März 21, 2009

TV: Fernsehtipps vom 21.03. - 27.03.2009

Samstag, 21.03.

13:45 Uhr – Die Reise ins Ich (RTL2)

Sehr schöne, sehr witzige, sehr nostalgische Neuauflage der phantastischen Reise mit einem irre aufgelegten Martin Short.

22:00 Uhr – The Ring (Pro7)

Selbst in der stark aufs westliche Publikum zugeschnittenen Version ist die Gruselmär vom schwarzhaarigen Mädchen zweifellos noch effektiv, nicht zuletzt dank der hervorragenden Effekte von Stan Winston. Die Welle, die Gore Verbinski hier lostrat, begann jedoch schnell zu nerven, zu verärgern, anzuöden.

23:45 Uhr – Conan – Der Barbar (ZDF)

Das unbedarfte Wildern und Wuchern des John Milius ist heute so niedlich wie harmlos. Das Beste an diesem Fantasy-Ulk – im Kern natürlich ohne jeden Zweifel ein reiner Auswuchs an Fragwürdigkeiten – ist immer noch die Musik von Basil Poledouris.

0:10 Uhr – Vampires: Los Muertos (Pro7)

Stinklangweiliges Sequel zum ohnehin schön völlig drögen und lachhaften Carpenter-Erstling. Mit dabei: Bon Jovi und seine Frisur.


Sonntag, 22.03.

20:15 Uhr – Fluch der Karibik (Pro7)

Dramaturgisch mehr als holprig und unausgegoren, von Herr Verbinski teilweise sogar dilettantisch in Szene gesetzt, mag ich den ersten Auftritt von Jack Sparrow dennoch als unterhaltsame, irgendwie auch… originäre Angelegenheit. Und höchstwahrscheinlich hat der Film das Zeug zum Klassiker, vermute ich zumindest. Jau, heute mal gewagt.

23:10 Uhr – Irgendwann in Mexiko (Pro7)

Fürchterlich anstrengender, versucht eindrucksvoller Nochmal-Nachschlag aus der mit Blut und Blei gefüllten Mottenkiste des Robert Rodriguez. Ein schrecklich blöder Film.

23:40 Uhr – Battle Royale 2 (Das Vierte)

Überraschend dümmliches Sequel des schockierenden und klugen ersten Films. Bedient nur noch sinnfreie, exploitative Gewaltbilder und ist damit so etwas wie die Antithese zum Vorgänger.


Montag, 23.03.

20:15 Uhr – Pretty Woman (SAT.1)

Ich habe den Film das letzte Mal vor über 10 Jahren gesehen, aber schon beim Gedanken an Richard Gere, wie er zum Schluss mit Blumen im Mund die Außentreppen zu Julia Roberts Apartment erklimmt… das ist doch schon schön, nicht?


Dienstag, 24.03.

20:15 Uhr – James Bond: Feuerball (K1)

Ein bisschen langweilig ist der zwar schon, aber der Film versprüht so viel Urlaubsflair, hat ein so brillantes Unterwasserfinale aufzubieten und zeigt Sean Connery im most sexy Taucheranzug überhaupt… den muss man mögen.

23:25 Uhr – Die Faust im Nacken (BR)

Der junge Brando on the waterfront. Eine Meisterleistung, die für jeden Schauspieler Referenzmaterial sein sollte.


Mittwoch, 25.03.

20:15 Uhr – Gangs of New York (K1)

Schreckliche Musikauswahl, eine oberpeinliche Vorstellung von Daniel Day-Lewis, eine völlig fehlbesetzte Cameron Diaz, ein an wahllosen Stellen modernisierter Stoff – eigentlich funktioniert bei dem diesem Film nichts. Der womöglich indifferenteste Scorsese, aber ich mag ihn trotzdem sehr gern. Hm. Läuft jedenfalls gekürzt.

20:15 Uhr – High School Musical (S-RTL)

Mag ich ja auch, traue ich mich gar nicht zu sagen. Der ist nämlich, im Gegensatz zum dritten Film, auch handwerklich ganz, ganz übel. Guilty Pleasure, mein Joker der Woche.


