Dezember 31, 2007

Das war's: Rückblick 2007 - Die Flop 10

Auch in diesem Jahr darf sie natürlich nicht fehlen, die Flop 10. Und es gab naturgemäß einiges an Mist zu sehen:

Nicolas Cage enttäuscht auch weiterhin nicht: Als vielleicht schlechtester Hollywoodschauspieler bleibt er immerhin unter Gleichgesinnten und vergnügt sich mit der strunzdoofen Jessica Biel. Die darf ihre Nippel dieses Mal zu Hause und sich von Frisuren-Cage retten lassen, der jedoch als Mann, der zwei Minuten in die Zukunft blickt, für so manch ungewollten Lachanfall sorgt. Unwiderruflich der unfreiwillig komischste Müll des Jahres.

9. Pathfinder

…ist so etwas wie die Trashvariante von "Apocalypto" – und das spricht bereits für sich. C-Stars in Fummeln könnte man’s nennen, urgeschichtliches Män- nergeklüngel trifft es jedoch eher: Marcus Nispel auf dem Vormarsch zum unfähigsten Deutschlandexport.

8. Die Vorahnung

Sandra Bullock als sorgenvolle Hausfrau in Pantoffeln ist ungefähr so interessant wie der Rest des Films spannend: Ein mystischer Unfug, der so grauenhaft schlecht inszeniert ist, dass auch die Freude über das nach 30 Sekunden erahnbare Ende nicht die 90 Minuten vergeudete Lebenszeit ersetzt..

7. Mr. Magoriums Wunderladen

Dieser Film könnte ihnen gefallen, wenn ihnen auch "Lemony Snicket’s", "Charlie und die Schokoladenfabrik" und "Wenn Träume fliegen lernen" nicht gefallen haben.

6. Der Fluch der Betsy Bell

… war ein besonders unspan- nender, wirrer und anstrengender Geistermumpitz. Geeignet vor allem für Zuschauer, die M. Night Shyamalan für begabt halten.

5. Nach 7 Tagen ausgeflittert

Ben Stiller als geplagter Hetero- mann in der midlife crisis ist entweder nur mit einem sadomasochistischen Sinn für Humor oder aber totalem Drogen- konsum zu ertragen, ansonsten bewegt sich der Humor des Films ungefähr auf dem Niveau der Praline-Witzseite.

4. Last Days

Gus Van Sant bleibt sich treu und filmt weiter nackte Jungs am Rande der Selbstzerstörung. Als greiser Kunstmensch hat er freilich einen besonders prätentiösen Draht zur Generation X, ganz so wie Kollege Larry Clark. Die formale Rückentwicklung Van Sants ist schon ein wenig bitter – andererseits scheint der Wandel von sinnloser, erwachsener Panikmache ("Elephant") zu reiner Sinnlosigkeit auch nur konsequent. Oder wie ein Kritiker feststellte: Wenn der Film die öde Tristesse eines öden jungen Mannes in öden Bildern festzuhalten versuchte, dann ist ihm das mit außerordentlicher Bravour gelungen. Kino zum Abgewöhnen.

3. Chuck und Larry

Der komödiantische Tiefpunkt des Jahres. Als wäre Jessica Biel nicht für sich alleingenommen schon unerträglich, müssen auch noch Adam Sandler und Kevin James ein Schwulenpaar wider Willen abgeben. Zwei Stunden Homoklischees und eine Dusche später folgt die große Versöhnung: Schwul, hetero oder lesbisch, letztlich gehe es doch sowieso um die Liebe. Aber küssen wollen sich Sandler und James dann trotzdem nicht, da hat die Liebe also auch ihre Grenzen. Ein Film, der ernsthafte Schmerzen nach sich zieht.

2. Verführung einer Fremden

"Perfect Stranger" schimpft er sich, der garantiert nicht vorhersehbare, weil besonders hanebüchen konstruierte und aufgelöste Super-Thriller. Parfümierte Innenschenkel von Halle Berry gab es seinerzeit in einer 10Uhr-Vorstellung zu sehen – und wem da nicht das Frühstück hochkam, der gruselt sich womöglich auch gern mit "Color of Night" und "Fatal Instinct" in den Schlaf. Vielleicht der langweiligste Film 2007. Und der unerotischste.

