November 29, 2006

TV: MOH #3 - THE V WORD

Regisseur Ernest Dickerson transformierte mit dem amüsanten Splatterkammerspiel „Demon Knight“ vor einigen Jahren erfolgreich die Ideen und Zutaten einer Fernsehserie, der Horror-Anthologie „Tales from the Crypt“, zum Kinofilm – seine bunte Nummernrevue war ein zum Leben erwachter Comicfilm, der die längst in Vergessenheit geratene Horrorkomödie mit enormer Spielfreude kurzzeitig aus der Versenkung hievte. Im Umkehrschluss führt das unverhofft nicht zum selben Ergebnis, der Versuch, Motive des Vampir- und Zombiefilmgenres zu einer Folge des zweiten „Masters of Horror“-TV-Zyklus’ zu durchmischen, erweist sich als unausgegorene Ansammlung mehr oder weniger gelungener Schauermomente klassischen Horrors, die nicht zu einem großen Ganzen vereinbart werden können. Mick Garris schickt darin zwei Jugendliche in ein Bestattungsinstitut, in dem der blutdurstige, aber leider auch etwas farblose Michael Ironside des Nachts sein Unwesen treibt, reiht in seinem Drehbuch jedoch nur Klischees und zahlreiche Tricks aus der Mottenkiste aneinander. Atmosphärisch zwar verhältnismäßig dicht inszeniert, drängt sich „The V Word“ insgesamt nur mit einigen gelungenen, sehr gorigen Make-Up-Effekten in den Vordergrund, bisweilen allerdings tut sich Dickerson merklich schwer mit dieser faden „Dracula“-Variante.

5/10

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