November 10, 2007

TV: Fernsehtipps vom 10.11. - 16.11.07

Samstag, 10.11.

20:15 Uhr – „Sky Captain and the World of Tomorrow“ (Pro7)

Die digitale Inszenierung auf dem Höhepunkt ihrer Seelen- und Belanglosigkeit.

20:15 Uhr – „Space Cowboys“ (RTL)

Für Eastwood-Verhältnisse erschreckend flach und sinnfrei – Altherrenspaß.

22:10 Uhr – „James Bond – Lizenz zum Töten“ (ARD)

Die zweite und leider schon letzte Mission Timothy Daltons, harter und großartig inszenierter Bronson Bond. Cut.

22:40 Uhr – „Momentum“ (RTL)

Momentum mal: Louis Gossett jr. dreht noch Filme? Wo haben sie den denn raus gelassen?

0:10 Uhr – „Final Fantasy“ (Pro7)

Siehe 20:15 Uhr.

0:25 Uhr – „Copykill“ (ARD)

Solider, beklemmender Thriller mit großartigem Bösewicht und noch großartigerer Sigourney Weaver.

2:45 Uhr – „Blacula“ (K1)

Amüsanter Blacksploitation-Kracher.

Sonntag, 11.11.

20:45 Uhr – „Reds“ (Arte)

Leider bis heute nicht gesehen. Beatty als Regisseur schreckt mich aber nach wie vor eher ab.

0:00 Uhr – „Hotel Ruanda“ (ARD)

Annehmbar und immerhin besser als die anderen modischen Afrika-Betroffenheitskinofilme.

2:00 Uhr – „Die Nacht des Jägers“ (ARD)

Dass Charles Laughton nur einen Film inszenieren durfte, ist bedauerlich: Eine brillante, ungeheuer einflussreiche Stil- studie, die jeder Filmfreund gesehen haben muss.

Montag, 12.11.

20:40 Uhr – „2001“

Einflussreicher Klassiker, der Maßstäbe gesetzt und das Genre transzendiert hat. Inhaltlich kaum nachvollziehbar, prätentiös und intellektuell, ist das für mich dennoch nur ein interpretatorischer Zweikampf zwischen Zuschauer und Kubrick, schrecklich aufgeblasen und selbstverliebt.

22:15 Uhr – „Antikörper“ (ZDF)

Deutsches Kino jenseits aller Geschmacksgrenzen, mit einem Finale, das man gesehen haben muss, um es zu glauben. Schlecht in völlig neuen Dimensionen.

23.25 Uhr – „Nightmare On Elm Street 5: Das Trauma” (Das Vierte)

Stephen Hopkins interpretiert mit seinem Beitrag der Reihe den Mythos Freddy Krueger als teuflische Ausgeburt der Hölle, ohne sich allerdings in ähnlich christliche Albernheiten wie der (dennoch höchst vorbildliche) dritte Teil zu verlieren. Mit einer comicartigen, visuellen Brillanz kreiert er wahrhafte Traumwelten, die für eine ansprechende Geschichte aber nur bedingt Platz zulassen. Läuft gekürzt.

Dienstag, 13.11.

20:15 Uhr – „Besser geht’s nicht“ (K1)

Nicholson und Hunt sind die ganze Miete.

Mittwoch, 14.11.

20:15 Uhr – „Eine Frage der Ehre“ (K1)

Eine von Cruises besseren Rollen. Rob Reiners Handwerk hilft dem spannenden Courtroom-Drama über manch holprige Drehbuchstrecke.

22:50 Uhr – „Die Fliege 2“

Trash-Sequel zum Cronenberg-Hit, bei dem Chris Walas sich noch einmal richtig austoben darf.

23:10 Uhr – „Uhrwerk Orange“ (Arte)

Ein Film irgendwo zwischen Faschismusparabel, Gewalt- ästhetik und Mediensatire, undifferenziert, uneindeutig und immer nahe an der Verharmlosung – Kubrick bedient mitunter, was er anzuprangern gedenkt.