1. 300

Mein Pulver ist längst verschossen, der Frühjahrsärger mit diesem Film aber dennoch nicht vergessen – all das Rumgehacke war auch rückblickend berechtigt, obwohl ich dafür nicht nur in meinem Blog hier attackiert wurde. Und nach wie vor halte ich Zack Snyder für einen Tiefflieger ohne Konkurrenz. Seine Comicadaption ist auf jeder erdenklichen Ebene ein Desaster ohnegleichen, langweilig, dumm, archaisch, reaktionär, primitiv. Und leider auch homophob, frauenfeindlich und faschistoid, all das ohne Zweifel, ohne Ironie und leider ganz doll bitter. Alle Versuche, "300" nicht allzu ernst zu nehmen, wollten mir bislang nicht gelingen, es bleibt eine verwerfliche, eine fragwürdige John Milius-Retro, deren Berlinale-PK immerhin zu den unvergessenen Highlights des Jahres gehört.


Knapp gescheitert, aber sowieso daneben (2-3/10):

30 Days of Night, Alpha Dog, Die Fremde in Dir, TCM: The Beginning, SAW III, Smokin’ Aces, The Good German, Freedom Writers, The Reaping, Another Gay Movie, Unsichtbar – Zwischen zwei Welten, Le Serpent, Fluch der Karibik 3, 2:37, Death Sentence, Halloween, Invasion, Bee Movie, Der Goldene Kompass

Schlecht, aber kurze Geistesblitze nicht gänzlich ausgeschlossen (4/10):

Krass, Blood Diamond, Rocky Balboa, Neues vom Wixxer, Nummer 23, Goodbye Bafana, Shoppen, Black Book, Shooting Dogs, Die History Boys, Black Snake Moan, Transformers, Planet Terror, Der Date-Profi

Mittelfeld:

Der Gute Hirte, The Hitcher, Mr. Bean macht Ferien, The Hills Have Eyes II, Inland Empire, Black Sheep, Stirb Langsam 4.0, Die Töchter des chinesischen Gärtners, 28 Weeks Later, Der Sternenfänger, Gefahr und Begierde, The Prestige

Enttäuschungen des Jahres:


5. Der Goldene Kompass

New Lines Post-LOTR-Versuch versprach einiges, ist aber nur eine ziemlich wüste Zusammensetzung aus altbekannten Fantasyzutaten. Größtes Problem des möchtegern-epischen Märchens ist seine Erklärungswut, mit der er die fremde Welt zugänglich machen will. Anstatt Magie und Lust zu versprühen, in das Reich und dessen Geschichte eintauchen zu wollen, macht sich ausnahmslos Langeweile breit. Die ganze Geschichte ist letztlich weitaus überschaubarer als sie tut – es geht um Kinder, die Kinder retten – und ist zwar nicht mit christlicher Ideologie aufgeladen (wie etwa die Walden Media-Debakel), wartet dafür jedoch mit seltsamen russischen Pelzmützenmännern auf, die Kinder ans Ende der Welt entführen. Total bekloppt. Und verschenkt.

4. Eastern Promises – Tödliche Versprechen

David Cronenberg Reise in die englischen Suburbs verspricht zermürbende Beobachtungen, doch sein Bild russischer Gangster im Londoner Untergrund bedient vorwiegend Kinoklischees, die trotz ihrer Offensichtlichkeit nie gebrochen werden. Das nahezu völlige Fehlen einer Metaebene – nur phasenweise dringt die Philosophie des Fleisches, der Konflikt zwischen Körper und Geist ins Geschehen vor – degradiert den metaphernfreien Film zum zugänglichsten Werk des Regisseurs, das über seine fehlenden Motivkonstanten hinaus mit seltsam gestrigen Lösungen aufwartet. Ein durchaus guter, solider Genrefilm, aber ein schwacher unbefriedigender Cronenberg.

