März 14, 2010

Zuletzt gesehen: EDGE OF DARKNESS

Martin Campbell inszeniert die späte Kinoadaption seiner eigenen BBC-Serie als spannenden politischen Verschwörungsthriller, dem er immer wieder gekonnt Tempo entzieht und somit das Augenmerk weniger auf Action-, denn leise Krimi-Töne lenkt. Unnötigerweise spielt der Film den Hintergrund seiner Geschichte immer mehr gegen ein konventionelles Rachedrama aus, das – von weltlich auf persönlich geschrumpft – die alte Chose vom einzelnen männlichen Kämpfer gegen ein versagtes System aufleiert und damit in der ermüdenden Tradition reaktionärer Selbstjustizreißer schließlich auch vor Pathos und Kitsch nicht zurückschreckt. Spätestens im sprichwörtlich biblischen Finale wünscht man sich Mel Gibson dann einfach nur wieder zurück ins Schauspielexil.


40%

Kommentare:

  1. Schade, schade... religiöse Verblendung und Alkohol scheinen den einstmal coolen Schauspieler vollendst im Griff zu haben. Dabei fing seine Karriere so schön an...

    Hoffen wir er kriegt nochmal die Kurve...

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  2. Klingt ja nicht so gut, obwohl mich der Film aufgrund des Regisseurs immer noch interessiert. Campbell ist wie Harlin und (bis vor kurzem) Bigelow einer der verlässlichsten Unter-dem-Popularitätsradar-Actionfilmer mit Gespür fürs Genre.

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