Donnerstag, 25.03.

20:15 Uhr – Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen (VOX)

Außergewöhnlich an dieser Alan-Moore-Adaption ist einzig die klägliche Visualisierung, der so angeödet wie nie auftretende Connery und die lachhaften Tricks. Dass solch ein Unfug letztlich eine so starke Auswirkung auf die Karriere des Schotten haben sollte… unverhältnismäßig.

20:15 Uhr – Metro (SAT.1)

Ein Film voller Gelaber und ohne Höhepunkte. Eddie Murphy war nie nerviger.

22:15 Uhr – Cliffhanger (VOX)

Selbst in der hier versendeten gekürzten Fassung immer noch ein aufregendes Erlebnis: Stallones bester Film, überhaupt einer der besten des Genres, mit großartigen Sets und Action-Pieces und allem drum und dran.


Freitag, 27.03.

20:15 Uhr – Dragonheart (VOX)

Connery-Woche. Selbst als Drache macht der eine gute Figur. Abgesehen von der wirklich bemerkenswerten Animation, in die ganz offensichtlich das ganze Geld floss, aber ein ziemlich stumpfsinniges Vergnügen.

0:20 Uhr – Road House (RTL2)

Wilde Prügelorgien im ‚Double Deuce’, ein schnittiger Vokuhila von Patrick Swayze, dumpfe Rock/Country-Songs… und Ben Gazzara ganz doll jenseits von John Cassavetes. Einer der schwulsten Filme der 80er, das sowieso. Ich liebe ihn. Inständig. (leider gekürzt)


Mehr TV-Tipps jede Woche pünktlich bei Tumi, Christian und Fincher.

Kommentare:

  1. Breiteste Zustimmung.

    Gut, HSM und Road House kenne ich nicht, und die Liga ist mein Shitty-Joker, aber dennoch breit.

    Und das Klum-Zitat ist klasse. :D

    Alternativ hätte ich noch Danny Boyle anzubieten:

    "Wir haben da nie Frauen kacken sehen, gerüchteweise tun sie es nachts".

    AntwortenLöschen
  2. Das hatte ich auch gelesen. :lol:

    AntwortenLöschen
  3. Day-Lewis ist nie peinlich ;)

    AntwortenLöschen
  4. High School Musical ... mein Joker der Woche

    Ich hab' gedacht Pretty Woman wäre schon dein Joker der Woche *lol* *gggg* :-)))))

    AntwortenLöschen
  5. , überhaupt einer der besten des Genres, mit großartigen Sets und Action-Pieces und allem drum und dran.

    Das kann man nur behaupten, wenn man das Genre nicht liebt. Um Gottes Willen Rajko, Cliffhänger ist die dreisteste Cut and Paste Chose der 90er Jahre. Aber vielleicht fehlt mir da nur die Gnade der Spätgeborenen.;)

    AntwortenLöschen
  6. Achso, wollte ich schon gestern schreiben. Das Zitat des Monats ist der Knaller.*gg*

    AntwortenLöschen
  7. @Kaiser:

    Als De-Niro-Imitation schon. :)

    @spidy:

    Scheiße, stimmt. :D

    @tumi:

    Ich liebe das Genre zwar nicht, aber grundsätzlich mag ich Actionfilme sehr, sehr gern. Gibt nur leider nur noch ganz wenige gute... in den letzten 10 Jahren fiele mir als wirklich großartiger Actionfilm nur BOURNE ULTIMATUM ein.

    AntwortenLöschen
  8. in den letzten 10 Jahren fiele mir als wirklich großartiger Actionfilm nur BOURNE ULTIMATUM ein.

    Ja komisch, oder? Bourne Ultimatum habe ich noch nicht gesehen. Ich habe da auch eine differenzierte Meinung zum Genre, das seit ungefähr 20 Jahren eigentlich kaum weltbewegendes zu berichten weiß. Ich finde ja Action kommt am besten im B-Movie Format. Da kann man inhaltlich kompromißloser arbeiten.;) Die besten Produktionen waren dann ja auch immer eher kleinere (heutzutage heißt das wohl unter 100 Mio.).;)

    AntwortenLöschen
  9. Rein in Bezug auf die Ästhetik bzw. den Umgang mit Actionversatzstücken fand ich auch WANTED sehr eindrucksvoll.