3. The Prestige

Christopher Nolans Magierduell gefällt mit jedem Bild, jeder Ausstattungsnote und jeder feinen Geste seiner Hauptdarsteller – doch hinter der vermeintlich verschachtelten Geschichte verbirgt sich nicht mehr als ein Ringen um eitle Männerkomplexe, das weder Platz für eine Auseinandersetzung mit der Blendwirkung von Unterhaltung, noch tiefer gehende Fragen nach Schein und Sein findet. Der um seine Storytwists herumkonstruierte und leider fürchterlich vorhersehbare Film bleibt deshalb letztlich vor allem stilvoller, aber durch und durch gewaltiger Budenzauber.

2. Die Fremde in Dir

Von Neil Jordan hätte man durchaus eine unkonventionelle, zumindest aber ideologisch vertretbarere Version des Selbstjustiz-Stoffes erwarten dürfen. Stattdessen aber schlägt der Film sogar noch tiefer in die Kerbe als es der ebenfalls 2007 gestartete "Death Sentence" tat, schreibt Justitia einseitig ab und bezieht vorschnell eine manipulative Stellung zum Leiden seiner Heldin. Stinklangweilig und dröge inszeniert, erschöpft sich der Film auch noch in Peinlichkeiten und wirren "Taxi Driver"-Zitaten - eine herbe Enttäuschung!

1. Gefahr und Begierde

Nach "Brokeback Mountain" nun "Lust, Caution". Doch mit seinen strukturellen Problemen, der unfokussierten Handlung und den fehlenden Motiven der Figuren ist es der erste schwächere, wenn auch keinesfalls schlechte Film von Ang Lee und damit - zumindest gemessen an den Erwartungen - die größte Enttäuschung 2007.


Kommentare:

  1. Nichts Überraschendes in den Flop 10 für Leute, die deinen Blog regelmäßig lesen. Aber inwiefern war die Berlinale-PK ein Highlight? Wurde Snyder dort etwa ausgebuht? :-)

    Ich wünsche dir einen guten Rutsch, und ein gesundes Jahr 2008!

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  2. Dann bin ich mal gespannt,ob Sweeney Todd 2008 ganz oben auf der Liste stehen wird bei den größten Entäuschungen! :-))))))))))

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  3. Wenn Vega nur wenig Zeit hat, Imperatoren ordentlich zu bashen, dann bastelt er gerade fiebrig an Tops und Flops.. ;) Die Flops lesen sich natürlich noch unterhaltsamer als die Tops. Ich persönlich könnte wohl nicht mal EINE Top5-Liste über irgendwas aufstellen, weil ich so selten meinen Arsch ins Kino bewegt bekomme und kann deshalb größtenteils nicht mitreden. Aber allen, die "300" auf die vorderen Plätze von Abschusslisten setzen, kann man grundsätzlich vertrauen ;)

    Rutsch gut rein! Das alte Jahr war hinsichtlich neuer Berliner Bekanntschaften doch recht erfolgreich... auf die nächsten 366 Tage

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  4. Dieser Film könnte ihnen gefallen, wenn ihnen auch "Lemony Snicket’s", "Charlie und die Schokoladenfabrik" und "Wenn Träume fliegen lernen" nicht gefallen haben.

    Und mich als "polemisch" bezeichnen?! *g*

    Ähnlich wie beim Kleriker kann man deine Flop 10 nachvollziehen, wenn man deinen Blog verfolgt. Daher kann ich das meiste so stehen lassen, abgesehen von einem kleinen Kommentar zu 300: Zur Zeit in der 300 spielt war die Gesellschaft eben so (faschistoid, frauenfeindlich), dass wäre ja verquer wenn man das mit gegenwärtigen Intentionen verfilmen würde.

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  5. "Geeignet vor allem für Zuschauer, die M. Night Shyamalan für begabt halten."

    Darf ich ihn steinigen oder möchte das ein anderer übernehmen? ;-)

    Wie immer unterhaltsam zu lesen - und oftmals bin ich sogar deiner Meinung. Nur bei "300" und "Rocky Balboa" kann ich dich noch immer nicht verstehen. Aber das muss ich ja auch nicht... ;-)

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  6. @Jochen:

    Weil Snyder auf besagter PK Sachen vom Stapel gelassen hat, die erntshaft an seinem Verstand zweifeln ließen (Bsp: "Am Liebsten sehe ich Filme, wo Leute sich abmetzeln oder rumficken. Am Besten auch beides."). Kann/konnte man auf der rbb-Homepage auch mal anschauen.

