konsumenten nicht auf die Idee kamen oder nicht dazu in der Lage waren, wo die Droge doch 100% des Gehirn nutzt. Das meinte ich,das hat mich ungemein gestört. Du warst da wohl immer noch gabz benommen von den ganzen miterlebten Trips :-)

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  31. Im Film wird ja gesagt, dass jeder anders auf die Droge reagiert. Sie ermöglicht zwar 100%ige Hirnaktivität, aber verbessert nicht unbedingt die Intelligenz. Der russische Gangster beispielsweise verändert sich zwar auf NZT, aber er ist nicht in der Lage, eine vergleichbare intellektuelle Potenz zu entwickeln wie die Cooper-Figur. Außerdem: Vielleicht kamen ja auch andere auf die Idee, nur haben wir es eben nicht gesehen. Der Film ist doch vollkommen subjektiv, wir bleiben ohnehin immer bei Cooper. Was andere tun oder nicht tun, bekommen wir gar nicht mit.

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  32. Klar darüber lässt sich streiten, aber was ich absolut nicht verstehe und was mich persönlich verärgert hat, warum musste man dies im Film packen, da es im Buch überhaupt nicht vorkam. Wie gesagt für mich der größte Knackpunkt am ganzen Film.
    Das sollte ich die ganzen Tage noch mal losgeworden sein.

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  33. Ich finde das ist ein nahe liegender Gedanke und deshalb im Film gut aufgehoben - Coopers Figur ist nun mal cleverer als andere potenzielle NZT-Konsumenten. Immerhin schafft er es nach ganz oben.

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  34. Für mich wird er im Film zu clever dargestellt :-), vielleicht stoße ich mich auch nur deswegen daran weil ich die Buchvorlage kenne.

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  35. tomatensaft15/4/11 14:45

    Du leidest wirklich unter Geschmacksverirrung. 80% für so einen Bullshit? Der Weltuntergang ist scheinbar wirklich nahe...

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  36. Der letzte Film mit Ansatzweise so vielen Logiklöchern war wohl INCEPTION. "Ein Dutzend unerwarteter Haken"? Hab nicht mal einen gesehen. Ganz und gar durchschnittlicher 0815-Thriller, mit schicker Optik aufgemotzt, um die Aufmerksamkeit der iPhone-Generation auf sich zu lenken. Mit einem De Niro, der spätestens seit HEAT auf Autopilot die Rente ansteuert, und einem Cooper, der merklich damit hadert, Leading-Man-Potential zu entwickeln. Dabei ist die Geschichte so deppert wie vorhersehbar, was mich ja nicht wundert, hat ich bereits beim Kurzinhalt geahnt. Erstaunlich ist eher, wie du regelmäßig so Quark abfeierst, während fraglos konventionelle, aber grundsätzlich solide Sachen wie THE KING'S SPEECH abgewatscht werden wie sonst was. Von den obligatorischen 10- und 20% für so Sachen wie HANGOVER 2 ganz zu schweigen, was mich wieder dazu führt, zu fragen, warum du dir so Filme eigentlich antust, außer, um sie hinterher verreißen zu dürfen, wobei natürlich jedem selbst überlassen ist, sich einen scheiß Film anzusehen, in der Hoffnung, dass er doch nicht scheiße ist. Dennoch wirken mir bei dir viele Besprechungen willkürlich auf den vor dir geschätzten provokativen Charakter mit Gegen-den-Strom-Intention, wobei hier ja so Feuilletonisten-Lemmingerie wie bei HANNA die Ausnahme von der Regel darstellt/darstellen soll. Zumindest zeugt das Ganze im Rezeptionsdialog zwischen dir und mir als zuverlässige Empfehlung, fand ich doch BEGINNERS z.B. ganz nett (nicht gut), weshalb ich mich, entgegen bisheriger Kenntnisse, nun doch wieder irgendwie auf SOURCE CODE freu (MOON wusstest du ja auch bereits nicht zu schätzen). Langer Rede, kurzer Sinne: Weiter so (glaub ich zumindest)!

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