September 29, 2007

TV: Fernsehtipps vom 29.09. - 05.10.07

Samstag, 29.09.

20:15 Uhr – „Waterworld“ (VOX)

Hollywoodflopgigant mit bemerkenswertem Unterhaltungs- potential. Nicht zu verwechseln mit einem guten Film

20:15 Uhr – „Manche mögen’s heiß“ (BR)

Die beste Komödie aller Zeiten. TV-Selbstläufer.

20:15 Uhr – „Greystoke“ (Tele5)

Christopher Lambert als grunzender Hippie. Doof und albern, aber der Film hat das gewisse etwas.

20:15 Uhr – „Black Rain“ (K1)

Ridley Scott hat streng genommen zwei wirklich gute Filme gemacht. Dieser gehört da keinesfalls zu. Gedöns. Gekürzt.

22:30 Uhr – „The Crow 2“ (Das Vierte)

Jetzt rächt sich die Krähe das zweite Mal. Noch fader als der Vorgänger, und dieses Mal ohne die Aura des Mythischen.

22:30 Uhr – „Arsen und Spitzenhäubchen“ (BR)

Leicht verdauliche und pointierte schwarze Komödie, die ganz dem exaltierter denn je auftretenden Cary Grant gehört.

23:00 Uhr – „Die Hexen von Eastwick“ (Tele5)

Ob der Film immer noch so verspielt, leichtfüßig und amüsant ist, wie ich ihn in Erinnerung habe, ob es noch immer eine wahre Freude ist, Cher-Sarandon-Pfeiffer den armen Nicholson traktieren zu sehen, kann ich nicht beschwören. Aber allein die Kirschen kotzende Veronica Cartwright muss es wert sein!

23:30 Uhr – „U-Turn“ (RTL2)

Absurde Gewaltfantasie eines ungezügelten Oliver Stone. Lässt mich kalt.

0:45 Uhr – „Jenseits aller Grenzen“ (SAT.1)

Bestimmt ein typisches Jolie-Desaster, aber Clive Owen ist dabei. Vielleicht reißt der es ja raus?

Sonntag, 30.09.

20:15 Uhr – „X-Men 2“ (RTL)

Komplexer und ausgereifter als der Vorgänger. Außenseiter-Parabel mit gelungenen Effekten und einem wirklich guten Drehbuch.

20:45 Uhr – „Die rote Laterne“ (Arte)

Unfassbar poetisch, Zhang Yimous vorläufiges Meisterwerk.

22:50 Uhr – „Bad Boys – Harte Jungs“ (Pro7)

Dümmliches, schlecht inszeniertes und absolut nervtötendes Buddy-Geseiere. Immerhin noch besser als das hundsmiserable Sequel. Aber was heißt das schon.

1:05 Uhr – „Nurse Betty“ (ZDF)

Zu Leben erwachter Groschenroman, heiter, kurzweilig und garantiert nicht nachhaltig.

1:10 Uhr – „King Arthur“ (Pro7)

Fuqua überrascht mit einem historisch undichten, aber schick inszenierten Kostümepos. Die Schlacht auf dem Eis hat zumindest mir erstaunlich gut gefallen.

Montag, 01.10.

20:40 Uhr – „Mulholland Drive“ (Arte)

Einmal David Lynch hin und zurück bitte. Tiefer Blick in die Intuition eines reizvollen, wenn auch überschätzten Filmemachers. Sehr gut.

22:50 Uhr – „Heaven“ (MDR)

Tom Tykwer = Brechmittel

Dienstag, 02.10.

0:20 Uhr – „Das Appartement“ (ARD)

Billy Wilders kongeniales, bittersüßes, umwerfend gespieltes, tragikomisches, zeitloses Meisterwerk. Kino.

2:25 Uhr – „Der Glückspilz“ (ARD)

Ebenfalls gewohnt stilsicher inszenierte Wilder-Komödie, die es am Ende aber jedem recht machen will und die Geschichte ein wenig unbefriedigend auflöst. Walter Matthau ist brillant.

Mittwoch, 03.10.

9:40 Uhr – „Toy Story“ (Pro7)

Pixars wunderbarer Einstand. Hat neue Maßstäbe gesetzt.

22:15 Uhr – „Bad Boys 2“ (Pro7)

Wird auch noch mal ungeschnitten wiederholt, damit die Witze über Tote mit Riesentitten und Leichen auf der Fahrbahn so richtig zünden. Michael Bay ist vielleicht nicht der schlechteste Mainstream-Regisseur, den die 90er zu verschulden haben – bestimmt aber ist er der beschränkteste,

22:15 Uhr – „Basic Instinct“ (RTL2)

Eleganter, ungemein schön in Szene gesetzter Thriller, der aber ganz streng genommen auch ziemlich komisch ist. Guilty Pleasure, mehr und mehr.