    @Spidy:

    Die Chancen stehen da aber ganz, ganz schlecht. ;)

    @Sarge:

    So sieht's aus. Mein Feldzug gegen den inoffiziellen Tarantino-Klon hat gerade erst begonnen. *gg*

    Bis zum nächsten Treffen!

    @Rudi:

    Das Thema ist ja eigentlich durch irgendwie, aber ich verweise gerne noch einmal darauf: Man kann einen Gegenstand, dem eine gewisse Ideologie inbegriffen ist, auch darstellen, ohne gleich selbst in entsprechende Muster zu verfallen. Sonst müssten ja alle Filme über das Dritte Reich per se faschistoid sein. ;)

    Außerdem impliziert diese Sichtweise, dass 300 ein seriöser Geschichtsfilm sei, was er absolut nicht ist, sondern eher einem phantastischen Mythenmischmasch gleichkommt. Außerdem ist der Film sehr modern, ganz zu schweigen davon, dass wir nun einmal im hier und jetzt leben und jede künstlerische Darstellung von ihrem gegenwärtigen Kontext abhängt, es also naiv ist, eine vermeintlich wahre Zeit vor Tausenden Jahren ohne jedes Dazwischen darzustellen.

    Frohes neues Jahr Euch allen!

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  7. @Cinekie:

    So viel virtuell gesteinigt wie in 2007 wurde ich sowieso noch nie. ;)

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  8. Mr. Hankey31/12/07 17:15

    Ben Stiller als geplagter Hetero- mann in der midlife crisis ist entweder nur mit einem sadomasochistischen Sinn für Humor oder aber totalem Drogen- konsum zu ertragen, ansonsten bewegt sich der Humor des Films ungefähr auf dem Niveau der Praline-Witzseite.

    Ich habe weder einen sadomasochistischen Sinn für Humor noch rühre ich Drogen auch nur im Ansatz an. Trotzdem hatte ich an dem Film, genau wie all meine Sneak-Freunde, soweit meinen Spaß gehabt. Wie erklärst du dir das? Meinst du nicht eher, dass dein fehlender Sinn für Humor der ausschlaggebende Punkt ist, als der der Anderen! ;)

    Geeignet vor allem für Zuschauer, die M. Night Shyamalan für begabt halten.

    Den Fluch der Betsy Bell mit M. Night Shalalalalam in Verbindung zu bringen, ist wirklich ein Steinigungsgrund. Möge Mooni den ersten Stein werfen und möge dieser auch treffen! ;)

    Der komödiantische Tiefpunkt des Jahres.

    Der irgendwie trotzdem überall als einer der Höhepunkte in Sachen Komödien genannt wird. Kann ich aber ehrlich gesagt auch nicht so ganz nachvollziehen. Vielleicht ist dein Einfluss auf mich doch schon erschreckend groß! ;)

    Und bei deinem Top-Flop fällt mir ein, dass meine Helm-Edition (die Alte) von "300" irgendwie immer noch OVP bei mir auf dem Schrank steht. Warum eigentlich? Dieses harmlose 08/15-Späßchen für Machos müsste ich mir wirklich mal wieder geben. ;)

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  9. Meine Vorredner haben im Prinzip alles Wichtige gesagt, auffallen tut nur, dass dir mehr Filme dieses Jahr nicht gefallen haben als umgekehrt. *g*

    Achja, am Mittwoch geht's nach Seattle. Mit ein bisschen Glück schaffe ich es sogar Sweeney Todd zu schauen. =) Wann hast du denn die Ehre? Pressevorführungen müssten doch auch bald starten oder?

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  10. Mr. Hankey31/12/07 17:31

    Noch ein paar Sachen:

    Was ist denn eigentlich an "Der Date-Profi" so schlecht, dass du ihm nur 4 Punkte gibst? Der war doch wirklich komisch, vor allem aufgrund des wunderbaren Billy Bob. Sicher kein Referenz-Produkt, aber 4 Punkte halte ich echt für ungerecht wenig!