Donnerstag, 15.11.

20:40 Uhr – „Dr. Seltsam…“

…oder wie das mit mir und Kubrick nichts mehr wird.

0:20 Uhr – „Im tiefen Tal der Superhexen“ (Arte)

Titten meets Kleinstadt, Russ Meyer wie er leibt und lebt. Subversives Relikt.

Freitag, 16.11.

22:30 Uhr – „Fargo“ (3SAT)

Intelligente und dennoch verspielte Provinzsatire, schrullig bis Anschlag, toll geschrieben und überaus kokett.

22:30 Uhr – „Naked City“ (Tele5)

Bogdanovich auf den Spuren von Jules Dassin. Gewagt, aber ich kenne den Film nicht.

0:55 Uhr – „Tigerland“ (Pro7)

Ganz doll unüberlegter, völlig idiotischer Kriegsfilm von Ex-Schaufensterdekorateur Joel Schumacher.


Kommentare:

  1. Ich glaub mit den harschen Worten zu den Kubrick Filmen, hast du dir keinen großen Gefallen getan. *g* Bis auf "Uhrwerk Orange" kann ich dir aber immerhin Recht geben.

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  2. Boah, ANTIKÖRPER kommt schon im TV!? Wie schnell das immer geht! Halte den übrigens für einen der besten deutschen Filme seit Jahren! *duckwundweg*

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  3. psychopaul10/11/07 13:00

    hehe, die Kommentare zu den Kubricks sind schön und nachvollziehbar und stimmen mich vergleichsweise milde ;p
    (wobei der Punkt mit der Verharmlosung bei Clockwork ein sehr heikler ist; nachvollziehbar diese Ansicht ist, aber gerade das extreme Spiel mit dieser "Coolness der Gewalt" macht den Film ja so verstörend und irritierend und deshalb so großartig)

    Super auch der Kommentar zu Antikörper, den werd ich mir dann wohl mal geben.. *g*

    Tigerland völlig idiotisch? Naja, irgendwie hast du ja auch recht lol, aber das dürfte wohl dennoch der Film sein, in dem Farrell seine Rolle am besten verkörpert :))

    Gibt es eigentlich irgendeinen Film mit Kriegsthematik, der dir gefällt??

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  4. mr. hankey10/11/07 16:45

    Es ist immer noch zum heulen, dass einer der besten (wenn auch meist fernab jedweder Realitäten stecken gebliebenen ;)) Kritiker unsererseits, mit einem der wohl besten Regisseur aller Zeiten nicht weiss, wie er mit seinen Werken umzugehen hat. Das du an "Uhrwerk Orange" rummekelst, trifft mich genauso stark, wie wenn ich an "Brockback Mountain" rumzunörgeln hätte, wenn ich ihn denn endlich mal zu Gesicht bekommen sollte. Nur um Dir mal die Dimensionen Deiner Nörgelei an "Uhrwerk Orange" deutlich zu machen! ;)

    Ansonsten ist der Blog soweit Okay, nur frage ich mich, warum du Dir Werke wie "Sky Captain" oder "Final Fantasy" überhaupt anguckst, wenn Du damit nichts anfangen kannst. Ich gebe Dir zwar in Sachen Seelenlosigkeit vollkommen recht, aber dafür haben sie doch andere Qualitäten, vor allem auf visueller Ebene! (wenn dies auch nicht automatisch einen guten Film bedeutet) Na und wenn einem dass nicht gefällt, dann lässt man doch die Finger davon! ;)

    Für Eastwood-Verhältnisse erschreckend flach und sinnfrei – Altherrenspaß.

    Es wird doch auch einem Hr. Eastwood mal gestattet sein, eine einfach gestrickte Komödie herzustellen. Vor allem wenn sie so wunderbar komisch ist wie dieser "Altherrenspaß"! :)

    22:15 Uhr – „Antikörper“ (ZDF)


    Deutsches Kino jenseits aller Geschmacksgrenzen, mit einem Finale, das man gesehen haben muss, um es zu glauben. Schlecht in völlig neuen Dimensionen.