    Ansonsten... wenig Rühmliches.

    Muss man halt doch einfach weiterhin jedes Jahr DIE HARD schauen.

    AntwortenLöschen
  10. Selbst in der stark aufs westliche Publikum zugeschnittenen Version ist die Gruselmär vom schwarzhaarigen Mädchen zweifellos noch effektiv, nicht zuletzt dank der hervorragenden Effekte von Stan Winston. Die Welle, die Gore Verbinski hier lostrat, begann jedoch schnell zu nerven, zu verärgern, anzuöden.

    Was ja auch nicht die Schuld von "The Ring" ist. Also ich finde den wie gesagt ganz und gar großartig. Besser als das Original. Ist ja auch irgendwie logisch, gehöre ja zum westlichen Publikum... ;-)

    AntwortenLöschen
  11. Der junge Brando on the waterfront. Eine Meisterleistung, die für jeden Schauspieler Referenzmaterial sein sollte.

    Na sowas... Der Film ist doch nicht nur wegen der Taxi-Szene sondern generell wegen seinem für eine damalige Studio-Produktion außergewöhnlichen Realismus und Authetizitätsanspruch *total wichtig* und *bedeutend*. Und sowieso einer von Elia Kazans *wichtigsten* Filmen. Das du das nicht geschrieben hast... Wolltest wohl mit meiner Erwartungshaltung (und der der Kanon-Bärchen) spielen, sehr clever.^^ [Natürlich ist der schon sehr gut, aber auch relativ overrated, fällt gerade im Vergleich zu so Sachen wie VIVA ZAPATA und THE ARRANGEMENT auf. In ersterem ist Marlon Brando übrigens auch sehr toll, Rajko - aber ich bin schon still... *g*]

    Ansonsten hättest du ruhig noch ein wenig mehr auf der LIGA herumreiten können, aber du übst jüngst ja sowieso schonmal Altersmilde. Völlig zweckloses Unterfangen, eigentlich. Jeder ist mal aus der Puste, kann vorkommen. Und ROAD HOUSE muss ich endlich sehen, ich nässe mich inzwischen schon bei jeder Erwähnung des Titels ein. Wahrscheinlich ist kein mit COMMANDO vergleichbares Meisterwerk, aber wenn er auch nur halb so viril ist...

    AntwortenLöschen
  12. Da steckt wieder so viel Übertreibung drin... aber ich beschränke mich mal auf den Vermerk, dass ROAD HOUSE noch viel toller und trashiger ist als COMMANDO, dessen Trash-Appeal fast schon abgenutzt und in wahre Qualität unmgewandelt ist.

    AntwortenLöschen
  13. Da du mir ja nie widersprichst, sondern mich in der Regel nur vertrashst, versuche ich es eben weiter. Das ist jedes einzelne Mal so ein "Hit or miss"-Spiel. Entweder entlarvst du dich als Kanon-Bärchen oder du widerlegst es. Im Zweifelsfall bisher immer ersteres, aber trotzdem schön. Genauso schön wie die Tulse, wenn sie "Ich bin aber doch gar nicht p.!" ausruft.*ggg*

    COMMANDO hat im übrigen halt Schwarzenegger - und der ist per se zwangsläufig viel trashiger als Patrick Swayze, alleine schon wegen des Ösi-Akzentes und der völligen Talentfreiheit. Und er hat die beste Filmmusik, die James Horner je gemacht hat.^^

    AntwortenLöschen
  14. Swayze ist um einiges trashiger als Scharzenegger, aber sowas von. Aber das wirst du eh nicht so sehen, wenn du ihn siehst... du bildest dir deine Urteile ja meist schon vorher. :)

    Aber ich kann dir den gerne dann in DEIN Paket packen.

    AntwortenLöschen