    Die Sache mit "Planet Terror" hatten wir ja schon, ist für mich aber sicher Platz 1 in meiner "Die Enttäuschungen 2007 des Rajko Burchardt"! Ich könnte immer noch heulen! ;)

    Und was "Inland Empire", "Halloween" und "The Prestige" angeht würde ich gerne mal wissen, was McKenzie dazu sagt! ;)


    Ansonsten aber auch von mir noch einen guten Rutsch und man darf gespannt sein, was du nächstes Jahr so veranstaltest. ;)

    Sicher nicht ganz ohne Furcht vor Ungerechtigkeiten deinerseits gegenüber einigen guten Filmen, welche du wieder mit fragwürdigen Argumenten zerreissen wirst. ;) Aber definitiv auch nicht ohne Spannung und Vorfreude auf das was da kommen mag. Zumal Du die wirklich guten Filme ja meist doch zu schätzen weisst. Ich sag nur "Hairspray"! ;)

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  11. @Hankey:

    Meinst du nicht eher, dass dein fehlender Sinn für Humor der ausschlaggebende Punkt ist, als der der Anderen! ;)

    Nein, ich glaube eher, es ist mein fehlender Sinn für sich-mit-allem zufrieden-zu-geben. ;)

    Der irgendwie trotzdem überall als einer der Höhepunkte in Sachen Komödien genannt wird. Kann ich aber ehrlich gesagt auch nicht so ganz nachvollziehen. Vielleicht ist dein Einfluss auf mich doch schon erschreckend groß! ;)

    Also da hört der Geschmack für mich auch echt auf, wer den Film lustig findet, sollte vielleicht doch mal den ein oder anderen Schalter da oben umlegen.

    Was ist denn eigentlich an "Der Date-Profi" so schlecht, dass du ihm nur 4 Punkte gibst?

    Die erste Hälfte ging noch, war aber nun auch nicht gerade übermäßig originell oder witzig, zunehmend aber überwarf sich der Film mit den typischen möchtegern-turbolenten Ereignissen, was man alles in der Form schon dutzendfach gesehen hat. Das ganze letzte Drittel kannte ich schon aus zig anderen Filmen.

    Ansonsten aber auch von mir noch einen guten Rutsch und man darf gespannt sein, was du nächstes Jahr so veranstaltest. ;)

    Dir auch, danke. Dein guter Vorsatz: Auch mal kritisch sein. ;)

    @sT1nR:

    Neid!

    Er läuft zumindest nicht auf der Berlinale, was heißt, dass ich ihn ca. 2-3 Wochen vor Kinostart sehen werde. Warner zeigt leider immer recht kurzfristig.

    Das Warten auf SWEENEY TODD ist bald unerträglich.

    Frohes Neues jedenfalls auch dir!

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  12. "TCM: The Beginning" ist, wie ich finde der wohl beste Teil des Franchises, nach dem Original. Ich habe das Nispel'sche Remake gehasst, ein derart pathetisches Geweine konnte ich über die komplette Laufzeit nicht ertragen.
    "Beginning" dagegen hält sich erst gar nicht damit auf eine Verbindung zwischen den Zuschauern und Opfern zu erstellen. Der Look ist sehr stylisch (meine Lieblingseinstellung ist die unscharfe Szene, in der man Leatherface die Straße lang gehen sieht), vor allem das Finale im Haus, wenn alles von Farben befreit wird und zu einem einzigen Sepiabrei verkommt. Es gibt auch nette Anspielungen auf die 70er (Biker-Gang) und das Ende ist ausnahmsweise konsequent. "Leatherface: TCM 3" hatte ebenfalls kein Handlungsgerüst und war eine Anreihung von (vergleichsweise zahmen) Metzel-Szenen. War wohl eine Stärke, die mich im Gegensatz zum unkomischen schwarzen Humor von Teil 2 und dem Potpourri viel zu vieler Charaktere in Teil 4 dann doch eher überzeugt.

    Ich würde "Hostel 2" hier einsetzen, ist der Film zwar ein Schritt in die richtige Richtung für Roth und bietet mit Edwige Fenech meine persönlich Giallo-Queen, ist ansonsten aber sehr beliebig und mutet fast wie eine Direct-To-DVD Produktion an.