0:15 Uhr – „True Romance“ (K1)

Road Movie, das wie eine Ansammlung der größten Filmstereotypen wirkt. Ohne Charme, aber mit launigem Ensemble. Not my kinda scene.

1:05 Uhr – „Eins, zwei, drei“ (ARD)

Billy Wilder im absoluten Vollbesitz seiner Kräfte. Die Messalte für Komödien.

1:15 Uhr – „Chinatown“ (SAT.1)

Polanskis Sternstunde: Kongenial geschriebener Film Noir.

2:10 Uhr – „Warlock – Satans Sohn“ (VOX)

Hervorragender, überaus spannender Fantasyhorror mit einem herrlich diabolischen Julian Sands und großartiger Musik.

2:25 Uhr – „The Dead Hate The Living“ (K1)

Selten blöder Amateur-Zombiefilm. Weg damit.

Donnerstag, 04.10.

20:15 Uhr – „Ein perfekter Mord“ (VOX)

Unnützes Hitchcock-Remake.

20:40 Uhr – „Intolerance“ (Arte)

Von David Griffith. Und ich hab kein Fernsehen. Arrrghhs.

22:15 Uhr – „Rambo 3“ (VOX)

Inhaltlich längst überholt und immerhin selbstironisch. Man darf zwar guten Gewissens drüber schmunzeln, totaler Müll bleibt das aber auch 20 Jahre später noch.

Freitag, 05.10.

20:15 Uhr – „The Fast and the Furious“ (RTL2)

The Point and the Break in the Remake of Doom. Bigelow, wo bist du?

20:15 Uhr – „Tank Girl“ (Das Vierte)

Mit Rachel Talalay-Bonus.


Kommentare:

  1. Eine Frechheit, The Crow 2 mit dem ersten Teil in einem Satz zu nennen. Schäm dich ;)

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  2. Deine Einstellung zu Ridley Scott scheint nicht gerade die beste zu sein. Dann neben Alien und Blade Runner überzeugt vor allem Scotts Gladiator. Wie du da auf nur zwei gute Filme kommst, ist mir schleierhaft.

    Aber deine Kommntare scheinen im Allgemeinen sowieso nur eins zu wollen, nämlich zu provozieren. Und das gelingt dir im Großen und Ganzen auch recht gut.

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  3. Tja, da gibts mal wieder nur eins dazu zu sagen: LOL!
    Normalerweise halten sich deine Aussetzer ja in Grenzen, aber hier – oh mein Gott!

    Waterworld ist ein guter Film!

    Ridley Scott und nur zwei gute Filme? Mann, der Witz war echt gut. Der Mann ist ein Genie. Und Black Rain ist ein astreiner, sehr atmosphärischer Film, ich liebe ihn.

    U-Turn: Gewaltfantasie? Hallo? Meisterwerk von Oliver Stone. Sean Penn spielt genial. Der Rest der Starbesetzung erledigt das übrige.

    Bad Boys. Dümmlich? Ok. Seichte Unterhaltung halt. Schlecht inszeniert? LOOOOL. Also eins kann man Bay sicher nicht vorwerfen, schlechte Inszenierung. Bad Boys ist der Start seiner hammermäßigen Actionkracher.

    King Arthur? Oh man, war der schlecht.

    Bad Boys 2. Michael Bay ist der beste Mainstream-Regisseur der 90er.
    Und dieser Film ist ein Hit.

    True Romance. Also jetzt reichts. Ohne Charme? Ein Meisterwerk.

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  4. Boah, Bay der Beschränkteste... :mad: :P ;-)

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  5. Von meiner Seite ein fettes AMEN auf deine Michael-Bay-Schelte (auch wenn ich dem ersten Bad Boys manches abgewinnen kann) und dein Billy-Wilder-Lob!

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  6. Michael Bay Bashing, da bin ich dabei.

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  7. Mr. Hankey30/9/07 13:20

    Gibt nicht viel zu meckern meinerseits. Abgesehen vielleicht von der Bemerkung zu den "Bad Boys"-Filmen, mit der du mal wieder Dein eigenes Klischee erfüllst, was aber Bay bei diesen beiden Filmen ja irgendwie auch tut. Trotzdem, dieses billige Aufgeplustere zu Teil 2, was ja selbst Udo unterstützt, halte ich persönlich für ennorm übertrieben.