    An den Scheiss kann ich mich noch gut erinnern. War nämlich einer der ersten anerkannten deutschen Filme, bei denen ich dir uneingeschränkt zustimmen musste. Was für ein seelenloser Müll, trotz guter Ansätze!

    ohne sich allerdings in ähnlich christliche Albernheiten wie der (dennoch höchst vorbildliche) dritte Teil zu verlieren.

    Kaum sagt jemand "Gott" im Film, schon hat er christliche Albernheiten o.Ä. im Petto. Man, man, man... ;)

    0:55 Uhr – „Tigerland“ (Pro7)


    Ganz doll unüberlegter, völlig idiotischer Kriegsfilm von Ex-Schaufensterdekorateur Joel Schumacher.


    Hab ich zwar noch nicht gesehen, interessiert mich auch nicht wirklich, aber aufgrund deiner vorgefertigten Meinung zum Regisseur ist diese Aussage alles andere als glaubwürdig! ;)

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  5. @psychopaul:

    Gibt es eigentlich irgendeinen Film mit Kriegsthematik, der dir gefällt??

    Nobi, The Thin Red Line, Im Westen nichts Neues, Flags of our Fathers, Letters from Iwo Jima...

    Ich mag aber eher Filme, die den Krieg nicht direkt zeigen, ihn aber gerade dadurch eindrucksvoll thematisieren, z.B. "Casablanca" oder "Onibaba".

    Ich finde das Genre steht sehr im Widerspruch zwischen 'das Spektakel zelebrieren" und 'das Spektakel ankreiden'.

    @Hankey:

    Guck' dir BM erstmal an. Außerdem könntest du den gern sehr schlecht finden, hätte ich kein Problem mit, sondern eben eher Mitleid. ;)

    Die Vorurteile gegenüber Schumacher kommen ja nicht von ungefähr, sondern gerade wegen solchen Mülls. Sind also keine Vor-, sondern Urteile.

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  6. psychopaul10/11/07 17:42

    "Ansonsten ist der Blog soweit okay"(Hankey): naaajaaa *gg* ;)

    Ja, diese Kriegsfilmspektakeldiskussion hatten wir doch eh schonmal im Forum. Naja, wie gesagt, nachvollziehbar, aber ich vertrete ja die Ansicht, dass Film alles zeigen kann und darf und Verheizung von Soldaten, Sinnlosigkeit des Frontkampfes, etc. sind für mich ganz große Themen, die ich auch gerne aus der "Nähe" gezeigt bekomme.

    Andererseits stimmt es auch, dass subtile Kriegsparabeln großen Reiz haben.
    Wie bei allem finde ich halt die verschiedensten Sichtweisen so eines Themas immer wieder interessant und auch völlig "vertretbar".

    Der Reiz am Spektakel ist natürlich auch ein Punkt, der für mich einiges am Menschsein aussagt, "man sieht vielleicht trotzdem gerne hin", obwohl (weil?) es so grausam ist...wohl auch ein Grund dafür, warum auch die stärksten Antikriegsfilme auf das "Frontspektakel" setzen.

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  7. Mr. Hankey10/11/07 18:05

    Guck' dir BM erstmal an. Außerdem könntest du den gern sehr schlecht finden, hätte ich kein Problem mit, sondern eben eher Mitleid. ;)

    Wenn du dir mein Posting noch einmal genau durchliest, wirst du merken, dass ich genau das in Bezug auf Dir und "Uhrwerk Orange" meinte. Ein ungemeines Beileidsgefühl, dass du die absolute Genialität des Streifens nicht zu erkennen vermagst! ;)

    Und was Schumacher angeht sind es Vorurteile, denn der Mann hat durchaus was auf der Pfanne! Nicht alles glänzt bei ihm (Gott bewahre, man denke nur an seine grottigen Batman-Filme) aber es gibt auch so manches was wirklich für einen guten, leicht verdaulichen Kinoabend von ihm zu gebrauchen ist. Aber du magst es ja immer lieber, wenn man erst einmal käftig darauf runmkauen muss, bevor sich die Geschmacksnerven entfalten! ;)

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  8. Zu dem Kubrick-Kommentare sag ich jetzt mal nichts, wobei 2001 ja nettere Worte findet, als ich dachte.