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  13. Hmm, dann werde ich meine euphorischen Worte wohl bei mir behalten müssen, wenn ich wieder daheim bin in 2 Wochen. *g*

    Dir und natürlich allen anderen Bloggern ein frohes neues Jahr! Macht immer weider Spaß bei euren Blog's vorbei zuschauen. Nur selbst einen zu starten, dafür reichte die Motivation auch dieses Jahr einfach nicht. *g*

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  14. Sag mal, wieso gibst du meine Comments nie frei? Was soll die Kommentare-Prüfung überhaupt?

    Angst? Sorge? Oder was steckt dahinter?

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  15. @kamyar:

    Ich konnte TCM: THE BEGINNING ja auch noch etwas abgewinnen, aber darüber, dass der Film eine reine Mogelpackung ist (der Prequel-Anteil beläuft sich auf rund 5 Minuten, der Rest entspricht einem Remake vom Remake), kam ich nicht hinweg. Zumal er viel zu brutal war, um den Geist des Stoffes nicht zu verraten.

    Hoopers zweiten und Burrs dritten TCM verehre ich übrigens. ;)

    @kaiser_soze:

    ?

    Ich gebe eigentlich alle Kommentare frei und kann mich gerade nicht entsinnen, einen von dir unterschlagen zu haben!?

    Die Prüfung habe ich eingeführt, nachdem die Spam-Comments und (anonymen) Beleidigungen eine zeitlang Überhand nahmen.

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  16. Also eins kann man dir (euch?) nicht nehmen : Die Banner des Blogs sehen immer toll aus, diese Edward-Variante ganz besonders. Lob!

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  17. Komisch, dann post ich eben nochmal.

    "...obwohl ich dafür nicht nur in meinem Blog hier attackiert wurde"

    Wo denn noch, wenn man fragen darf?

    Zu deinen Bannern. Gestaltest du die denn immer selbst?

    Sehen einfach spitze aus. :-)

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  18. @basti:

    Thx.

    @kaiser_soze:

    Also den Kommentar habe ich nicht bekommen. Vielleicht ein Fehler beim Abschicken?

    Wo denn noch, wenn man fragen darf?

    In so ziemlich jedem Forum, und ganz besonders bei Diskussionen im real life. ;)

    Zu deinen Bannern. Gestaltest du die denn immer selbst?

    Nein, die macht immer meine geschätzte Freundin: http://profile.myspace.com/index.cfm?fuseaction=user.viewprofile&friendid=201044293

    Aber das Lob werde ich weitergeben! ;)

    Wobei ich gerade Darstellungsprobleme mit dem Banner habe, er passt sonst immer in das rote Fenster oben, nur im Moment anscheinend nicht. Oder sieht das nur bei mir so aus?

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  19. Der Link funzt nicht, also einfach auf meinen nick klicken.

    mr. vincent vega

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  20. So, mit ein bisschen Rumprobieren und schummeln habe ich den Banner doch noch korrekt dargestellt bekommen.

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  21. Frohes Neues! Nette Flop Charts. Ich muß aber mal eine Lanze für Eastern Promises brechen, habe ich ja eigentlich schon beim Rudi gemacht;-)

    Denke Dir mal alles weg, was Du je von Cronenberg gesehen, gehört oder gelesen hast. Stelle Dir einen typischen Mafia oder Supergangsterfilm vor und dann vergleiche noch mal Cronenbergs Beitrag und den Rest. Auch wenn es zu vermuten ist, daß Cronenberg es gar nicht vor hatte, aber er hat das Genre mal eben auf links gezogen ohne daß es groß aufzufallen vermag.

    Für mich war der Film eher eine Überraschung, habe nach den ganzen enttäuschten Kritiken einiger Cronenberg Fans aber auch nicht all zu viel erwartet. Im Vergleich zu Scotts Gangsterbeitrag spielt er sicherlich drei Ligen höher. Vielleicht bin ich jetzt aber auch zu euphorisch;-)

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  22. Mephisto1/1/08 23:43

    dafür ist es jetzt bei mir nicht mehr in der mitte des roten rahmens ^^

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  23. Passt doch auch in den Flops wieder mal alles. Wundere mich nur über Prestige. Das klingt so als hättest Du grössere Erwartungen gehabt, bzw. Nolan zuvor mal was vernünftiges abgeliefert. Ich war da positiv überrascht.

