Dezember 26, 2010

Zuletzt gesehen: SOLITARY MAN

Konsequent auf Michael Douglas zugeschnittene Tragikomödie, der mit dieser prägnanten Altersrolle im revisionistischen Spätwerk angekommen ist. Douglas’ Figur, ein nicht altern wollender, notorischer und triebgesteuerter Betrüger mit Vorliebe für deutlich jüngere Frauen, lässt einige autobiographische Bezüge erahnen, während der Film auch ganz konkret Verbindungen zur Karriere des Schauspielers zieht, u.a. mit der Besetzung seines langjährigen Freundes Danny DeVito. Eine gewisse Affinität zum filmischen Schaffen von Douglas gereicht "Solitary Man" zum Vorteil, Anspielungen auf dessen unzählige Machorollen in diversen Erotikthrillern inklusive. Douglas spielt die Titelfigur zwar exzellent, wen die Geschichte eines abgehalfterten Womanizers bzw. den daran geknüpften Rückblick aufs eigene Werk allerdings angehen soll, bleibt Rezeptionssache. Mir hat’s hier etwas an Substanz und Wehmut gefehlt, der Film geht nicht wirklich ans Eingemachte und als Charakterstudie bleibt er dünn. Hübsch anzuschauen, vor allem wegen der guten Besetzung, aber auch allzu routiniert und zielsicher heruntergedreht. Und was beispielsweise "Gran Torino" für Clint Eastwood war, das möchte mit "Solitary Man" und Michael Douglas – so nebenbei – auch nicht recht funktionieren.


50%

Kommentare:

  1. Fand den total dröge, dieses 0815-Zusteuern auf bekannte Gefilde mit einem Douglas im dazu passenden 0815-Modus, der Leute von großer Schauspielerei jubeln lässt, die auch nach Leonardo DiCaprio mit Oscars werfen würden. Zum Glück ging das Ganze nur 87 Minuten.

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  2. Was hast du gegen DiCaprio?

    Und bitte sage jetzt nichts, das die Worte 'Baby' und 'Face' beinhaltet...

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  3. Ich kann keine Unterschiede zwischen seinen Darstellungen erkennen. BLOOD DIAMOND, THE DEPARTED, BODY OF LIES, SHUTTER ISLAND, INCEPTION - das ist bei ihm immer dieselbe Soße. Überraschung-aufgerissene Augen, Eindringlichkeit-zugekniffene Augen - die Schauspielpalette eines Christian Bale. Mit 2 Gesichtsausdrücken durch Hollywood.

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  4. Unhaltbar.

    Obwohl gerade diese Beispiele sicher keine Glanzleistungen in DiCaprios Karriere bilden. Ich denke da eher an WHAT'S EATING GILBERT GRAPE, TITANIC oder REVOLUTIONARY ROAD.

    Dennoch ist der Vergleich mit Nichtskönner Bale unhaltbar.

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  5. Ihr habt wohl beide ein Ei am wandern was? ^^

    Der eine vergleicht hier Äpfel mit Birnen (in der Tat unhaltbar!!!) und der anderen nennt den American Psycho einen Nichtskönner.

    Ist wohl beides etwas übers Ziel hinaus.

    Ich erinnere Flo gerne mal an auch an THIS BOY´S LIFE z.B. und Rajko u.a. noch an THE MACHINIST, obwohl dieser wohl als Paradebeispiel katastrophalen Overactings gewertet werden kann. Dennoch alles andere als NICHTKÖNNEN.

    Di Caprio ist der absolute Vollprofi und hat grandiose Filme / Szenen getragen und ich seh ihm immer gerne zu, selbst in mittelmäßigen
    Filmen.

    Bale ist sicher über weite Strecken nur noch scheinbar physisch in seinen Filmen anwesend. Das stimmt, aber mir bleibt der überhebliche, ekelhafte Charakter eines Bateman immer in Erinnerung... einfach GEIL.

    Equilibrium... auchn feines Filmchen... nun ja..

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  6. Entweder man spielt einen Halbverhungerten, oder man ist halbverhungert. Bale hat sich für letzteres entschieden, was Rückschlüsse auf ersteres zulässt.

    Solche körperlichen Eskapaden finde ich nicht nur total albern, sondern entsprechen eben dieser typisch falsch interpretierten Method-Acting-Schule. Ansonsten ist das Thema Bale wirklich durch. Stirnrunzeln und verbissen dreinschauen ist kein Schauspiel.

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  7. 1:0 für dich!

    Was ist mit Bateman?

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  8. Schwierig. Fand den damals gut, aber das wäre jetzt bestimmt nicht mehr so, wahrscheinlich u.a. wegen Bale.

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  9. Nur weil er jetzt nicht mehr so gut spielt, heißt das doch nicht, dass er als Bateman nicht super war. Und das war er.

    Hihi, nehmt mal das E bei Bateman weg. Hihi.

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