    Wie jede Woche findet sich ein Film den ich ganz toll und du ganz sch.... findest - diesmal Tigerland. Wobei das ja eigentlich nicht "nett" ist, einen Film nicht zu mögen, weil man seinen Regisseur nicht mag (Kubrick, Schumacher)...

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  9. @Paule:

    Und es ist ja so, dass nicht wenige Zuschauer die Action, das Spektakel, das mittendrin-sein auch genießen - was letztlich an den Filmen selbst liegt, die ihren Krieg ästhetisieren, stilisieren, aufregend gestalten, mit Effekten versehen.

    @Hankey:

    Schumacher hat überhaupt nichts auf der Pfanne, der Mann kleckert bunte Bilder zusammen, die mal nett sind (LOST BOYS, FLATLINERS), meist aber schrecklich belanglos und unüberlegt bis dumm (FALLING DOWN) ausfallen. Hinzu kommt der "ich bin schwul, drehe aber trotzdem biedere Familienfilme für ein Hetenpublikum"-Faktor.

    @Rudi:

    Ich mag den Film nicht seines Regisseurs wegen nicht, sondern weil ich ihn nicht gut finde. ;)

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  10. Ich kann es mal wieder nicht lassen und muß mich doch auch kurz verewigen...

    Bei "2001" trifft es der erste Satz recht gut - den weiteren würde ich dann nicht mehr zustimmen wollen. Wobei ich ganz interessante Erfahrungen beim wiederholten Sehen gemacht haben: der wird für mich mit jedem Sehen immer düsterer und pessimistischer.

    "Dr. Seltsam" würde ich tendenziell auch eher verteidigen wollen, mir gefällt, wie das "Gleichgewicht des Schreckens" als Gleichgewicht des Irrsinns gezeigt wird.

    Dafür gehst Du mit "Uhrwerk Orange" noch zu freundlich um, denn wenn es einen Film gibt, den ich gern aus meinem Gedächtnis löschen lassen würde, so wäre es dieser. In längst entschwundenen Tagen fand ich ja sogar den mal toll, heute hasse ich ihn.

    Und wenn ich schon mal hier bin, kann ich mich ja gleich noch Deinem Bedauern anschließen, daß Charles Laughton kein zweites Mal Regie führen durfte. "Die Nacht des Jägers" ist zwar kein persönlicher Lieblingsfilm, aber ein unheimlich interessantes Werk.

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  11. Copykill ist mit "solide" aber arg positiv betitelt. Seit Jahren mal wieder gesehen und muss den nun ausmachen. Das ist ja furchtbar. Die Weaver sehr gut, wie des öfteren, aber Inszenierung und Charaktere eher auf "K11" Niveau.

    Auf Antikörper freu ich mich, das wird bestimmt kacke:-)

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  12. park chan-wookie11/11/07 01:09

    "jenseits aller Geschmacksgrenzen"?
    "schlecht in neuen Dimensionen"?
    Also, wer jetzt nicht scharf auf "Antikörper" ist, dem ist nicht mehr zu helfen.

    Zu Kubrick ist doch im "Dr.Seltsam"-Eintrag alles gesagt. In-kom-pa-ti-bel.

    Und was sagt der Hausherr eigentlich dazu, dass zuerst Schumacher und Van Sant für "Brokeback" im Gespräch waren?

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  13. Zu 2001 fällt mir nur dies ein:
    http://zeitverschwender.blogspot.com/2007/03/endlich-mitreden.html

    Zu Antikörper 100% Agree. Und ich dachte immer ich hätte ihn einfach nicht verstanden;-)

    Zum Thema ehrliche Kriegsfilme kann man noch Jarehead empfehlen.