    Ach so: gutes neues Jahr und alles gute! :-)

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  24. @tumulder:

    Würde ich mich in die von dir geschilderte Position begeben, so stünde der Film sicherlich besser da. Aber selbst als reiner Genrefilm betrachtet, hat er Defizite, die ihm das Gütesiegels eines subversiven Mafiagenrefilms verwehren. Dafür bedient er einfach viel zu stark die Gewöhnlichkeiten, die eben jenes Genre schon so lange bedient.

    @mephisto:

    Ja, ich weiß, ich habe keine Ahnung woran das liegt, müsste ein Bug sein, da ich alles probiert habe.

    @j.m.k.:

    Nee, eigentlich erwarte ich nix bei Nolan, aber da ja alle den Film so gefeiert haben, hatte ich dann doch eine gewisse Haltung - und kann noch immer nicht verstehen, was an PRESTIGE nun so toll sein soll.

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  25. Mephisto2/1/08 00:13

    naja, mit html kenn ich mich nich aus. musst das problem also alleine lösen oder es so lassen, wie es ist ^^

    gib mir mal bitte nochmal deine emailadresse, hab sie wieder vergessen. dann schick ich dir den letzten film blue moon. willst du Michas abschieds blue moon auch haben?

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  26. Mr. Hankey2/1/08 00:29

    Nein, ich glaube eher, es ist mein fehlender Sinn für sich-mit-allem zufrieden-zu-geben. ;)

    Damit würdest du behaubten, dass Z. Bsp. Bretzel auch diesen Sinn hätte! ;) Ich denke eher es ist dein bestehender Ich-übertreibe-in-all-meinen-Verrissen-Charmlos-Sinn! ;)

    Dein guter Vorsatz: Auch mal kritisch sein. ;)

    Ich habe in diesem Jahr mehr 1 Punkt - 3 Punkte-Reviews geschrieben bzw. 1-3 Punkte Bewertungen gegeben, als in all den Jahren zuvor. Das reicht mir für mein Seelenheil! ;)

    Ich merke du beschäftigst dich mit meinen Kritiken anscheinend weit weniger, als ich mit Deinen! Schäm Dich! ;)

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  27. Es ist also ein Klischee des Mafiafilms, daß der große Boss statt Edelnutten lieber 14 jährige Zwangsprostituierte vergewaltigt, sein Sohn homosexuell ist und er auch noch wegen der Beharrlichkeit einer Hebamme im Gefängnis landet? Ich kann mir nicht vorstellen, daß dies einem Don Vito Corleone passiert wäre, der ja wohl das Klischee überhaupt des Genres darstellt. Meiner Ansicht nach bedient sich Cronenberg der klassichen Klischees ohne sie jedoch selbst zu bedienen. Ich muß eingestehen, daß ich bei der Krankenhausdachszene, als herauskommt, daß Nikolai ein FSB Agent ist, laut stöhnen mußte und die Superbullen Nummer samt Happy End befürchtete. Aber selbst dieses Klischee vermochte Cronenberg nicht zu bedienen.

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  28. @hankey:

    Damit würdest du behaubten, dass Z. Bsp. Bretzel auch diesen Sinn hätte! ;)

    Freilich. ;)

    Ich merke du beschäftigst dich mit meinen Kritiken anscheinend weit weniger, als ich mit Deinen! Schäm Dich! ;)

    Mir ist durchaus aufgefallen, dass du mehr zu etwas niedrigeren (aber keinesfalls ausreichend niedrigeren) Punkten greifst, aber 1/10 ist irgendwie an mir vorbeigegangen (außer POSTAL, oder?).

    @tumulder:

    Die Klischees, die der Film bedient, fangen schon damit an, dass russische Gangster in London Englisch mit russischem Akzent sprechen, was total sinnlos ist und einer typischen Kinoversion des Gangstertums entspricht. Müller-Stahl gibt eine Kopie von Brando ab, der ja als Inbegriff des Mafiapaten zu dem Klischee schlechthin verkommen ist, während Cronenberg säuberlich Zuschauererwartungen bedient (genannt sei nur das Familienfest, das in dieser Form in so ziemlich jedem Mafiafilm vorkommt - warum hier nicht einfach mal das Klischee durchbrechen, andere Nuancen wählen....?).