    Wie sagt Sebastian doch immer so schön: "Der Film menschenverachtend, sadistisch, frauenfeindlich, inhaltsleer aber Gott, er ist trotzdem saumäßig unterhaltsam"! Dem ist nichts hinzuzufügen! ;-)

    Das mit Ridley Scott, na ja, da denke ich mal, hast du dich mit zwei einfach nur verzählt. ;)

    Und zu "True Romance" sag ich mal lieber auch nichts. (Aber auch nur, weil ich den leider immer noch nicht gesehen habe! ;() ;)

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  8. hmm...
    ich komme bei Ridley Scott sogar nur auf einen wirklich guten Film.
    Bad Boys ist in der Tat sinnentleerte Unterhaltung, wer konnte ahnen, dass es Michael Bays bester Film bleiben würde.

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  9. @jmk
    Sag es schon, der einzig gute Film von Scott ist Akte Jane:) LOL

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  10. ich finde ja jedesmal wieder die Überschrift "FernsehTIPPS" irritierend, größtenteils sinds ja doch eher Warnungen :)
    Vor True Romance übrigens völlig zu unrecht, wie ich finde. Das ist ein ganz großartiger Roadmovie mit Top-Besetzung (aber in der TV-Fassung vermutlich böse geschnitten).

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  11. @Tumulder

    nene, ich meinte natürlich a good year!

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  12. Black Rain Gedöns?! Wow, jedem seine Meinung aber die ist echt originell;-)
    Abgesehen davon, dass das allein vom handwerklichen überhaupt nicht hinkommt dürftest du so ziemlich der einzige auf diesem Planeten sein, der den Film so schlecht findet, gratuliere.
    Für mich ist Black Rain vor allem ein beihnahe perfekter Buddy Movie in Noir-Tönen, der mit einem unglaublichen Feingefühl an die Japanische Kultur herangeht. Sehr atmosphärisch ist er auch...dann wären da noch die guten schauspielerischen Leistungen...gibt es überhaupt irgend etwas, das er als intelligenter Actionfilm falsch macht?!

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  13. Mr. Hankey2/10/07 00:06

    Sag es schon, der einzig gute Film von Scott ist Akte Jane:)

    Das ist vielleicht der einzig wirklich schlechte Film! ;)

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  14. @Mr. Hankey
    Naja, für Menschen die sich einzig und allein von tollen Bildern beeindrucken lassen mögen seine Filme ja ansprechend sein. Mir hat außer Alien und Bladerunner noch T(r)icks ganz gut gefallen. Ja gut, er hat Brad Pit und Tom Cruise entdeckt, aber sonst quält er doch mit Schmarn in schicker Verpackung. Oder möchtest Du behaupten daß etwa Hannibal, Black Hawk Down oder auch Gladiator mehr als tolle Bilder zu bieten haben? Aber ein Michael Bay hat ja auch so seine Erfolge:)

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  15. Mr. Hankey2/10/07 20:48

    Also "Hannibal" hat definitiv mehr als nur schicke Bilder zu bieten. Außer meiner Sicht ein sträflich unterschätzter Film, der in Sachen Story und Schauspielerleistung (Anthony Hopkins, Julianne More *schmacht* ;)) genauso viel zu bieten hat wie in Sachen Bild- und Tonkompositionen!

    BHD habe ich noch nicht gesehen und bei "Gladiator" kann ich den Hype auch nicht ganz nachvollziehen, wenngleich das auch kein wirklich schlechter Film ist.

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  16. Ja in Sachen Bild und Tonkomposition macht dem Scott wirklich kaum einer was vor, Michael Mann einmal ausgenommen. Und an guten Haupt- und Nebendarstellern mangelte es ihm auch nicht. Ich würde sagen, sie tragen seine Filme. Eva Green ist z.B. der einzige Grund, sich Königreich der Himmel anzuschauen. Auch wenn ihr viel zu wenig Screentime gegönnt wird;-) Es ist halt immer dieses dumpfe Gefühl in der Magengegend nach einem Scott Film, daß irgend etwas noch fehlt. Irgendwie fehlt mir der Schmutz in seinen Filmen. In Hannibal z.B., ist selbst der Schweinestall so sauber, daß man kaum meint, daß es sich um einen Schweinestall handelt. Selbst die Gehilfen aus Süditalien wirken im Nachhinein ziemlich gelackt. So kommt es zumindest mir vor. Und BHD, da wird aus einer ganz schlimmen Tragödie ein Heldenepos gestrickt, man glaubt fast John Wayne läuft gleich durchs Bild. Kaum zu fassen, ich habe aber beim Abspann nicht auf Bruckheimer gewartet. Hat der da eigentlich seine Finger im Spiel gehabt? So eindimensional schildert sich das Geschehen. Naja, ich bestreite nicht das Scott Filme ihre Reize haben und von wirklichen Gurken weit entfernt scheinen. Aber es gibt kaum einen, außer die schon von mir erwähnten, bei denen ich sagen würde:"Hey, ein wirklich geiler Film."

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