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  14. psychopaul11/11/07 03:46

    Nun gut, das ist die alte Gretchenfrage: soll ein Film (besser: Künstler) etwas nicht zeigen, bloß weil es die dummen gibt, die nicht zwischen den Zeilen lesen können und nur das Vordergründige abfeiern.
    Ich sage: Nein!

    Wirklich schlimm wird es ja nur dann, wenn das Spektakel vom Filmemacher tatsächlich so in den Vordergrund gerückt, äußerst fragwürdig im Raum stehen gelassen oder gar filmisch abfeiert und als "geil" inszeniert wird, wie es bei Pearl Harbor und auch 300 der Fall ist. Da muß ich dann kotzen. ;)

    Seehr ambivalent finde ich da auch Woos "Bullet in the Head", der seine "coolen" Ballerorgien in den Kriegskontext hineinsetzt. (dennoch find ich den Film toll ^^)



    mal ganz was anderes:
    morgen kommt Lynch nach Wien und hält seinen Meditations- und Friednsvortrag samt Publikumsdiskussion *gg*
    hab aber keinen Plan, was ich den crazy guy fragen sollte, wenn sich die Gelegenheit ergäbe ;)
    naja, bin jedenfalls schon gespannt auf diese Darbietung :-D

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  15. Falling Down ist dumm?
    Alter kommst du noch klar? Kommst du noch klar??? Schumacher hat vielleicht nicht allzuviele gute Filme, aber Falling Down ist einer der ungewöhnlichsten und besten Filme der 90er.

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  16. @Sam Spade:

    CLOCKWORK mochte ich auch mal, aber das ist lange her. Ich verstehe nicht und werde wohl auch nie verstehen, warum dem alle zu Füßen liegen. Für mich ist der per se inhuman und faschistoid.

    @j.m.k.:

    Ok, ich hab ihn schon länger nicht mehr gesehen. ;)

    @park:

    Und was sagt der Hausherr eigentlich dazu, dass zuerst Schumacher und Van Sant für "Brokeback" im Gespräch waren?

    Hörte ich das erste Mal in der Doku "Schau mir in die Augen kleiner" von, ziemlich erschreckend - und glücklich, hat sich ja alles zum Guten gewendet.

    @tumulder:

    Guter Link. ;)

    JARHEAD fand ich auch nicht übermäßig, aber der hatte immerhin Jake-Boy in der Hauptrolle.

    @Paule:

    Ich wüsste auch nicht, was ich ihn fragen sollte. Aber ich mag Lynch ja auch nicht. ;)

    (viel Spaß!)

    @anonym:

    FALLING DOWN will uns erklären, dass Psychopathen inmitten ungeregelter Familienstrukturen geboren werden. Wer keinem festen patriarchalischem System zugehörig ist, dreht über kurz oder lang durch. Das ist dumm.

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  17. Wenn du kein Spektakel(Anti)Kriegsfilm willst, müsste Dir bsp. "Wege zum Ruhm" ja eigentlich zusagen, aber ne, der ist ja von Kubrick ;)...

    Auch wenn ich doch überrascht bin über die fast noch moderaten Worte zu Kubrick, so ist und bleibt das doch das ganz große Reibungsthema zumindest zwischen uns ;)

    Welcher Kubrick ist Dir eigentlich der zuträglichste?

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  18. Im Kino mochte ich EYES WIDE SHUT, aber ob ich dem heute noch was abgewinnen kann, ist eher fraglich.

    Ansonsten nur SHINING.

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  19. Mr. Hankey11/11/07 20:10

    Schumacher hat überhaupt nichts auf der Pfanne, der Mann kleckert bunte Bilder zusammen, die mal nett sind (LOST BOYS, FLATLINERS), meist aber schrecklich belanglos und unüberlegt bis dumm (FALLING DOWN) ausfallen.