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  29. Am meisten kann ich wohl beim Croni zustimmen - für einen Croni wirklich eine herbe Enttäuschung, wobei ich ihm in der OV durchaus nochmal eine Chance geben möchte.

    Schön übrigens, dass Du TRANSFORMERS wenigstens in Sachen FX würdigst. :-)

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  30. Mr. Hankey2/1/08 21:13

    Mir ist durchaus aufgefallen, dass du mehr zu etwas niedrigeren (aber keinesfalls ausreichend niedrigeren) Punkten greifst, aber 1/10 ist irgendwie an mir vorbeigegangen (außer POSTAL, oder?).

    Nein "Postal" hat 3/10 bekommen. 1/10 hat letztes Jahr "Ghetto X-Mas" und "Die letzte Legion" bekommen. 1/10 ist eine extreme Wertung, die nur Filme erhalten die in meinen Augen wirklich keine Werte besitzen und das sind nun einmal die Allerseltesten. Selbst wenn ich z. Bsp. zu "300" so eine Einstellung wie Du hätte, hätte er bei mir nie 1/10 bekommen, denn die SFX scheinst du ja z. Bsp. soweit ganz gut gefunden zu haben, was eine 1/10 schonmal, in meinen Augen nicht rechtfertigt!

    Außerdem was heißt denn bitteschön "Nicht ausreichend niedrig". Willst wohl schon wieder riskieren, dass ich im Gegenzug sage, dass Deine Wertungen meist "nicht ausreichend hoch" sind, oder? ;)

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  31. @Cleric:

    Die Effekte in TRANSFORMERS sind der neue Standard. Daran führt nichts mehr vorbei.

    @Hankey:

    Meine Punktephilosophie ist scheinbar wirklich eine ganz andere. 1/10 heißt bei mir nicht, der Film sei in jeder Beziehung schlecht, oder anders: irgendwelche technischen soliden Fertigkeiten können von ärgerlichen anderen Faktoren locker überschattet werden, und zwar deutlich. Die Effekte in 300 waren ganz ok, dafür diesen hundsmiserablen Film aber aufzuwerten wäre ja völlig sinnlos. Dann dürfte man ja gar keinne Film mehr in die Tonne treten, weil sich ja immer irgendwelche Menschen dabei Mühe gegeben haben. Man muss strikt sein, gerade bei der Masse an Filmen. Sondieren und selektieren heißt das Motto - und nicht bei allem gutmütig auf Konsens machen. ;)

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  32. Mr. Hankey3/1/08 17:52

    Sondieren und selektieren heißt das Motto - und nicht bei allem gutmütig auf Konsens machen.

    Tja, wenn du das nur mal machen würdest. ;) Dein Motto ist ja eher alles möglichst so schlecht zu halten, wie es nur irgend möglich ist und gar keinen Konsens zu finden. ;)

    Sieh es so, ich schlage in die eine Richtung aus und du in die andere. Welche dabei die gesündere Richtung ist, mit der man am Ende mehr erreicht, muss halt jeder Leser selbst entscheiden!

    Wobei, dass eigentlich klar sein müsste! Es kann nur die eine wahre Richtung geben.;)

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  33. Bis zum letzten Satz wollte ich dir noch zustimmen, weil du bis dahin ja zugibst, zu gut zu bewerten. Aber na ja, Selbstkritik ist wohl nicht so dein Ding. ;)

    (wir werden um dieses Thema wohl ewig kreisen^^)

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  34. Mr. Hankey4/1/08 02:18

    Aber na ja, Selbstkritik ist wohl nicht so dein Ding.

    Genau wie anscheinend Dir! ;) (Und JA, ich weiss, dass dir diese Antwort schon klar war, als du Dein Kommentar geschrieben hast ;))

    (wir werden um dieses Thema wohl ewig kreisen^^)

    Die Frage ist bloß wem zuerst schwindelig wird! ;)

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