    Okay, du schwafelst mal wieder unüberlegtes Zeug zusammen, ich merke das schon! ;)

    "Falling Down" dumm? Vielleicht ist auch einfach nur derjenige dumm, der ihn dumm findet, weil er ihn dumm finden will. Was hälst du denn davon? ;)

    Ich verstehe nicht und werde wohl auch nie verstehen, warum dem alle zu Füßen liegen.

    Tja, dass verstehst du ja bei 99% aller hoch gelobten Filme nicht. Na mal sehen was die schwulen Cowboys in Wirklichkeit auf der Pfanne haben werden. ;)

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  20. @Vincent: Sieh da, dann sind wir ja schon zwei, die sich mit Grausen von "Clockwork Orange" abgewandt haben. Wobei ich einerseits mich in die Anhänger einigermaßen hineindenken kann, weil ich mich an meine früheren Argumente noch ungefähr erinnere, andererseits aber eben gar nicht mehr begreifen kann, wie ich so etwas jemals gut finden konnte. Faschistoid würde ich noch nicht mal sagen, aber inhuman unbedingt - der Film ist purer, auf Zelluloid gebannter Menschenhaß, 137 Minuten lang. (Mal ganz davon abgesehen, daß er sich genau derselben wie die Ludovico-Methode bedient und damit auch in seiner vermeintlichen Kritik völlig unglaubwürdig ist.)

    Dafür interessant (auch wenn Du es schon mal erwähnt hattest), daß Du gerade mit "Shining" was anfangen kannst, den halte ich nämlich für prätentiösen Müll, während ich dafür ja "Barry Lyndon" trotz tiefsitzender Kubrick-Skepsis sehr schätze. "Eyes Wide Shut" finde ich durchaus schön und über weite Strecken auch gelungen, allerdings kommt der Film nicht mal in die Nähe der wunderbaren "Traumnovelle" Schnitzlers, die noch mal in einer ganz anderen Liga spielt.

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  21. Hankey,

    Na mal sehen was die schwulen Cowboys in Wirklichkeit auf der Pfanne haben werden. ;)

    Ich hoffe du wirst dir selbst gerecht und verkennst den Film. ;)

    Spade,

    dass CLOCKWORK genau das bedient, was er anzukreiden versucht, sehe ich genauso, aber Fürsprecher haben dem Argument ja damit versucht zu widersprechen, dass Kubrick genau das intendiert hatte. Sozusagen als ultimativer Ludovico-Methoden-Beweis oder was weiß ich.

    SHINING ist natürlich prätentiös, aber das sind ja alle Kubricks. Aber als Genrewerk, das die mehr oder weniger simple Vorlage in andere Dimensionen transportiert, und einen großartig diabolischen Nicholson in der Hauptrolle präsentiert, kann ich ihm etwas abgewinnen. Der Film ist sehr beklemmend, sehr dicht. Und im Horror-Kontext entfaltet sich Kubricks Architektur auch deutlich besser. Seine Räume und Gebilde bekomen hier eine wesentlich wirkungsvollere Aura, zumal sich seine extreme Menschenfeindlichkeit hier noch in Grenzen hält. Das Ende ist natürlich großer pseudo-mysthischer Mumpitz.

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  22. Mr. Hankey12/11/07 19:03

    Ich hoffe du wirst dir selbst gerecht und verkennst den Film.

    Wenn du mir im Filmverkennen Lehrstunden gibst, dann könnte ich das einrichten. ;)

    Das Ende ist natürlich großer pseudo-mysthischer Mumpitz

    Inwiefern das denn?

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  23. SHINING funktionietr für mich als Basic Horror über menschliche Abgründe, das Unterbewusstsein, den Wahnsinn (den familiären Wahnsinn!) usw., aber die Schlusseinstellung und auch das Gespräch mit dem Barkeeper vermitteln eine übernatürliche Note, die da imo völlig deplatziert ist.

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  24. Ich habe mir nun gestern Antikörper zu Gemüte geführt. Und ich muss sagen: Famos! Man sieht nur selten so einen guten deutschen Film.
    Nur das Happy End hätte es wirklich nicht gebraucht.

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